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Uo/Fragment 188 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 188, Zeilen: 1-18, 102-104
Quelle: Brownlow 1997
Seite(n): 332, 333, 334, 335, Zeilen: 332:31-34; 333:6-7.18-25 - 334:1-3; 335:4-7.12-15
Mit der Entwicklung und Verfeinerung der filmischen Erzählweise wuchsen auch die Komplexität und die Verantwortung der Schnittarbeit. Es entstand die Funktion des Cutters (engl. editor). Die Montage gab dem Kino eine eigene Identität. Der schnelle Schnitt war keine bewusste Erfindung, sondern eine logische Entwicklung. Einen schnellen Schnitt machen zu können, bedeutete nicht, auch gleichzeitig einen guten machen zu können. Probleme beim Schnitt konnten nicht einfach durch eine höhere Geschwindigkeit gelöst werden. Doch brachte dieses schnelle Schneiden, als es auf den dramatischen Film angewendet wurde, erfrischende Wandlungen hervor. Szenen wurden nicht mehr von einer festen Position in einer langen Einstellung gedreht. Sie wurden in jene Strukturen aufgebrochen, aus denen sich die grundlegende Grammatik des Films entwickeln sollte - Totale, Halbtotale, Nahaufnahme. Eine Zeitlang, um 1914/15, besaß das Kino eine solide grammatische Basis, jedoch keine Syntax. Der Totalen folgte die Halbtotale, darauf die Nahaufnahme: es gab kaum Versuche der Umstellung, um so die Wirkung zu erhöhen.34 Der Schnitt erreichte um 1918 die Stufe eines soliden Professionalismus. Erstaunlicherweise arbeiteten die meisten Cutter ohne die Betrachtungsgeräte35, die heute als selbstverständlich angesehen werden. Sie schnitten den Film in der Hand.

34 Vgl. Brownlow: Pioniere des Films, 1997, S. 334 f.

35 Betrachtungsgeräte kamen erst in den 20er Jahren auf, speziell die berühmte stumme Moviola kam 1924 auf den Markt. Sie wurde durch Fußpedale gesteuert und hatte einen Motorantrieb. Es gab auch einige handbetriebene Modelle und versuchsweise andere Apparaturen.

[Seite 332]

Mit der Entwicklung und Verfeinerung der filmischen Erzählweise wuchsen auch die Komplexität und die Verantwortung der Schnittarbeit. Es entstand die Funktion des Cutters (engl. editor). Die Montage gab dem Kino eine eigene Identität.

[Seite 333]

Der schnelle Schnitt war keine bewußte Erfindung, sondern eine logische Entwicklung. [...]

Einen schnellen Schnitt machen zu können, bedeutet nicht gleichzeitig, auch einen guten machen zu können. Probleme beim Schnitt werden nicht einfach durch eine höhere Geschwindigkeit gelöst. Doch zumindest brachte dieses schnelle Schneiden, als es auf den dramatischen Film angewendet wurde, eine erfrischende Wandlung hervor.

Szenen wurden nicht mehr von einer festen Position in einer langen Einstellung gedreht. Sie wurden aufgebrochen in jene Strukturen, aus denen sich die grundlegende Grammatik des Films entwickeln sollte - Totale, Halbtotale, Nah-

[Seite 334]

aufnahme. Eine Zeitlang, um 1914/15, besaß das Kino eine solide grammatische Basis, jedoch keine Syntax. Der Totalen folgte die Halbtotale, darauf die Nahaufnahme: es gab kaum Versuche der Umstellung, um so die Wirkung zu erhöhen.

[Seite 335]

Der Schnitt erreichte — zusammen mit anderen Bereichen der Filmtechnik - um 1918 die Stufe eines soliden Professionalismus. Erstaunlicherweise arbeiteten die meisten Cutter ohne die Betrachtungsgeräte, die heute als selbstverständlich angesehen werden. Sie schnitten in der Hand. [...]

Betrachtungsgeräte, speziell die berühmte stumme Moviola,3 die durch Fußpedale gesteuert wurde und einen Motorantrieb hatte, kamen in den 20er Jahren auf. Es gab auch einige handbetriebene Modelle und versuchsweise andere Apparaturen.


3 Die erste Moviola kam 1924 auf den Markt.

Anmerkungen

Patchwork. Art und Umfang der Übernahmen bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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