FANDOM


Pressespiegel 2014Bearbeiten

Januar 2014Bearbeiten

  • Zeitschrift für Politikwissenschaft (Nr. 4/2013, S. 627-638): Zur Feindschaft zwischen Erkenntnisfortschritt und Plagiarismus (Frederic Hanusch) "Drei vorläufige Lehren können aus den vorangegangenen Ausführungen gezogen werden: [...] 3. Es gibt für die BRD keine belastbaren Zahlen zu Ursachen, Deutung und Ausmaß von Plagiarismus, ebenso wenig ob es sich um ein zunehmendes, gleichbleibendes oder abnehmendes Phänomen handelt. Zudem erscheinen zivilgesellschaftliche Plattformen wie GuttenPlag oder VroniPlag ein interessantes Forschungsobjekt darzustellen, deren Wissenschaftsverständnis sowie genauen Funktions- und Wirkungsweisen bisher noch wenig untersucht wurden."

9. Januar 2014Bearbeiten

  • Stuttgarter Zeitung.de: Maximale Bestimmung (Mirko Weber) "Was man sich in der CSU bisweilen persönlich herausnehmen darf, lässt sich ganz gut am Beispiel des Landrats Jakob Kreidl aus Miesbach in Oberbayern demonstrieren. [...] Kreidl jedenfalls, Anfang 60 jetzt und ehemals Landtagsabgeordneter, war Karl-Theodor zu Guttenberg insofern voraus gewesen, als er am Ende seines späten Hochschulstudiums eine fleißig plagiierte Promotionsarbeit zum Kosovo-Konflikt einreichte. Heute ist Kreidl kein Doktor mehr. [...] Er sitzt, wenn auch zunehmend wacklig, im Amt, bis – wer weiß? – doch noch ein Machtwort gesprochen wird. Sprechen könnte es nur einer: Seehofer."

12. Januar 2014 Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Jakob Kreidl kandidiert weiter (Klaus Wiendl) "„Ein mir bis dahin nicht bewusster Fehler aus meiner Vergangenheit holte mich plötzlich wie aus dem Nichts mit voller Wucht ein“. Sein Irrtum sei ihm erst allmählich bewusst geworden, so Kreidl in dem internen Schreiben. Die alles infrage stellenden Reaktionen hätten ihn sprachlos gemacht."

15. Januar 2014 Bearbeiten

  • Ежедневный Журнал:Диссернет. Запрос на консерватизм (АНДРЕЙ РОСТОВЦЕВ) "Не так давно на медицинском факультете университета Гейдельберга, одного из ведущих научных центров Германии, был организован целый научный форум, посвященный важному вопросу: лишать или не лишать ученой степени коллегу из университетской клиники доктора медицинских наук Nalan Kayhan. Дело в том, что незадолго до этого дотошное немецкое сообщество по разоблачению липовых ученых VroniPlag опубликовало исследование диссертации Nalan Kayhan, которая оказалась на три четверти плагиатом более ранних чужих работ, включая работы ее научного руководителя."

17. Januar 2014Bearbeiten

  • donaukurier.de: Guttenberg war kein Einzelfall (Rasmus Buchsteiner/Gunther Lutz) "Falsche Fußnoten, wohlwollende Doktorväter oder helfende Hände? Immer wieder gab es Wirbel um wissenschaftliche Titel von Abgeordneten oder Ministern: [...] Erst im Dezember entzog die Bundeswehr-Universität in München dem Landrat Jakob Kreidl (CSU), der auch Präsident des bayerischen Landkreistags ist, seinen Doktortitel. Die FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin wehrte sich vor Gericht gegen den Titel-Entzug. Die Universität Heidelberg war vorher zu dem Schluss gekommen, ihre Arbeit bestehe 'in substantiellen Teilen aus Plagiaten'."

18. Januar 2014 Bearbeiten

  • Süddeutsche.de: Doktorchen Scheuer (Sebastian Beck) "[D]ie Küchenpsychologie lehrt: Wer sich groß aufbläst, der leidet womöglich unter Minderwertigkeitsgefühlen. Das gilt für die CSU in Berlin, die dauernd beweisen muss, dass Bayern ganz vorne marschiert. Das gilt aber auch für ihre gescheiterten Doktoranden wie Karl-Theodor zu Guttenberg oder den Miesbacher Landrat Jakob Kreidl, der sich als gelernter Ingenieur für Nachrichtentechnik eine Dissertation zum Kosovo-Konflikt zusammenkopierte. Im Dezember wurde Kreidl der Titel entzogen."

19. Januar 2014 Bearbeiten

  • FAZ.NET: Die Doktoren der CSU (Timo Frasch/Thomas Gutschker) "Vermutlich ist es kein Zufall, dass mit Scheuer wieder ein Mann ins akademische Zwielicht gerät, der früh auf eine Karriere als Berufspolitiker spechtete. [...] Silvana Koch-Mehrin saß im FDP-Bundesvorstand, als sie promoviert wurde, ebenso ihr Parteikollege im Europäischen Parlament Jorgo Chatzimarkakis. [...] „Es gibt offenbar eine Gruppe von Leuten, die frühzeitig ihre Karriere auf die Berufspolitik ausrichten und im Zweifel bereit sind, Titel zu erwerben, die am Rande der Rechtmäßigkeit liegen. Akademische Weihen sollen fehlende Berufserfahrung ausgleichen und den schnellen Sprung von der Schulbank ins Parlament legitimieren“, sagt Wissenschafts-Ombudsmann Löwer."

20. Januar 2014Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Nur nicht am Ball kleben. Eine Glosse zum Umgang mit Doktortiteln in der Politik (Florian Eiler) "Das Loslassen von so weltlichen Gütern wie einem Doktortitel wirkte beim Freiherrn noch ungeübt und zögerlich. Inspiriert fühlte sich dadurch noch niemand. Doch sein Funke sprang über, runter von Bayreuth bis hinter München zu den Miesbachern. Landrat Jakob Kreidl, ein eifriger Lerner, machte es schon von Anfang an besser. Der Frank Ribery der CSU schnappte sich den Ball, stürmte nach vorne, überblickte mit einem angeborenen Talent die Spielsituation und gab sofort ab. Gekrönt mit einem ansteckenden Lächeln im Gesicht."

22. Januar 2014 Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Kreidl: Regierung prüft Disziplinarverfahren (Christopher Horn) "In den vergangenen Monaten musste Landrat Jakob Kreidl so einige Fehlgriffe erklären: Doktorarbeit, Verwandtenaffäre, Debatte um Nebentätigkeiten. Alle diese Vorfälle hatte man in der CSU bislang hingenommen und dem Landratskandidaten weiterhin den Rücken gestärkt. [...] Bewahrheiten sich die neuesten Entwicklungen, könnte es damit aber bald vorbei sein. Wie die Regierung von Oberbayern gegenüber der Tegernseer Stimme schriftlich bestätigt, prüfe man dort derzeit, ob sich Jakob Kreidl durch die Abgabe einer falschen eidesstattlichen Versicherung im Zuge seiner Doktorarbeit als eines „Landrates unwürdig“ verhalten hat. Dazu Pressesprecher Klaus Kempfler: 'Wir haben uns über den Sachverhalt informiert und prüfen derzeit, ob Anlass für ein disziplinarrechtliches Vorgehen besteht.'"
  • Die Welt: In der Causa Scheuer meldet sich ein Plagiatsopfer (Manuel Bewarder und Hans-Jörg Schmidt) "Der Rostocker Professor Berger kritisiert nun zwei weitere Stellen: Scheuer soll Abschnitte aus dem Artikel "Soziale Unterschiede auf hohem Niveau" übernommen haben, ohne die Quelle zu nennen. Berger hatte den Text im Jahr 2002 in der "Frankfurter Rundschau" veröffentlicht. [...] Obwohl die verdächtigen Stellen neben wenigen weiteren bereits seit Längerem im Netz kursieren, etwa auf der Plagiatsforscherplattform VroniPlag, erfuhr der Soziologe erst vor ein paar Tagen davon."

