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Dieser Pressespiegel enthält Pressemeldungen (Print/Online), TV- und Radiosendungen mit deutlichem Bezug zum VroniPlag Wiki und/oder seinen bearbeiteten Fällen. Dieser Hinweis sollte vor einem Eintrag unbedingt zur Kenntnis genommen werden. Ältere Meldungen finden sich im Archiv.

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9. Februar 2018Bearbeiten

  • Deutschlandfunk: "Man kann die Verantwortung nicht an Software abgeben". Plagiate an deutschen Universitäten (Debora Weber-Wulff im Gespräch mit Stephanie Gebert) (Audio, mp3) "Deutsche Universitäten tun sich nach wie vor schwer damit, Fälschungen in Forschungsarbeiten konsequent aufzudecken und zu ahnden, meint Debora Weber-Wulff, die für die Plattform 'VroniPlag' nach Plagiaten sucht. [...]
    Weber-Wulff: Ich habe nichts zu fordern, ich bin Forscherin, aber wenn die Hochschulen tatsächlich damit klarkommen wollen mit diesem Problem, müssen sie in der Tat aufstocken und vor allem wirklich aktiv werden. Es kann nicht sein, wie mal passiert ist, dass die Ombudsperson von einer Hochschule bei VroniPlag Wiki nachfragt, ob es möglich ist, dass VroniPlag Wiki einen Fall für ihn dokumentieren kann, weil er nur ehrenamtlich tätig ist, und er hat gar keine Mitarbeiter. [...]
    Gebert: Das heißt, es gibt eigentlich klare Regeln, die sind aber Auslegungssache?
    Weber-Wulff: Es gibt klare Regeln, die sind Auslegungssache, und vor allem, viele von den Hochschulen kennen ihre eigenen Regeln nicht. Das heißt, es gibt sogar juristische Fakultäten von Exzellenzuniversitäten, die vor Gericht baden gehen, weil sie ihre eigenen Verfahren nicht korrekt anwenden können."

8. Februar 2018 Bearbeiten

  • tagesspiegel.de: Plagiate in der Wissenschaft: Zu viel Teamarbeit im Medizin-Labor (Hermann Horstkotte) "'Aufgrund umfänglicher Textübereinstimmungen' zwischen einer preisgekrönten Doktorarbeit und einer Habilitationsschrift für die Hochschullehrerprüfung hat der Promotionsausschuss der Mediziner in Freiburg wieder einmal 'wissenschaftliches Fehlverhalten' festgestellt. Derzeit dokumentiert die Internetplattform Vroniplag Wiki entsprechende 'Plagiatsfundstellen' auf 62 von 71 Seiten der Dissertation [...]. Allerdings sieht sich die Uni-Kommission 'außerstande nachzuweisen, von welcher Seite das Fehlverhalten begangen wurde'. Das Verfahren wurde 'eingestellt', also ergebnislos abgebrochen – und zwar ohne öffentliche Information schon Ende 2016."

2. Februar 2018Bearbeiten

  • Fuldaer Zeitung.de: Gericht berät über Dippels Doktortitel (Volker Nies) "Der frühere Fuldaer Bürgermeister und aktuelle Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel (CDU) klagt gegen die Entscheidung der Universität Kassel, ihm den Doktortitel abzuerkennen. Im Mai verhandelt das Verwaltungsgericht Kassel darüber. [...] Das Gericht teilte gestern mit, dass ihre vierte Kammer am Dienstag, 29. Mai, über den Fall öffentlich verhandeln wird. Ob ein einziger Verhandlungstag ausreicht, wird sich dann zeigen. [...] Ein anonymes Schreiben kurz nach Dippels Berufung zum Sozial-Staatssekretär im Januar 2014 hatte die Untersuchung ausgelöst."
  • Osthessen News: Verwaltungsgericht verhandelt Ende Mai wegen Wolfgang Dippels Doktortitel (Carla Ihle-Becker) "Die Vorwürfe lauteten, dass eine bereits existierende Doktorarbeit einer anderen Promovendin über eine andere Gemeinde quasi kopiert und mit den Daten von Breuna als eigene wissenschaftliche Arbeit ausgegeben worden waren. [...] Dippel hatte die Plagiatsvorwürfe stets bestritten und die Universität Kassel selbst um eine Überprüfung des Sachverhalts gebeten. [...] Das Ergebnis dieser Untersuchung war im Februar 2015 schließlich die Aberkennung des Titels: 'Der Promotionsausschuss begründet diese Entscheidung damit, dass nach sorgfältiger Ermittlung der Aktenlage unter Berücksichtigung der Anhörungen - schriftlich und mündlich - der Vorwurf des Plagiats vom Promotionsausschuss als gerechtfertigt zu bezeichnen ist', teilte die Hochschule zur Begründung mit."

