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April 2013 Bearbeiten

  • Forschung & Lehre: Plagiatsfall Koch-Mehrin: Klage abgewiesen „Das Verwaltungsgericht Karlsruhe hat die Klage der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin wegen des Entzugs ihres Doktortitels abgewiesen. Eine ausführliche Begründung wird das Gericht laut Süddeutscher Zeitung in den kommenden Wochen vorlegen. In vorangegangenen Verhandlungen habe die Vorsitzende Richterin angedeutet, die von Koch-Mehrins Anwälten ins Spiel gebrachten Verfahrensfehler bei der Aberkennung seien nicht relevant.“

1. April 2013Bearbeiten

  • merkur-online.de: Verdächtige Textstellen auf 193 Seiten der Doktorarbeit „Eine Woche ist vergangenen, seit die Plagiatsvorwürfe gegen Landrat Jakob Kreidl (CSU) laut geworden sind. Eine Woche, in der die Internetfahnder von Vroniplag alles andere als untätig waren. Auf inzwischen 193 des knapp 300 Seiten umfassenden Textteils von Kreidls Doktorarbeit haben die ehrenamtlichen Mitarbeiter verdächtige Stellen entdeckt.“

3. April 2013Bearbeiten

  • Bild.de: Plagiats-Jäger setzen Kreidl unter Druck (dpa/lby) „Plagiats-Jäger im Internet haben eine Reihe neuer verdächtiger Textstellen in der Doktorarbeit des bayerischen Landkreis-Präsidenten Jakob Kreidl (CSU) gefunden. Laut der Internetseite Vroniplag, auf der die Dissertation des Politikers anonym untersucht wird, enthalten mehr als zwei Drittel der Seiten Zitate, die nicht ordnungsgemäß gekennzeichnet seien.“
  • OVB online: Doktor in Nöten (mik) „Die Universität der Bundeswehr hat eine Prüfung angekündigt. Kreidl will das Urteil akzeptieren. Möglich wäre auch, dass der Präsident der Landräte schon vorab seinen Doktortitel zurück gibt.“
  • Augsburger Allgemeine: Miesbachs Landrat Jakob Kreidl taucht ab (Till Hoffmann). „Die Internet-Plattform Vroniplag listet dezidiert auf, welchen Umfang die fremden wissenschaftlichen Federn einnehmen sollen, mit denen sich Kreidl angeblich schmückt. Bis gestern Morgen wurden demnach auf 195 von 286 Seiten der Dissertation Plagiatsfundstellen dokumentiert, was einem Plagiatsanteil von gut 68 Prozent aller Seiten entspricht.“


