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Genetische und immunologische Untersuchungen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

von Dr. Veronika Schachinger

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Ves/Fragment 011 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-06-26 07:04:48 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Reinshagen 2004, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Ves

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Reinshagen 2004
Seite(n): 58, 61, 62, Zeilen: 58: r. Spalte: 34ff; 61: l. Spalte: 16ff: 62: l. Spalte: 35ff
Ein Gewichtsverlust von bis zu 10 – 20 % kann bei Patienten mit MC auftreten. Meist ist dies eine Folge des allgemeinen Krankheitsgefühls und Appetitmangel. Die Malabsorption, die nur bei ausgedehntem Dünndarmbefall relevant ist, ist nur zu einem geringeren Teil für den Gewichtsverlust verantwortlich. Der Morbus Crohn ist eine chronisch rezidivierende Erkrankung, bei der sowohl akute Schübe mit langen Phasen klinischer Remission als auch Phasen mit chronisch rezidivierender Aktivität auftreten können. Der intra- und interindividuelle Verlauf der Erkrankung ist bisher weder durch Serummarker, genetische Tests noch klinische Klassifikationen voraussagbar. Auch durch psychische und soziale Einflüsse wird der Krankheitsverlauf individuell beeinflusst. Grundsätzlich werden ein inaktiver, ein akut rezidivierender und ein chronisch aktiver Verlauf unterschieden. Eine akut rezidivierende Verlaufsform tritt bei etwa 40 – 50 % der Patienten auf. Durch die Therapie wird eine längerdauernde Remission erreicht. Die genauen Mechanismen der Schubentstehung sind nicht geklärt. Wahrscheinlich sind bei den meisten Patienten gastrointestinale Infekte an der Schubentstehung ursächlich beteiligt. Eine Erhöhung der Dünndarmpermeabilität wird als schubauslösender Mechanismus diskutiert [43]. Die chronisch aktive Verlaufsform ist durch eine persistierende oder rezidivierende Symptomatik über mehr als 6 Monate definiert. Es wird zwischen einem steroidrefraktären Verlauf (kein oder ungenügendes Ansprechen auf Steroide) und einem steroidabhängigen Verlauf (schnelles Rezidiv unter Dosisreduktion der Steroide) unterschieden [44] [45].

Im Laufe der Erkrankung werden 70 – 90 % der Patienten mit MC am erkrankten Darm operiert. Indikationen für Resektionsoperationen am Dünn- und Dickdarm sind narbige Stenosen des Dünndarms, Fisteln, Abszesse, Perforationen und therapierefraktäre Entzündungen. Patienten mit MC haben insgesamt eine relativ günstige Prognose. Obwohl ein großer Teil der Patienten einen chronischen entzündliche Verlaufstyp und eine Reihe von Krankheitskomplikationen aufweist, ist die Lebenserwartung der Patienten nicht signifikant eingeschränkt [46].


43. Wyatt, J., Vogelsang, H., Hubl, W., Waldhoer, T., Lochs, H. (1993) Intestinal permeability and the prediction of relapse in Crohn's disease. Lancet 341, 1437-9.

44. Munkholm, P., Langholz, E., Hollander, D., Thornberg, K., Orholm, M., Katz, K.D., Binder, V. (1994) Intestinal permeability in patients with Crohn's disease and ulcerative colitis and their first degree relatives. Gut 35, 68-72.

45. Faubion, W.A., Jr., Loftus, E.V., Jr., Harmsen, W.S., Zinsmeister, A.R., Sandborn, W.J. (2001) The natural history of corticosteroid therapy for inflammatory bowel disease: a population-based study. Gastroenterology 121, 255-60.

46. Gasche, C., Scholmerich, J., Brynskov, J., D'Haens, G., Hanauer, S.B., Irvine, E.J., Jewell, D.P., Rachmilewitz, D., Sachar, D.B., Sandborn, W.J., Sutherland, L.R. (2000) A simple classification of Crohn's disease: report of the Working Party for the World Congresses of Gastroenterology, Vienna 1998. Inflamm Bowel Dis 6, 8-15.

Ein Gewichtsverlust von bis zu 10-20% kann bei Patienten mit MC auftreten. Meist ist dieser Folge der allgemeinen Entzündung mit Krankheitsgefühl und Appetitmangel. Die Malabsorption, die nur bei ausgedehntem Dünndarmbefall relevant ist. ist nur zu einem geringeren Teil für den Gewichtsverlust verantwortlich.

[Seite 61]

Der MC ist eine chronisch rezidivierende Erkrankung, bei der sowohl akute Schübe mit langen Phasen klinischer Remission als auch Phasen mit chronisch rezidivierender Aktivität auftreten können. Der individuelle Verlauf der Erkrankung ist bisher weder durch Serummarker. genetische Tests noch Klassifikationen voraussagbar. Auch durch psychische und soziale Einflüsse wird der Krankheitsverlauf individuell wesentlich beeinflusst. Grundsätzlich werden ein inaktiver, ein akut rezidivierender und ein chronisch aktiver Verlauf unterschieden (Tab. 3.1-3).

[...]

Eine akut rezidivierende Verlaufsform tritt bei etwa 40-50% der Patienten auf und ist durch das gute Ansprechen der Patienten auf die Steroidtherapie im akuten Schub gekennzeichnet (Tab. 3.1-3). Durch die Therapie wird eine längerdauernde Remission erreicht. Es treten definitionsgemäß weniger als 2 Schübe/Jahr auf. Die genauen Mechanismen der Schubentstehung sind nicht geklärt. Wahrscheinlich sind bei den meisten Patienten gastrointestinale Infekte an der Schubentstehung ursächlich beteiligt. Eine Erhöhung der Dünndarmpermeabilität wird als schubauslösender Marker diskutiert [9]. [...]

[...]

Die chronisch aktive Verlaufsform ist durch eine persistierende oder rezidivierende Symptomatik über mehr als 6 Monate definiert. Dies setzt eine adäquate vorhergehende Therapie (Steroidtherapie) voraus. Es wird zwischen einem steroidrefraktären Verlauf (kein oder ungenügendes Ansprechen auf Steroide) und einem steroidabhängigen Verlauf (schnelles Rezidiv unter Dosisreduktion der Steroide) unterschieden (Tab. 3.1-3).

[Seite 62]

Patienten mit MC haben insgesamt eine günstige Prognose. Obwohl ein großer Teil der Patienten einen chronisch entzündlichen Verlaufstyp und eine Reihe von Krankheitskomplikationen aufweist, ist die Lebenserwartung des Gesamtkollektivs der Patienten nicht signifikant eingeschränkt. [...]

[...]

Im Laufe der Erkrankung werden 70-90% der Patienten mit MC am erkrankten Darm operiert. Indikationen für Resektionsoperationen am Dünn- und Dickdarm sind narbige Stenosen des Dünndarms. Fisteln. Abszesse. Perforationen und in geringerem Maße therapierefraktäre Entzündung


9. Wyatt J, Vogelsang H, Hubl W, Waldhoer T. Lochs H. Intestinal permeability and the prediction of relapse in Crohn’s disease. Lancet 1993; 341: 1437-9.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Die angegebenen Quellen sind auf Englisch verfasst und enthalten den Wortlaut nicht.

Sichter
(Hindemith) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20140626070801

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