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Uo/Fragment 236 03

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 236, Zeilen: 3-16
Quelle: Ulrich und Ziemann 1994
Seite(n): 49, Zeilen: 17ff
In seinem 1916 publizierten Aufsatz „Zwischenbetrachtung. Stufen und Richtungen der religiösen Weltablehnung [sic] machte sich auch Max Weber Gedanken über den Kriegstod. Mit Bezug zur kriegerischen Gegenwart umreißt er alle gängigen Spielarten öffentlicher Sinngebungsversuche:

„Und darüber hinaus leistet der Krieg dem Krieger selbst etwas seiner konkreten Sinnhaftigkeit nach, Einzigartiges: in der Empfindung eines Sinnes und einer Weihe des Todes [sic] die nur ihm eigen ist. [...] Und von jenem Sterben, welches gemeines Menschenlos ist und gar nichts weiter, ein Schicksal [sic] welches jeden ereilt, ohne daß je gesagt werden könnte, warum gerade ihn und gerade jetzt, welches ein Ende setzt, wo doch gerade mit steigender Entfaltung und Sublimierung der Kulturgüter ins Unermeßliche hinein stets nur ein Anfang sinnvoll sein zu können scheint: - von diesem lediglich unvermeidlichen Sterben scheidet sich der Tod im Felde dadurch, daß hier, und in dieser Massenhaftigkeit nur hier, der Einzelne zu wissen glauben kann, daß er ,für' etwas stirbt."34


34 Max Weber: Zwischenbetrachtung. Stufen und Richtungen der religiösen Weltablehnung, in: ders.: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen Konfuzianismus und Taoismis. Schriften 1915-1920, Tübingen 1989, S. 479-522, hier S. 492f.

11c. In seinem 1916 publizierten Aufsatz »Zwischenbetrachtung. Stufen und Richtungen der religiösen Weltablehnung« macht sich Max Weber über den Kriegstod Gedanken. Durchaus mit Bezug zur kriegerischen Gegenwart umreißt er damit zugleich im Kern alle gängigen Spielarten öffentlicher Sinngebungsversuche:

»Und darüber hinaus leistet der Krieg dem Krieger selbst etwas, seiner konkreten Sinnhaftigkeit nach, Einzigartiges: in der Empfindung eines Sinnes und einer Weihe des Todes, die nur ihm eigen ist. [...] Und von jenem Sterben, welches gemeines Menschenlos ist und gar nichts weiter, ein Schicksal, welches jeden ereilt, ohne daß je gesagt werden könnte, warum gerade ihn und gerade jetzt, welches ein Ende setzt, wo doch gerade mit steigender Entfaltung und Sublimierung der Kulturgüter ins Unermeßliche hinein stets nur ein Anfang sinnvoll sein zu können scheint: - von diesem lediglich unvermeidlichen Sterben scheidet sich der Tod im Felde dadurch, daß hier, und in dieser Massenhaftigkeit nur hier, der Einzelne zu wissen glauben kann, daß er >für< etwas stirbt.«


11c. M. Weber, Zwischenbetrachtung. Theorie der Stufen und Richtungen religiöser Weltablehnung, in: ders., Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen Konfuzianismus und Taoismis. Schriften 1915-1920, Tübingen 1989, S. 479-522, S. 492/493 (hg. v. H. Schmidt-Glintzer, Max Weber Gesamtausgabe Abt. I, Bd. 19), Erstdruck: Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik, Bd. 41/1916, S. 387-421, unter dem Titel: Zwischenbetrachtung. Stufen und Richtungen der religiösen Weltablehnung.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quellensammlung von Ulrich und Ziemann (1994), der dieses Zitat exakt in derselben Auswahl (mit denselben Auslassungen) und mit fast identischem Einleitungstext offensichtlich entnommen wurde. Der Quellenverweis auf Weber selbst ist verballhornt, da der Titel der Erstausgabe einfach für den in der Werkausgabe gewählten Titel gesetzt wird.

B. Ziemann verweist in seiner Rezension der Dissertation von Uo in: Militärgeschichtliche Zeitschrift 62 (2003), explizit auf diese Stelle.

Sichter
(Graf Isolan)

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