4. April 2013Bearbeiten

  • inform 01/2013 (Kundenmagazin der BKK vor Ort): Eine kurze Geschichte der moralischen Empörung (Rüdiger Fischer) „Plagiatoren jagen ist edel und gut und erfordert weder Pfeil noch Bogen, sondern lediglich eine Standardsoftware und ein bisschen Zeit. Für weniger ist das Gefühl moralischer Überlegenheit kaum zu bekommen. Und die Plagiatsjäger waren erfolgreich. Sie erwischten Silvana Koch-Mehrin, Jorgo Chatzimarkakis und Annette Schavan.“
  • Die ZEIT: Löcher, die die Welt verbessern (Alexander Schwabe) „WikiLeaks, VatiLeaks, Vroniplag und Offshore-Leaks – die Enthüllungen der Whistleblower bringen die Menschheit langsam aber sicher voran, kommentiert Alexander Schwabe. [...] Vroniplag und andere haben einen Teil der Schummler und Blender im akademischen Betrieb entlarvt. Die Plattform hat dazu beitragen, dass unlauter erworbene Doktortitel aberkannt wurden. Und es hat den kathartischen Effekt, dass wissenschaftliches Arbeiten wieder im Dienste von Forschung und Lehre steht statt in dem persönlicher Eitelkeit.“
  • Nürnberger Nachrichten: Für Kreidl wird es eng (pa) „Nach Angaben der Internetseite Vroniplag sind auf nahezu 90 der gut 280 Seiten weit über zwei Drittel des Textes oft wortwörtlich von drei Autoren übernommen. Keiner der drei wird aber im umfangreichen Literaturverzeichnis erwähnt. Insgesamt wurden offenbar bereits auf knapp 200 Seiten der Arbeit über den Kosovo-Konflikt Stellen identifiziert, die unter Plagiatsverdacht stehen.“
  • Tagesspiegel: Chatzimarkakis tritt nicht mehr an (Albrecht Meier) „In FDP-Parteikreisen hieß es, dass der Rückzug Chatzimarkakis’ mit Blick auf den Entzug von dessen Doktortitel, die Querelen in seinem saarländischen Landesverband und seine gelegentlich missverständliche Mittlerrolle zwischen Deutschen und Griechen nicht überraschend sei. Chatzimarkakis hatte nach Plagiatsvorwürfen 2011 seinen Doktortitel verloren.“
  • polit.ru: Как победить фабрики туфты () "Затем физик из ИТЭФа Андрей Ростовцев рассказал о том, как устроена борьба с лжедиссертациями в Германии, в частности с помощью системы VroniPlag. Он отметил, что это полностью волонтерский проект, который открыт для участия анонимных пользователей, там принципиально отсутствует возможность подкупа участников проекта и происходит двойная независимая проверка документов. Возможно, что подобную систему можно будет устроить и у нас." (Google Translate: Dann sprach ein Physiker an der ITEP Andrei Rostovtsev wie zu konstruieren kämpfen lzhedissertatsiyami in Deutschland, insbesondere mit Hilfe von VroniPlag. Er bemerkte, dass dies ganz ein Projekt von Freiwilligen, die offen für anonyme Benutzer ist, gibt es im wesentlichen keine Möglichkeit der Bestechung von Mitgliedern des Projekts und ist ein Dual unabhängige Überprüfung der Dokumente. Es ist möglich, dass ein solches System eingerichtet werden kann, und wir haben.)

5. April 2013Bearbeiten

  • Das Gelbe Blatt: Noch mehr abgeschrieben? „Vroniplag zeigt Textausschnitte von Kreidls Doktorarbeit und von Werken, aus denen er plagiiert haben soll, im direkten Vergleich. Hier ist zu sehen, dass englische Begriffe ins Deutsche übertragen und Zahlen ausgeschrieben wurden. Die Konsequenzen für Kreidl sind bislang kaum abzuschätzen. Ihm könnte nach der Überprüfung durch die Bundeswehr-Uni der Doktortitel entzogen werden.“

10. April 2013Bearbeiten

  • merkur-online.de: Plagiatsvorwürfe gegen Landrat: Übernahmen auf 219 Seiten „Die Prüfung von Jakob Kreidls Doktorarbeit seitens der Internetplattform Vroniplag hält an. Und glaubt man den Plagiatsfahndern, dann wird es eng für den Landrat. Auf inzwischen 219 Seiten des 286 Seiten zählenden Hauptteils der Dissertation haben die Vroniplag-Mitarbeiter mutmaßlich übernommene Passagen entdeckt.“

