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Uo/Fragment 291 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 291, Zeilen: 1-19
Quelle: Uricchio 1997‎
Seite(n): 48, 49, 50, Zeilen: 48:32-40; 49:13-15.18-22.35-39; 50:4-7
[Indem der Zuschauer] einen privilegierten Blickpunkt einnehmen kann sowie durch die Verflechtung mit anderen Darstellungen, wird das Bild tatsächlich zu einem Surrogat der „Wirklichkeit“. Durch den visuellen Zugang zum Ereignis und dessen kulturelle Bewertung wird das Abbild bedeutsamer als das ablaufende Geschehen. Ein solches Phänomen war vor dem Film unvorstellbar. Die actualité als mediales Ereignis schließt die Vorstellung einer ,intensiveren' und ,gesteigerten' Teilhabe an einem Geschehen mit ein, sie gewährt sogar einen besseren Zugang als die eigene physische Präsenz.85

Die Filmemacher strebten danach, die Spanne zwischen Produktion und Vorführung zu verkürzen. Sie versuchten mit der Erfahrung neuer zeitlicher Formen zu arbeiten, um das Gefühl von „liveness“ und Gegenwärtigkeit hervorzurufen. Die actualité konnte sogar zum Ersatz oder zur Steigerung des profilmischen Geschehens werden und damit zu einer Art medialem Ereignis aufsteigen.86 Das ,Aktuelle' war hinsichtlich seiner momentanen Bedeutung und Zugänglichkeit das ,Naheliegende'. Es brachte Phänomene ins Spiel, wie zeitlich-räumliche Ausdehnung (Präsenz), Sensation und Empfindung (Schock der Zeit) und Simulation.87 Gründe für den Wandel im Bereich der actualité waren wie bei der Wochenschau geregelte Vertriebsmuster und wie später beim Fernsehen die technologische Möglichkeit zur ,Unmittelbarkeit'.


85 Vgl. Uricchio: Aktualitäten als Bilder der Zeit, in: KINtop 6, hrsg. von F. Kessler, S. Lenk, M. Loiperdinger, 1997, S. 48.

86 Vgl. ebd., S. 49.

87 Ebd., S. 49f.

[Seite 48]

Indem der Zuschauer hier einen privilegierten Blickpunkt einnehmen kann sowie durch die Verflechtung mit anderen Darstellungen wird das Bild tatsächlich zu einem Surrogat der >Wirklichkeit<. Sowohl durch den visuellen Zugang zum Ereignis als auch über die kulturelle Positionierung wird das Abbild bedeutsamer als das dargestellte Geschehen selbst. Ein solches Phänomen ist vor dem Film unvorstellbar. Die actualité als mediales Ereignis schließt die Vorstellung einer >intensiveren< und >gesteigerten< Teilhabe an einem Geschehen mit ein. Sie gewährt einen besseren Zugang als die physische Präsenz vor Ort.

[Seite 49]

Es gibt auf der einen Seite Belege dafür, daß es eine Art Verlangen nach Gleichzeitigkeit gab und die Filmemacher danach strebten, die Spanne zwischen Produktion und Vorführung zu verkürzen. [...] Auf der anderen Seite gab es die Tendenz, mit der Erfahrung neuer zeitlicher Formen zu arbeiten, sowie die Versuche, das Gefühl von liveness und Gegenwärtigkeit hervorzurufen. Die actualité konnte sogar zum Ersatz oder zur Steigerung des profilmischen Geschehens werden und damit zu einer Art medialem Ereignis aufsteigen. [...]

[...] Das >Aktuelle<, das hinsichtlich seiner momentanen Bedeutung wie seiner Zugänglichkeit >Naheliegende<, bringt Phänomene wie seine zeitlich-räumliche Ausdehnung (>Präsenz<), Sensation und Empfindung (der Schock der Zeit) und Simulation (die actualité führt zu Verschiebungen des >Realen<) ins Spiel.

[Seite 50]

Geregelte Vertriebsmuster (Wochenschau) und die technologische Möglichkeit zur >Unmittelbarkeit< (Fernsehen) waren die hauptsächlichen Gründe für den Wandel im Bereich der actualité.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahmen bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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