24. Januar 2014Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Kreidl entkommt Disziplinarverfahren (Christopher Horn) "Am Mittwoch hatten wir berichtet, dass die Rechtsaufsichtsbehörde prüft, ob sich Kreidl aufgrund seiner falschen eidesstattlichen Erklärung beamtenrechtlich etwas zuschulden hat kommen lassen. Das Ergebnis: Es war ein außerdienstliches Fehlverhalten."
  • Regierung von Oberbayern (Medieninformation, Nr. 25): Kein Disziplinarverfahren gegen Landrat Kreidl: "Die Regierung von Oberbayern hat heute entschieden, gegen den Landrat des Landkreises Miesbach, Jakob Kreidl, kein Disziplinarverfahren ein zuleiten. Die Prüfung hat ergeben, dass weder die Abgabe einer Dissertationsschrift, die den Grundsätzen wissenschaftlichen Arbeitens nicht genügt, noch die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung im Zusammenhang mit der Dissertation im Jahre 2004 zu einer Disziplinarmaßnahme führen kann."
  • Süddeutsche.de: Miesbacher Landrat Kreidl. Der Kandidat wackelt (Heiner Effern) "Jakob Kreidl kämpft ums politische Überleben, noch ehe der Wahlkampf richtig begonnen hat. Zwar hat der Miesbacher Landrat seinen Doktortitel zurückgegeben, die Affäre ist aber noch nicht ausgestanden. Dem CSU-Politiker droht ein Disziplinarverfahren. [...] Kreidl selbst hält es für 'einen normalen Vorgang', dass die Regierung die rechtliche Lage nach seinen eingeräumten Verfehlungen bei der Doktorarbeit untersucht. Viel mehr könne und wolle er zu den Vorwürfen gegen ihn nicht sagen, 'das habe ich ja oft genug getan'. Er habe 'nun alles transparent gemacht, mehr als viele andere'."

25. Januar 2014Bearbeiten

  • neues deutschland: Eurofighter. Jorgo Chatzimarkakis tritt bei der Europawahl in Griechenland an (Katja Herzberg) "Im EU-Parlament kümmerte sich Chatzimarkakis, der seit 1995 FDP-Mitglied ist, bisher vor allem um Automobil- und Steuerpolitik. Aber auch seine wissenschaftliche Laufbahn verfolgte er weiter, wenngleich mit weniger Erfolg. Zum Doktor reichte es nämlich nicht, wie sich allerdings erst später zeigte. Chatzimarkakis gehört zu den 2011 im Zuge von »VroniPlag« aufgedeckten Plagiatsfällen und verlor seinen Titel."
  • Die Welt: Bayerischer Doktorstadl (Manuel Bewarder und Thomas Vitzthum, Mitarbeit: Peter Issig) "Die Affäre um den "kleinen Doktor" von CSU-General Scheuer zeigt das eigenwillige Verhältnis Bayerns zum Intellektuellen. [...] Ein Disziplinarverfahren droht auch dem Miesbacher CSU-Landrat Jakob Kreidl, der in seiner Dissertation plagiiert hatte und dem der Titel bereits aberkannt wurde."


3. Februar 2014Bearbeiten

  • Münstersche Zeitung: Uni erteilt Rüge. Richterin darf den „Dr.“ behalten (Stefan Bergmann) "Die Richterin hat eine Rüge bekommen. Das bestätigte Uni-Pressesprecher Norbert Robers. [...] Robers: 'Es handelt sich bei ihr nicht um eine bewusste Täuschung, sondern um Mängel in der wissenschaftlichen Darstellung und Zitierungsweise.' Darauf müsse man nicht mit einem Titelentzug reagieren. Peinlich ist die Sache allerdings für den Doktorvater, Bernd Holznagel. Er hatte nicht gemerkt, dass die Doktorandin bei ihm selbst abgeschrieben hat."
  • Zeit Online: Rüge vergeht, Doktor besteht (Hermann Horstkotte) "Auf den Fall in Münster hatte zunächst die Internetplattform Vroniplag aufmerksam gemacht. Wie aus dem Fachbereich zu hören ist, habe die heutige Richterin – nennen wir sie N.N. – in ihrer Promotionsschrift von 2006 tatsächlich nicht sauber gearbeitet: Zwar habe N.N. bei Übernahmen von Fremdautoren die Quellen stets angegeben. Es sei aber durchweg nicht ausreichend deutlich, in welchem Umfang sich die damalige Doktorandin an den Werken anderer bedient hat:"

5. Februar 2014Bearbeiten

  • Huffington Post: Unser Leben als Hummer: Warum wir keine Gewinner mögen (Dr. Lorenz Steinke) "Noch im Fallen riss Ikarus zu Guttenberg Andere mit in den Abgrund. Darunter die Tochter seines CSU-Parteigenossen Edmund Stoiber, Bundesbildungsministerin Annette Schavan und die FDP-Hoffnungsträgerin Silvana Koch-Mehrin. Letztere war aber bereits angezählt, weil sie im Europaparlament durch überhohen 'Geltungsdrang' aufgefallen war - getreu der alten Redewendung: 'Willst du was gelten, mach dich selten.'
    Sie alle stolperten über das Wirken einer mehrheitlich im Dunkeln und dabei sehr akribisch tätigen Szene von selbstberufenen Plagiate-Ermittlern. Ein Großteil der Deutschen verurteilt deren Arbeit - aber sobald eine kopierte Doktorarbeit bekannt wird, schlägt die Stimmung um und fordert den Rücktritt des Ertappten."

6. Februar 2014Bearbeiten

  • Bild.de: Doktortitel futsch. So kamen sie Schavan auf die Schliche. Enthüllungsplattform „Vroniplag” brachte den Stein ins Rollen (Sandra Spieker) "Die Urheber der Enthüllungsplattform „Vroniplag”, die unter anderem Plagiate in der Arbeit der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin nachwiesen, legen im Januar 2012 eine Website zu Schavans Doktorarbeit an. Sie entscheiden sich jedoch dagegen, an die Öffentlichkeit zu gehen, weil die gefundenen Textstellen dies nicht rechtfertigten.
    Der erste Hinweis kommt anonym! Ende April 2012 werden auf der Internetseite „schavanplag” Vorwürfe laut. Ein anonymes „Vroniplag“-Mitglied, das sich „Robert Schmidt“ nennt, listet mehrere Stellen in der Doktorarbeit auf, in denen die CDU-Politikerin abgeschrieben und Quellen nicht genannt haben soll."

