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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 68, Zeilen: 2ff (komplett)
Quelle: Kruse 2003
Seite(n): 5, 6, Zeilen: 5: 1ff; 6: 1ff
Zahlreiche aktuelle Studien befassen sich mit den anti-kanzerogenen Eigenschaften von Curcumin. In humanen leukämischen Zellen (HL-60 Zellen) induziert die Substanz eine Apoptose, vermutlich im Zusammenhang mit reaktivem Sauerstoff und der Beeinflussung von anti-apoptotischen Proteinen. Über eine Hemmung der Cyclooxygenase-2 (COX-2), die in Krebszellen häufig verstärkt exprimiert wird, kann Curcumin als chemopräventives Agens bei Dickdarmkrebs fungieren [136]. Ein großer Vorteil von Curcumin für diese Indikation könnte in seiner niedrigen Resorptionsrate und dem damit verbundenen erhöhten Auftreten von nicht metabolisiertem Curcumin im Dickdarm liegen [137]. Curcumin-Analoga (z.B. 5- Hydroxy-1,7-bis(3,4-dimethoxyphenyl)-1,4,6-heptatrien3-on) zeigen erstaunlich große antagonistische Effekte am Androgenrezeptor von Prostatakrebs-Zelllinien und sind somit potentielle Agentien gegen Prostatakrebs [138].

1.3.4. Anti-inflammatorische Wirkung

Die anti-inflammatorische Wirkung von Curcumin ist vielfach untersucht worden. Eine detaillierte Untersuchung einer indische Arbeitsgruppe konnte zeigen, dass Curcumin nach peroraler Gabe bei dem Carrageenin-induzierten Ödem-Test als Modell für einen akuten Entzündungsprozess in Mäusen und Ratten einen anti-inflammatorischen Effekt besitzt [139]. Mit demselben Modell wurde auch die Wirkung von lokal injiziertem Curcumin untersucht. Auch hierbei zeigt Curcumin einen anti-inflammatorischen Effekt. Beide Arbeitsgruppen untersuchten auch den anti-inflammatorischen Effekt von Curcumin in Modellen für ein chronisches Entzündungsgeschehen („granuloma pouch“- und „Cotton-pellet“-Modell). Demnach erwies sich die Substanz als etwa halb so wirksam wie Phenylbutazon [139]. Als Wirkmechanismus wird eine Interaktion mit endogenen kortikoidalen Steroiden postuliert, da gezeigt werden konnte, dass Curcumin in adrenalektomisierten Ratten einen geringeren Effekt besitzt. Neuere Untersuchungen bringen die anti-inflammatorische Wirkung von Curcumin in Zusammenhang mit dem Arachidonsäurestoffwechsel. Sowohl eine Hemmung der COX-2- Transkription in mit Gallesäuren und Phorbolestern behandelten humanen gastrointestinalen Epithelzellen [140] als auch eine Hemmung der enzymkatalysierten Oxidation von Mizellgebunden Lipiden durch LOX-1 ist beschrieben [141].


136. Goel, A., Boland, C.R., Chauhan, D.P. (2001) Specific inhibition of cyclooxygenase-2 (COX-2) expression by dietary curcumin in HT-29 human colon cancer cells. Cancer Lett 172, 111-8.

137. Ireson, C., Orr, S., Jones, D.J., Verschoyle, R., Lim, C.K., Luo, J.L., Howells, L., Plummer, S., Jukes, R., Williams, M., Steward, W.P., Gescher, A. (2001) Characterization of metabolites of the chemopreventive agent curcumin in human and rat hepatocytes and in the rat in vivo, and evaluation of their ability to inhibit phorbol ester-induced prostaglandin E2 production. Cancer Res 61, 1058-64.

138. Ohtsu, H., Xiao, Z., Ishida, J., Nagai, M., Wang, H.K., Itokawa, H., Su, C.Y., Shih, C., Chiang, T., Chang, E., Lee, Y., Tsai, M.Y., Chang, C., Lee, K.H. (2002) Antitumor agents. 217. Curcumin analogues as novel androgen receptor antagonists with potential as anti-prostate cancer agents. J Med Chem 45, 5037-42.

