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Uo/Fragment 366 07

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Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 366, Zeilen: 7-21, 26-39
Quelle: Wagner 2000
Seite(n): 22, 23, 28, 29, Zeilen: 22:re.Sp. 13-19; 23:li.Sp. 2-19.38-40; 28:li.Sp. 35-41 - re.Sp. 1-10; 29:li.Sp. 13-18;
Medien überbrücken Zeit und Raum. Sie erweitern unseren Wahrnehmungshorizont, können uns aber nur „Ausschnitte“ der Wirklichkeit liefern. Zum einen werden Orte, Personen und Ereignisse zwangsläufig aus ihrem zeitlichen und räumlichen Kontext herausgelöst. Zum anderen transportiert jedes Medium nur bestimmte Informationen, ermöglicht nur einen bestimmten Blick auf Orte, Personen und Ereignisse. Bedeutung erhalten die über Medien transportierten Botschaften und Mitteilungen für uns dadurch, dass wir sie aufgrund unserer Erfahrungen und unseres Vorwissens in einen Kontext einordnen und fehlende Informationsebenen ergänzen. Die Festlegung auf “Wirklichkeitsausschnitte” im Sinne der Dekontextualisierung und Perspektivengebundenheit trifft auf alle Medien zu.

Die Botschaft eines Mediums ergibt sich erst aus dem aktiven Zusammenspiel der transportierten Informationen mit den Wissensstrukturen, Erfahrungen und den Gefühlen, welche durch sie aktiviert werden. Dieser Verarbeitungsprozess läuft immer ab, bewusst oder unbewusst.

„Die Voraussetzung für eine moralische Beeinflussung durch Fotos ist die Existenz eines relevanten politischen Bewußtseins. Ohne die politische Dimension wird man Aufnahmen von der Schlachtbank der Geschichte höchstwahrscheinlich nur als unwirklich oder als persönlichen Schock empfinden.“18

Die Art der Gefühle - auch der moralischen Entrüstung -, die Bilder von Unterdrückten, Ausgebeuteten, Verhungerten und Hingemetzelten in uns auslösen können, hängt vom Grad unserer Vertrautheit mit solchen Bildern ab. Don McCullins Fotos von ausgemergelten Biafranern aus den frühen siebziger Jahren haben manche Betrachter weniger erschüttert als Werner Bischofs Aufnahmen von Opfern indischer Hungersnöte aus den frühen sechziger Jahren, weil derartige Bilder inzwischen alltäglich geworden waren; und die 1973 in allen Illustrierten erschienenen Fotos von Tuaregfamilien, die in der westlichen Sahara Hungers sterben, dürften auf viele wie die unerträgliche Wiederholung einer längst bekannten Gräuel-Ausstellung gewirkt haben. Fotos schockieren, insofern sie etwas Neuartiges zeigen.19 Wegen der ständig zunehmenden Zahl solcher Schreckensbilder konnte deren Wirkung nur durch eine Quantitätssteigerung erreicht werden. Die abstoßende Natur einige dieser Bilder vermag möglicherweise Zuschauer in bezug auf die wahren Schrecken des Krieges zu “erziehen”.


18 Susan Sontag: Über Fotografie, Frankfurt/M. 1980, S. 24f.

19 Vgl. ebd., S. 25.

[Seite 22]

„Die Voraussetzung für eine moralische Beeinflussung durch Fotos ist die Existenz eines relevanten politischen Bewusstseins. Ohne die politische Dimension wird man Aufnahmen von der Schlachtbank der Geschichte höchstwahrscheinlich nur als unwirklich oder als persönlichen Schock empfinden.“ (Sontag 1980, S. 24f.)

[Seite 23]

Die Art der Gefühle – auch der moralischen Entrüstung –, die Fotos von Unterdrückten, Ausgebeuteten, Verhungerten und Hingemetzelten in uns auslösen können, hängt auch vom Grad unserer Vertrautheit mit solchen Bildern ab. Don McCullins Fotos von ausgemergelten Biafranern aus den frühen siebziger Jahren haben manche Betrachter weniger erschüttert als Werner Bischofs Aufnahmen von Opfern indischer Hungersnöte aus den frühen sechziger Jahren, weil derartige Bilder inzwischen alltäglich geworden waren; und die 1973 in allen Illustrierten erschienenen Fotos von Tuaregfamilien, die in der westlichen Sahara Hungers sterben, dürften auf viele wie die unerträgliche Wiederholung einer längst bekannten Gräuel-Ausstellung gewirkt haben. Fotos schockieren, insofern sie etwas Neuartiges zeigen. Bedauerlicherweise wird der Einsatz immer weiter erhöht zum Teil eben wegen der ständig zunehmenden Zahl solcher Schreckensbilder. (Sontag, 1980, S. 25)

[...]

„Trotz ihrer inhärent abstoßenden Natur können einige dieser Bilder die Zuschauer in bezug auf die wahren Schrecken des Krieges „erziehen”. Sie zeigen den „Feind“ als Individuum und nicht als irgendein unmenschlichen, militärstrategisches Ziel.“ (Vincent/Galtung 1993, S. 193f u. S. 196)

[Seite 28]

Medien überbrücken Zeit und Raum. Sie erweitern unseren Wahrnehmungshorizont, können uns aber nur „Ausschnitte“ der Wirklichkeit liefern. Zum einen werden Orte, Personen und Ereignisse zwangsläufig aus ihrem zeitlichen und räumlichen Kontext herausgelöst. Zum anderen transportiert jedes Medium nur bestimmte Informationen, ermöglicht nur einen bestimmten Blick auf Orte, Personen und Ereignisse. Bedeutung erhalten die über Medien transportierten Botschaften und Mitteilungen für uns dadurch, dass wir sie aufgrund unserer Erfahrungen und unseres Vorwissens in einen Kontext einordnen und fehlende Informationsebenen ergänzen. Die Festlegung auf „Wirklichkeitsausschnitte“ im Sinne der Dekontextualisierung und Perspektivengebundenheit trifft auf alle Medien zu, auch auf Fotografien, die scheinbar direkt und authentisch Wirklichkeit fixieren.

[Seite 29]

Die Botschaft eines Mediums ergibt sich erst aus dem aktiven Zusammenspiel der transportierten Informationen mit den Gefühlen, Erfahrungen und den Wissensstrukturen, welche durch sie aktiviert werden. Dieser Verarbeitungsprozess läuft immer ab, bewusst oder unbewusst.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Obwohl das Zitat von Sontag sicherlich - wie fast der gesamte Rest der Seite - auch der ungenannt bleibenden Quelle entnommen wurde, ist es hier nicht in die Zeilenzählung aufgenommen worden.

Bei der ungenannt bleibenden Vorlage handelt es sich um Materialien, "in die sich Pädagoginnen und Pädagogen schnell einarbeiten können, die konkrete didaktische und methodische Hilfestellungen bieten und damit die Eigeninitiative von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zur Umsetzung des Themas in und außerhalb von Schule fördern." (Vorwort von Wagner (2000))

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1, Hindemith

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