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Dieser Pressespiegel enthält Pressemeldungen (Print/Online), TV- und Radiosendungen mit deutlichem Bezug zum VroniPlag Wiki und/oder seinen bearbeiteten Fällen. Dieser Hinweis sollte vor einem Eintrag unbedingt zur Kenntnis genommen werden. Ältere Meldungen finden sich im Archiv.

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21. Februar 2019Bearbeiten

  • DIE ZEIT (Nr. 9, S. 63): Das Wunschabzeichen. Was treibt Politiker in Deutschland dazu, Kopf und Karriere zu riskieren, um sich mit dem Dr. zu schmücken? (Josef Joffe) "Schon wieder steht eine Politikerin im Feuer. Franziska Giffey, die Familienministerin, soll bei ihrer Dissertation geschummelt haben. Davor war es Annette Schavan. Die Bildungsministerin verlor Amt und Titel. [...] Trotzdem entstehen Fragen, die nachdenklich machen. Wieso in Deutschland, warum nicht überall in einer Welt, wo doch der Mensch als solcher gern nach Anerkennung und Hervorhebung strebt? Wieso gelang es den Entlarvten, so lange unerkannt zu bleiben? Hat nicht auch der Doktorvater, hat nicht auch die Universität geschludert? Schließlich: Was treibt die Aufsteiger dazu, Kopf und Karriere zu riskieren, um sich mit dem Dr. zu schmücken?"

17. Februar 2019Bearbeiten

  • Der Tagesspiegel: Wissenschaftliches Arbeiten: Bestraft auch die Doktoreltern für Plagiate! (George Turner) "[...] Ein falsches Signal ist es jedenfalls, wenn die Anzahl der abgeschlossenen Promotionen ein Gradmesser für Mittelzuweisungen ist.
    Wird eine Arbeit angenommen, muss die Bewertung den Regeln entsprechen. Es ist weniger gravierend für den Lebenslauf von Betroffenen, wenn sie eine Promotion abbrechen, weil den Anforderungen nicht genügt wird, als wenn ihnen später der oft mit Zeit- und sonstigem Aufwand erworbene Titel aberkannt wird und sie an den Pranger gestellt werden. Wer Arbeiten passieren lässt, die nicht den Standards guter wissenschaftlicher Praxis entsprechen, sollte nicht ungestraft davonkommen."

15. Februar 2019Bearbeiten

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung (S. 9): Kein neuer Fall Guttenberg (Jochen Zenthöfer) "Franziska Giffey hat zwar viele Fehler gemacht. Andererseits lässt sich argumentieren, dass sie nur in wenigen Fällen grob fahrlässig gehandelt hat. Ein direktes Kopieren längerer Wortfolgen ist selten. Bei Wikipedia hat Giffey wohl nur zweimal abgeschrieben. Die FU Berlin könnte den Titel entziehen, könnte aber ebenso gut das Gegenteil entscheiden."

