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Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 175, Zeilen: 3-33
Quelle: Göktürk 1995
Seite(n): 188, 189, Zeilen: 188:6-14.16-27; 189:5-10.12-14
Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts verursachte der technologische Fortschritt und die Industrialisierung einen enormen Aufschwung des weltweiten Warenverkehrs. Jedoch war der sich entwickelnde Weltmarkt keineswegs konfliktfrei. Während die wohlhabenderen Nationen um ausländische Märkte heftig konkurrierten, versuchten sie ihre inländische Wirtschaft gegen den weltwirtschaftlichen Druck durch Einfuhrverbote oder Tarifregulierungen zu verteidigen. Im Kaiserlichem [sic] Deutschland konzentrierten sich die Sorgen über ausländische Konkurrenz hauptsächlich auf die wirtschaftliche Überlegenheit der USA. Die Spannungen zwischen der Ausweitung in weltwirtschaftliche Prozesse und der Nationalisierung wurden oft in Bereichen kultureller Produktion ausgetragen.44 So lange es bewegliche Bilder gab, gab es auch überall Würstchen in Dosen. 1896 erschienen sie erstmals auf dem Markt. Die Verpackung von Nahrungsmitteln in Dosen hatte für den internationalen Handel und die Weltwirtschaft weitläufige Konsequenzen. Laut Siegfried Giedion ist „die Zeit völliger Mechanisierung identisch mit der Zeit der Blechdose.“45 In Deutschland entwickelte sich die Dosenindustrie zwischen 1870 und 1914, zeitgleich mit den Kühl- und Gefriertechniken. Eingemachte Nahrung war besser für den Transport und damit zum Export geeignet. Die mächtige Suppenwürfel-Industrie von „Liebigs Fleischextrakt“ benötigte für den europäischen Markt die großen Viehherden in Argentinien, Australien und Amerika. Die Jahrhundertwende mit Beginn des industriell gefertigten Essens veränderte radikal die traditionellen Essgewohnheiten. Suppenextrakte von Maggi oder Knorr fanden insbesondere bei Frauen Anerkennung, die in zunehmender Zahl in die Fabriken gingen und deshalb nicht mehr so viel Zeit wie früher auf das Kochen verwenden konnten.46

Während des Ersten Weltkrieges gab es eine enorme Nachfrage nach Dosenfleisch. Die Armee stellte zwei Fabriken in Spandau und Mainz auf, die acht Millionen Fleischdosen pro Monat produzierten. Dies war verglichen mit amerikanischer Produktion noch ein sehr begrenzter Ausstoß.47 Gefüttert mit Filmen und Fleisch aus Dosen schienen die Menschen für die Erfahrungen des Krieges gut gerüstet. Der Welthandel und der Weltfilmmarkt bekamen durch den Weltkrieg eine Standardisierung des Massenkonsums.


44 Vgl. Deniz Göktürk: Market Globalization and Import Regulation in Imperial Germany, in: Film and the First World War, hrsg. von K. Dibbets, B. Hogenkamp, 1995, S. 188-197, hier S. 188.

45 zit. n. Göktürk, ebd.

46 Vgl. ebd.

47 Vgl. ebd., S. 189.

[Seite 188]

From the mid-19th century, technological progress and industrialization had brought about an enormous acceleration in the worldwide traffic of people and commodities. The evolving world market was by no means free of conflict. While vehemently competing for foreign markets, the wealthier nations tried to defend their domestic economies against the pressure of globalization by means of import bans or tariff regulations. In Imperial Germany, the anxieties about foreign competition concentrated primarily on the economic superiority of the USA. The tensions between economic processes of globalization and nationalization were often transferred to fields of cultural production.

[...]

Sausages in cans have been around about as long as moving pictures. They appeared on the market in 1896. The preservation of food in cans had wide-ranging consequences for international trade and the world economy. According to Siegfried Giedion, ‘the time of full mechanization is identical with the time of the tin can.’1 In Germany, the can industry emerged between 1870 and 1914. Cooling and freezing techniques developed around the same time. Preserved food was much better suited for transportation and export. The stock cube industry of ‘Liebig’s Fleischextract’ made the large herds of cattle in Argentina, Australia, and America accessible for the European market. By the turn of the century, the advent of industrially processed food had radically changed traditional eating habits.2 Soup extract produced by Maggi or Knorr found the approval particularly of women who increasingly went to work in factories and therefore could not spend as much time on cooking as formerly.

[Seite 189]

During the First World War, the demand for canned meat increased enormously. The army set up two factories in Spandau and Mainz which produced eight million meat cans per month, although this was still a very limited output compared with American production. Being fed on meat and movies from cans, people were well equipped for the experience of a war which reproduced the alienated mincemeat and constituted yet another secondary reality. [...] Thus, the world trade, the world film market, and the World War were all powerful agents of standardization, although each of these three had its own logic of mass consumption.


1 Siegfried Giedion, Mechanization Takes Command: A Contribution to Anonymous History, New York, London: Norton, 1969 (1948), p. 4. On the development of the meat processing industry see especially ‘Mechanization and Death: Meat’, pp. 209-256.

2 Hans J. Teuteberg and Günter Wigelmann, Der Wandel der Nahrungsgewohnheiten unter dem Einfluß der Industrialisierung, Göttingen: Vandenhoek und Rupprecht, 1972, especially ‘Der Anbruch des “Konservenzeitalters’” , pp. 78-85.

Anmerkungen

Die Quelle wird in mehreren vereinzelten Fußnoten angegeben, Art und Umfang der Übernahme bleiben hingegen ungekennzeichnet. Dass die gesamte Seite (mit der Überschrift als einziger Ausnahme) im Wortlaut eins zu eins mit dem englischsprachigen Original übereinstimmt, ist nicht erkennbar.

Uos einzige gedankliche Leistung besteht hier in der Übersetzung (und leichten Kürzung) des Originals. Dies wird sich bis zum Ende des Abschnitts auf Seite 178 fortsetzen.

Sichter
(Graf Isolan), Klicken (Kategorie) Schumann

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