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Uo/Fragment 174 07

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 174, Zeilen: 7-20
Quelle: Virilio 1989
Seite(n): 30, Zeilen: 30:5-13; 31:2-16
Die Geburtsstunde des Films und der Luftfahrt war gegen Ende des 19. Jahrhunderts fast gleichzeitig eingetreten. Seit 1914 jedoch war die Luftfahrt nicht ausschließlich nur Mittel zum Fliegen und zum Aufstellen von Rekorden - die „Deperdussin“ flog schon 1913 mehr als 200 km/h - sondern sie führte zu einer neuen Art des Sehens. Am Anfang befasste sich die Militärfliegerei mit der Luftaufklärung.42 Die Situation der Aufklärungsflieger war schwierig, da sie bei ihren photographischen Aufträgen stets eine konstante Höhe einhalten mussten, damit der Maßstab der Aufnahmen stimmte. Diese relative Unbeweglichkeit machte sie daher auch leicht verwundbar. Als die Generalstäbe die Luftaufklärung endlich ernst nahmen, blieb sie zunächst rein photographischer Natur. Erst später wurde sie kinematographisch. Auch als die Flugzeuge mit Telegraphen ausgestattet wurden, und verbale Informationen direkt an die Stäbe übermittelt werden konnten, bedeutete die zeitraubende Auswertung der photographischen Dokumente durch das Bodenpersonal immer noch einen erheblichen Verzug.

42 Vgl. Virilio: Krieg und Kino, 1989, S. 26.

[Seite 30]

Film und Luftfahrt traten gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts gleichzeitig in Erscheinung. Seit 1914 ist die Luftfahrt eigentlich kein Mittel mehr zum Fliegen, zur Aufstellung von Rekorden - die Deperdussin flog schon 1913 mehr als zweihundert Stundenkilometer —, sie wird zu einer Sehweise oder vielmehr zum eigentlichen Mittel des Sehens überhaupt. Im Gegensatz zur allgemeinen Annahme steht am Anfang der Militärfliegerei die Luftaufklärung — [...]

[Seite 31]

Die Lage der Aufklärungsflieger war nicht beneidenswert; bei ihren photographischen Aufträgen mußten sie eine konstante Höhe halten, damit der Maßstab der Aufnahmen stimmte - diese relative Unbeweglichkeit machte sie sehr verwundbar.8 Und auch als die Generalstäbe die Fliegerei endlich ernst nahmen, blieb die Luftaufklärung, die taktische wie die strategische, zunächst photographischer Natur und wurde dann erst kinematographisch. Und als die Maschinen mit Telegraphen ausgestattet wurden und verbale Informationen direkt an die Stäbe übermitteln konnten, bewirkte die zeitraubende Auswertung der photographischen Dokumente durch das Bodenpersonal von der Aufnahme bis zu ihrer Einspeisung in die Kampfhandlungen noch immer einen erheblichen Verzug.


8 Jean Renoir gehörte einer dieser Staffeln an. In La Grande Illusion ließ er Jean Gabin seine eigene Fliegerjacke aus dem Krieg tragen. »Die Geschichte des Films ist entschieden wahr«, sagt Renoir, »sie ist mir von verschiedenen Kriegskameraden erzählt worden, vor allem von Pinsard. Er war bei den Jagdfliegern, ich bei den Aufklärern. Ich hatte gelegentlich hinter den deutschen Linien Aufnahmen zu machen. Er hat mir mehrmals das Leben gerettet, wenn deutsche Jäger allzu lästig wurden. Er selbst wurde siebenmal abgeschossen, geriet siebenmal in Gefangenschaft und flüchtete siebenmal.«

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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