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Uo/Fragment 179 01

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Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 179, Zeilen: 1, 7-9, 18-33
Quelle: Thompson 1995
Seite(n): 65-67, Zeilen: 65:1-2.4-6.18-32 - 67:1-4
V. AUSDRUCKSFORMEN DES INTERNATIONALEN KINOS

[...]

Allgemein wird angenommen, dass die filmischen Techniken während der 1910er Jahre Klarheit und Ausdrucksstärke entwickelten, die hauptsächlich in USA, Italien und Skandinavien angetroffen wurden.1 [...]

Um die Ausdrucksmöglichkeiten des Mediums zu erforschen, gingen 1912 einige Regisseure weiter, als nur Geschichten zu erzählen. Sie gaben der Szene eine Qualität, die nicht unbedingt für das Verständnis notwendig war. Durch diese Kunstgriffe wurde die emotionale Verwicklung des Zuschauers in die Handlung vertieft. Zunehmende Spannung während einer Jagd, tiefere Sympathie für eine Person in Not, Furcht über die plötzliche Enthüllung eines spektakulären Schauplatzes faszinierten den Zuschauer.2 Traditionelle Historiker haben angenommen, dass die wachsende Kultiviertheit des Kino während dieser Periode darin lag, dass es sich von einer auf dem Theater basierenden Kunstform wegbewegte und sich einer unabhängigen filmischen Kunst näherte. Jahrelang führte dies zu einer Betonung jener Techniken, die das Kino am meisten von der Bühne unterschied, dem Schnitt und der Kameraführung. Diejenigen Filme, die mit weiten Einstellungen, einer statischen Kamera, gemalten Bühnenbildern und/ oder langen Einstellungen arbeiteten, wurden als rückständig betrachtet. So wurde D. W. Griffith zum Helden in der Geschichte der Schnittentwicklung. CABIRIA (Giovanni Pastrone, Italien) schaffte 1914 einen Filmmeilenstein, als er [die Kameraführung durch die Anwendung langsamer Bewegungen populär machte, mit der vorwiegend die beeindruckenden Bühnenbilder gefilmt wurden.]


1 Vgl. Kevin Brownlow: Pioniere des Films. The Parade’s Gone By ....Vom Stummfilm bis Hollywood. Aus dem Englischen von Michael Berg (Schriftenreihe des Deutschen Filmmuseums), Basel, Frankfurt/M. 1997, S. 49.

2 Vgl. Kristin Thompson: The International Exploration of Cinematic Expressivity, in: Film and the First World War, hrsg. von K. Dibbets, B. Hogenkamp, 1995, S. 65-85, hier S. 65; vgl. auch: David Bordwell/ Kristin Thompson: Film History. An Introduction, New York 1994.

The International Exploration of Cinematic Expressivity

[...]

It has commonly been assumed that during the 1910s, cinematic techniques developed in the directions of clarity and expressivity. This change occurred mainly in the USA, Italy, and Scandinavia. [...]

[...]

I suspect that by around 1912, enough of these techniques were in place that many film-makers were able to tell stories clearly. At about this time, some directors went further, exploring the expressive possibilities of the medium.

I am using the term ‘expressivity’ broadly and simply here, to mean those functions of cinematic devices that go beyond presenting basic narrative information and add some quality to the scene that would not be strictly necessary to our comprehension of it. In many cases such expressive devices were included in order to deepen the spectator’s emotional involvement in the action. Increased suspense during a chase, deeper sympathy for a character in distress, awe over the sudden revelation of a spectacular setting - such tactics could push the spectator beyond comprehension to fascination.

Traditional historians have typically assumed that the growing sophistication of the cinema in this period lay in its move from a theatre-based art form to a more independent, ‘cinematic’ art. For years, this led to an emphasis on those techniques which most seemed to separate cinema from the stage - primarily editing and camera

[Seite 67]

movement. Those films which employed distant framings, a static camera, painted sets, and/or long takes were considered to be backward. Thus, D.W. Griffith became the hero of the tale of editing’s evolution, CABIRIA was the landmark film for popularizing camera movement, and the Swedes were valued for taking the camera out into nature.

Anmerkungen

Die Quelle wird in einer einzigen Fußnote angegeben, Art und Umfang der Übernahme bleiben im Dunkeln. Dass die übernommenen Abschnitte im Wortlaut weitgehend eins zu eins mit dem englischsprachigen Original übereinstimmen, ist nicht erkennbar.

Den Beginn des Abschnitts (d.s. die Zeilen 3-6) zieht Uo fast wortidentisch aus Brownlow, auf den sich auch ihre erste Fußnote bezieht (vgl. Uo/Fragment_179_03). Allerdings ist diese Fußnote an einem aus Thompson stammenden Satz angebracht.

Sichter
(Graf Isolan), WiseWoman

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