11. April 2013Bearbeiten

  • merkur-online.de: Plagiatsverdacht: Kreidl verzichtet auf Doktortitel. Die Erklärung im Wortlaut „Aufgrund der jetzt durch mich erfolgten kritischen Prüfung meiner Dissertation musste ich feststellen, dass mir bei meiner Arbeit bedauerlicher Weise eine Vielzahl an Fehlern unterlaufen ist. Nach den zu Recht strengen wissenschaftlichen Maßstäben habe ich zum Teil unkorrekt bzw. nicht vollständig zitiert und Quellenhinweise nicht in vollem Umfang aufgeführt. [...] Heute muss ich eingestehen, dass ich damals bei der Anfertigung der Doktorarbeit offenbar den Überblick verloren habe. [...] Ich habe deshalb gegenüber der Universität meinen Verzicht auf den mir verliehenen Doktorgrad erklärt.“
  • tz-online: Plagiatsverdacht: Kreidl verzichtet auf Doktortitel „Wegen meiner vielfältigen beruflichen Belastungen und meiner politischen sowie ehrenamtlichen Tätigkeiten bin ich bei der Erstellung der Arbeit in meiner knappen Freizeit nicht mit der notwendigen Gründlichkeit zu Werke gegangen. […] Heute muss ich eingestehen, dass ich damals bei der Anfertigung der Doktorarbeit offenbar den Überblick verloren habe. […] Unabhängig davon, was von der Universität der Bundeswehr in Neubiberg nun zu veranlassen ist, habe ich mich daher entschieden, bereits jetzt, vor einer Entscheidung der Universität, freiwillig auf den Doktortitel zu verzichten.“
  • Tegernseer Stimme: Landrat möchte weiter im Amt bleiben. Jakob Kreidl gibt Doktortitel zurück (Robin Schenkewitz) "„Nach eingehender Prüfung“ sei er zu der Überzeugung gelangt, dass „die Dissertation angesichts ihrer evidenten Schwächen auch meinen eigenen Wertmaßstäben nicht mehr genügt“. [...] In einer ersten Stellungnahme wies Kreidl die Vorwürfe damals jedoch zurück: „Ich bin davon überzeugt, dass ich während der gesamten Dissertation gründlich recherchiert und die Quellen entsprechend der Promotionsordnung angegeben habe.“ In der Zwischenzeit scheint der Landrat seine Meinung geändert zu haben. [...] Gleichzeitig weist Kreidl laut Aussage seines Sprechers Ernst Diekmann auch weiterhin eine Täuschungsabsicht zurück. „Aus Sicht des Landrates liegt keine bewusste Täuschung vor“, so Diekmann."
  • BR.de: Miesbacher Landrat verzichtet auf Doktortitel „Aufgedeckt hat die Plagiate die Internetplattform Vroniplag. So soll Kreidl auf rund 30 Seiten mindestens die Hälfte des Textes abgeschrieben und auf weiteren zwanzig Seiten möglicherweise zwei Drittel plagiiert haben. [...] Kreidl selbst hatte zunächst in einer schriftlichen Erklärung, die dem Bayerischen Rundfunk vorliegt, die Vorwürfe abgestritten [...] Gleichzeitig reichte er die Verantwortung an die Universität der Bundeswehr in Neubiberg weiter. Zwei Professoren hätten schließlich seine Arbeit geprüft, außerdem habe er sich in einer "strengen mündlichen Prüfung" bewährt.“
  • Süddeutsche.de: Landrat Kreidl gibt Doktortitel zurück (Christian Sebald, Mike Szymanski und Martina Scherf) „Sieg für die Plagiatsjäger: Auf Vroniplag haben sie nachgewiesen, dass der CSU-Politiker Jakob Kreidl große Teile seiner Doktorarbeit einfach abgeschrieben hat. [...] Zumindest fürs Erste könnte damit die Affäre für Kreidl ausgestanden sein. Die Chefin der CSU Oberbayern, Bundesagrarministerin Ilse Aigner, sagte: "Ich schätze Kreidl mit und ohne Doktor-Titel." Auch die Landräte stehen zu ihrem Chef. [...] In seiner Heimat Miesbach hat Kreidls Image hingegen gelitten. Dort ist die Affäre Tagesgespräch.“
  • Radio Alpenwelle: Jakob Kreidl gibt Fehler bei seiner Doktorarbeit zu „Miesbachs Landrat Jakob Kreidl gibt zu, dass ihm bei seiner Doktorarbeit eine Vielzahl von Fehlern unterlaufen sei. Er habe nach wissenschaftlichen Maßstäben Quellenhinweise nicht in vollem Umfang aufgeführt.“
  • Rosenheim24.de: Miesbacher Landrat gibt Doktortitel ab „Miesbach - Noch ist unklar, ob Jakob Kreidl (CSU) aufgrund eines Plagiats seinen Doktortitel verlieren wird. Unabhängig davon verzichtet er nun freiwillig darauf. Laut dem Bayerischen Rundfunk macht der Landrat nun aber auch der Universität der Bundeswehr in Neubiberg schwere Vorwürfe.“


