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Uo/Fragment 216 01

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Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 216, Zeilen: 1-24
Quelle: Feldpostbriefe Begleitinformationen - Augusterlebnis 1998
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: 0
Gefühl (,human interest') _

E14, 15: Kriegsbegeisterung

Im August 1914 gab es ein breites Spektrum ganz unterschiedlicher Reaktionen, die von einer Verweigerungshaltung über Ratlosigkeit, Erschütterung bis zu patriotischem Überschwang u. Hysterie reichten. Dies war davon abhängig, zu welcher Generation oder Gesellschaftsschicht jemand gehörte, wo er lebte, ob in der Großstadt oder in der Provinz. Das Großbürgertum jubelte, Berufstätige ohne Perspektive sahen im Krieg eine Ausflucht, Studenten ein Stück Abenteurertum, ein Großteil der Arbeiterschaft fragte sich allerdings, wer sich um ihre Familie kümmern würde. Ebenso verhalten und besorgt reagierte die Landbevölkerung. Ende Juli war es in Deutschland, England, Frankreich sogar zu Antikriegskundgebungen und Streiks gekommen. Vor allem aber die, von staatlicher Propaganda geförderte, Überzeugung, sich verteidigen zu müssen, daher einen gerechten Krieg zu führen, ließ die Stimmung Anfang August schwanken. Quälende Ungewissheit löste sich in einem befreienden Jubel auf. Sozialdemokraten und jüdische Bürger sahen im Krieg die Gelegenheit, ihre Zugehörigkeit zur Nation unter Beweis zu stellen und ihr Stigma als „vaterlandslose Gesellen" zu verlieren. Dieses vermeintlich enthusiastische Zusammengehörigkeitsgefühl wurde im nachhinein vor allem von der nationalistischen Rechten als „Augusterlebnis" idealisiert.

Im Gegensatz zur immer noch vorherrschenden Meinung, die durch Dokumentaraufnahmen, Photos, hymnische Kriegsdichtung kolportiert wurde, gab es im August 1914 keine allgemeine Kriegsbegeisterung. Es gab vielmehr ein breites Spektrum ganz unterschiedlicher Reaktionen, die von einer Verweigerungshaltung über Ratlosigkeit und Erschütterung bis zu patriotischem Überschwang und Hysterie reichten und überdies davon abhängig war, zu welcher Generation oder Gesellschaftsschicht jemand gehörte, wo er lebte, ob in der Großstadt oder in der Provinz. Das Großbürgertum jubelte, Berufstätige ohne Perspektive sahen im Krieg eine Ausflucht, Studenten ein Stück Abenteuertum, ein Großteil der Arbeiterschaft fragte sich allerdings, wer sich um ihre Familie kümmern würde. Ebenso verhalten und besorgt reagierte die Landbevölkerung. Ende Juli war es in Deutschland, England, Frankreich sogar zu Antikriegskundgebungen und Streiks gekommen. Vor allem aber die, von staatlicher Propaganda geförderte, Überzeugung, sich verteidigen zu müssen, daher einen gerechten Krieg zu führen, ließ die Stimmung Anfang August umkippen. Die quälende Ungewissheit löste sich in einem befreienden Jubel auf. Sozialdemokraten und jüdische Bürger sahen im Krieg die Gelegenheit, ihre Zugehörigkeit zur Nation unter Beweis zu stellen und ihr Stigma als "vaterlandslose Gesellen" zu verlieren. Dieses vermeintlich enthusiastische Zusammengehörigkeitsgefühl wurde im nachhinein vor allem von der nationalistischen Rechten als "Augusterlebnis" idealisiert.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

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