7. Februar 2014Bearbeiten

  • Legal Tribune Online: VGH Baden-Württemberg zum Fall Koch-Mehrin. Entzug des Doktorgrades wohl endgültig (mbr/LTO-Redaktion) "Der VGH Baden-Württemberg hat am Freitag bekannt gegeben, dass es keine Berufung im Verfahren um den Entzug des Doktortitels Koch-Mehrins durch die Universität Heidelberg geben wird. Das Gericht habe einen Antrag der FDP-Politikerin auf Zulassung der Berufung abgelehnt.
    [...] Damit ist das Urteil des VG rechtskräftig. Der Beschluss des VGH ist unanfechtbar, es bliebe nur noch ein Gang vors Bundesverfassungsgericht."
  • Frankfurter Rundschau: Noch ein Doktor futsch (dpa) "Bei der Überprüfung der Doktorarbeit über die 'Lateinische Münzunion 1865-1927' hatte die Uni Heidelberg auf 80 Seiten 125 Plagiate gefunden. Sie bestätigte damit Recherchen von Internet-Nutzern, die Anfang April 2011 im 'VroniPlag'-Wiki plagiatsverdächtige Stellen zusammengetragen hatten. Die Affäre hat jetzt ein Ende gefunden. Der VGH stellte fest: 'Der Beschluss ist unanfechtbar.'"
  • Spiegel Online: VGH-Entscheidung: Koch-Mehrin kriegt ihren Doktor nicht zurück (jon/cht/dpa) "Baden-Württembergs Verwaltungsgerichtshof hat entschieden: FDP-Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin muss auf ihren Doktorgrad verzichten. Ihre Beschwerde wegen formaler Verfahrensfehler beim Entzug seien nicht gerechtfertigt."
  • VGH Baden-Württemberg: Entziehung des Doktorgrades im Fall Koch-Mehrin: Keine Berufung gegen Klageabweisung (Pressemitteilung) "Das Urteil des Verwaltungsgerichts Karlsruhe (VG) vom 4. März 2013, das die Klage der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin (Klägerin) gegen die Entziehung ihres Doktorgrades abweist, wird nicht in einem Berufungsverfahren überprüft. Das hat der 9. Senat des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg (VGH) mit einem den Beteiligten heute zugestellten Beschluss vom 3. Februar 2014 entschieden und den Antrag der Klägerin auf Zulassung der Berufung abgelehnt."

8. Februar 2014Bearbeiten

  • Die Welt: Die ewige Landrats-Posse von Miesbach (Peter Issig) "Jakob Kreidl gehört zu den Ex-Doktores der CSU. Er will trotz seiner peinlichen Titel-Aberkennung, einer gesponserten Geburtstagsfeier und der Verwicklung in die Verwandtenaffäre wieder Landrat werden. [...]
    Im vergangenen Dezember hatte die Bundeswehr-Universität in München Kreidl den Doktortitel aberkannt, den sie ihm 2005 verliehen hatte. [...]
    Es ging eine lange Prüfung voraus, nachdem die Doktorarbeit bei der Internetseite "vroniplag" als Plagiat aufgetaucht war. [...]
    Gewundert hatten sich Parteifreunde schon früher, dass das Mitglied der Gebirgsschützenkompanie eine Doktorarbeit mit dem Titel 'Der Kosovo-Konflikt: Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven; zur Stabilisierung einer Krisenregion' verfasste. Kreidl war zu dieser Zeit schon Landtagsabgeordneter. 'Mei, das hat er halt fürs Ego gebraucht', sagt ein Passant in Miesbach. Vielleicht sah er aber auch im Doktortitel eine Möglichkeit, die Karriere zu beschleunigen."

10. Februar 2014Bearbeiten

  • Focus Online: Steinmeier: Müssen uns bei Konflikten früher einmischen (dpa) "Steinmeier sprach im Rahmen einer Vortragsreihe über ,Politik als Verwaltung, Gestaltung oder Krisenmanagement - ein Erfahrungsbericht'. Der SPD-Politiker hat an der mittelhessischen Universität studiert und promoviert. Nach Plagiatsvorwürfen im vergangenen Herbst hatte die Hochschule dessen Doktorarbeit überprüft. Die Uni stellte aber kein Plagiat fest, Steinmeier behielt seinen Titel."
  • Bild.de: Schmier-Attacke gegen Landrat von Miesbach. Polizei ermittelt wegen Beleidigung und Sachbeschädigung "Der Skandal um den Miesbacher CSU-Landrat Jakob Kreidl (61) ist in seinem Heimatort Fischbachau allgegenwärtig. Auf Hauswänden, Plakat-Wänden, Streusandkisten. Unbekannte haben mit Schablonen die Worte „KREIDL RAUS!“ auf die Flächen gesprüht. [...]
    Bereits vor zwei Monaten sorgte der CSU-Politiker mit einer Plagiatsaffäre für Schlagzeilen. Im Dezember hatte ihm die Bundeswehr-Universität München seinen Doktortitel entzogen, weil er weite Teile seiner Promotionsarbeit abgeschrieben hatte."
  • Süddeutsche Zeitung: Party-Affäre um Landrat Kreidl. Zeit, ihn abzuwählen (Sebastian Beck) "Es ist ein sehr spezielles Janker- und Lodenmilieu, das sich in den wohlhabenden Tälern breit gemacht hat. Eine bajuwarische Selbstzufriedenheit, ein Mia-san-Mia-Gefühl, das gelegentlich in Hybris umschlägt. Jakob Kreidl passt hier ziemlich gut rein mit seiner Kombination aus Jovialität, plagiiertem Doktortitel und Trachtenanzug."
  • Süddeutsche Zeitung: Paradebeispiel für Selbstherrlichkeit. Affären um CSU-Landrat Kreidl (Christian Sebald, Wolfgang Wittl) "Ins Straucheln ist Kreidl freilich schon vor fast einem Jahr geraten. Ende März 2013 war bekannt geworden, dass er seine Doktorarbeit zum größten Teil abgeschrieben hatte, ohne die Quellen zu nennen. Im Dezember wurde ihm deshalb der Doktortitel aberkannt. [... E]s ist auch bekannt, dass dem CSU-Chef jede Form von Aufschneiderei persönlich zuwider ist. So verfügt Seehofer ehrenhalber über zwei Doktortitel und eine Professur - die Titel zu führen oder damit anzugeben, läge ihm fern."
  • Die Welt: Freie Wähler verhöhnen "Voralpen-Berlusconi" der CSU (dpa/sta) "Kreidl ist seit Monaten vor allem wegen seines aberkannten Doktortitels in den Schlagzeilen. Die Bundeswehr-Universität München hatte dem 61-Jährigen vor zwei Monaten den Titel entzogen, weil er weite Teile seiner Promotionsarbeit abgeschrieben hatte."
  • Legal Tribune Online: Plagiate in der Promotion: Rügen für Betrügen (Hermann Horstkotte) "Nein, bewusst getäuscht habe die Autorin in ihrer Dissertation nicht, entschied kürzlich die juristische Fakultät der Universität Münster. Dennoch sei an der "wissenschaftlichen Darstellung und Zitierweise" der Doktorin manches zu bemängeln. Dafür erhielt sie eine schriftliche "Rüge". Die Betroffene nahm das klaglos hin: Zu der Hochschule hat sie ohnehin keine Verbindung mehr, und für ihren Beruf als Richterin hat der Tadel, der in keiner Personalakte auftaucht, keine Konsequenzen."