12. April 2013Bearbeiten

  • Tegernseerstimme.de: Kampagne oder Fehlverhalten? (Christopher Horn) "Kreidl gibt, so die Aussage der Erklärung, seinen Doktortitel mit sofortiger Wirkung ab. Doch ist es damit wirklich getan oder muss Kreidl über kurz oder lang auch das Amt des Landrates niederlegen? Wir haben Stimmen aus der Politik und der Bevölkerung eingefangen."
  • Süddeutsche.de: Zwischen Märtyrer und Ehrendoktor (Sebastian Beck) "Fast könnte man meinen, ihm sei was ganz Schlimmes angetan worden. Dabei war er es selbst, der sich eine Doktorarbeit zusammenkopiert hat. Kreidl hat auf so dreiste Weise abgeschrieben, dass man sich auch die Frage stellen könnte, was überhaupt von ihm stammt - außer Vor- und Schlusswort."
  • Merkur online: Vermeintliche Doktoren (Hartmut Sonntag Grasbrunn-Harthausen) „Im Fall vom Herrn Kreidl gibt es aber einen kleinen, aber feinen Unterschied zu dem/der Bundesminister(in) bzw. zu den Mitgliedern des Europaparlaments. Herr Kreidl ist Politiker und somit in sein Amt gewählt worden, aber als Landrat ist er ein so genannter kommunaler Wahlbeamter. Das bedeutet, er hat einen Beamtenstatus auf die Dauer seiner Amtsperiode. Weiterhin ist er als Leiter seiner Behörde, Landratsamt Miesbach, auch Disziplinarvorgesetzter seiner Landratsbeamten.“
  • Spiegel Online: Plagiatsaffäre in Bayern: CSU-Landrat will sich selbst entdoktorn (otr) „Die Bundeswehr und ihre Unis sind alles andere als zimperlich, wenn es um Pagiatoren geht. Sprecher beider Bundeswehr-Universitäten bestätigten zur Zeit der Guttenberg-Affäre, dass Schummler in Uniform mit dienstrechtlichen Konsequenzen rechnen müssen - und dass es solche Fälle bereits gegeben hat.“
  • Das Gelbe Blatt: Verzicht auf Doktortitel (ft) „Auf immer mehr Seiten haben die Mitarbeiter der Internetplattform Vroniplag abgeschriebene und nicht korrekt zitierte Passagen gefunden. Der Druck ist zu groß geworden.“
  • Merkur online: Kreidls Doktorvater: "Hat mir Tiefschlag versetzt" (Katrin Woitsch, Carina Lechner) „Die Plagiatsvorwürfe haben auch ihm bereits einige schlaflose Nächte bereitet und ihm einen 'schweren Tiefschlag versetzt'. Sie hinterlassen einen negativen Nachgeschmack auf seine Professorenzeit, betont er. Allerdings räumt er ein: 'Es ist ehrenwert, Fehler aus freien Stücken zuzugeben.'“
  • OVB Online: Kreidl verzichtet auf Doktortitel(Google cache) (Katrin Woitsch, Carina Lechner) „Einen Mann traf diese Nachricht gestern besonders: Kreidls Doktorvater Jürgen Schwarz. Noch vor zwei Wochen hatte der emeritierte Politikprofessor die Hand für seinen ehemaligen Studenten ins Feuer gelegt. Der 76-Jährige reagierte 'sehr betrübt' auf das Schuldeingeständnis. 'Das ist schwer zu verdauen', sagte er. 'Jakob Kreidl hatte mein vollstes Vertrauen. Ich bin menschlich schwer enttäuscht.' [...] Bernd Hering, SPD-Landrat von Hof, sagte gegenüber unserer Zeitung: 'Dieser Schritt ehrt Jakob Kreidl. Es zeigt, dass er nicht auf seinen Titel angewiesen ist.' Das Amt des Landkreispräsidenten sieht Hering auf keinen Fall beschädigt. 'Im Gegenteil, ich rechne es ihm hoch an, dass er den Titel zurückgibt, ohne dass in dem Verfahren eine Entscheidung gefallen ist.'“
  • Süddeutsche Zeitung: Landrat Kreidl gibt Doktortitel zurück (cws/msz/mse) „Die Bundeswehr-Uni erklärte laut dpa, dass der CSU-Mann trotz seines Verzichts der Untersuchung der Uni nicht entgehe: 'An dem Verfahren, das jetzt eingeleitet ist, wird diese Entscheidung Herrn Kreidls nichts ändern', sagte Sprecher Michael Brauns.“

