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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 148, Zeilen: 22-28, 29-38
Quelle: Sorlin 1994
Seite(n): 236, 237, Zeilen: 236: re.Sp. 37-50 - 237: li.Sp. 1.8-32
Kurz nach der Kriegserklärung entzogen die Banken den Produzenten ihre Kredite, woraufhin diese ihre Projekte einstellten oder mit gekürztem Budget weiterarbeiteten. Angst vor der Zukunft machte sich breit, bevor sich die Verkaufsaussichten überhaupt verringerten. Zuerst wurden die groß angelegten Verfilmungen der römischen Geschichte, dann die Adaptionen von literarischen Werken eingestellt. Als Ergebnis meldeten sich zahlreiche Kameramänner freiwillig zum kinematographischen Dienst bei der Armee.239 Interessanterweise bedienten sich die italienischen Militärbehörden schon früh des Films. Die Regierung war sich sehr wohl bewusst, welchen Einfluss ausländische Dokumentarstreifen auf die öffentliche Meinung hatten. Gleich zu Beginn der Auseinandersetzungen organisierte das italienische Oberkommando einen kinematographischen Dienst. Die geringe Ausdehnung der Front und die unvermeidliche Truppenkonzentration im Adige- und Isonzo-Tal ermöglichten ein relativ leichtes Arbeiten. Die Kameramänner filmten ununterbrochen, selbst in Zeiten von Rückschlägen - sei es nun die „Strafexpedition“ im Mai 1916 oder die österreichische Offensive im Oktober 1917, die mit der Niederlage von Caporetto endete. Der größte Teil dieses Materials ist heute jedoch unauffindbar.

239 Vgl. ebd. [gemeint: Sorlin S. 236]

[Seite 236]

Kurz nach der Kriegserklärung entzogen die Banken, deren Kredite unentbehrlich waren, den Produzenten ihre Unterstützung, woraufhin diese ihre Projekte einstellten oder mit gekürztem Budget weiterarbeiteten. Angst vor der Zukunft machte sich breit, bevor sich die Verkaufsaussichten überhaupt verringerten. Die groß angelegten Verfilmungen der römischen Geschichte waren die ersten Opfer, ihnen folgten die Adaptionen von literarischen Werken. Bemerkenswert ist, daß sich zahlreiche Kameramänner freiwillig zum kinematographi-

[Seite 237]

sehen Dienst der Armee meldeten. [...]

Die mangelnde Vorbereitung der italienischen Armee, die, an ihre Afrikafeldzüge gewöhnt, für Gebirgskämpfe schlecht ausgerüstet war, ist allgemein bekannt. Weniger bekannt dagegen ist, wie die Militärbehörden versuchten, sich des Films zu bedienen. Seit August 1914 unternahmen beide gegnerischen Lager große Anstrengungen, um ihre Wochenschauen und Propagandafilme überall in Italien zu verbreiten, und die Regierung war sich sehr wohl bewußt, welchen Einfluß diese Dokumentarstreifen auf die öffentliche Meinung hatten. Gleich zu Beginn der Auseinandersetzungen organisierte das italienische Oberkommando einen kinematographischen Dienst, der sofort zu filmen begann. Die geringe Ausdehnung der Front und die unvermeidliche Truppenkonzentration im Adige- und Isonzo-Tal ermöglichten ein relativ leichtes Arbeiten. Die Kameramänner filmten ununterbrochen, selbst in Zeiten von Rückschlägen - sei es nun die »Strafexpedition« im Mai 1916 oder die österreichische Offensive im Oktober 1917, die mit dem Desaster von Caporetto endete. Der größte Teil dieses Materials ist heute unauffindbar.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1

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