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Uo/Fragment 196 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 196, Zeilen: 1-37
Quelle: Orosz 1988
Seite(n): 144, 145, 146, Zeilen: 144:2-20; 145:5-28.30-32; 146:1
Die Informationen der Einstellungen mit sprachlichem Zeichensystem werden im Film zwischen zwei bestimmten Bildeinstellungen gegeben. Die Einstellungen werden deshalb stets im Hinblick auf die sie umgebenden Bildeinstellungen untersucht. Diese Einstellungsabfolge soll mit dem Terminus syntagmatische Stelle65 bezeichnet werden, (syntagmatische Stelle = Bildeinstellung -> Zwischentitel —> Bildeinstellung). Es wird geprüft, ob die Informationen der Einstellungen mit sprachlichem Zeichensystem nicht auch in den benachbarten Bildeinstellungen an den Rezipienten vermittelt werden. Geschieht dies, ergänzt oder verstärkt die Einstellung mit sprachlichem Zeichensystem die in der Bildeinstellung getroffene Aussage. Ist dies nicht der Fall, haben die Zwischentitel und Inserts Ersatzfunktion. Die Bestimmung der Funktionsart des Zwischentitels ist daher abhängig vom Informationsgehalt der syntagmatischen Stelle. Hinsichtlich der Bildeinstellungen der syntagmatischen Stelle ergeben sich für die Informationen aus den Zwischentiteln folgende Funktionsmöglichkeiten: Ergänzungsfunktion, Verstärkungsfunktion, Ersatzfunktion.66

Die Ergänzungsfunktion hat mehrere Spielarten. Sie tritt innerhalb der direkten Rede auf, in Erzählkommentaren und Inserts. Geben Zwischentitel Auskunft über psychische oder physische Merkmale einer Figur, so liegt Ergänzungsfunktion vor, wenn die Bildeinstellungen der syntagmatischen Stelle dieses Merkmal weder genau festlegen, noch es aus der Kontextinformation eindeutig hervorgeht. Bei der Charakterisierung von emotionalen Verhältnissen der Figuren zueinander, wie dies bei Zwischentiteln der direkten Rede häufig der Fall ist, liegt immer eine Ergänzungsfunktion vor. Diese Konstellation sowie Gestik und Mimik in den Bildeinstellungen der syntagmatischen Stelle deuten die Beziehung der Figuren in positiver oder negativer Hinsicht an. Die Information des Zwischentitels konkretisiert diese Beziehung.67 Erzählkommentatorische Zwischentitel erläutern oft Ursache und Ziel von Figurenaktionen und ergänzen damit Bildeinstellungen. Angaben zur Raumstruktur des Films haben Ergänzungsfunktion, wenn sie die in Bildeinstellungen gezeigten Örtlichkeiten genauer bestimmen.

Bei der Verstärkungsfunktion ist die Information des Zwischentitels deckungsgleich mit der Information aus den Bildeinstellungen der syntagmatischen Stelle. Als Beispiel dient hier ein Teil des Films DER ERSTE FRIEDENSVERTRAG DES WELTKRIEGES von Zwischentitel 12 bis 15, einschließlich der Bildeinstellungen. Die Informationen der Bildeinstellungen und der Zwischentitel sind redundant. Die Information, dass der Friedensvertrag unterzeichnet wurde, wird hier mehrmals gegeben. Die Wiederholung einer bestimmten Information im Zwischentitel kann auch ein wichtiges dramaturgisches Element darstellen.


65 Der Begriff syntagmatische Stelle wurde übernommen aus Michael Titzmann: Strukturale Textanalyse. Theorie und Praxis der Interpretation. München 1977, S. 90: „Syntagmatische Stelle = jede Menge von zusammenhängenden „Text-Elementen“, wobei gilt: a) der Umfang der Menge kann beliebig groß bzw. klein sein; b) jedes Element der Menge ist mit mindestens einem anderen Element derselben Menge durch unmittelbare Nachbarschaft verknüpft“. Vgl. auch Orosz, ebd., S. 144.