13. April 2013Bearbeiten

  • Süddeutsche: Kreidls Doktorvater 'maßlos enttäuscht' (cws, rn) "Der Doktorvater des Miesbacher Landrats und Präsidenten des Landkreistags, Jakob Kreidl (CSU), ist 'maßlos enttäuscht' von seinem akademischen Zögling. 'Das, was Kreidl gemacht hat, ist völlig inakzeptabel', sagte der Politikprofessor Jürgen Schwarz, der Kreidl während dessen Promotion an der Bundeswehr-Universität München betreut hat."

14. April 2013Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Ein Kommentar zur Floskel vom Wählervertrauen - Jakob Kreidl und der Wähler: Eine fast ganz normale Beziehung (Steffen Greschner) "Der Doktor ist weg. Jakob Kreidl hat in einer schriftlichen Erklärung den Verzicht auf den Titel verkündet. Unabhängig von der Entscheidung seiner sich derzeit noch in Prüfung befindlichen Universität Neubiberg. Gleichzeitig beruft sich der Landrat auf den “erteilten Wählerauftrag” und auf die “Grundlage des Vertrauens der Wählerinnen und Wähler”, um sein Amt weiter auszuführen. Woher Kreidl jedoch das Wissen über das ihm entgegengebrachte Vertrauen nimmt, bleibt sein Geheimnis."
  • merkur-online.de: Plagiatsaffäre: Der Doktor ist gelöscht "Auf der Homepage sind nur noch der Vor- und Familienname des Landrats zu finden - Änderungen, die laut Behördensprecher Ernst Dieckmann umgehend und schnell erfolgt seien. Die computergestützte Textverarbeitung sorgt dafür, dass durch den Titelverzicht weder beim Landratsamt noch bei den kreiseigenen Tochterbetrieben, dem Abfallwirtschaftsunternehmen VIVO und dem Krankenhaus Agatharied, sowie der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee Kosten entstehen."
  • Deutschlandfunk: Doktortitel gegen Fördermittel? (Axel Flemming) "'Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass wissenschaftliche Leistungen an Brandenburger Hochschulen käuflich sind', sagt da Peer Jürgens [...]"

15. April 2013Bearbeiten

  • Nordbayerischer Kurier: "Für manche gehört der Doktortitel einfach dazu" (Thorsten Gütling) „Zum Verhängnis wurde Kreidl die Onlineplattform Vroniplag. Sind solche Seiten eigentlich Fluch oder Segen für die Demokratie, schließlich müssen auch Politiker gehen, die ihren Job vielleicht ganz gut gemacht haben? Hübner: Niemand, der in der Öffentlichkeit steht, darf zu sehr darüber schimpfen. Die Plattformen schaffen Transparenz, sie sind da und man muss sich ihnen stellen. Die Öffentlichkeit muss sich allerdings fragen, wie sie mit denen, die dort auffliegen, umgehen will. Sollen alle Beschuldigten weg oder soll künftig etwas mehr differenziert werden?“
  • Der Spiegel: "Wladimir Guttenberg" (Benjamin Bidder) "Wissenschaftler nehmen Präsident Putin und seine Vertrauten ins Visier. Sie haben in ihren Doktorarbeiten abgeschrieben."

