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1. Oktober 2013Bearbeiten

  • Hannoversche Allgemeine: Uni erkennt Juristen Doktortitel ab. Hochschule weist Plagiat nach / Betroffener klagt (S. 13, Juliane Kaune) "Ihm habe ein 'wissenschaftliches Fehlverhalten' nachgewiesen werden können, sagte Uni-Präsident Prof. Erich Barke. [...] 'Wir haben das Untersuchungsverfahren mit größtmöglicher Sorgfalt betrieben', erklärte Prof. Veith Mehde, Dekan der Jura-Fakultät [...] Ins Rollen gekommen war der Fall im März 2012 durch die Internetplattform 'VroniPlag'. [...] Im Februar dieses Jahres war ein zweiter hiesiger Fall bekannt geworden: Eine Forscherin der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) soll in ihrer Promotion abgeschrieben haben. Die Prüfungen liefen noch, teilte die TiHo mit."

2. Oktober 2013Bearbeiten

  • Weser-Kurier: Vorwürfe gegen Plagiatsjäger. Mitarbeiter der Internet-Plattformen wehren sich (Norbert Holst) "Immer wieder ein Vorwurf gegen Vroni-Plag: Es würden vor allem konservative und liberale Politiker auf der Internet-Plattform ins Visier genommen. Die Statistik spricht allerdings eine andere Sprache: Vroni-Plag hat bislang 54 wissenschaftliche Arbeiten als verdächtig dokumentiert, mit wenigen Ausnahmen sind es Doktorarbeiten. Darunter sind allerdings wenige Politiker, die meisten Verdachtsfälle betreffen allenfalls lokal, regional oder im Wissenschaftsbetrieb bekannte Personen, darunter auch Ärzte, Juristen, Theologen. So wurde ein Bürgermeister entlarvt, der 'Super Illu' und 'Wikipedia' als Quellen benutzt hatte. Oder ein Landrat, der nach den Vorwürfen freiwillig seinen Titel zurückgab."

3. Oktober 2013Bearbeiten

  • Welt am Sonntag: About Schmidt (Manuel Bewarder und Lars-Marten Nagel) "Der Hesse Roland Schimmel nennt sich dort SleepyHollow02. Auch das ist ein Pseudonym. "Sleepy Hollow" lautet der Titel eines Grusel-Streifens mit Johnny Depp. Der Spruch auf den Filmplakaten: "Köpfe werden rollen". Eine Hauptfigur ist ein hessischer Söldner, der im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg enthauptet wird. Der kopflose Untote steigt von Zeit zu Zeit aus dem Grab, reitet los, schlägt einen Kopf ab. Dann verschwindet er wieder. Bis zum nächsten Mal."

7. Oktober 2013Bearbeiten

  • SPIEGEL ONLINE: Programme im Test: Software zur Plagiatssuche taugt nichts (Frauke Lüpke-Narberhaus / Oliver Trenkamp) "Anders als Weber-Wulff bleiben viele der Plagiatsjäger anonym, von ihnen erfährt man allenfalls ihr Pseudonym. Einige von ihnen leisten in mühevoller Kleinarbeit das, was viele kommerzielle Programme nur vorgeben: Plagiate nachweisen und nachvollziehbar dokumentieren. Bei den Aktivisten im Netz ist der Einsatz von Software nur einer von vielen Arbeitsschritten - zuvor wird Primärliteratur herangeschafft, gescannt, durchgesehen."

12. Oktober 2013Bearbeiten

  • Telepolis: Plagiatsverdacht gegen Steinmeier erhärtet sich (Peter Mühlbauer) "Weil diese Entdeckung durch eine Plagiatsfindersoftware zustande kam, war nicht klar, inwieweit diese Vorwürfe tatsächlich zutreffen. Mittlerweile liegen auf VroniPlag auch händisch vorgenommene Vergleiche vor, die den Verdacht erhärten: Auf 29 von insgesamt 395 Seiten seiner Arbeit hat Steinmeier größere Textteile übernommen. In sechs davon liegt der Plagiatsanteil zwischen 50 und 75 Prozent, in weiteren fünf sogar darüber. Dass Steinmeier teilweise einen kleinen Teil des übernommenen Texts in Anführungszeichen gesetzt und mit einer Fußnote versehen hat, deutet darauf hin, dass der Politiker wusste, was er tat. Ob ihn die SPD nun noch an Koalitionsgesprächen mit der Union teilnehmen lässt, ist unklar. Gestern war dazu noch keine Stellungnahme aus der Parteizentrale zu bekommen."

