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Uo/Fragment 148 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 148, Zeilen: 1-17
Quelle: Sorlin 1994
Seite(n): 236, Zeilen: li.Sp. 10-15 - re.Sp. 1-32
[Diese Veränderung erklärt sich durch die Tatsache, dass sich Holly]wood ab 1913 an englischsprachigen Märkten orientierte, auf denen sich seine Produktionen schnell durchsetzen konnten, und sich dann nach 1915 Lateinamerika zuwandte. Lange vor dem Ende der Feindseligkeiten hatte Italien nur noch zwei wichtige Kunden behalten: Frankreich und Spanien.238

In den Jahren vor dem Krieg war der Filmverleih in Italien stark zersplittert. Es war paradoxerweise für die italienischen Studios leichter, ihre Produktionen en bloc an die Amerikaner zu verkaufen, als mit einer Vielzahl kleiner Betreiber in Italien zu verhandeln. Umgekehrt kauften die Verleihfirmen lieber ausländische Filme, die sich auf ihrem jeweiligen nationalen Markt schon amortisiert hatten und demzufolge billiger waren. In den Großstädten liefen die großen historischen Filme mit Erfolg, in den Provinzkinos dagegen wurden ebenso viele amerikanische oder französische Produktionen wie italienische gezeigt. Hollywoods „Invasion“ in Italien war keine Folge des Krieges, sondern hatte schon 1910 begonnen. Der Vergleich mit zwei neutralen Ländern wie Dänemark oder Spanien, deren Filmindustrie nach 1920 einen Niedergang erlebte, lässt vermuten, dass die italienische Filmproduktion auch dann in die Krise geraten wäre, wenn Italien nicht in den europäischen Konflikt eingegriffen hätte.


238 Vgl. Pierre Sorlin: Der italienische Film in der Zeit des Ersten Weltkrieges, in: Tage der Menschheit, hrsg. von R. Rother, 1994, S. 235-240, hier S. 236.

Diese Veränderung läßt sich durch die Tatsache erklären, daß sich Hollywood ab 1913 zunächst auf die Eroberung der englischsprachigen Märkte orientierte, auf denen sich seine Produktionen schnell durchsetzen konnten, und sich dann, nach 1915, Lateinamerika zuwandte. Lange vor dem Ende der Feindseligkeiten hatte Italien nur zwei wichtige Kunden behalten: Frankreich und Spanien.

In den Jahren vor dem Krieg war die Expansion in Richtung Vereinigte Staaten auf Kosten des Binnenmarktes erfolgt. Der Filmverleih in Italien war stark zersplittert, und paradoxerweise war es für die italienischen Studios leichter, ihre Produktionen en bloc an die Amerikaner zu verkaufen, als mit einer Vielzahl kleiner Betreiber in Italien zu verhandeln. Umgekehrt kauften die Verleihfirmen lieber ausländische Filme, die sich auf ihrem jeweiligen nationalen Markt schon amortisiert hatten und demzufolge billiger waren. In den Großstädten liefen die großen historischen Filme mit Erfolg, in den Provinzkinos dagegen wurden ebensoviele amerikanische oder französische Produktionen gezeigt wie italienische. Hollywoods »Invasion « in Italien war keine Folge des Krieges, sondern hatte schon 1910 begonnen. Der Vergleich mit zwei neutralen Ländern wie Dänemark oder Spanien, deren Filmindustrie nach 1920 einen Niedergang erlebte, läßt vermuten, daß die italienische Filmproduktion auch dann in die Krise geraten wäre, wenn Italien nicht in den europäischen Konflikt eingegriffen hätte.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme sind trotz fast vollständiger Identität mit der Vorlage nicht gekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1

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