14. Februar 2019Bearbeiten

  • Handelsblatt: Bundesfamilienministerin im Interview. „Wir müssen dahin, wo es weh tut“ – So will Giffey Frauen in Führungsjobs bringen (Interview: Heike Anger / Klaus Stratmann) Die Familienministerin spricht im Interview über verbindliche Quoten für Frauen in leitenden Positionen, den neuen Reformeifer der SPD und Zweifel an ihrer Doktorarbeit.
    "Frau Giffey, Sie gelten als Hoffnungsträgerin der SPD, vielen sogar als mögliche Kanzlerkandidatin. Nun der Verdacht, Sie hätten bei Ihrer Doktorarbeit betrogen. Wie gehen Sie damit um?
    Ich habe diese Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen vor zehn Jahren geschrieben. Nur die Universität kann bewerten und klären, ob die Vorwürfe einer Internetplattform zutreffen. Deshalb habe ich von mir aus die Universität um Prüfung gebeten. Das Ergebnis ist jetzt abzuwarten.
    Sie hätten gegen Zitierregeln für wissenschaftliches Arbeiten „sehr klar verstoßen“, meint der VroniPlag-Initiator.
    Die Sache muss von einer neutralen Stelle bewertet werden. Und das ist die Universität."
  • Cicero: „Einem echten Profi dürfte das nicht passieren“ (Interview mit Heiner Barz: Antje Hildebrandt) "Sollten Doktorväter und Doktormütter diese Software nicht auch benutzen?
    Fragen Sie mal die Leute von Vroniplag, wieviel Arbeit das macht. Es ist ja nicht so, dass man auf einen Knopf drückt – und dann hat man die identischen Stellen. Man muss sich die Literatur ja erstmal besorgen, die als Referenz in Frage kommt. Dann muss man sie Seite für Seite einscannen und vergleichen. Das erfordert schon einen gewissen Aufwand.
    Wie viel Zeit brauchen die Plagiatsjäger, um eine Fälschung zu entlarven?
    Ein Mann mit dem Pseudonym Robert Schmidt hat es als Antiplagiatsdesperado zu zweifelhafter Berühmtheit gebracht. Er hatte sich schon in die Doktorarbeiten von Norbert Lammert und Annette Schavan verbissen. Jetzt ist er mit an der Promotion von Franziska Giffey dran. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung hat er gesagt, diese Arbeit habe ihn bisher schätzungsweise 500 Stunden gekostet."

13. Februar 2019Bearbeiten

  • Berliner Morgenpost: Nach Plagiats-Vorwürfen: Stresstest für Franziska Giffey (Tim Braune) "Einer der Wissenschaftler, die sich bei VroniPlag Giffeys Arbeit angeschaut haben, ist „Robert Schmidt“. Es ist nicht sein echter Name. Dass Plagiatsjäger sich hinter Pseudonymen verbergen, wirkt absonderlich. [...]
    Wer aber im elitären Wissenschaftsbetrieb öffentlich mit dem Finger auf andere zeigt, für den kann die eigene Karriere schnell vorbei sein. Der „Süddeutschen Zeitung“ übermittelte Schmidt, Giffey habe mindestens fünf Quellen verwendet, ohne diese im Literaturverzeichnis anzugeben.
    Außerdem sei an einigen Stellen willkürlich aus anderen Texten zitiert worden. Aufklärung kann nur die FU schaffen. Das wird dauern. Die kommenden Wochen werden für Franziska Giffey ein Stresstest."
  • Die Zeit: Die Geprüfte (Anna-Lena Scholz und Martin Spiewak) [€] "Die anonymen Plagiatsprüfer auf Vroniplag sind mitnichten die Denunzianten, als die sie in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Fleißig und akribisch übernehmen sie jene Prüfungen, die viele Universitäten nicht wollen. Auch der häufige Vorwurf, dass die Aktivisten es besonders auf Politiker abgesehen hätten, lässt sich nicht belegen. Bei nur 16 der 204 öffentlich dokumentierten Fälle handelt es sich um Promotionen von Politikern; sie stammen zudem aus dem ganzen Parteienspektrum (mit einer Häufung von FDP-Vertretern). Der Rest betrifft weitgehend unbekannte Titelträger, viele davon aus der Medizin.
    Insgesamt wurde nach Vroniplag-Recherchen 84-mal der akademische Grad aberkannt."
  • Tagesspiegel: Plagiatsverdacht. Giffeys Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel (Stephan-Andreas Casdorff) "Giffey ist sich keiner Schuld bewusst. Sie sagt: „Ich habe diese Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben.“ Hat sie doch die zurückliegenden zehn Jahre in der Überzeugung gelebt und gearbeitet, diese Doktorarbeit korrekt verfasst zu haben. Da ist doch dieser starke empirische Anteil, lauter Interviews mit Neuköllnern darüber, wie EU-Politik bei ihnen ankommt! Das kann jeder sehen. Die Auswertung der Interviews ist Teil ihrer Arbeit. Nun muss die FU entscheiden. Giffey wartet – und muss mit jeder Entscheidung leben."