66 Vgl. ebd.

67 Vgl. ebd., S. 145.

[Seite 144]

Die Informationen der Einstellungen mit sprachlichem Zeichensystem. werden im Film an einer bestimmten Stelle, in einem Umfeld von zwei bestimmten Bildeinstellungen gegeben. Die Einstellungen werden deshalb nicht losgelöst sondern stets im Hinblick auf die sie umgebenden Bildeinstellungen untersucht. Diese Einstellungsabfolge soll mit dem Terminus syntagmatische Stelle18 bezeichnet werden:

SYNTAGMATISCHE STELLE

Bildeinstellung (x-1) -> Zwischentitel x -> Bildeinstellung (x+1)

Es wird geprüft, ob die Informationen der Einstellungen mit sprachlichem Zeichensystem nicht auch in den benachbarten Bildeinstellungen an den Rezipienten vermittelt werden. Geschieht dies, ergänzt oder verstärkt die Einstellung mit sprachlichem Zeichensystem die in der Bildeinstellung getroffene Aussage. Ist dies nicht der Fall, hat die Einstellung der Menge Sp Ersatzfunktion. Die Bestimmung der Funktionsart des Zwischentitels ist daher abhängig vom Informationsgehalt der syntagmatischen Stelle.

Hinsichtlich der Bildeinstellungen der syntagmatischen Stelle ergeben sich für die Informationen aus den Zwischentiteln folgende Funktionsmöglichkeiten:

4.1. Ergänzungsfunktion

[Seite 145]

Die Ergänzungsfunktion hat im Studenten von Prag mehrere Spielarten. Sie tritt innerhalb der direkten Rede auf, in Erzählkommentaren und Inserts. Geben Zwischentitel Auskunft über psychische oder physische Merkmale einer Figur, so liegt Ergänzungsfunktion vor, wenn die Bildeinstellungen der syntagmatischen Stelle dieses Merkmal nicht genau festlegen und es auch aus der Kontextinformation nicht eindeutig hervorgeht. Bei der Charakterisierung von emotionalen Verhältnissen der Figuren zueinander - dies ist bei Zwischentiteln der direkten Rede häufig der Fall - tritt immer Ergänzungsfunktion auf. Die proxemische Konstellation sowie Gestik und Mimik in den Bildeinstellungen der syntagmatischen Stelle deuten die Beziehung der Figuren in positiver oder negativer Hinsicht an. Die Information des Zwischentitels konkretisiert diese Beziehung.

Erzählkommentatorische Zwischentitel erläutern oft Ursache und Ziel von Figurenaktionen und ergänzen damit Bildeinstellungen. Angaben zur Raumstruktur des Films haben dann Ergänzungsfunktion, wenn sie die in BildeinsteIlungen gezeigten Örtlichkeiten genauer bestimmen.

4.2. Verstärkungsfunktion

Die Information des Zwischentitels ist deckungsgleich mit der Information aus den Bildeinstellungen der syntagmatischen Stelle.

Als Beispiel dient hier der erste Teil von E 40: "... warten Sie! (...)"

Die Informationen der Bildeinstellung E 39 und des Zwischentitels E 40 sind redundant. Die Information, daß Scapinelli Balduin unterbricht, wird, wenn auch auf qualitativ verschiedene Art (Handbewegung sowie verbale Aufforderung), zweimal gegeben.

[...] Die Wiederholung einer bestimmten Information im Zwischentitel kann ein wichtiges dramaturgisches Element darstellen.

[Seite 146]

4.3. Ersatzfunktion


18 Der Begriff syntagmatische Stelle wurde übernommen aus Michael Titzmann: Strukturale Textanalyse. Theorie und Praxis der Interpretation. München 1977 (= UTB 582), S. 90: "Syntagmatische Stelle = jede Menge von zusammenhängenden ,Text'-Elementen, wobei gilt:

a) der Umfang der Menge kann beliebig groß bzw. klein sein;

b) jedes Element der Menge ist mit mindestens einem anderen Element derselben Menge durch unmittelbare Nachbarschaft verknüpft."

Anmerkungen

Art und Umfang der umfangreichen wortwörtlichen Übernahmen bleiben ungekennzeichnet.

Das Beispiel dient wieder als Templat, dessen Wortlaut übernommen aber einem von Uo gewählten Beispiel angepasst wird.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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