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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 193, Zeilen: 101-116
Quelle: Albersmeier 1993
Seite(n): 211, Zeilen: 210:26-32; 211:13-15.17-28
[50 Vgl. ebd., S. 207. Erst Ende der fünfziger, Anfang der sechziger Jahre in einer Phase der] Filmgeschichte, die, bedingt durch den Zweiten Weltkrieg, einer verspäteten Neuorientierung dringend bedurfte, entstehen wieder Filme, deren innovatives Potential wesentlich abhängig ist von der Infragestellung alter Montagekonzepte. Es sind die Vertreter der „Nouvelle Vague". die Eisensteins Vermächtnis ernst nehmen und das Regelsystem des „decoupage classique" à la Hollywood in Frage stellen. Als deutsches Pendant zu Godard hat Kluge die konsequente Aufweichung der erstarrten Formen des Hollywood-Kinos am gründlichsten vorangetrieben. Seine Filme wimmeln von „unordentlichen Verhältnissen“: fiktive Personen durchkreuzen das reale Geschehen von Demonstrationen, Straßenschlachten, wissenschaftlichen Kongressen, Stadtrundfahrten, Streiklokalen, Polizeieinsätzen oder Karnevalsveranstaltungen; Bildergeschichten, Photos, Schriftinserts, Wochenschauaufnahmen, Szenen aus alten Spielfilmen, Interviews, Kommentare, Grafiken, Skizzen, Trickanimationen sowie zeitliche Sprünge zwischen den einzelnen geschichtlichen Epochen unterbrechen Handlungs- und Bilderfluss, lassen plötzlich neue Geschichten entstehen und überlassen solcherart dem Zuschauer die Aufgabe, aus dem Wust an Bildern seinen eigenen Film herauszudestillieren. Einmal mehr verbürgt die Montage die Freiheit nicht nur der Anordnung des Materials, sondern auch die Notwendigkeit der aktiven Entschlüsselung. [Seite 210]

Erst Ende der fünfziger, Anfang der sechziger Jahre - in einer Phase der Filmgeschichte, die, bedingt durch den Zweiten Weltkrieg, einer verspäteten Neuorientierung dringend bedurfte - entstehen wieder Filme, deren innovatives Potential wesentlich abhängig ist von der Infragestellung alter Montagekonzepte. Es sind die Vertreter der „Nouvelle Vague“, die Eisensteins Vermächtnis ernst nehmen und das Regelsystem des „decoupage classique“ à la Hollywood in Frage stellen.

[Seite 211]

Als deutsches Pendant zu Godard hat Kluge die konsequente Aufweichung der erstarrten Formen des Hollywood-Kinos am gründlichsten vorangetrieben - [...]. Seine Filme wimmeln von „unordentlichen Verhältnissen“: fiktive Personen durchkreuzen das reale Geschehen von Demonstrationen, Straßenschlachten, wissenschaftlichen Kongressen, Stadtrundfahrten, Streiklokalen, Polizeieinsätzen oder Karnevalsveranstaltungen; Bildergeschichten, Photos, Schriftinserts, Wochenschauaufnahmen, Szenen aus alten Spielfilmen, Interviews, Kommentare, Grafiken, Skizzen, Trickanimationen sowie zeitliche Sprünge zwischen den einzelnen geschichtlichen Epochen unterbrechen Handlungs- und Bilderfluß, lassen plötzlich neue Geschichten entstehen und überlassen solcherart dem Zuschauer die Aufgabe, aus dem Wust an Bildern seinen eigenen Film herauszudestillieren. Einmal mehr verbürgt die Montage die Freiheit nicht nur der Anordnung des Materials, sondern auch die Notwendigkeit der aktiven Entschlüsselung.

Anmerkungen

"ebd." meint hier "Albersmeier: Montage als filmhistorisches Paradigma, in: Montage, hrsg. von H. Fritz, 1993". Ansonsten erfolgt hier kein weiterer Hinweis auf eine Übernahme. Der Verweis von Uo "Vgl. ebd., S. 207" bezieht sich auf ihren Haupttext, nicht auf die hier dokumentierte lange Fußnote, die völlig ohne Beleg bleibt, obwohl sie komplett aus der Quelle abgeschrieben wurde.

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1

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