16. Oktober 2013Bearbeiten

  • FAZ.net: In diesem Fall gehört der Ankläger auf die Anklagebank (Stephan Leibfried) "Und weil auch das wohl noch nicht zünden wollte, schritt ProfNet zu etwas, was VroniPlag nach Vorprüfung schon 2011 als unergiebig abgelehnt hatte: Es untersuchte die 1992 erschienene Doktorarbeit von Frank-Walter Steinmeier. [...] Nach dem Vergleich bleibt von dem 279-seitigen Backstein an Plagiatsvorwürfen ein Gebrösel von acht Stellen Haupttext übrig, bei denen Uwe Kamenz’ Ampel nur einmal „Gelb“ anzeigt."

17. Oktober 2013Bearbeiten

  • Berliner Zeitung: VroniPlag: Steinmeier hat abgeschrieben „Den freiwilligen Doktorarbeitsdurchforstern der Internetplattform VroniPlag zufolge stammen mindestens 15 Prozent von Frank-Walter Steinmeiers Doktorarbeit nicht von ihm selbst.“
  • BUGÜN: Steinmeier´in doktorasında şüpheler artıyor „Bu arada intihal içeren doktora tezi avcılığı yapan VroniPlag aktivistleri, Steienmeier´in çalışması ile ilgili kendilerinin de inceleme yaptığını ve toplam 395 sayfanın 62´sinde kaynağı şüpheli ifadelerin yer aldığını kaydetti.“
  • Der Tagesspiegel: "VroniPlag" sieht 74 Plagiate in Steinmeiers Doktorarbeit (ho/dpa) "Gut zwei Wochen nach den Plagiatsvorwürfen gegen SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hat die Internet-Plattform "VroniPlag" eine Art Zwischenbericht zur Suche nach Plagiaten in der Doktorarbeit Steinmeiers auf ihre Startseite gestellt. Die Internet-Aktivisten stufen "74 gesichtete Fragmente" als Plagiat ein. Sieben der genannten Stellen würden keine Quelle aufweisen, heißt es dort weiter, an den anderen Fundstellen seien die Übernahmen nicht ausreichend gekennzeichnet worden."
  • Die Welt: Lammert und Steinmeier an der Grenze zum Plagiat (Manuel Bewarder) "Die Plagiatsforscher werden mittlerweile von Vertretern großer Wissenschaftsorganisationen akzeptiert. Anfang September trafen sich Aktivisten mit der Vizepräsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Ulrike Beisiegel, und dem Ombudsmann der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Wolfgang Löwer. Dabei ging es auch darum, wie Hochschulen mit Plagiatsvorwürfen umgehen."
  • n-tv.de: 15,7 Prozent der Arbeit betroffen: VroniPlag belastet Steinmeier (vpe/rts/dpa/AFP) "Dutzende Plagiate wurden demnach zweifelsfrei festgestellt. Dabei handelt es sich um wörtliche Übernahmen, die Steinmeier nicht ausreichend kenntlich gemacht haben soll. So verweist er in einer Fußnote auf die Quelle, aus der er zitiert, setzt das Zitat danach aber fort. 'Die Quelle ist zwar angegeben (wenn auch mit falscher Seitenangabe)', heißt es auf VroniPlag, aber der Leser müsse annehmen, dass sich der Verweis nur auf den letzten Satz beziehe. [...] Auch die Plagiatsjäger von VroniPlag distanzierten sich gegenüber n-tv.de von dem Kamenz-Bericht."
  • Spiegel Online: Doktorarbeit des SPD-Politikers: Plagiatsjäger erhöhen Druck auf Steinmeier (Oliver Trenkamp) "Daraufhin jedoch haben sich auch die Plagiatsjäger der Plattform VroniPlag die Arbeit mit dem Titel 'Bürger ohne Obdach: zwischen Pflicht zur Unterkunft und Recht auf Wohnraum' vorgenommen, mit der Steinmeier Anfang der neunziger Jahre seinen Doktortitel erlangt hatte. Jetzt haben sie die ersten Ergebnisse ihrer Untersuchung auf ihrer Website veröffentlicht. Die Aktivisten haben nach eigenen Angaben auf 62 von 395 Seiten verdächtige Stellen entdeckt - das entspräche einem Anteil von 15,7 Prozent aller Seiten."
  • Focus Online: VroniPlag enttarnt Plagiate in Steinmeiers Doktorarbeit (as) "Hat Frank-Walter Steinmeier bei seiner Doktorarbeit geschummelt? Die Universität Gießen prüft derzeit die Arbeit des SPD-Politikers. Die Internet-Aktivisten von VroniPlag liefern schon jetzt Ergebnisse: Für Steinmeier sieht es nicht gut aus."