11. Februar 2014Bearbeiten

  • Stuttgarter-Zeitung.de: Schlechte Zeiten für Horst Seehofer. Schatten auf dem Sonnenkönig (Mirko Weber) "Die Causa Kreidl aber ist eine, die selbst hartgesottene Straußianer ein wenig sprachlos macht. Kreidl war lange Zeit der prototypische CSU-Aufsteiger: Jahrgang 1952, Realschule in Miesbach (heute Ilse Aigners Wahlkreis), später Fachhochschule, dann auch noch promoviert. Nebenher arbeitsame politische Ochsentour: vom Kreisverband in den Landtag und retour nach Miesbach als Landrat. Auch sonst überall dabei, vom Trachtenvereinsvorstand bis zum Rundfunkrat beim BR.
    Ausgerechnet um den sechzigsten Geburtstag Kreidls herum bekommt die Erfolgsgeschichte Risse: [...] Dann wird auch noch Kreidls Promotion wegen Plagiat aberkannt."

12. Februar 2014Bearbeiten

  • OVB online: Plötzlich war die Affäre Kreidl Thema "Doktortitel aberkannt, in die Verwandtenaffäre des Landtags verstrickt, und jetzt auch noch wegen des Sponsorings seiner Geburtstagsfeier heftig in der Kritik. Die vielen Negativ-Schlagzeilen über den um seine Wiederwahl zitternden Miesbacher Landrat Jakob Kreidl, zugleich Präsident des Bayerischen Landkreistags, waren auch Thema bei der Podiumsdiskussion zur Landratswahl in Kolbermoor - angestoßen durch eine Frage von Moderator Norbert Haimerl."
  • Süddeutsche Zeitung: Party-Affäre um Landrat Kreidl. CSU fürchtet Wahldebakel (Frank Müller, Christian Sebald, Mike Szymanski, Wolfgang Wittl) "Völliges Unverständnis herrscht auch über sein Krisenmanagement. Hätte der Landrat verkündet, dass er sich von seinen landespolitischen Aufgaben zurückziehen werde, wäre der Pulverdampf womöglich längst verflogen. Doch schon bei der Affäre um seine abgeschriebene Doktorarbeit sei Kreidl dazu nicht fähig gewesen."
  • vocativ.com: Germany’s Plagiarism Police Are Taking Down Politicians and Professors (Joel Stonington) "A largely anonymous group has already exposed dozens of plagiarists [...] From that moment on, back in 2011, a new truth police took shape in Germany—an anonymous but open online effort to research the validity of plagiarism claims. The results have been nothing short of astounding as researchers turned their scientific prowess on folks who were too lazy or foolish to practice good research themselves. There are now dozens of documented cases of plagiarism that run from the resigned-in-disgrace Education Minister Annette Schavan to professors at small regional colleges. [...] VroniPlag Wiki follows numerous sets of rules, including making sure that every instance of plagiarism is doubly verified with a source document, which makes it hard to contest. Upon verification, instances of plagiarism are broken down into a total percentage of a dissertation and represented as colors on a graph. Then they just hand over the results to the university that granted the degree. VroniPlag Wiki may be the PhD police, but it’s not the one who actually make the arrest."

13. Februar 2014Bearbeiten

  • Focus-Online: Dieser bayerische Landrat lässt keinen Skandal aus (Linda Wurster) "Die Skandale um den Miesbacher Landrat reichen für mehr als einen Rücktritt: Doktorarbeit abgeschrieben, Gattin auf Steuerzahlerkosten beschäftigt und jetzt auch noch eine 120.000 Euro teure Geburtstagsparty. Trotzdem hofft Jakob Kreidl auf Wiederwahl. [...]
    Für seine Arbeit über den Kosovo-Konflikt erhielt Kreidl im Jahr 2005 von der sozialwissenschaftlichen Fakultät der Bundeswehr-Universität München den Doktortitel. Acht Jahre später veröffentlichte die Internetplattform „VroniPlag Wiki“ zahlreiche Stellen, bei denen es sich um Plagiate handeln solle."

14. Februar 2014Bearbeiten

  • Die Welt: Miesbacher Skandal-Landrat gibt ersten Posten auf (Peter Issig) "Verwandten-Affäre, eine abgeschriebene Doktorarbeit und eine fürstlich gesponserte Geburtstagsfeier: Der Miesbacher Landrat Jakob Kreidl tritt jetzt als Chef der bayerischen Landkreise zurück. [...]
    Schon vor der Berichterstattung über seine Feier war Kreidl in Schwierigkeiten geraten. Er gehört zu den CSU-Politikern, die ihren Doktortitel abgeben mussten. Kreidl hatte 2005 als Landtagsabgeordneter bei der Bundeswehr Universität München eine Dissertation zum Kosovo-Konflikt eingereicht. Vieles war abgeschrieben. Nach langer Prüfung wurde ihm im Dezember 2013 der Doktortitel aberkannt."

15. Februar 2014Bearbeiten

  • OVB online: Kreidl gibt als Landkreise-Sprecher auf "Konsequenz aus Geburtstagsfeier-Affäre – „Persönliche Fehler“ eingeräumt Miesbach – Der von mehreren Affären belastete Miesbacher Landrat Jakob Kreidl (CSU) ist als Chef der bayerischen Landräte zurückgetreten. [...] Der 61-Jährige war wegen einer überwiegend von der Sparkasse und dem Landkreis finanzierten Geburtstagsfeier und wegen seines aberkannten Doktortitels massiv unter Druck geraten. An seiner Landrats-Kandidatur bei der Kommunalwahl will er aber festhalten. Er wolle seine ,ganze Kraft meiner Heimat, dem Landkreis Miesbach' widmen."

17. Februar 2014Bearbeiten

  • Süddeutsche Zeitung: Umgang mit Plagiaten."Die Universitäten haben keinen Bock mehr" (Roland Preuß) "Prüfverfahren, die sich schier endlos hinziehen, professorale Abschreiber, die ohne Strafe davonkommen: Drei Jahre nach dem Beginn der Guttenberg-Affäre packt Plagiatsexperten die Wut. Sie werfen den Universitäten Untätigkeit vor."

23. Februar 2014Bearbeiten

  • Abendzeitung München: CSU-Landrat Kreidl lässt Amtsgeschäfte ruhen (dpa) ",Nachdem die seit Wochen währenden Angriffe auf meine Person eine für mich zuletzt nicht mehr ertragbare und unmenschliche Schärfe angenommen haben, sehe ich mich derzeit aus gesundheitlichen Gründen außerstande, dienstliche Termine wahrzunehmen und öffentlich aufzutreten´, teilte Kreidl am Sonntag mit. [...] Der 61-Jährige war wegen einer überwiegend von der Sparkasse und dem Landkreis finanzierten Geburtstagsfeier und wegen seines aberkannten Doktortitels massiv unter Druck geraten. [...] Im Dezember entzog ihm die Bundeswehr-Universität München den Doktortitel, weil er weite Teile der Arbeit abgeschrieben hatte."

24. Februar 2014Bearbeiten

  • FAZ.NET: Schwarzbau-Vorwürfe gegen CSU-Landrat Kreidl (FAZ.NET/dpa) "Zudem hatte die Bundeswehr-Universität München dem Landrat im Dezember vergangenen Jahres seinen Doktortitel aberkannt, nachdem im März bekannt geworden war, dass Kreidl weite Teile seiner Promotionsarbeit abgeschrieben hatte."
  • Cicero: Chatzimarkakis erklärt FDP-Austritt: "Griechenland kann Europa retten" (Eric Bonse) "Und Ihr Abgang hat gar nichts mit der Plagiats-Affäre zu tun?
    Nein! Warum hätte ich denn nicht wieder aufgestellt werden sollen? Hätte es einen glaubwürdigeren Vertreter für die antigriechische Politik der FDP gegeben, als jemanden mit einem griechischen Namen?
    Listenplatz drei hätte ich auch zum vierten Mal hintereinander verteidigen können."