23. Januar 2018Bearbeiten

  • PULS (Bayerischer Rundfunk): Warum vielen Unis ihr Image wichtiger ist als die Wissenschaft (Johanna Siegemund) "194 Plagiate sammeln sich auf der Plattform VroniPlag Wiki. [...] Aber nur in 57 Fällen wurde der verliehene Doktortitel auch tatsächlich wieder aberkannt. Das zeigt, dass die Fakultäten sehr unterschiedlich mit solchen Fällen umgehen, erzählt Prof. Dr. Gerhard Dannemann von VroniPlag Wiki: 'Es hat nichts damit zu tun, wie schwer die Fälle oder das wissenschaftliche Fehlverhalten war. Sondern es hat was damit zu tun, welche Leute da vor Ort sitzen und wie sie mit den Regeln umgehen. Das ist schon eine gewisse Lotterie.' [...] Im schlimmsten Fall darf der Doktortitel sogar behalten werden, obwohl der Betrug nachgewiesen wurde. Das ist für die Wissenschaft sehr gefährlich."

21. Januar 2018Bearbeiten

  • Telepolis: Plagiats-Jägerin: Kaum Fortschritte im Kampf gegen Ideen-Klau bei Doktorarbeiten (dpa / hag) "Rund fünf Jahre nach dem Rücktritt der früheren Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) wegen einer abgekupferten Doktorarbeit werfen Plagiatsjäger den Universitäten Untätigkeit vor. 'An vielen Hochschulen hat sich seit den Vorfällen um die prominenten Politiker kaum etwas geändert', kritisiert Debora Weber-Wulff von der Webseite VroniPlag Wiki. [...] Nach wie vor gebe es keine Statistik, wie viele Doktortitel pro Jahr wegen Plagiaten aberkannt würden, kritisierte Weber-Wulff [...]. Das bestätigt Matthias Jaroch vom Deutschen Hochschulverband. [...] Nicht einheitlich geregelt ist bisher auch, was nach dem Entzug einer Doktorarbeit mit den in den Bibliotheken stehenden Dissertationen passiert. 'Manche nehmen die Publikation ganz aus der Bibliothek, andere machen gar nichts, dritte schreiben vorne in die Arbeit, dass sie in Teilen ein Plagiat ist', erklärte Weber-Wulff."

9. Januar 2018 Bearbeiten

  • Legal Tribune Online: Ent­schuld­bare Übe­r­ein­stim­mungen. Zum Umgang der LMU mit Wissenschaftsplagiat (Hermann Horstkotte) "Auch die Max-Planck-Gesellschaft, Deutschlands Nobelpreis-Schmiede und Kecks Arbeitgeber, freut sich, 'dass es nun endlich Klarheit in der Sache gibt', wie die Sprecherin auf LTO-Anfrage mitteilte. Getrübt wird dieser Eindruck allerdings durch eine Plagiats-Dokumentation auf der Internetplattform Vroniplag Wiki, die nahezu jede zweite Seite von Kecks Werk unangefochten brandmarkt. [...] Der derzeitige Erkenntnisstand ist offenbar ein kommunikatives Desaster, jedenfalls im Vergleich mit anderen Fällen: [...] Auf Nachfrage von LTO antwortet der Münchener Kommissionsvorsitzende, Rechtsprofessor Ansgar Ohly: [...] Im Falle Keck sprechen [..] laut Ohly die 'Persönlichkeitsinteressen des Beschuldigten dagegen, alle Details der Geschehnisse vor rund 15 Jahren offenzulegen. Genau das müsste hier geschehen, denn die Entscheidung ist aufgrund der Einzelheiten des Falls gefallen.' Diese 'Details der Geschehnisse' sollen plagiatsverdächtige 'textliche Übereinstimmungen' und 'das Fehlen von Zitaten', wovon Ohly selber spricht, anscheinend verständlich und entschuldbar machen. [...] Im Endeffekt jedenfalls führt der Datenschutz für den möglichen Plagiator zum Täterschutz statt zum Opferschutz für den betrogenen Leser."

