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Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 178, Zeilen: 2-35 (komplett), 101-103
Quelle: Göktürk 1995
Seite(n): 189, 193-194, 195, Zeilen: 189:1-4; 193:5-17.31-37 - 194:1.2-3.17-22; 195:9-12
Die Idee vom Kino als Nahrung der Massen war schon in der Kino-Debatte vor dem Krieg bekannt. Alfred Döblin erklärte 1909, dass die Leute die Nahrung wertloser Groschenromane und die Nickelodeons brauchten wie „panem et circences“. Der Schriftsteller Carl Hauptmann charakterisierte die Ersatzfunktion des Kinos als „Zichorie statt Kaffee für das Volk“. Karl Hans Strobl, ein Schriftsteller von Abenteuerromanen, beschrieb das Kino 1911 als „Theater in Höchstgeschwindigkeit“, in dem „das amerikanische Prinzip“ des „ganzen Ochsen im Suppenwürfel“ angewandt wird.57 Der Film gab den Menschen in einer zweiten Wirklichkeit ein neues Abbild ihrer selbst. Das Auftauchen der Filmstars korrespondierte mit dem Bedürfnis der Massen, sich identifizieren zu können. Sie erfüllten eine Funktion ähnlich der Warenzeichen, die die Identität von Produkten garantierte.

In den Vorkriegsjahren führte das Auftauchen neuer Formen der Unterhaltung in deutschen Städten zu einer „Freizeitexplosion“. Kino war die wichtigste dieser neuen Freizeiteinrichtungen. Der Weg zur Zentralisierung der Unterhaltung war vorgezeichnet. Im Januar 1915 wurden per Erlass des Bundesrates die Filialen ausländischer Filmgesellschaften (Pathé Frères, Gaumont, Literaria und andere) von deutschen Verwaltern übernommen. Jedoch gab es ausländische Filme noch über neutrale Länder wie Dänemark und die Niederlande. Über das Schicksal der ausländischen Filme in deutschen Kinos während des Krieges ist sehr wenig bekannt. Eintragungen der Zensur zeigen, dass amerikanische Filme, die von amerikanischen Firmen produziert wurden, wie Biograph, Selig, Tannhäuser, IMP oder Kalem noch ihren Weg nach Deutschland fanden, da die USA bis 1917 neutral geblieben war.58 Die Bemühungen, nationale Kontrolle über den Filmmarkt zu erreichen, hatten im Laufe des Krieges keinen vollen Erfolg. Es eröffneten sich Perspektiven für die Zukunft, sodass die deutsche Filmindustrie gestärkt aus dem Krieg hervorgehen konnte.

Die nationalistische Rhetorik, die schon in den wirtschaftlichen Debatten der Vorkriegsjahre benutzt wurde, verwandelte sich in ein nationales Verteidigungsdenken gegenüber „der amerikanischen Bedrohung“, dem sich auch die Filmindustrie anschloss. Der Geschmack des frühen Kinopublikums ist von Schriftstellern und Künstlern dokumentiert worden, die sich enthusiastisch über das Potential des neuen Mediums geäußert haben, jedoch fehlen jegliche Aussagen der Zuschauer.


57 Fritz Güttinger: Kein Tag ohne Kino: Schriftsteller über den Stummfilm, Frankfurt 1984. Darin: Alfred Döblin: Das Theater der kleinen Leute (1909), S. 39-41; Carl Hauptmann: Film und Theater (1919), S. 369-375; Karl Hans Strobl: Der Kinematograph (1911), S. 52.

58 Vgl. Göktürk: Market Globalization, in: Film and the First World War, hrsg. von K. Dibbets, B. Hogenkamp, 1995, S. 193.

[Seite 189]

Film, too, creates a second reality by substituting images of people for people. The emergence of stars out of masses of canned people corresponds to the human need to identify, thus serving a function similar to that of trademarks in advertising.