12. Februar 2019Bearbeiten

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung (S. 8): Wieder ein Plagiatsverdacht. Familienministerin Giffey hat die FU in Berlin um Überprüfung ihrer Dissertation gebeten (Heike Schmoll) "Die Internetplattform Vroniplag hat auf 49 der insgesamt 205 Seiten von Giffeys Dissertation Mängel gefunden, die in der Qualität am ehesten mit denen in der Dissertation Schavans vergleichbar sind. [...] So nannte der Berliner Rechtswissenschaftler der Humboldt-Universität Gerhard Dannemann Giffeys Zitierfehler als 'gefährlichste Art des Plagiats', weil sie ähnlich wie Schavan Sekundärquellen verwendet, aber nicht diese, sondern die darin genannten Primärquellen angibt und damit den Eindruck erweckt, sie habe diese gelesen. Durch dieses zeitsparende Verfahren werden fehlerhafte Zitationen aus der Sekundärliteratur ungeprüft übernommen. Falsche Zitate setzen sich so in der Wissenschaftsgeschichte fort. [...] Wissenschaftliches Fehlverhalten fange im Kleinen an, auch 'zwei Sätze hier, einen Absatz dort' abzuschreiben genüge, gibt Dannemann zu bedenken. [...] Die FU hat dieser Zeitung gegenüber darauf hingewiesen, dass eine Einschätzung über die Dauer des Prüfverfahrens, das nach Paragraph 34 (Entzug von Hochschulgraden) des Berliner Hochschulgesetzes eingeleitet wird, nicht möglich ist. Noch stehen nach Auskunft der FU nicht einmal die Mitglieder des Prüfgremiums fest."
  • Der Tagesspiegel: Abschreiben leicht gemacht. Plagiate in der Wissenschaft (Amory Burchard, Anja Kühne) "VroniPlag Wiki wird immer wieder vorgeworfen, besonders gegen Politikerinnen und Politiker vorzugehen. Dagegen haben sich die Plagiatsexperten wiederholt gewehrt. Es gehe um saubere Wissenschaft und nicht um eine politisch motivierte Jagd nach Plagiaten. 'Es sind die Medien, die die Politikerfälle besonders hervorheben', sagt Debora Weber-Wulff, Mitwirkende beim VroniPlag Wiki und Informatikprofessorin an der HTW Berlin. [...] Weber-Wulff sieht Plagiate als ein 'systemimmanentes Problem', solange die Zahl der Promotionen und Publikationen pro Professor als Karriere- und Rankingkriterien zählen. [...] [Weber-Wulff:] 'Es wird weiterhin wenig aufgedeckt und aberkannt, es werden oft trotz massiver Plagiate nur Rügen erteilt.'"
  • Der Tagesspiegel: Plagiatsexperte im Interview. Warum Plagiate nicht auffallen (Interview: Anja Kühne) Volker Rieble, Jura-Professor und Plagiatsexperte, wirft Professoren "Unlust" vor, Verdachtsfälle aufzudecken. Wer sein Gebiet kenne, erkenne auch ein Plagiat.
    "Also geht die Promotion den Bach runter?
    Haben Sie sich die Dissertation von Frau Giffey mal angeguckt? Es ist doch völlig wurscht, ob ein Text dieser Nullqualität nun auch noch abgeschrieben ist oder nicht. Der Dr. ist sowieso entwertet in diesem Fach. Wenn sich das rumspricht, lassen die Leute es bleiben."
  • ZEIT Campus: "Plagiate passieren nicht nur einfach" (Interview: Constanze Kainz) Wo liegt die Grenze zwischen gerade noch zulässigen Fehlern und Betrug? Ein Gespräch mit dem Juraprofessor Stephan Rixen [...]
    "ZEIT Campus ONLINE: Dafür kann jeder in seiner Freizeit nach Plagiaten suchen und die öffentlich machen, zum Beispiel auf VroniPlag. [...] Was halten Sie von dieser Plattform?
    Rixen: Es ist gut, dass wir solche Plattformen haben. Jede Organisation neigt dazu – und das gilt auch für die Wissenschaft – mit der Zeit ein bisschen zu erstarren, nicht mehr zu jeder Zeit sensibel zu sein für Probleme. Deshalb ist es, glaube ich, gut, dass wir von außen solche Impulse bekommen. [...] Die Portale sind zweifellos wichtig."