18. Oktober 2013Bearbeiten

  • Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen: Universität Gießen im Zeitplan bei der Prüfung der Dissertation von Dr. Frank-Walter Steinmeier "Die in den vergangenen Tagen veröffentlichten Daten der Internet-Plattform 'VroniPlag' zur Dissertation von Dr. Frank-Walter Steinmeier werden hierbei ebenfalls Berücksichtigung finden."
  • AFP: Prüfung von Steinmeiers Doktorarbeit laut Uni Gießen im Zeitplan "Nach Angaben der Uni Gießen wurde unterdessen der erste Teilschritt bei der Überprüfung abgeschlossen. Der Ombudsmann der Universität unterzog demnach die von Kamenz vorgelegten Textbelege und Daten einer umfassenden und detaillierten Prüfung und übergab das Vorprüfungsverfahren dem Vorsitzenden der Ständigen Kommission zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis."
  • Spiegel Online: Plagiatsverdacht gegen Steinmeier: Uni Gießen startet nächste Prüfrunde (Oliver Trenkamp) "Die Uni Gießen teilte zudem mit, sie werde auch die Dokumentation der größtenteils anonymen Plagiatsjäger von VroniPlag berücksichtigen. Nachdem der Verdacht des Marketing-Professors gegen Steinmeier nämlich von vielen als eher unseriös eingestuft wurde, nahmen sich die Aktivisten im Netz die Arbeit von Steinmeier vor - und entdeckten auf mehr als 15 Prozent der Seiten verdächtige Stellen. Sie haben ihre Ergebnisse vor einigen Tagen auf der Startseite ihrer Plattform veröffentlicht."
  • Tagesspiegel: Auch Vroniplag sieht Plagiate bei Steinmeier. Auf 62 Seiten werden Passagen beanstandet "Was wird beanstandet? Das Muster, das Vroniplag zu erkennen glaubt, gleicht jenem, das auch Kamenz herausgefunden haben will. Steinmeier nennt zwar fast immer seine Quelle in den betreffenden Passagen. Allerdings verschleiere er, wie umfangreich er sich wirklich beim Original bedient habe, kritisiert Vroniplag. [...] Kamenz' Ergebnis und seine Methode waren als unseriös kritisiert worden – auch vonseiten Vroniplags. An dem Vorwurf halte sie fest, sagte Weber-Wulff jetzt: 'Kamenz' Vorgehen ist für den wissenschaftlichen Diskurs nicht hilfreich.'"

19. Oktober 2013Bearbeiten

  • FAZ.NET: Aufklärer aus dem Wintergarten (Reiner Burger) "Die „Gesamtplagiatswahrscheinlichkeit“ sei nur so etwas wie ein Anfangsverdacht. „Es geht um einen Hinweis für Prüfer, ob sie überhaupt mit einer intensiven Plagiatsuntersuchung beginnen müssen oder nicht.“ Die „Gesamtplagiatswahrscheinlichkeit“ setze sich aus drei Elementen zusammen: der Anzahl der Textübereinstimmungen, der Zahl der betroffenen Seiten und der Qualität der Treffer."