[Seite 193]

In fact, there were considerable parallels in the processes of centralization concerning the food and film supply. The idea that cinema was food for the masses was already common in the Kino-Debatte before the War. Alfred Döblin, on visiting a smelly working-class movie theater in the north of Berlin in 1909, had declared that the people needed the very bloody diet of trashy dime novels and nickelodeons as ‘panem et circences’.11 Another German writer, Carl Hauptmann, characterized the surrogate function of cinema as ‘Zichorie statt Kaffee für das Volk’.12 Karl Hans Strobl, a writer of adventure novels, had described cinema in 1911 as ‘theater in top speed’ to which ‘the American principle’ of ‘the whole ox in the stock cube’ applied.13

In the pre-war years, the emergence of new modes of urban entertainment in German cities had led to a ‘leisure explosion’.14 Cinema was the most important of these new leisure facilities and gradually paved the way for the centralization of entertainment. [...]

[...] In January 1915, by decree of the Bundesrat, the branches of foreign film companies (Pathé Frères, Gaumont, Literaria and others) were taken over by German administrators. However, foreign films still entered through neutral countries like Denmark and the Netherlands. On the whole, very little is known yet about the fate of foreign films in German cinemas during the War. Censorship entries reveal that American films produced by American Biograph, Selig, Tannhouser, IMP or Kalem (THE ADVENTURES OF HELEN HOLMES, for example, was prohibited for children in Berlin in

[Seite 194]

1916) still made their way into Germany because the USA remained neutral until 1917.16 [...] In any case, the German film industry emerged strengthened from the War, [...]

[...] The efforts to achieve national control of the film market could not fully come to fruition in the course of this war, but it opened up perspectives for the future.

The War heated up the nationalist rhetoric used in the economic debates of the pre-war years. The rhetoric of national defense against ‘the American threat’ was also applied to the film industry.20

[Seite 195]

In order to reconstruct the taste of early audiences, we can draw on documents by writers and artists who were enthusiastic about the potential of the new medium, but the silent majority that watched silent films still remains largely obscure, and its preferences need to be further examined.


11 Alfred Döblin, ‘Das Theater der kleine Leute’ (1909), Fritz Güttinger, Kein Tag ohne Kino: Schriftsteller über den Stummfilm, Frankfurt: Deutsches Filmmuseum, 1984, pp. 39-41. On the persistent recurrence of the image of ‘panem et circenses’ in discourses on mass culture see Patrick Brantlinger, Bread & Circuses: Theories of Mass Culture as Social Decay, Ithaca, London: Cornell UP, 1983.

12 Carl Hauptmann, ‘Film und Theater’ (1919), Kein Tag ohne Kino: Schriftsteller über den Stummfilm, pp. 369-375.

13 Karl Hans Strobl, ‘Der Kinematograph’ (1911), Kein Tag ohne Kino: Schriftsteller über den Stummfilm, p. 52.

14 Cf. Lynn Abrams, ‘From Control to Commercialization: the Triumph of Mass Entertainment in Germany 1900-25?’, German History, vol. 8 , no. 3 (1990), pp. 278-293.

16 Cf. Herbert Birett, Verzeichnis in Deutschland gelaufener Filme: Entscheidungen der Filmzensur 1911-1920, Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Munich: Saur, 1980.

20 ‘Die amerikanische Gefahr für die Filmindustrie’, Film-Kurier, 6 June 1919 and 13 June 1919, front page.

Anmerkungen

Die Quelle wird in einer Fußnote angegeben, Art und Umfang der Übernahme bleiben hingegen ungekennzeichnet. Dass die gesamte Seite im Wortlaut eins zu eins mit dem englischsprachigen Original übereinstimmt, ist nicht erkennbar.

Einzig der erste Satz stammt anscheinend von Uo; ansonsten besteht ihre einzige gedankliche Leistung hier - wie bereits auf den vorangegangenen Seiten - in der Übersetzung und Kürzung des Originals.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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