11. Februar 2019Bearbeiten

  • Der Tagesspiegel: Dissertation: Doktorarbeiten ohne Scham untersuchen (Anja Kühne) "[...] Aber eine Mehrheit der Fachbereiche geht Hinweisen nicht nach, selbst wenn diese erdrückend scheinen – sofern es sich nicht um Dissertationen prominenter Politiker handelt. Oder dem Promovierten wird bloß eine 'Rüge' erteilt. [...] Dissertationen sind ein Stück Wissenschaft. Das Wesen der Wissenschaft besteht darin, dass bei der Suche nach Erkenntnissen methodischen Standards gefolgt werden muss. Damit Ergebnisse diskutiert werden können, muss zu jedem Zeitpunkt nachvollziehbar sein, wie es zu den Aussagen gekommen ist und wer spricht. Erklären Wissenschaftler Täuschungen in einer Dissertation zu Bagatellen, machen sie Wissenschaft zu Esoterik."
  • radioeins rbb: Plagiatsvorwürfe gegen Bundesfamilienministerin "In einer Doktorarbeit muss eine Autorin oder ein Autor unter Beweis stellen, dass sie oder er das wissenschaftliche Handwerk beherrscht. Dazu zählt auch, dass man alle Hilfsmittel bzw. fremde Texte, derer man sich bedient, angibt. [...] Wir sprechen darüber mit Prof. Dr. Gerhard Dannemann, Berliner Jura-Professor und Mitarbeiter von VroniPlag [...]"
  • Süddeutsche Zeitung (Nr. 35, S. 5): Verdacht auf Seite 85f.: Plagiatejäger erläutert seine Beweggründe im Fall Giffey (Paul Munzinger, Roland Preuß) "[...] Nach einem Hinweis im vergangenen März habe er sich die Arbeit dann genauer vorgenommen, schreibt Schmidt.
    Er halte es für 'wahrscheinlich', dass der heutigen Bundesfamilienministerin Giffey der Doktorgrad aberkannt werde. 'Die Menge an Plagiaten für sich betrachtet würde dafür schon ausreichen', so Schmidt. Hinzu kämen aber die 'zahlreichen willkürlichen Referenzierungen, die durch schludriges Arbeiten allein nicht zu erklären sind'. Damit meint Schmidt Quellenangaben in der Arbeit, die bestimmte Aussagen belegen sollen, – etwa, dass ein Autor eine bestimmte These vertritt –, dies an der genannten Literaturstelle aber gar nicht zu finden ist. Er sehe deshalb nicht, 'wie diese Arbeit zu halten wäre'."

