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Uo/Fragment 190 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 190, Zeilen: 1-17
Quelle: Albersmeier 1993
Seite(n): 204, Zeilen: 10-23, 26-34
[Zwischen diesen beiden Extrempositionen, jedoch mehr zur Seite des Anti-Montage-Kinos tendie]rend, befinden sich die italienischen Neorealisten. Diese waren des Eisensteinschen Montage-Kinos müde geworden und erblickten in der kontinuierlich verlaufenden ungeschnittenen Einstellungssequenz die ideale Lösung zur Darstellung ihrer sozialkritischen Absichten. Das Italien der vierziger und fünfziger Jahre bot eine unverfälschte Annäherung an die triste Realität.43

Wie in der Filmpraxis so verlaufen die Fronten auch in der Filmtheorie. Auf der einen Seite stehen Vertow, Kuleschow, Eisenstein, Pudowkin und Dowjenko, die im einzelnen vieles unterscheidet, im Kern jedoch die Überzeugung eint, dass Film im wesentlichen auf der Handhabung der Montage beruht. Auf der anderen Seite gehören zu den Theoretikern des Anti-Montage-Kinos neben den Ideologen des Hollywoodkinos vor allem André Bazin und Siegfried Kracauer. Diese Kontroverse ist ein noch nicht abgeschlossener Prozess, der die weitere Entwicklung des internationalen Films prägen wird.

Die alte These, David Wark Griffith habe die Montage erfunden, wird filmgeschichtlich nicht länger aufrechterhalten. Griffith steht in einer Tradition des Montagefilms, die einerseits von der englischen Schule von Brighton, andererseits von dem Amerikaner Edwin Stratton Porter begründet wurde.


43 Vgl. ebd.

Zwischen diesen beiden Extrempositionen, jedoch mehr zur Seite des Anti-Montage-Kinos hin tendierend, befinden sich die italienischen Neorealisten, die, des Eisensteinschen Montage-Kinos müde geworden, in der kontinuierlich verlaufenden ungeschnittenen Einstellungssequenz die ideale technische Lösung ihrer sozialkritischen Absichten erblickten: die unverfälschte Annäherung an die triste Realität Italiens in den vierziger und fünfziger Jahren. Soweit die Positionen in der Filmpraxis. In der Filmtheorie verlaufen die Frontlinien mit geringfügigen Modifikationen gleich: auf der einen Seite Vertow, Kuleschow, Eisenstein, Pudowkin und Dowjenko, die im einzelnen vieles trennt, in der Substanz jedoch die Überzeugung eint, daß Film im wesentlichen auf der Handhabung der Montage beruhe; auf der anderen Seite die Theoretiker des Anti-Montage-Kinos: neben den theoretisch unreflektierten Ideologen des Hollywood-Kinos vor allem André Bazin und Siegfried Kracauer. [...]

Der folgende filmgeschichtliche Exkurs geht davon aus, daß die Kontroverse um die Montage als filmhistorisches Paradigma ein nicht abgeschlossener, jederzeit offener Prozeß ist und die weitere Entwicklung des internationalen Films prägen wird.

Filmgeschichtlich längst überwunden ist die alte These, David Wark Griffith habe die Montage erfunden. Auch Griffith steht schon in einer näher bestimmbaren Tradition des Montagefilms, begründet einerseits von der englischen Schule von Brighton, andererseits von dem Amerikaner Edwin Stratton Porter.

Anmerkungen

"ebd." meint hier "Albersmeier: Montage als filmhistorisches Paradigma, in: Montage, hrsg. von H. Fritz, 1993". Ansonsten erfolgt hier kein weiterer Hinweis auf Art und Umfang der Übernahme.

Im Original schließt hier fast unmittelbar Uo/Fragment_191_01 an (es fehlt lediglich ein längeres Satzgefüge). Uo fügt hier dagegen einen halbseitigen Textabschnitt ein.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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