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Uo/Fragment 350 16

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 350, Zeilen: 20-26, 29-31, 109-114
Quelle: Fuchs 1987
Seite(n): 8, 9, 10, Zeilen: 8:33-37; 9:15-20; 10:27-33
Bis zu seiner Emigration 1934 stellte der deutsche Jude und Patriot Pinschewer in Berlin Werbe-, Propaganda- und Lehrfilme her. Eine Reihe von Talenten wurden von ihm gefördert. Zu seinen Mitarbeitern zählten Rudi Klemm, Lotte Reiniger, Walter Ruttmann, Guido Seeber, George Pal, Harold Mack, Hans Fischer, Toni Rabold und Oskar Fischinger.198

Ein Zeichentrickfilm ist zeitaufwendig in der Produktion und nicht billig. [...] Während der Kriegsjahre gaben sich die Zeichentrickenthusiasten in Deutschland häufig mit dem Werbefilm zufrieden. Die Chance zur künstlerischen Selbstverwirklichung nahmen sie nur wahr, wenn [diese durch eine Institution, z. B. die Reichsbank, abgesichert war.]


198 Die Trickfilmer jener frühen Jahre tauchen immer wieder in neuen Kombinationen auf, ihre Kontakte untereinander und die wechselseitige Beeinflussung sind nicht zu übersehen. War der ursprüngliche Bedarf für ihre Arbeit die Werbung, so verselbständigte sich der Trickfilm auch in Deutschland als künstlerisches Medium. Lotte Reiniger gelang es mit ihren Scherenschnittfilmen zum Beispiel, eine eigene Tradition zu schaffen, deren Hauptvertreterin sie nach wie vor ist und wohl auch bleiben wird. Vgl. Fuchs: Etwas für Individualisten, in: Von „A“ bis „Zip/ Zip“, hrsg. von K. Sigl, 1987, S. 9.

[Seite 8]

Bis zur Emigration 1934 des deutschen Juden und Patrioten Pinschewer stellte er in Berlin Werbe-, Propaganda- und Lehrfilme her. Mit seinen Werbefilmen förderte er eine Reihe von Talenten. So zählten zu seinen Mitarbeitern Rudi Klemm, Lotte Reiniger, Walter Ruttmann, Guido Seeber, George Pal, Harold Mack, Hans Fischer, Toni Rabold und Oskar Fischinger.

[Seite 9]

Die Trickfilmer jener frühen Jahre tauchen immer wieder in neuen Kombinationen auf, ihre Kontakte untereinander und die wechselseitige Beeinflussung sind nicht zu übersehen. War der ursprüngliche Bedarf für ihre Arbeit die Werbung, so verselbständigte sich der Trickfilm auch in Deutschland als künstlerisches Medium. Lotte Reiniger gelang es mit ihren Scherenschnittfilmen zum Beispiel, eine eigene Tradition zu schaffen, deren Hauptvertreterin sie nach wie vor ist und wohl auch bleiben wird.

[Seite 10]

Zeichentrickfilm ist bekanntlich zeitaufwendig in der Produktion und damit nicht ganz billig. Da es sich kaum jemand leisten kann, auf Verdacht einen Zeichentrickfilm zu finanzieren und zu produzieren, geben sich die Zeichentrickenthusiasten in Deutschland häufig mit dem Werbefilm zufrieden und nehmen die Chance zur künstlerischen Selbstverwirklichung nur wahr, wenn diese durch eine Institution wie die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten abgesichert ist.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

In die durch Auslassungszeichen markierte Stelle fügt Uo Material aus einem (Sigl, S. 23) der anderen Aufsätze, die sich zusammen mit Fuchs (1987) in dem von Sigl herausgegebenen Begleitband zu einer Münchener Ausstellung zum Thema Trickfilm befinden.

Bemerkenswert ist auch, wie Uo die Aussagen Fuchs' zur Rezeption von Werbefilmen durch "Zeichentrickenthusiasten in Deutschland" (gemeint ist hier die Bundesrepublik) ohne faktische Grundlage unter Beibehaltung der wesentlichen Formulierungen auf den Zeitraum des Ersten Weltkriegs "ummünzt".

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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