10. Februar 2019Bearbeiten

  • Süddeutsche Zeitung: Plagiatsvorwürfe gegen Ministerin: Der Fall Giffey ist eine Reifeprüfung für die Wissenschaft (Roland Preuß) "Wie bei vielen anderen Plagiatsfällen wirkt auch bei Franziska Giffey einiges recht kleinlich, was nun diskutiert wird. Mal hat sie hier eine Formulierung übernommen, ohne zu zitieren, mal da einige Halbsätze und fehlerhafte Fußnoten. Aber das ist offenbar nicht alles. Kann man es einer Dr. rer. pol. durchgehen lassen, wenn sie Passagen aus Wikipedia als Wissenschaftstext ausgibt, ohne dies zu kennzeichnen? Wenn sie fast eine Seite eines anderen Autors aus dem Englischen übersetzt, ohne das offenzulegen? Und was ist mit den zahlreichen Verweisen auf Quellen, die offenbar erfunden sind?"
  • Süddeutsche Zeitung: Doktorarbeit von Franziska Giffey: "Das ist eindeutig wissenschaftliches Fehlverhalten" (Interview von Roland Preuß mit Robert Schmidt) "Wie schwer ist das Fehlverhalten im Vergleich zu anderen bekannten Fällen wie Schavan oder dem niedersächsischen CDU-Politiker Bernd Althusmann?
    Mit dem Fall Althusmann habe ich mich nie näher befasst. Rein vom Umfang der Plagiate her ist der Fall Giffey mit dem Fall Schavan vergleichbar. Aufgrund der willkürlichen Referenzierungen wiegt das Fehlverhalten aber schwerer als bei Frau Schavan, die 'nur' abgeschrieben hat. Frau Giffey führt die Leser jedoch nicht nur in Bezug auf die Urheberschaft des Textes selbst in die Irre, sondern an vielen Stellen auch darüber, welcher Autor was gesagt hat. Griffig könnte man Teile der Arbeit als 'fake science' bezeichnen."
  • Tagesspiegel: Wie gefährlich können die Plagiatsvorwürfe für Franziska Giffey werden? (Amory Burchard und Claudia von Salzen) "Zu Quellen, die Giffey an keiner Stelle ihrer Arbeit erwähne, gehören laut VroniPlag ein Wikipedia-Eintrag über 'Deliberative Demokratie' und ein Dokument aus dem Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments. Zudem werfen die Plagiatsjäger Giffey 'willkürliche Referenzierungen' vor. In mindestens 68 Fällen gebe sie als Nachweis ihrer Aussagen Quellen an, 'die dem Anschein nach willkürlich gewählt sind oder mit denen sich diese (so) nicht belegen lassen'. Dies erwecke den 'Verdacht einer bewusst irreführenden, wider besseren Wissens erfolgten Angabe unzutreffender Quellen'. [...] Plagiatsjäger 'Robert Schmidt' vergleicht Giffeys Vorgehen mit dem von Annette Schavan, die ihren Doktortitel an der Universität Düsseldorf verlor und deshalb als Bildungsministerin zurücktreten musste."