139. Srimal, R.C., Dhawan, B.N. (1973) Pharmacology of diferuloyl methane (curcumin), a non-steroidal anti-inflammatory agent. J Pharm Pharmacol 25, 447-52.

140. Zhang, F., Altorki, N.K., Mestre, J.R., Subbaramaiah, K., Dannenberg, A.J. (1999) Curcumin inhibits cyclooxygenase-2 transcription in bile acid- and phorbol estertreated human gastrointestinal epithelial cells. Carcinogenesis 20, 445-51.

141. Began, G., Sudharshan, E., Appu Rao, A.G. (1998) Inhibition of lipoxygenase 1 by phosphatidylcholine micelles-bound curcumin. Lipids 33, 1223-8.

Die antiinflammatorische Wirkung von Curcumin ist vielfach untersucht worden. Eine detaillierte Untersuchung einer indischen Arbeitsgruppe konnte zeigen, daß Curcumin 6 nach peroraler Gabe bei dem Carrageenin-induzierten Ödem-Test als Modell für einen akuten Entzündungsprozeß in Mäusen und Ratten einen antiinflammatorischen Effekt besitzt (Srimal und Dhawan, 1973). Mit demselben Modell wurde auch die Wirkung von lokal injiziertem Curcumin untersucht. Auch hierbei zeigt Curcumin 6 einen antiinflammatorischen Effekt (Mukhopadhyay et al., 1982). Beide Arbeitsgruppen untersuchten auch den antiinflammatorischen Effekt von Curcumin 6 in Modellen für ein chronisches Entzündungsgeschehen („granuloma pouch“- und „cotton pellet“-Modell). Demnach erweist sich die Substanz als etwa halb so wirksam wie Phenylbutazon (Srimal und Dhawan, 1973). Als

Wirkmechanismus wird ein Zusammenwirken mit endogenen kortikoidalen Steroiden postuliert, da gezeigt werden konnte, daß Curcumin 6 in adrenalektomisierten Ratten einen geringeren Effekt besitzt. Neuere Untersuchungen bringen die antiinflammatorische Wirkung von Curcumin 6 in Zusammenhang mit dem Arachidonsäurestoffwechsel. Sowohl eine Hemmung der COX-2-Transkription in mit Gallensäuren und Phorbolestern behandelten humanen gastrointenstinalen Epithelzellen (Zhang et al., 1999) als auch eine Hemmung der enzymkatalysierten Oxidation von Mizell-gebundenen Lipiden durch LOX-1 (Began et al., 1998) ist beschrieben. [...]

Zahlreiche aktuelle Studien befassen sich mit den antikanzerogenen Eigenschaften von Curcumin 6. In menschlichen leukämischen Zellen (HL-60 Zellen) induziert die Substanz eine Apoptose, vermutlich im Zusammenhang mit reaktiven Sauerstoffspezies und der Beeinflussung von antiapoptotischen Proteinen (Kuo et al., 1996). Über eine Hemmung der Cyclooxygenase-2 (COX-2), die in Krebszellen häufig verstärkt exprimiert wird, kann Curcumin 6 als chemopräventives Agens bei Dickdarmkrebs fungieren (Goel et al., 2001). Ein großer Vorteil von Curcumin 6 für diese Indikation könnte in seiner niedrigen Resorptionsrate und dem damit verbundenen erhöhten Auftreten von nicht metabolisiertem Curcumin im Dickdarm liegen (Ireson et al., 2001). Curcumin-Analoga (z.B. 5-Hydroxy-1,7-bis(3,4- dimethoxyphenyl)-1,4,6-heptatrien-3-on) (Abb. 1.3) zeigen erstaunlich große

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antagonistische Effekte am Androgenrezeptor von Prostatakrebs-Zellinien und sind somit potentielle Agentien gegen Prostatakrebs (Ohtsu et al., 2002).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Singulus

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