17. April 2013Bearbeiten

  • taz.de: Doktor Vattenfall (Tobias Schulze) „Detlev Dähnert promovierte über die Umsiedlung eines Dorfes. Mit fragwürdigem Erfolg. Trotzdem schützt die Brandenburgische Technische Universität den Manager. Und schreckt sogar vor einem Rechtsstreit mit dem Wissenschaftsministerium nicht zurück“
  • taz.de: Über den Plagiatsfall bei Vattenfall (Bernd Kramer) „Inzwischen unterminieren auch die Hochschulen fleißig den Wert der Promotion hierzulande: Auch ihre Abhängigkeit von privatem Geld lässt sie anfällig werden für zwielichtige Doktorarbeiten. Das legt der Fall aus Cottbus nahe, wo ein Manager des Energiekonzerns Vattenfall mit wohl eher dürftigen Leistungen den Titel bekam. Dasselbe Unternehmen finanziert die Forschungen der Hochschule.“

18. April 2013Bearbeiten

  • taz.de: Politik will Plagiatsfall aufklären Dr. Vattenfall im Landtag (Tobias Schulze) "Mitarbeiter der parteilosen Wissenschaftsministerin Sabine Kunst wiesen die BTU daraufhin mehrfach an, alle Passagen zu untersuchen. Doch die Kommission weigerte sich; gegen die jüngste Anordnung klagt die Universität derzeit vor dem Verwaltungsgericht Cottbus. Damit stößt sie quer durch die Landtagsfraktionen auf Unverständnis. „Das Agieren der BTU-Kommission wirft Fragen auf. Es ist zu begrüßen, dass das Wissenschaftsministerium hier nachhakt“, sagte Marie Luise von Halem (Grüne). Auch Jens Lipsdorf (FDP) ist empört: Wenn die Vorwürfe zuträfen, schade der Vorgang der Universität und damit auch dem Land Brandenburg."
  • Süddeutsche: Professoren werfen Kreidl "bewusste Verstöße" vor (Martina Scherf) „München - Jakob Kreidl (CSU), der Miesbacher Landrat und Präsident des Bayerischen Landkreistages, bekommt nun auch Ärger mit den beiden Professoren, von denen er seine Doktorarbeit zum Teil abgeschrieben hat: Sie nehmen seine offizielle Entschuldigung nicht an, obwohl er in zwischen freiwillig auf das Führen des Titels verzichtet.“
  • OVB Online: Entschuldigung erwartet (sh) "Der ertappte Plagiator zeigte sich gestern von dem Schreiben tief betroffen. Selbstverständlich werde eine persönliche Entschuldigung folgen, sagte Kreidl. Außerdem muss sich Kreidl demnächst vor der Untersuchungskommission der Universität der Bundeswehr zu dem Vorgang äußern. Danach könnte der Titel-Entzug offiziell folgen."
  • merkur-online.de: Plagiatsaffäre: Professoren erwarten Entschuldigung "Die Rede ist von Diebstahl geistigen Eigentums und systematischer Vertuschung. Mit einem geharnischten Brief melden sich die Professoren Meyer und Schlotter in der Plagiatsaffäre um Jakob Kreidl zu Wort. Sie halten seine Entschuldigung für nicht ausreichend."