25. Februar 2014Bearbeiten

  • Abendzeitung München: Der Monarch vom Tegernsee. Kreidl kapituliert: "Nehme Amt nicht mehr an" (Angela Böhm) "Ilse Aigner hat es nach nächtelangen Gesprächen geschafft: Der Miesbacher Landrat Jakob Kreidl gab am Dienstagabend eine Erklärung ab. Im Falle einer Wiederwahl will er nicht mehr als Landrat antreten. [...] Die Sache ist verzwickt für die CSU. Bei den Verfehlungen ihres Landrates hat sie viel zu lange gewartet. Erst der abgeschriebene Doktor-Titel. Dann Kreidls Verwicklung in die Verwandtenaffäre. Das allein hätte schon für einen Rücktritt gereicht. Kreidl aber fühlte sich mit seinen Anhängern unverwundbar. Und: Ilse Aigner und er sind alte Freunde. Miesbach ist der Stimmkreis der bayerischen Wirtschaftsministerin."
  • Die Welt: Affären-Landrat Kreidl erklärt seinen Verzicht (dpa/flo) "Der Druck der CSU-Spitze zeigt Wirkung: Der Miesbacher Landrat will nicht mehr zur Wiederwahl als Landrat antreten. Seine Geburtstagsfeier und sein aberkannter Doktortitel brachten ihn in die Schlagzeilen.
    Der affärengeschüttelte Miesbacher Landrat Jakob Kreidl (CSU) gibt dem Druck der CSU-Spitze nach und wirft den Handschuh. 'Aufgrund meiner gesundheitlichen Probleme wurde ich von meinem Hausarzt krankgeschrieben. Nach hoffentlich baldiger Genesung muss ich verstärkt darauf achten, meine Gesundheit nicht dauerhaft zu gefährden. Daher habe ich mich nach reiflicher Überlegung entschlossen, selbst für den Fall meiner Wiederwahl zum Landrat, das Amt nicht mehr anzunehmen', teilte der 61-Jährige am Dienstagabend mit."
  • FAZ.NET: Miesbacher CSU-Landrat wirft hin "Eine Geburtstagsfeier für fast 160.000 Euro, gesponsert von Kreissparkasse und Landkreis, eine abgeschriebene Doktorarbeit: Die Affären des Miesbacher Landrats Jakob Kreidl haben die CSU schwer belastet. Jetzt zieht Kreidl die Konsequenzen. [...] Kreidl ist vor allem wegen seiner von der Kreissparkasse und dem Landkreis bezahlten Geburtstagsfeier und wegen der Aberkennung seines Doktortitels in die Kritik geraten. [...] Im Dezember entzog ihm die Münchner Bundeswehr-Universität den Doktortitel. Kreidl hatte die Arbeit in weiten Teilen abgeschrieben."


26. Februar 2014Bearbeiten

  • FAZ.NET: „Rösler und Merkel haben Schwachsinn gemacht“. Europa-Abgeordneter verlässt FDP (Oliver Georgi) "[D]ie Art und Weise, das verbale Nachtreten des einstigen Lautsprechers, dürfte vielen in der Partei sauer aufstoßen [...] Schon lange hatte er sich von der FDP entfremdet; im Januar schließlich kündigte er an, bei der Europawahl im Mai mit einer eigenen politischen Bewegung, der 'Partei der hellenischen Europabürger', in Griechenland zu kandidieren. Auch wenn er dies ohne Doktortitel tun muss, der ihm Mitte 2011 wegen eines Plagiatsverdachts aberkannt worden war."
  • Badische Zeitung: Jakob Kreidl: Der Amigo vom Tegernsee geht (Patrick Guyton) "CSU-Chef Seehofer verstößt wegen der Geburtstagssause den Miesbacher Politiker Jakob Kreidl. [...] Die Geschichte mit der plagiierten Doktorarbeit überstand er im vergangenen Jahr noch schadlos. Spät berufen, hatte er 2005 mit einem Werk über den Kosovo-Konflikt an der Universität der Bundeswehr in München promoviert. Der Titel wurde ihm im vergangenen Dezember wegen massiven Abschreibens entzogen."
  • Abendzeitung München: Der König vom Tegernsee. Affären-Kreidl gibt auch CSU-Kreisvorsitz ab (dpa) "Der Landrat Jakob Kreidl tritt nun auch als Vorsitzender der CSU im Landkreis Miesbach zurück. [...] Der 61-Jährige steht vor allem wegen seiner überwiegend von der Kreissparkasse und dem Landkreis bezahlten Geburtstagsfeier und wegen seines aberkannten Doktortitels in der Kritik. CSU-Chef Horst Seehofer hatte ihn am Montag ultimativ zum Amtsverzicht aufgefordert."
  • Süddeutsche Zeitung: Kreidl-Affäre. Aigners Desaster (Sebastian Beck) "Jakob Kreidl ist vom CSU-Chef zum Verzicht auf die Landratskandidatur gedrängt worden. Jetzt steht die Partei vor der Kommunalwahl mit einem Kandidaten da, den sie selbst für unwählbar hält. Schuld an dem Desaster tragen auch Seehofer und seine Vize Aigner.
    [...] Als vor knapp einem Jahr die Plagiatsvorwürfe gegen Jakob Kreidl aufkamen, musste man nicht unbedingt Kartenleger sein, um vorherzusagen, dass dies das politische Ende des Landrats bedeuten würde. [...] Statt dessen nominierte ihn die Partei weniger später abermals als Landratskandidat, eine politische Dummheit, die weder CSU-Bezirksvorsitzende Aigner noch Parteichef Seehofer verhindern wollten."

27. Februar 2014Bearbeiten

  • Deutschlandradio Kultur: "Unis haben wenig Lust, den Vorwürfen nachzugehen". Rechtswissenschaftler übt scharfe Kritik an Hochschulen (Interview: Katrin Heise) (Audio)
    "[Rieble:] [E]s gibt einen Trend, der geht ganz klar dahin, Plagiatsvorwürfe, die Dissertationen betreffen, deutlich zurückhaltender zu bearbeiten. Dabei gibt es aber auch große Unterschiede zwischen den Universitäten. Manche sind durchaus in gebotener Weise scharf, wie zum Beispiel die Universität Düsseldorf gegenüber der Dissertation von Frau Schavan. Andere sind ziemlich großzügig wie etwa die Universität Gießen gegenüber der Dissertation von Herrn Steinmeier. Neuerdings gibt es einen ganz aktuellen Trend, dass man sagt, auch wenn eine Dissertation zu großen Teilen abgeschrieben ist, belassen wir den Doktorgrad dann, wenn sich irgendwo in der Arbeit noch was anderes findet, was nicht abgeschrieben ist. Und da sich das also immer dann, wenn man kein Vollplagiat wie bei zu Guttenberg hat, häufig finden lässt, ist der Trend ziemlich klar – die Universitäten haben wenig Lust, den Plagiatsvorwürfen nachzugehen, weil das a) Arbeitskraft bindet und b) den Ruf beschädigt. [...] [E]s ist zunächst einmal eine Strategie zur Arbeitsvermeidung. [...] Gespeist wird das aber eigentlich ganz woanders her, nämlich, dass es doch eine ganze Reihe von Professoren gibt, die abschreiben."

