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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 323, Zeilen: 19-31
Quelle: Vorsteher 1994
Seite(n): 149, 150, 160, Zeilen: 149: re.Sp. 5-17 - 150: li.Sp. 1-8, re. Sp. 9-18; 160: li.Sp. 9-24
Künstler wie Edmund Edel, Julius Gipkens, Louis Oppenheim, Jo Steiner, Lucian Bernhard, Rudi Erdt, Julius Klinger, Paul Scheurich und Ludwig Hohlwein brachten alle Fähigkeiten für die Gestaltung eines modernen Plakats mit. Es fällt auf, dass die deutschen Kriegsplakate an der Verunglimpfung der Gegner nicht teilnahmen.131 Trotzdem schien es, als habe sich mit Kriegsbeginn im deutschsprachigen Raum bürokratischer Mehltau über die vormalige Kreativität deutscher Plakatkunst gelegt. Zu diesem harschen Urteil neigten Zeitgenossen und Kenner der internationalen Plakatkunst wie zum Beispiel Hans Sachs132. Die Verärgerung in der Fachwelt über die mangelnde Qualität der Plakate und insbesondere die inkompetente Besetzung der verschiedenen staatlichen Jurys nahm bis Kriegsende zu. Als eine völlig verfehlte Besetzung bezeichnete Sachs die Jury des Kriegspresseamtes, die mit einem Oberst a. D. und zwei Hauptmännern die Auswahl der [Plakatentwürfe trafen.]

131 Den Wettbewerb für die 8. Kriegsanleihe (1918) gewann der bis dahin unbekannte Ferdy Horrmeyer mit dem Porträt eines verbundenen Soldatenkopfes. Die Jury lieferte folgende Begründung: „Sein Plakat, der mit dem Tuch umwundene Kriegerkopf, - an dem Blut, das durch das Tuch dringt, mag sich mancher stoßen - ist einfach und ergreifend in seinem straffen Ausdruck gefestigten Willens, gleichsam des deutschen Volkscharakters - in der malerischen Wirkung von fast visionärer Kraft“. Die malerische Qualität wurde erstaunlicherweise einer plakativen Wirkung vorgezogen.

132 Zu Hans Sachs vgl.: Rene Grohnert: Hans Sachs der Plakatfreund, in: Deutsche Plakate, hrsg. von H. Rademacher, R. Grohnert, 1992, S. 16-25.

[Seite 149]

Obwohl hier Künstler wie Edmund Edel, Julius Gipkens, Louis Oppenheim, Jo Steiner, Lucian Bernhard, Rudi Erdt, Julius Klinger, Paul Scheurich und Ludwig Hohlwein alle Fähigkeiten für die Gestaltung des modernen Plakats mitbrachten, war es vor allem die französische und anglo-amerikanische Plakatkunst, die das politische Plakat des Ersten Weltkrieges entwickelte. Um so auffälliger ist es, daß die deutschen Kriegsplakate an dieser stürmischen Entwicklung nicht teilnahmen.

[Seite 150]

Es scheint, als habe sich im deutschsprachigen Raum mit Kriegsbeginn bürokratischer Mehltau über die vormalige Kreativität der deutschen Plakatkunst gelegt. Zu diesem harschen Urteil neigten auch Zeitgenossen und Kenner der internationalen Plakatkunst, zum Beispiel Hans Sachs2. [...] Die Verärgerung in der Fachwelt über die mangelnde Qualität der Plakate und insbesondere die inkompetente Besetzung der verschiedenen staatlichen Jurys nahm bis Kriegsende zu. Als eine völlig verfehlte Besetzung schildert Sachs die Jury des Kriegspresseamtes mit einem Oberst a. D. und zwei Hauptmännern, die die Auswahl der Plakatentwürfe träfen3.

[Seite 160]

Den Wettbewerb für die 8. Kriegsanleihe (1918) gewann der bis dahin unbekannte Ferdy Horrmeyer mit dem Porträt eines verbundenen Soldatenkopfes. Als Begründung lieferte die Jury folgenden Text: »Sein Plakat, der mit dem Tuch umwundene Kriegerkopf, - an dem Blut, das durch das Tuch dringt, mag sich mancher stoßen - ist einfach und ergreifend in seinem straffen Ausdruck gefestigten Willens, gleichsam des deutschen Volkscharakters - in der malerischen Wirkung von fast visionärer Kraft«25. Erstaunlich ist, daß hier immer noch die malerische Qualität vor einer plakativen Wirkung geschätzt wurde.


2 Zu Hans Sachs vgl.: Rene Grohnert, Hans Sachs - der Plakatfreund. In: Rademacher/Grohnert 1992, S. 16-25.

3 Drei Berliner Kriegsplakatjahre. In: Das Plakat 1918, S. 38/39.

25 Ernst Collin, Der große Wettbewerb für Kriegsanleihe-Plakate, zit. nach: Das politische Plakat 1919, S. 30.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahmen bleibt ungekennzeichnet. Eigentliche Quelle bleibt ungenannt. Für das explizit gekennzeichnete Zitat wird auch keine Quelle genannt.

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1

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