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Uo/Fragment 207 16

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 207, Zeilen: 16-36
Quelle: Gunning 1995
Seite(n): 117, 118, 119, 120, Zeilen: 117:31-37; 118:27-35; 119:4-6.13-15.18-22; 120:11-12
Der Übergang von der Ansicht zum Dokumentarfilm führt von den Bildern, die nur den Blick bannen, zu den Bildern, die in eine Argumentation eingebettet als Beweismittel zur Unterstützung oder Verstärkung eines Diskurses dienen. Es überrascht nicht, dass diese Veränderung vor allem in den Propagandafilmen des Ersten Weltkriegs sichtbar wurde. Die Ansicht und der Dokumentarfilm unterscheiden sich nach Grad, Methode und Zweck der Interpretation. Der Dokumentarfilm entsteht in dem Moment, in dem, wie Grierson110 es ausdrückt, das filmische Material neu geordnet und durch Schnitt und Zwischentitel in einen diskursiven Zusammenhang gestellt wird. Der Dokumentarfilm ist nicht mehr eine Abfolge von Aufnahmen; er entwickelt mit Hilfe der Bilder entweder eine artikulierte Argumentation, wie in den Filmen aus dem Krieg, oder eine dramatische Struktur, die auf dem Vokabular des continuity editing und der dem Spielfilm entlehnten Gestaltung von Charakteren beruht (z. B. in NANOOK OF THE NORTH).111 Genauigkeit und Beweisführung werden im Dokumentarfilm betont, weil die Authentizität des Bildes Teil der Argumentation wird.112

Der Dokumentarfilm liefert eine neue Art des Sehens. Technologische Revolutionen im Bereich der Fotografie und des Transportwesens haben dazu beigetragen. Das bewegte Bild fügt eine zeitliche Dimension hinzu und erlaubt, dem Drama des Blicks eine dialogische Beziehung zu den Subjekten zu entwickeln. Es eröffnet sich der Zugang zu einer neuen Praxis des Blicks, die zu den Grundlagen unserer modernen Welt gehört.


110 Hardy: Grierson und der Dokumentarfilm, 1947, S. 100.

111 Vgl. Gunning: Vor dem Dokumentarfilm, in: KINtop 4, hrsg. von F. Kessler, S. Lenk, M. Loiperdinger, 1995, S. 117f.

112 Vgl. ebd., S. 118.

[Seite 117]

Dann läßt sich sagen, daß der Übergang von der Ansicht zum Dokumentarfilm eine Bewegung ist, von Filmen, die als Blick funktionieren, hin zu Filmen, in denen die Bilder in eine Argumentation eingebettet werden und als Beweismittel zur Unterstützung oder Verstärkung eines Diskurses dienen. Es ist nicht überraschend, daß diese Veränderung vor allem in den Propagandafilmen des Ersten Weltkriegs sichtbar wird.

[Seite 118]

Die Ansichten und der Dokumentarfilm unterscheiden sich nach Grad, Methode und Zweck der Interpretation. Ich denke, der Dokumentarfilm entsteht in dem Moment, in dem, wie Grierson es ausdrückt, das filmische Material neu geordnet wird, also durch Schnitt und Zwischentitel in einen diskursiven Zusammenhang gestellt wird. Der Dokumentarfilm ist nicht mehr eine Abfolge von Aufnahmen; er entwickelt mit Hilfe der Bilder entweder eine artikulierte Argumentation, wie in den Filmen aus dem Krieg, oder eine dramatische Struktur, die auf dem Vokabular des continuity editing und der dem Spielfilm entlehnten Gestaltung von Charakteren beruht, wie in NANOOK.

[Seite 119]

Genauigkeit und Beweisführung werden im Dokumentarfilm betont, weil die Authentizität des Bildes Teil einer Argumentation wird. [...]

[...] Diese Filme stehen für eine neue Art des Sehens, die von technologischen Revolutionen im Bereich der Fotografie und des Transportwesens ermöglicht wurde. [...] Das bewegte Bild fügt den älteren Formen nicht einfach nur eine zeitliche Dimension hinzu, sondern es erlaubt dem Drama des Blicks, eine eher dialogische Beziehung zu den Subjekten zu entwickeln, deren Ausdruck und Gebärden durch die Zeitdimension an Expressivität und Unabhängigkeit gewinnen.

[Seite 120]

Diese Filme eröffnen uns den Zugang zu einer Praxis des Blicks, die zu einer der Grundlagen unserer modernen Welt wurde.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahmen bleiben ungekennzeichnet.

Dasselbe Quellenmaterial wurde zum Teil bereits auf Seite 22 "verwertet" (vgl. Uo/Fragment_022_25.

Der bilanzierende Abschluss eines Abschnittes innerhalb der Dissertation enthält erneut keinen einzigen eigenen Gedanken von Uo.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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