6. März 2014Bearbeiten

  • Junge Welt: Wikipedia vergißt nichts (Marvin Oppong): "Auch am Wiki-Eintrag über den inzwischen ausgeschiedenen FDP-Abgeordneten Bijan Djir-Sarai, dem 2012 der Doktortitel aberkannt wurde, machte sich 2011 jemand zu schaffen. In dem Eintrag über ihn gibt es den Abschnitt »Plagiatsverdacht«. Darin ist die Rede von einem Bericht auf www.faz.net, der unter Verweis auf die Internetplattform »Vroniplag« behauptete, Djir-Sarai habe bei seiner Dissertation teilweise abgeschrieben. Über eine Bundestags-IP fügte jemand in den Absatz folgende Aussage ein: »Egal, wie ein Ergebnis einer evtl. Prüfung durch die Universität Köln aussieht, der Makel des Plagiatsverdachts haftet auch dank Wikipedia Djir-Sarai nun an. Zum ersten Steinewerfer gesellen sich schnell weitere, ohne daß man sich Gedanken über die betreffende Person macht.«"

9. März 2014Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Wenn Helden zur Belastung werden. Ein Kommentar zur Salamitaktik in der "Affäre Miesbach" (Steffen Greschner) "Was mit einer gefälschten Doktorarbeit den Anfang genommen hatte, ist längst zu einer gefährlichen Vertrauenskrise zwischen Bürgern und Eliten geworden. Die Verantwortung dafür tragen alle, die sich noch immer an ihre Posten und Ämter klammern und im stillen Kämmerchen beten und hoffen, dass nicht noch mehr ans Licht kommt."

17. März 2014Bearbeiten

  • Berliner Zeitung / Kölner Stadt-Anzeiger: Kommunalwahl in Bayern: Falscher Doktor wird abgestraft (Daniela Vates) "Der CSU-Kandidat Jakob Kreidl landete abgeschlagen auf dem dritten Platz: Erst kurz vor der Wahl hatte CSU-Chef Horst Seehofer Kreidl seine Unterstützung entzogen. Der hatte nicht nur einen Doktortitel erschwindelt, sondern auch eine teure Geburtstagsfeier aus der Wirtschaft zahlen lassen. Kreidl ist nun abgehakt für die CSU."
  • Der Tagesspiegel: Schavans Fall vor Gericht (Anja Kühne) "Als das Karlsruher Verwaltungsgericht vor einem Jahr die Klage der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin abwies, hieß es in der Urteilsbegründung, der Leser eines wissenschaftlichen Werkes erwarte, „dass wörtliche Übernahmen aus anderen Werken bei den jeweiligen Textstellen als Zitate oder auf andere geeignete Weise kenntlich gemacht werden“. Es genüge nicht, Werke lediglich im Literaturverzeichnis zu nennen, aus denen zitiert wurde. Von den 32 nicht gekennzeichneten Quellen der Dissertation seien aber auch nur zehn überhaupt im Literaturverzeichnis genannt worden. Bei den von Koch-Mehrin als bloß handwerkliche Fehler dargestellten Regelverstößen handle es sich um „offensichtliche und erhebliche Täuschungen“."

18. März 2014Bearbeiten

  • fuldainfo: Anonyme Plagiatsvorwürfe gegen osthessischen Politiker (fdi/ots/dts) "GuttenPlag, VroniPlag, SchavanPlag und andere anonyme Plattformen stehen in Deutschland für die anonyme Verfolgung von Plagiaten in Doktorarbeiten. [...] Von den Plagiatsjägern wurde die Anonymität ihrer Recherchen und Vorwürfe in den Vordergrund gestellt, weil es ihnen angeblich nur um die Sache und nicht um die Darstellung ihrer selbst ging. Auch wurden Politiker wie Georgios Chatzimarkakis, Silvana Koch-Mehrin und die ehemalige Bildungsministerin Annette Schavan mit ähnlichen Vorwürfen konfrontiert."

20. März 2014Bearbeiten

  • Frankfurter Rundschau: Herbe Niederlage für Schavan (Harald Biskup) "Auf Veranlassung der Klägerin nahm auch der Münsteraner Rechtswissenschaftler Bodo Pieroth an der Verhandlung teil. Mit Hinweis auf einen Plagiatsfall an seiner Universität regte er an, in Bagatellfällen („und mit einem solchen haben wir es hier zu tun“) nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit nicht „hopp oder top, alles oder nichts“ zu urteilen. Sein Vorschlag, bloß eine Rüge zu erteilen, wie in Münster praktiziert, wurde von Uni-Anwalt Gärditz brüsk zurückgewiesen. Für mildere Maßnahmen, schleuderte er seinem Kollegen entgegen, gebe es in der Düsseldorfer Promotionsordnung keine rechtliche Grundlage."
  • Neue Zürcher Zeitung: Vorwurf der Täuschung. Schavan unterliegt im Kampf um Doktortitel (dpa) "Die frühere deutsche Bildungsministerin Schavan hat vor Gericht eine Niederlage erlitten. Sie wandte sich gegen die Aberkennung ihres Doktortitels. [...] In den vergangenen Jahren waren in Deutschland mehrere Spitzenpolitiker über Plagiatsvorwürfe gestolpert. Bekanntester Fall ist der damalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der im März 2011 zurücktrat. Im gleichen Jahr musste die liberale Politikerin Silvana Koch-Mehrin ihren Posten als Vizepräsidentin des Europaparlaments räumen."
  • Zeit Online: Reines Glücksspiel (Marion Schmidt) "Die Universität Düsseldorf hat Annette Schavan ihren Doktortitel entzogen. Ob zu Recht, muss jetzt ein Gericht entscheiden. Fest steht: Ein solches Plagiatsverfahren wird es wohl nicht noch einmal geben [...]
    Die Frage, die die Richter beantworten müssen, lautet: Hat die Uni die Dissertation korrekt begutachtet, ist das Verfahren korrekt abgelaufen? In früheren juristischen Auseinandersetzungen, wie etwa bei der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin, haben die Gerichte immer den Unis recht gegeben. Der Bonner Jurist Wolfgang Löwer sagt, er habe es in zwanzig Jahren noch kein einziges Mal erlebt, dass Unis einen Streit um einen Doktortitel verloren hätten. [...]
    Es ist sogar schon vorgekommen, dass dieselbe Uni über dieselbe Dissertation zu zwei Zeitpunkten zu zwei unterschiedlichen Urteilen kommt. Wie im Fall von Margarita Mathiopoulos an der Uni Bonn. 1991 beschloss die Uni, der Politikberaterin trotz Plagiatsvorwürfen den Titel nicht zu entziehen. 2012 kam die Uni in anderer personeller Besetzung zu dem Schluss, in der Arbeit sei so schwer plagiiert worden, dass die Verfasserin ihren Titel verlieren muss. Wie kann das sein?"

