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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 151, Zeilen: 29-38
Quelle: Culbert 1994
Seite(n): 207, Zeilen: 2, li.Sp. 1-34
3.4 Amerikanische Filme

Der amerikanische Film im Ersten Weltkrieg zeichnete ein extrem stereotypes Feindbild. Die offizielle Haltung zu dem, was die Aufgabe des Film sein sollte, erschien unsicher. Das Wort Propaganda hatte im Amerikanischen eine pejorative Bedeutung.245 Auch wenn die Wochenschauen eine ausgewählte Berichterstattung von der Front anboten, blieb die authentische Darstellung der Ereignisse der Nachkriegsgeneration überlassen. Der amerikanische Spielfilm war von Naivität, er benutzte den Krieg nie als Mittel, den Zuschauern die Verbindung zwischen Heimat und Front bewusst zu machen. Noch 1914 verwandten die Amerikaner den Begriff Propaganda zur Beschreibung der Praktiken der Katholi[schen Kirche, um im Ausland Konvertiten zu gewinnen.]


245 Zur Begriffsgeschichte in den Vereinigten Staaten und in England vgl. Will Irwin: Propaganda and the News Or What Makes You Think, New York 1936, S. 3.

Der amerikanische Film und der Erste Weltkrieg

Der amerikanische Film im Ersten Weltkrieg bietet ein extrem stereotypes Feindbild und zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Abneigung gegen die Enthüllung der tatsächlichen Schrecken des Grabenkrieges sowie eine unsichere offizielle Haltung zu dem aus, was Film als Medium tun oder nicht tun könne. Hinzu kommt, daß er den Zeitpunkt markiert, als das Wort Propaganda im Englischen eine pejorative Bedeutung erlangte. Im Rückblick ist es die bezaubernde Naivität des amerikanischen Spielfilms, die unser Interesse gefangennimmt, und nicht so sehr die Art, in der diese Filme ein genaues oder ungenaues Bild des Feindes zeigen oder nicht zeigen. Sicherlich blieb die authentische Darstellung von Frontereignissen in Wochenschauen einer Nachkriegsgeneration als Aufgabe überlassen, wenn auch Wochenschauen tatsächlich eine ausgewählte Berichterstattung von der Front anboten - manchmal Monate nach den Ereignissen. Allgemein kann man sagen, daß in den Spielfilmen der Krieg nicht als ein Mittel benutzt wurde, den zivilen Zuschauern die Verbindung zwischen der Heimat und der Front bewußt zu machen.

1914 gebrauchten die Amerikaner den Begriff Propaganda, wenn sie ihn überhaupt verwendeten, zur Beschreibung dessen, was die römisch-katholische Kirche unternahm, um im Ausland Konvertiten zu gewinnen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme: etwas gekürzt, aber inhaltlich voll übereinstimmend, viele der Originalformulierungen werden weiter ungekennzeichnet verwendet.

Auf der nächsten Seite, am Ende des Abschnitts gibt es einen Verweis auf die Quelle, allerdings nur für die Übernahme eines wörtlichen Zitates, daher hier Einordnung als Verschleierung.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

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