19. April 2013Bearbeiten

  • Spiegel online: Plagiatsjäger in Russland: "Der Fall Schavan hat uns angespornt" (Benjamin Bidder ) „SPIEGEL ONLINE: Woher stammt die Idee zur Plagiatejagd? Rostowzew: Ich war im Oktober zu Forschungen in Hamburg und bin auf die Plattform Vroniplag aufmerksam geworden. Die Idee, fingierte Dissertationen zu enttarnen, lag aber schon länger in der Luft. Aber Vroniplag hat gezeigt, wie das funktionieren kann. Der Fall Schavan hat uns angespornt. [...] SPIEGEL ONLINE: Die Ergebnisse veröffentlichen Sie auf Dissernet.org. Haben Sie sich an Vroniplag orientiert? Rostowzew: Ja und nein. Die Seite ist ähnlich aufgebaut. Es gibt aber einen großen Unterschied. Vroniplag ist ein echtes Wiki, jeder kann mitmachen. In Russland aber kann so ein Projekt nicht offen sein.
  • Bayerische Staatszeitung: Menschliche Tragik (André Paul) "Vielleicht kann der Miesbacher Landrat und bayerische Landkreistagspräsident Jakob Kreidl seine politische Laufbahn fortsetzen - trotz der Schmach, seinen vor acht Jahren an der Universität der Bundeswehr in München erworbenen Doktortitel zurückgeben zu müssen, weil er ihn nicht unter Einhaltung sauberer wissenschaftlicher Standards erworben hat. Womöglich landet der CSU-Politiker aber auch vor Gericht. Denn sollte die Hochschule zur Ansicht gelangen, es handelt sich um ein Plagiat, drohen ihm aufgrund seiner eidesstattlichen Versicherung strafrechtliche Konsequenzen."
  • Tegernseer Stimme: "Vertuschung mit erheblicher Gründlichkeit" (Steffen Greschner) "Schwerwiegende Vorwürfe erheben Prof. Dr. Berthold Meyer und Prof. Dr. Peter Schlotter gegen Landrat Jakob Kreidl: “keine vernachlässigbaren Fehler, sondern bewusste Verstöße gegen das Urheberrecht”, “Vertuschung mit erheblicher Gründlichkeit”, “Diebstahl unseres geistigen Eigentums” und “systematisches Vorgehen” beim Abschreiben."

22. April 2013Bearbeiten

  • Lausitzer Rundschau: Cottbuser Universität klagt gegen Ministerium wegen Plagiatsprüfung (sim) „Die Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus hat beim Verwaltungsgericht Klage gegen das Wissenschaftsministerium in Potsdam eingereicht. Wie Uni-Sprecherin Marita Müller mitteilte, wehre sich die Hochschule damit aus "formalen Gründen" gegen die Aufforderung des Ministeriums an den BTU-Präsidenten, erneut eine Prüfung der Plagiatsvorwürfe gegen Detlev Dähnert vorzunehmen. [...] Die Entscheidung, ob ein Titel aberkannt wird, liegt beim zuständigen Fakultätsrat, in dessen Zuständigkeit die Dissertation angefertigt wurde. Im Fall Dähnert hatte der Fakultätsrat das Verfahren noch nicht offiziell beendet, als die erneute Prüfaufforderung aus dem Ministerium eintraf. Die jetzt anhängige Verwaltungsklage stoppt das weitere Verfahren zunächst bis zu einer Gerichtsentscheidung“