21. März 2014Bearbeiten

  • Spiegel Online: Schavans Plagiatsaffäre: Doktorin auf Abruf (Jörg Diehl und Oliver Trenkamp) "Der Staatsrechtler Bodo Pieroth, der ebenfalls für Schavan vor Gericht auftrat, rügte zudem die Schärfe der Promotionsordnung. Es könne nicht sein, dass es auch nach Jahrzehnten um "alles oder nichts, hopp oder top" geht, sagte der Jura-Professor aus Münster. In einem ähnlichen Fall sei nur eine Rüge erteilt worden. "Diese Entscheidung halte ich für schlicht rechtswidrig", entgegnete der Bonner Professor für Öffentliches Recht, Klaus Gärditz, der die Universität Düsseldorf vor dem Verwaltungsgericht vertrat. Die Promotionsordnung sei eben ein "Alles-oder-nichts-Programm", das eine Rüge nicht hergebe."
  • Süddeutsche Zeitung: S. 5: Ein Hauch von Hoffnung, schnell verweht" (Roland Preuß) "Pieroth hat auch gleich eine Idee: seine eigene Fakultät in Münster habe kürzlich eine Juristin wegen einer unsauberen Doktorarbeit lediglich gerügt - den Titel hätte sie behalten dürfen. Der Hauch des Scoops jedoch verweht schnell im Sall III des Düsseldorfer Verwaltungsgerichts. Klaus Ferdinand Gärditz, Bonner Juraprofessor und Anwalt der Universität, schreddert die Argumente im Schnelldurchgang. ... Und die Rüge der Uni Münster? Die hält Gärditz "schlicht für rechtswidrig", denn eine solche Strafe ist in der Promotionsordnung gar nicht vorgesehen. Pieroth zieht die Brauen hoch und streichelt seine Stuhllehne. Dieses Gefecht stellt er lieber ein."
  • Magisterbladet (Dänemark): Videnskabens gode samvittighed (Mathias Irminger Sonne) "Som plagiataffæren omkring Nasrullah Memon fra Syddansk Universitet har vist, opererer VroniPlag Wiki ikke kun i Tyskland, men i princippet i hele verden. Der er tale om et internationalt omsiggribende problem, der i Debora Weber-Wulffs øjne bl.a. skyldes forkerte prioriteter og en stor nonchalance i universitære kredse." [Wie die Plagiatsaffäre um Nasrullah Memon von der Süddänischen Universität gezeigt hat, operiert VroniPlag Wiki nicht nur in Deutschland, sondern prinzipiell in der ganzen Welt. Es ist ein internationales, um sich greifendes Problem, das in Debora Weber-Wulffs Augen falschen Prioritäten geschuldet ist sowie einer großen Nonchalance in universitären Kreisen.]


2. April 2014Bearbeiten

  • Süddeutsche.de: Abschied von Landrat Kreidl. Reuelos und tränenreich (Heiner Effern) "Verwandtenaffäre, Plagiatsaffäre, Sparkassenaffäre: Der Miesbacher Landrat Jakob Kreidl hat sich einen fragwürdigen Ruf erworben. Bei seinem Abschied hebt er dennoch nur seine Verdienste hervor - und bricht in Tränen aus. [...] Es sei für ihn Zeichen einer 'ordnungsgemäße Pflichterfüllung' und ihm zugleich 'ein ehrliches Bedürfnis', seine politische Karriere im Amt abzuschließen, sagte er im Kreistag. 'Wenn ich mir das Ende auch anders vorgestellt hätte.'"

9. April 2014Bearbeiten

  • Spiegel Online: Verdacht gegen Entwicklungsminister Müller: Angriffsziel Doktortitel (Björn Hengst und Oliver Trenkamp) "Andere Plagiatsjäger halten das für unseriös. Auf der Plattform Vroniplag Wiki, wo die meisten Aktivisten anonym arbeiten, gilt ein Richtwert von 20 Prozent der Seiten einer Doktorarbeit, die verdächtig sein müssen. Erst dann wird ein Verdacht mit vollem Namen des Autors veröffentlicht. Im Chat dort wird der bislang bekannte Vorwurf gegen Müller als "haltlos" bezeichnet."

29. April 2014Bearbeiten

  • Münstersche Zeitung: Neue Plagiatsvorwürfe in Münster. Mediziner soll große Teile seiner Doktorarbeit abgeschrieben haben. (Stefan Bergmann) "Das Plagiats-Forum "Vroniplag" hat jetzt festgestellt, dass der Mediziner auf "61 von 61 Seiten" von einer anderen Doktorarbeit abgeschrieben haben soll, und zwar großflächig. [...] Der Gutachter, der münstersche Mediziner Solon Thanos, will von den Ähnlichkeiten nichts bemerkt haben: "Es waren unterschiedliche Arbeiten", sagte er am Montag gegenüber unserer Redaktion. Aber man nutze im Labor die gleichen Methoden und lese sich natürlich die Labor-Protokolle seiner Vorgänger durch, so Thanos. [...] Der Pressesprecher der medizinischen Fakultät, Thomas Bauer, erfuhr erst durch unsere Recherchen von dem Plagiatsfall und zeigte sich entsetzt."
  • Westfälische Nachrichten: Wieder Plagiatsvorwürfe bei Medizinern in Münster Doktorand soll großflächig abgeschrieben haben (Karin Völker) "Zwei Doktoranden haben allem Anschein nach bei einem Prüfer eine weitgehend identische Arbeit eingereicht. Nach im Plagiats-Forum Vroni-Plag dokumentierten Recherchen hat einer der beiden Mediziner auf allen 61 Seiten seiner Dissertation von einer anderen Arbeit abgeschrieben. Letztere, die ein halbes Jahr zuvor bei ein und demselben Gutachter eingereicht worden war, enttarnten die Rechercheure bei Vroni-Plag ebenfalls als Plagiat. Hier wurde auf 51 von 54 Seiten abgeschrieben."

30. April 2014Bearbeiten

  • Die Glocke Online: Plagiatsvorwurf gegen Mediziner in Münster "„Für uns ist das ein Ausgangspunkt, um die Fälle zu klären“, sagte Bauer. „Wir sind dankbar für die Plattform“, versicherte er. Sie habe die beiden münsterschen Fälle am Dienstag online gestellt. Welcher Mediziner von wem abgeschrieben hat, sei zwar noch nicht klar, meinte Bauer. Der Promotionsausschuss der Medizinischen Fakultät werde jetzt aber tätig."


5. Mai 2014Bearbeiten

  • Focus online: Angebliche Häufung von Plagiaten bei Medizinern der Uni Münster (dpa) "An der Uni Münster soll es eine auffällige Häufung von Plagiats-Verdachtsfällen bei Doktorarbeiten geben. Betroffen ist nach Informationen der Plattform „VroniPlag“ die Medizinische Fakultät der Uni. Dabei geht es um veröffentlichte Arbeiten aus den Jahren 2004 bis 2011. Der Dekan der Mediziner, Wilhelm Schmitz, kündigte am Montag den Einsatz einer Untersuchungskommission an."
  • Westfälische Wilhelms-Universität Münster - Pressemitteilung: Plagiats-Verdacht: WWU setzt Untersuchungskommission ein. Dekan der Medizinischen Fakultät forciert Aufklärung (upm) "Die Medizinische Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) hat auf den Hinweis des "VroniPlag-Wikis", wonach mehrere neue mögliche Plagiatsfälle dokumentiert seien, sofort reagiert. Der Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Wilhelm Schmitz, wird dem Fachbereichsrat bereits auf dessen nächster Sitzung am 13. Mai die Einsetzung einer Untersuchungskommission empfehlen. Um eine mögliche Befangenheit innerhalb der Fakultät auszuschließen, soll die Kommission auch mit externen Experten besetzt werden. 'Wir sind erschrocken über das Ausmaß der Anschuldigungen und werden alles dafür tun, um die Vorwürfe gründlich und schnellstmöglichst zu klären', betont Wilhelm Schmitz."
  • Westfälische Nachrichten: Schon wieder Plagiat-Verdacht. Flächenbrand bei den Medizinern (Karin Völker) "Nun will das Rektorat der Universität eine Untersuchungskommission mit externen Fachleuten einsetzen, die nicht nur die in die Kritik geratenen Arbeiten überprüft, sondern auch die betroffenen Prüfer, berichtete ein Sprecher der Universität. Er sprach von einem „Flächenbrand“."