14. Dezember 2017Bearbeiten

  • Tagesspiegel (S. 29): Plagiat mit gutem Gewissen. Die LMU München stellt ein Plagiatsverfahren ein - trotz vieler Fundstellen (Hermann Horstkotte) "Das Untersuchungsergebnis der LMU steht vordergründig im Kontrast zu 'Plagiatsfundstellen', die die Internetplattform Vroniplag Wiki bisher auf 73 von 174 Seiten der Prüfschrift aufführt, darunter 43 Seiten mit mehr als drei Viertel 'Plagiatstext'. Beide Ansichten schließen einander nicht unbedingt aus. Das Wiki will Tatsachen dokumentieren, während die LMU-Kommission solche nach ihren eigenen Kriterien bewertet. [...] Der Rechtsprofessor und Wiki-Mitarbeiter Gerhard Dannemann kritisiert die LMU für ihr Vorgehen: Sie nehme nach außen allein die 'subjektive' Seite der Plagiatssache in den Blick, mache Keck im Ergebnis keinen persönlichen Schuldvorwurf - ohne sich über die bewerteten 'Plagiatsfundstellen' näher zu äußern."
  • Bayerisches Fernsehen (Kontrovers): Vorwürfe gegen Klinikchef. Unruhe am Max-Planck-Institut für Psychiatrie (BR Recherche, Gabriele Knetsch, Lisa Wreschniok), Update 14.12.2017 "Der Untersuchungsausschuss der Ludwig-Maximilians-Universität München hat in seiner Sitzung am 04.12.2017 das Verfahren gegen Prof. Martin Keck eingestellt. Zwar könne ihm der Vorwurf gemacht werden, gegen die Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis verstoßen zu haben, jedoch nicht nachgewiesen werden, dass er dies bewusst oder grob fahrlässig gemacht hätte. Weiter heißt es in einer Stellungnahme des Ausschusses gegenüber BR Recherche: 'Auch bei der gemeinschaftlichen Erarbeitung von Forschungsergebnissen, um die es hier ging, erscheint es dem Ausschuss erforderlich, dass die Beiträge aller beteiligten Wissenschaftler durch korrekte Zitate gekennzeichnet werden, was in diesem Fall nicht hinreichend geschehen ist.'"

12. Dezember 2017Bearbeiten

  • sueddeutsche.de: Mildes Urteil (Christina Berndt) "Nun teilt die Pressestelle der Universität auf Nachfrage mit: 'Der Untersuchungsausschuss hat einen Verstoß gegen die Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis festgestellt.' Aber nach Prüfung der Ereignisse im Jahr 2003 und der individuellen Umstände, könne der Vorwurf grob fahrlässigen Verhaltens nicht erhoben werden.
    Der Beschluss sei einstimmig ergangen, heißt es. [...]
    [...] Auf insgesamt 72 Seiten der 174-seitigen Habilitation Kecks hat Vroniplag Übereinstimmungen entdeckt. 43 Seiten enthielten mehr als 75 Prozent Plagiatstext. Auch reklamierten Keck und ein Doktorand beide für sich, dieselbe Fragestellung "erstmalig untersucht" zu haben. Darüber hinaus, so Vroniplag, gebe der Verfasser in mindestens elf Fällen Quellen an, in denen sich nicht die proklamierten Belege finden ließen."

15. November 2017Bearbeiten

9. November 2017Bearbeiten

  • Cicero: Einspruch gegen Schavan (Jochen Zenthöfer) "Als Journalist habe ich in den vergangenen Jahren oft über Plagiatsfälle und Plagiatsverdachte berichtet, zuletzt über Margarita Mathiopoulos, Ulrike Müßig, Marina Hennig und Charlotte Gaitanides. Ich habe mich in die Thematik eingearbeitet und verfolge die Tätigkeiten von 'Vroni Plag Wiki' – einer zivilgesellschaftlichen Gruppe, die sich für die Wissenschaft einsetzt. 'Wissenschaftliches Fehlverhalten verjährt nicht. Wissenschaft baut auf Vertrauen. Wer dieses missbraucht, muss mit Sanktionen rechnen, auch nach zwanzig oder dreißig Jahren', sagt VroniPlag Wiki-Mitarbeiterin Debora Weber-Wulff von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Sie hat recht. Plagiate sind keine Kavaliersdelikte. Sie sind extrem schädlich für die Wissenschaft und ein Schlag ins Gesicht jedes ehrlich arbeitenden Wissenschaftlers. Seit ich die elend langen Aberkennungsverfahren von akademischen Titeln an deutschen Hochschulen verfolge, weiß ich: Der Titel geht nur bei wirklich schweren Verfehlungen verlustig. Viele Fälle werden mit einer 'Rüge' beendet, die Titelträger dürfen den Titel behalten."

25. Oktober 2017Bearbeiten

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung: Nicht jeder Doktor muss Professor werden (Gerald Wagner) "Dass gleichzeitig die Zahl der Bestnoten in die Höhe schnelle und wissenschaftliche Standards erodierten, sehen die Akademien mit Sorge und nehmen es als Anlass, die Universitäten an ihre Pflicht zur Qualitätssicherung zur erinnern.
    Gibt es dafür wirklich einen Anlass? Die einschlägige Plattform VroniPlag listet bis heute 189 Untersuchungen von Dissertationen auf, die zu 57 Aberkennungen des Doktorgrades geführt haben."




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