9. Februar 2019Bearbeiten

8. Februar 2019Bearbeiten

  • SPIEGEL ONLINE: Plagiatsverdacht gegen Familienministerin. Hochschule soll Giffeys Dissertation prüfen "Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) ist nach SPIEGEL-Recherchen wegen ihrer Dissertation aus dem Jahr 2009 ins Visier von Plagiatsjägern geraten: Auf der Website VroniPlag Wiki wird das Werk derzeit unter dem Kürzel 'Dcl' auf mögliche Mängel untersucht. Bisher wollen die Vroni-Plag-Rechercheure auf 49 von über 200 Seiten problematische Zeilen ausgemacht haben."
  • FAZ.NET: Plagiatsvorwürfe gegen Giffey: Ein Verdacht ist schnell in der Luft (Jochen Zenthöfer) "Giffey ist ins Visier des 'Spiegel' geraten, der nicht abwarten konnte, bis die Plagiatsprüfung zuerst zu Ende geführt wird.
    Denn die Vorwürfe waren schon früher bekannt. Publiziert haben wir sie trotzdem nicht: Denn die Dokumentation der Rechercheplattform 'VroniPlag Wiki' ist nicht abgeschlossen, insbesondere fehlt die Überprüfung im Rahmen der Qualitätssicherung. 'Erst nach vollständiger Sichtung wird entschieden, ob die Dokumentation im Vroni Plag Wiki mit Nennung der Autorin veröffentlicht und die Universität darüber informiert wird', sagt Mitinitiator Gerhard Dannemann von der Berliner Humboldt-Universität. [...] 'Mir erscheint es sinnvoll, den Abschluss der Dokumentation abzuwarten, anstatt schon aus den vorhandenen Teilen Schlüsse zu ziehen', ergänzt der Wissenschaftler."
  • Süddeutsche Zeitung: Mögliches Plagiat: FU Berlin prüft Doktorarbeit von Ministerin Giffey (Paul Munzinger und Roland Preuß) "Im Fall von Franziska Giffey, deren Arbeit auf VroniPlag ohne Namensnennung untersucht wird, geht es zum Beispiel um Seite 66. Dort beschäftigt sich die Autorin mit dem sogenannten deliberativen Demokratiemodell und verweist dabei unter anderem auf das 1992 erschienene Buch 'Faktizität und Geltung' von Jürgen Habermas. Laut Vroniplag finden sich mehrere von Giffey verwendete Formulierungen nicht bei Habermas, dafür aber bei Wikipedia, das als Quelle jedoch nicht genannt ist. Von Wikipedia habe Giffey auch einen Fehler im Untertitel des Buches übernommen."
  • Tagesspiegel: Plagiatsverdacht: "VroniPlag Wiki" prüft Dissertation von Franziska Giffey (Tilmann Warnecke) "Dannemann ist bei 'VroniPlag Wiki' aktiv. Die Arbeit wird dort bisher anonym unter dem Kürzel 'dcl' geprüft. Die Wiki-Akteure seien daher über die frühe Berichterstattung 'nicht allzu glücklich'. [...] Mitarbeiter von 'VroniPlag Wiki' würden sich seit einem halben Jahr mit der Arbeit beschäftigen, sagte Dannemann.
    Aus der anonymen Wiki-Dokumentation geht hervor, dass an den laut der Akteure bereits gesicherten Stellen manchmal die Originalquelle ganz fehle. In anderen gesicherten Passagen will 'Vroniplag Wiki' so genannte Bauernopfer erkennen: Stellen, an den zwar die Quelle genannt wird, aber unklar bleibt, in welchem Umfang der Originaltext übernommen wird."
  • Tagesschau: Doktorarbeit wird geprüft: Plagiatsvorwürfe gegen Giffey "Nach Angaben von Gerhard Dannemann, einem Juraprofessor und Vroniplag-Akteur, müssen jedoch viele Beanstandungen noch unabhängig geprüft werden. Bei Vroniplag gelte das Vieraugenprinzip. Nach Angaben des 'Spiegel' warnte er daher vor voreiligen Schlüssen. Zugleich betonte er demnach aber auch, es sei nach seinem eigenen Eindruck ein 'ernst zu nehmender Fall'. Er habe 'kleine Teile' der Arbeit selbst mit gesichtet."
  • Deutschlandfunk: Plagiatsvorwürfe gegen Franziska Giffey (Claudia van Laak) "Die öffentliche Prüf-Plattform VroniPlag führt die Dissertation von Franziska Giffey unter dem Kürzel „Dcl“. In mindestens 68 Fällen habe sich herausgestellt, dass die Verfasserin als Nachweis Quellen angäbe, die willkürlich gewählt seien oder mit denen sich die von ihr getätigten Aussagen so nicht belegen ließen, ist dort zu lesen. Und weiter: Zitat: 'Die Häufigkeit dieser Vorkommen begründet die Vermutung wissenschaftlichen Fehlverhaltens.' Vroniplag hatte in den letzten Jahren viele Dissertationen von Prominenten untersucht. Daraufhin hatten die entsprechenden Universitäten offizielle Prüfungen eingeleitet. Unter anderen Ex-Bundesverteidigungsminister Theodor zu Guttenberg und Ex-Bundesbildungsministerin Annette Schavan waren betroffen. [sic] Sie gaben ihre Doktortitel freiwillig ab beziehungsweise er wurde ihnen entzogen."
  • Ostthüringer Zeitung: Doktorarbeit von Franziska Giffey unter Plagiatsverdacht (red) "Dannemann hat sich aber noch kein abschließendes Urteil gebildet – und warnte vor voreiligen Schlüssen. Etwa hundert weitere Stellen, die einer der VroniPlag-Aktivisten beanstandet hat, müssten noch nach dem Vier-Augen-Prinzip geprüft werden."

2. Februar 2019Bearbeiten

  • Campus Mainz: Plagiatsvorwurf: Mainzer Professorin verliert Doktortitel "Einer Professorin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) wurde der Doktortitel entzogen. Sie soll Teile ihrer Promotionsarbeit plagiiert haben. Gegen die Entscheidung hat sie nun in Berlin Klage eingereicht."