24. April 2013Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Kreidl: Persönliche Entschuldigung akzeptiert. Für die Verfasser des offenen Briefes ist "die Sache vorerst erledigt" (Steffen Greschner) "Wie sowohl Jakob Kreidl, als auch die Professoren Dr. Meyer und Dr. Schlotter übereinstimmend bestätigen, hat sich der Landrat letzten Samstag offiziell und in einem persönlichen Gespräch für sein Fehlverhalten entschuldigt. Von einer Entschuldigung in “sehr selbstkritischer” Weise ist die Rede. [...] Allerdings verweisen die Urheber darauf, dass weitere rechtliche Schritte beziehungsweise Schadensersatzforderungen den Auftraggebern des Originalberichtes und der Prüfungskommission von Kreidls Bundeswehruniversität in Neubiberg vorbehalten bleiben."
  • Rhein-Neckar-Zeitung: Weniger Chancen für Schummel-Doktoranden (Klaus Welzel) "Als erstes Bundesland will Baden-Württemberg gesetzgeberische Konsequenzen aus den Plagiaten bei Doktorarbeiten ziehen. [...]. Auslöser der Plagiatsdebatte war auch die Doktorarbeit der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin, der seitens der Universität Heidelberg nach sorgfältiger Prüfung der Doktortitel wieder aberkannt worden war. [...][RNZ:] Ziel der Reform ist es, Schummeldoktoranden wie Silvana Koch-Mehrin keine Chance mehr zu geben, sich den akademischen Grad mit unlauteren Mitteln zu erwerben. Halten Sie die Reform dafür für den richtigen Ansatz? [Eitel:] Es ist wichtig und gut, den Blick auf die Doktorandenausbildung zu lenken. Auch der Weg der Ministerin, mit den zuständigen Universitäten gemeinsam Maßnahmen für mehr Qualitätssicherung im Verfahren zu definieren und zu ergreifen, ist begrüßenswert. Auf diese Weise kann die Grauzone vermindert werden. Bewusstes Fälschen oder Plagiieren wird man jedoch auch damit kaum verhindern können."
  • taz.de: Transparent abgebügelt. Kooperationen Wirtschaft und Unis (Martin Kaul) "Dass es Handlungsbedarf gibt, zeigen viele Einzelfälle. In der vergangenen Woche hatte die taz über den „Doktor Vattenfall“ an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus berichtet. Die Uni steht nun in der Kritik, weil sie Plagiatsvorwürfe gegenüber einem ihrer Doktoranden aus dem Hause Vattenfall nicht umfänglich prüfte. Vattenfall gab 2011 allein 800.000 Euro an Drittmitteln an die Uni."
  • taz.de: "Ein Generalverdacht macht keinen Sinn". Der Soziologe Stefan Hornbostel hält Kooperationen zwischen Hochschulen und Wirtschaft für sinnvoll (Bernd Kramer) "taz: Die Geschichte geht weiter: Plötzlich werden Plagiatsvorwürfe gegen den Manager laut. Und die Uni prüft sie, sagen wir: wohlwollend. [Hornbostel:] Das geht nicht. Es dürfen keine wissenschaftlichen Standards verletzt werden, nur weil Finanzmittel fließen. [taz:] Eine Recherche der taz zeigte, dass ein solches Szenario sich an der BTU Cottbus zutrug, an der ein Vattenfall-Manager mit einer fragwürdigen Doktorarbeit durchkam. Ein Einzelfall? [Hornbostel:] Ich glaube nicht. Konservative Schätzungen gehen davon aus, dass ein Prozent aller Dissertationen auf unlauterem Wege zustande kommt. Das sind einige hundert jedes Jahr. [...]"

30. April 2013Bearbeiten

  • Rhein-Neckar-Zeitung: Plagiate: Wie die Uni Heidelberg Text-Diebe sucht (Julia Naue und Maria Fiedler) „An den 11. April 2011 erinnert sich der Professor Manfred Berg noch ganz genau: An diesem Tag erreichte den damaligen Dekan der Philosophischen Fakultät die Nachricht von möglichen Plagiaten in der Doktorarbeit von Silvana Koch-Mehrin. Plagiatsjäger hatten im Internet die Dissertation der ehemaligen Heidelberger Promovendin unter die Lupe genommen und mehrere auffällige Stellen entdeckt.“
  • Blick: Vorwürfe schaden Fiala nicht (woz/SDA) „Doris Fiala soll in ihrer ETH-Arbeit geschummelt haben. Politologe Michael Hermann findet die Vorwürfe unverhältnismässig“
  • Neue Zürcher Zeitung: ETH-Nachdiplomarbeit wird auf Plagiate abgeklärt. Doris Fiala und der Assistent «Copy/Paste» (Felix Schindler) "Doris Fiala schloss ihr ETH-Nachdiplomstudium mit einer Arbeit über Migrationspolitik ab. Zahlreiche Sätze stammen aus Wikipedia und andern Quellen – oft ohne korrekt zitiert zu sein. "

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