24. Oktober 2013Bearbeiten

  • Jungle World: Arm, aber redlich (Magnus Klaue) "In Internet-Foren wie Vroniplag wird nun diskutiert, ob das Denunziantentum, wie im Fall Kamenz, zwecks ökonomischen Profits oder eher, wie in Deutschland Tradition, ehrenamtlich ausgeübt werden sollte. Klar ist aber jetzt schon, dass ehrenamtliche und gewerbliche Plagiatsjäger sich in ihrem Ziel einig sind: Der Nachweis politisch oder juristisch relevanter Regelverstöße ist Nebensache, tatsächlich geht es darum, jedem ob seiner Prominenz grundlos Beneideten das geistige Eigentum an seiner Arbeit streitig zu machen."

25. Oktober 2013Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: "Der richtige Mann trotz Fehlern" CSU schickt Kreidl erneut ins Rennen (Christopher) "Ob Landrat Jakob Kreidl auch im kommenden Jahr wieder kandidieren darf, schien angesichts einiger Querelen in den letzten Monaten zumindest fraglich. Am Ende stand jedoch ein klares Votum zugunsten Kreidls. Das Jahr 2013 war offensichtlich kein einfaches für Landrat Jakob Kreidl. Nachdem im März 2013 der Verdacht aufgekommen war, er habe wesentliche Teile seiner Doktorarbeit abgeschrieben, gab der 61-Jährige im Frühjahr seinen Doktortitel freiwillig ab."

27. Oktober 2013Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Die Affäre Kreidl hat sich weggefloskelt (Steffen Greschner) "Die Affäre Kreidl zeigt vor allem eines: Die Scheinheiligkeit der Worte im politischen Alltag. [...] Die Uni prüft nach wie vor. Wann es zu einem Ergebnis kommt, ist ungewiss. Ganz offensichtlich ist es auch vollkommen egal. Auf das Vertrauen der Partei und die Karriere eines Jakob Kreidl wird es keine Auswirkungen mehr haben. Es wird sich schon die richtige Floskel dafür finden, wenn die Universität das von vielen erwartete Ergebnis ihrer Überprüfungen bekannt gibt."
  • Cicero: "Schluss mit der Willkür an den Hochschulen (Heiner Barz) "Übrigens hat es an der Universität Heidelberg nach dem Titelentzug der FDP-Abgeordneten im Europäischen Parlament Silvana Koch-Mehrin zwei weitere Plagiatsverdachtsfälle von weit erheblicherem Ausmaß gegeben, wenn man den Belegen auf Vroniplag.de [sic!] glauben darf. In beiden Fällen wurde von der Medizinischen Fakultät eine Rüge wegen erheblichen wissenschaftlichen Fehlverhaltens ausgesprochen, der Doktortitel aber jeweils nicht entzogen."

28. Oktober 2013Bearbeiten

  • LVZ-Online: Leipziger Ex-Jugendamtsleiter Haller: Gericht entscheidet erst 2014 über Plagiats-Klage (Robert Nößler) "2013 werde es keine Entscheidung in der Plagiatsaffäre mehr geben, sagte ein Sprecher des Verwaltungsgerichts Halle am Montag gegenüber LVZ-Online. Zuletzt war es zu Verzögerungen im Verfahren gekommen. Erst im August dieses Jahres habe Hallers Anwalt – nach mehreren Fristverlängerungen – die Klagebegründung eingereicht, erklärte Gerichtssprecher Volker Albrecht. Die Martin-Luther-Universität (MLU) sei anschließend vom Gericht aufgefordert worden, die Klage zu erwidern. 'Eine Antwort steht aber noch aus', so Albrecht."
  • Gießener Anzeiger: JLU-Fachbereich Rechtswissenschaft mit 152 Absolventen / Verleihung von Promotionen und Preisen (fod.) "[Der Universitätspräsident Prof. Joybrato Mukherjee] ging zudem auf aktuelle Entwicklungen wie [...] der an der JLU laufenden Prüfung der unter Plagiatsverdacht stehenden Doktorarbeit des SPD-Politikers Frank-Walter Steinmeier – dieser studierte in den 80er Jahren am Fachbereich und war wissenschaftlicher Mitarbeiter – ein. [...] Die Qualitätssicherung von Doktorarbeiten bleibe eine Herausforderung, der man sich stellen müsse, 'das aber muss weit über das Lesen eines Computer-Prüfungsberichts hinausgehen', betonte er."

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