19. Januar 2019Bearbeiten

  • FAZ.NET: Wegen Plagiats entzogen: Mainzer Professorin kämpft um Doktortitel (Jochen Zenthöfer) "Die Mainzer Professorin für Soziologie, Marina Hennig, kämpft um ihren Doktortitel. Andernfalls drohten ihr akademische Konsequenzen und ein Verlust von Pensionsansprüchen, wie Recherchen von FAZ.NET ergeben haben. [...] Vor wenigen Wochen hat sich das Präsidium der HU nach einem vorangegangenen Prüfungsverfahren durch die Promotionskommission der zuständigen Fakultät dazu entschlossen, Hennig den verliehenen Doktorgrad zu entziehen. [...] Die Analyse von VPW lag der Promotionskommission bei ihrer Entscheidung vor. [...] Hennig selbst hat sich auf unsere Anfrage hin nicht geäußert. [...] VPW wirft der Professorin auch Plagiate in ihrer Habilitationsschrift vor. [...] Hennig wäre damit eine von bisher erst zwei in der deutschen Wissenschaftsgeschichte bekannten Professoren mit einem 'Doppelplagiat', mithin beträchtlichen Täuschungen in beiden Qualifikationsschriften."
  • Merkurist Mainz: Doktortitel entzogen - Mainzer Professorin klagt vor Verwaltungsgericht (Ralf Keinath) "[Sie] hat 1999 an der HU zu dem Thema „Wandel von Einstellungen und Werten unter dem Aspekt des Autoritarismus deutscher Eltern im Zeitvergleich“ promoviert. In der Arbeit hatte die Rechercheplattform VroniPlag (VPW) Plagiate auf 43,5 Prozent der Seiten gefunden."

17. Januar 2019Bearbeiten

  • zm online: Zahnärztinnen wird Doktortitel aberkannt (Frank Biermann) "Zwar ist noch kein Urteil verkündet worden, der Vorsitzende Richter ließ aber in der mündlichen Verhandlung keinen Zweifel daran, wie die Entscheidung ausfallen wird. Beide Klagen werden demnach zurückgewiesen, eine Revision nicht zugelassen, resümierte der Richter, dazu sei die Rechtslage zu eindeutig. [...] Beide Frauen ließen sich in einem verbundenen Verfahren durch denselben Anwalt vertreten. Dieser versuchte dem betreuenden Doktorvater die Schuld für die verkorkste Dissertationen, die beide mit magna cum laude bewertet worden waren, zu geben. Seine Mandantinnen seien von diesem angewiesen worden, Formulierungen aus dessen Habilitationsschrift zu verwenden. [...] Es ist nicht das erste Verfahren dieser Art vor dem Verwaltungsgericht Münster, in bislang allen Fällen ist es beim Titelentzug geblieben, eine Revisionsverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht NRW in Münster war ebenfalls erfolglos geblieben."

