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Uo/Fragment 156 05

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 156, Zeilen: 5-24
Quelle: Culbert 1994
Seite(n): 213, 214, Zeilen: 213: li.Sp. 33-38 - re.Sp. 1-13.23-38; 214: li.Sp. 1-17
Der Film zeigt die sentimentale Liebesgeschichte einer Spionin, die eine Bar als Tarnung für telegrafische Kontakte zu den Deutschen benutzte. Der Film hatte wertvolle Inszenierungselemente und einige geniale kinematographische Momente, wurde aber erst 1918 freigegeben, so dass es schon zu spät war, um die Zuschauer noch in eine „Ran-an-den-Feind“-Stimmung zu versetzen. Er enthielt jedoch keine pazifistische Aussage über das sinnlose Schlachten in den Schützengräben. Der Einsatz filmischer Mittel zur Charakterisierung der Heimatfront gelang nur in dem offiziellen Film AMERICA'S ANSWER. Da Amerika nur fünfzehn Monate am Krieg teilnahm, war die Bilanz an Kriegsfilmen eher bescheiden. Amerikanische Filme ignorierten die Wirklichkeit des Grabenkrieges. Es gab keine Filme, die 1917-18 zum Frieden oder Defaitismus aufforderten.260 Das Anwachsen der Propaganda als staatliches Programm zur Irreführung der eigenen Bevölkerung wurde erst nach dem Krieg in Büchern wie ,Public Opinion‘ (1922) von Walter Lippmann oder »Propaganda Technique in the World War‘ (1927) von Harold Lasswell beschrieben. Die hastige Auflösung des CPI und die Schwierigkeiten, die andere außer Creel (,How We Advertised America‘, 1920)261 mit dem Versuch hatten, die Geschichte des CPI zu einer klassischen amerikanischen Erfolgsstory zu machen, deuten darauf hin, dass die offizielle filmische Propaganda in den Köpfen der meisten Bürger nicht erkannt, unterdrückt oder verdrängt wurde.

260 Vgl. Culbert: Der amerikanische Film, in: Tage der Menschheit, hrsg. von R. Rother, 1994, S . 213.

261 George Creel (Leiter des CPI): How we Advertised America. The First Telling of the Amazing Story of the Committee on Public Information that Carried the Gospel of Americanism to Every Corner of the Globe, New York, London 1920.

[Seite 213]

Zum größten Teil eine sentimentale Liebesgeschichte, zeigt >Hearts of the World< ein stereotypes Bild des Feindes in Gestalt einer Spionin, die in der Stadt ankommt und eine Bar als Tarnung für telegraphische Kontakte mit deutschen Offizieren benutzt. Der Film kostete eine große Summe, enthält sehr wertvolle Inszenierungselemente sowie einige geniale kinematographische Momente. Aber der Film wurde erst 1918 freigegeben, als es schon zu spät war, um bei den Zuschauern noch irgendeine Wirkung zu erzielen. Merritt besteht darauf, daß der Film weder eine pazifistische Aussage oder etwas von einer »Ran-an-den- Feind«-Kriegsstimmung enthält noch das sinnlose Schlachten in den Schützengräben bloßstellt. [...]

Die Bilanz des amerikanischen Kriegsfilms während des Ersten Weltkrieges fällt somit etwas fragmentarisch aus, was nicht überrascht, da Amerika insgesamt nur fünfzehn Monate am Krieg teilnahm. Der Einsatz filmischer Mittel für eine Definition des Charakters der Heimatfront war im besten Fall begrenzt, und nur in solch offiziellen Filmen wie >America’s Answer< wurde ein Versuch unternommen, die Lage in der Heimat visuell mit der an der Front zu verbinden. Amerikanische Filme ignorierten die Wirklichkeit des Grabenkrieges. Es gab keine Filme, die 1917-18 zum Frieden oder Defaitismus aufforderten. Das Anwachsen der Propaganda als

[Seite 214]

finsteres staatliches Programm zur Irreführung der eigenen Bevölkerung wurde erst im Gefolge des Krieges in Büchern wie >Public Opinion< (1922) von Walter Lippmann oder Propaganda Technique in the World War (1927) von Harold Lasswell deutlich. Die hastige Auflösung des CPI und die Schwierigkeiten, die andere außer Creel selbst (>How We Advertised America<, 1920) mit dem Versuch hatten, die Geschichte des CPI zu einer klassischen amerikanischen Erfolgsstory zu machen, deuten darauf hin, daß die offizielle filmische Propaganda in den Köpfen der meisten Bürger als dunkle Vorahnung der Rolle der Propaganda in einem modernen Staat unterdrückt und verdrängt wurde.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Nach der Fußnote 260 findet sich kein Verweis auf Culbert mehr.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

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