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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 349, Zeilen: 11-23, 105-106
Quelle: Fuchs 1987
Seite(n): 8, Zeilen: 13-26
[...]192

Der Filmpionier Guido Seeber fertigte 1909 seine ersten Trickfilme: DIE GEHEIMNISVOLLE STREICHHOLZDOSE (mit einer Animation der Zündhölzern, vermutlich angeregt von einem Film, den Emile Cohl ein Jahr zuvor gedreht hat) und PROSIT NEUJAHR 1910!. Julius Pinschewer ließ sich 1910 seine Idee, mit Filmen Werbung zu betreiben, patentamtlich schützen, und zeigte in Berlin seinen ersten 65-Sekunden-Werbefilm für „Corsets Gebr. Lewandowski“. Dieser Realfilm benutzte bereits raffiniert den Filmschnitt als Vorstufe zum „Trick-Film“. Pinschewers Mitarbeiter experimentierten mit Zeitraffer, Zeitlupe und Stopptrick. 1911 produzierten sie DIE SUPPE, einen 70-Sekunden-Film, der die genannten Film-Tricks zur Werbung für Maggi-Suppen verwendete.193 Pinschewer setzte in seinen Werbefilmen auch die Mittel des Puppentrick, Legetrick und Sachtrickfilms ein. Er ließ stumme Filme nach dem Virageverfahren handkolorieren und verwendete als einer der ersten das Lichtton verfahren der Tri-Ergon.


192 Vgl. Klaus Sigl: Vom „Daumenkino“ zum „Münchner Bilderbogen“. Grundlagen und Frühgeschichte des Trickfilms, in: ders.: Von „A“ bis „Zip/ Zip“, 1987, S. 23-33, hier S. 27. 1913 drehte Cohl mit „The Newlyweds“ (Die Jungvermählten) die erste Zeichentrickserie, die später nach dem Baby der Familie, „Snookums“, benannt wurde. - Die Tradition des deutschen Zeichentrickfilms ist von Anfang an eng mit der Geschichte des Werbefilms verbunden. Eine internationale oder deutsche Geschichte des Trickfilms gibt es nicht.

193 Vgl. Wolfgang J. Fuchs: Etwas für Individualisten. Zur Situation und Geschichte des Zeichentrickfilms in Deutschland, in: Von „A“ bis „Zip/ Zip“, hrsg. von K. Sigl, 1987, S. 8-12, hier S. 8.

Sie ist von Anfang an eng verbunden mit der Geschichte des deutschen Werbefilms.

Der Filmpionier Guido Seeber fertigte 1909 seine ersten Trickfilme an, Julius Pinschewer, der Begründer des deutschen Werbefilms, kam 1910 beim Besuch eines Kinematographentheaters auf die Idee, Werbefilme zu machen. Er realisierte diese Idee in Berlin mit einem ersten 65-Sekunden-Werbefilm für „Corsets Gebr. Lewandowski“. Obwohl ein Realfilm, nützt dieser Film bereits raffiniert den Filmschnitt als Vorstufe zum „Trick“-Film. Pinschewers Mitarbeiter konnten mit Zeitraffer, Zeitlupe und Stoptrick experimentieren. So produzierten sie schon 1911 mit „Die Suppe“ einen 70-Sekunden-Film, der die genannten Film-Tricks zur Werbung für Maggi-Suppen verwendete.

Pinschewer setzte in seinen Werbefilmen nach und nach (und zum Teil bereits vor deren Anwendung im Unterhaltungsfilm) die Mittel des Puppentrickfilms, des Zeichen-, Lege- und Sachtrickfilms ein. Er ließ stumme Filme nach dem Virageverfahren handkolorieren und verwendete als einer der ersten das Lichttonverfahren der Tri-Ergon.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahmen bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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