16. Januar 2019Bearbeiten

15. Januar 2019Bearbeiten

  • WDR, Westfalen-Lippe: Klage gegen Doktortitel-Entzug in Münster erfolglos "Vom Gericht gab es dazu eine deutliche Einordnung: die Doktorarbeiten der beiden Zahnärztinnen enthielten keine eigenständige wissenschaftliche Leistung, so der Richter. [...] Die eine Arbeit ist 21 Seiten lang, davon sind nach Uni-Erkenntnissen 17 Seiten zusammenkopiert. Die andere Arbeit hat 40 Seiten, 19 davon seien von anderen Arbeiten abgeschrieben. [...] Die beiden Zahnärztinnen halten die Reaktion der Uni Münster für überzogen. Wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeiten sei eigenständige Forschung. Ihrer Meinung nach sei es keine Täuschung, wenn die wissenschaftliche Zitierweise zum Teil vernachlässigt worden sei."
  • WDR, Lokalzeit Münsterland: Klagen gegen Aberkennung von Doktortiteln [Video bis 21.1.2019 verfügbar] "[...] Auf diese 'besonders gut' beurteilte Arbeit hatte VroniPlag die Uni Münster aufmerksam gemacht. Eine Gutachterkommission der Uni musste den eindeutigen Vorwürfen schließlich nachgehen. [Norbert Robers, Pressesprecher Uni Münster:] 'Von Dankbarkeit würde ich jetzt nicht unbedingt sprechen. Aber wir haben diese Fälle bzw. diese Hinweise sehr ernstgenommen, sind ihnen nachgegangen. Insofern: Wir haben, glaube ich, gute Mechanismen, um auch tatsächliche Plagiate zu entdecken. Aber ich will gar nicht in Abrede stellen, dass da vielleicht noch die eine oder andere Lücke ist, auf die VroniPlag uns unter anderem jetzt auch hingewiesen hat.' Täuschungsversuchen will die Uni jetzt schneller auf die Spur kommen."
  • Westfälische Nachrichten: Heilsamer Prozess (Kommentar) (Karin Völker) "Das am Dienstag ergangenen Urteil des Verwaltungsgerichts im Streit über Plagiate lässt nichts an Eindeutigkeit offen. Wer den Doktortitel rechtmäßig führen will, muss in eigener Verantwortung die Anforderungen der Promotionsordnung befolgen. [...] Wer 'Copy and Paste' beim wissenschaftlichen Arbeiten billigt, erschüttert auch die Glaubwürdigkeit von Wissenschaft."
  • Westfälische Nachrichten: Verwaltungsgericht entscheidet in zwei Plagiatsverfahren: Doktortitel werden gestrichen (Karin Völker) "Der Richter bekräftigte am Dienstag die Entscheidung der medizinischen Fakultät, den beiden Zahnärztinnen die Doktortitel abzuerkennen. Sie hätten keine eigenständige wissenschaftliche Arbeit erbracht und die Fakultät bei der Vorlage ihrer Dissertation getäuscht. [...] 'Beide Promovendinnen haben erklärt, eigenständig gearbeitet zu haben', betonte der Richter – da helfe es ihnen nicht, wenn sie sich bei der Arbeit an den Rat ihrer betreuenden Professoren gehalten hätten. [...] Die beiden Zahnärztinnen, die nun nach dem Urteil des Gerichts ihre Titel abgeben sollen, hatten ihre Promotionen jeweils mit der Note 'Magna cum laude', also mit 'sehr gut', abgeschlossen, die Doktorväter lobten ihre Arbeiten in den höchsten Tönen, wie der Anwalt der Klägerinnen vor Gericht darlegte. Er kündigte an, Rechtsmittel beim Oberverwaltungsgericht einzulegen. [...]
    Plagiatsverfahren an der Universität Münster
    23 an der medizinischen Fakultät verfasste Doktorarbeiten waren 2014 nach der Analyse der Internetplattform 'Vroniplag Wiki' in Plagiatsverdacht geraten. In acht Fällen, darunter die beiden jetzt am Verwaltungsgericht verhandelten, entschied die an der Fakultät gebildete Kommission, den betreffenden Verfassern die Doktortitel abzuerkennen. [...]"

14. Januar 2019Bearbeiten

  • Westfälische Nachrichten: Plagiatsverdacht in Münster: Zahnärztinnen wollen Doktortitel behalten (Karin Völker) "Nachdem Mitarbeiter der Internetplattform 'VroniPlag Wiki' die Medizinische Fakultät im Jahr 2014 darauf hingewiesen hatten, dass die Dissertationen der Klägerinnen zum Teil 'zusammenkopiert' seien. Eine Untersuchungskommission der Fakultät hatte festgestellt, dass große Teile der Dissertationen Entsprechungen in anderen, früher erschienenen Veröffentlichungen aufwiesen. [...] Die beiden Zahnärztinnen behaupten dementgegen, dass ihre Arbeiten im Wesentlichen auf eigenständigen Forschungsarbeiten im Labor beruhten, so das Verwaltungsgericht. Die partielle Vernachlässigung der wissenschaftlichen Zitierweise stelle keine Täuschungshandlung dar."

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