6. Mai 2014Bearbeiten

  • Münstersche Zeitung: "Vroniplag" hat bei Medizinern in ein Wespennest gestochen. Auf Münsters Uni kommen weitere Plagiats-Verdachtsfälle zu (Patrick Pinto Nogueira und Christoph Ueberfeld) "'Es sind noch weitere Fälle in Prüfung, aber wir sind vorsichtig mit der Veröffentlichung. Dennoch: Es ist noch nicht zu Ende', sagt Prof. Gerhard Dannemann. Er ist Teil des 'Vroniplag'-Teams und einer der wenigen Wissenschaftler, deren Name öffentlich bekannt ist. [...] 'Man will das jetzt auch nicht über Monate in die Länge ziehen. Das wäre ja auch nicht im Interesse der Uni', sagt Dannemann. [...] '[...] Wir haben ein Problem, und das müssen wir jetzt möglichst schnell lösen', sagt Uni-Sprecher Norbert Robers."
  • Westfälische Nachrichten: Schon wieder Plagiat-Verdacht. Flächenbrand bei Medizinern (Karin Völker) "An der Medizinischen Fakultät der Uni Münster wird offenkundig bei Doktorarbeiten nicht nur punktuell geschummelt. Die Internetplattform Vroniplag listet momentan gleich neun Fälle auf.
    Die Universität Münster ist im Internetforum Vroniplag stark präsent – und das bedeutet nichts Gutes. Momentan werden hier, allein an der Medizinischen Fakultät neun Fälle aufgelistet, bei denen die Autoren von Doktorarbeiten Teile ihrer Dissertationen abgeschrieben haben sollen. An der Universität Münster herrscht Betroffenheit, Insider im Schloss munkeln von einem 'Flächenbrand'."
  • Der Westen: Uni Münster ist geschockt - Mediziner schummeln beim Doktor (Christopher Onkelbach) "Die Plagiatsjäger vermuten, dass an den Medizinfakultäten anderer Unis ähnliche Zustände herrschen. [...] Dass ausgerechnet Münster ins Visier der Plagiatejäger geriet, sei dem Zufall geschuldet, „es hätte auch jede andere Uni treffen können“, sagt ein Mitstreiter von VroniPlag unter dem Pseudonym Gerhard Hindemith der WAZ. [...] Die Vorfälle in Münster scheinen den alten Verdacht zu bestätigen, dass medizinische Doktorarbeiten schnell und schludrig zusammengeleimt werden. „Ich denke, dass wir auch an anderen Fakultäten fündig würden. Das hat mit dem Charakter der Mediziner-Ausbildung zu tun“, sagt Plagiatejäger Hindemith."
  • General-Anzeiger (Bonn): Der Kampf gegen den Textklau. Auch Bonner Forscher und ihre Dissertationen standen schon unter Plagiatsverdacht (Hermann Horstkotte) "[...] Anfang der neunziger Jahre, entschied Bonn über die plagiatsverdächtige Dissertation der Historikerin und Politikwissenschaftlerin Margaritha Mathiopoulos. [...] 20 Jahre später wurde er dann doch noch aberkannt. Vor Gericht bezeichnete Rechtsprofessor Klaus F. Gärditz als Uni-Vertreter den früheren Freispruch als Fehlentscheidung, die 'den Täuschungsvorsatz unter willkürlicher Bewertung der bekannten Zitierfehler verneint' habe. Mathiopoulos scheiterte mit einer Klage gegen die Bonner Uni. Das wollte sie aber nicht auf sich sitzen lassen. Und so hat das Oberverwaltungsgericht Münster nun über die Zulassung ihrer Berufung zu entscheiden.
  • Radio Q: Plagiatsverdachte am UKM "Sieben neue Verdachtsfälle ist innerhalb wenigen Tage aus dem Bereich der Medizin bekannt geworden. [...] Laut Vroniplag gebe es an keiner Uni in Deutschland so viele Plagiatsverdachtsfälle wie an der Uni in Münster. [...] Als Konsequenz darf ein Professor der Uni Münster aufgrund eines Plagiatsfalls vorübergehend keine Doktorarbeiten mehr betreuen."
  • Die Welt: VroniPlag verdächtigt Doktoren der Uni Münster (dpa/bar) ""Wir sind erschrocken über das Ausmaß der Anschuldigungen und werden alles dafür tun, um die Vorwürfe gründlich und schnellstmöglichst zu klären", sagte Schmitz in einer am Montag veröffentlichten Presseerklärung."
  • Dradio Wissen: Plagiate. "VroniPlag" dokumentiert Häufung in Münster "Bei den Medizinern der Uni Münster wird angeblich viel abgeschrieben. [...] Hinter "VroniPlag" steckt eine Gruppe von Aktivisten, darunter auch Wissenschaftler. [...] Ein Kritikpunkt ist, dass die Plattform anonymen Hinweisen nachgeht."

7. Mai 2014Bearbeiten

  • WDR: Plagiatsvorwürfe an der Uni Münster: Haben Mediziner nicht nur punktuell geschummelt? "In dem Internetforum VroniPlag, das Plagiatsvorwürfe auflistet, ist die Universität Münster stark vertreten. Besonders auffällig: Gleich zehn Dissertationen von Medizinern der Westfälischen Uni sollen geschummelt haben - eine Häufung, die die Frage aufwirft, ob es sich dabei noch um Einzelfälle handelt. Auffällig sind außerdem die zum Teil extrem hohen Anteile der Seiten, die Plagiate enthalten. Bis zu 94,44 Prozent reicht hier die Quote."
  • WAZ: Ärzte sollen Dr.-Titel erschlichen haben (Christopher Onkelbach) "Eine Häufung angeblicher Plagiatsfälle bei Doktorarbeiten erschüttert die Medizinische Fakultät der Uni Münster. Die Internetplattform VroniPlag, die Plagiaten bei wissenschaftlichen Arbeiten nachspürt, listet aktuell zehn Fälle auf, wo bei medizinischen Dissertationen geschummelt worden sein soll. Die Plagiatsjäger vermuten, dass an den Medizinfakultäten anderer Unis ähnliche Zustände herrschen."
  • Westfälische Nachrichten: Kommentar: Schaden für die Wissenschaft (Karin Völker) "Alle, die immer noch geneigt sind, solche Mogeleien als Kavaliersdelikte abzutun, sollten sich erinnern: Eine Doktorarbeit muss eine eigenständige wissenschaftliche Leistung darstellen."
  • Westfälische Nachrichten: Elf Fälle bei Medizinern. Weiterer Mogelei-Verdacht (Karin Völker) "Es nimmt kein Ende. [...] Speziell in der Medizin geht es laut Dannemann nicht nur ums Abschreiben, sondern auch um die Verwendung von Rohdaten für die einer Promotion zugrunde liegenden wissenschaftlichen Untersuchung. Solche Daten würden oft in mehreren Dissertationen wiederverwendet. [...] Der Vroniplag-Wiki-Gründer Martin Heidingsfeld [sic!], der sich mittlerweile mit Plagiatssuchen selbstständig gemacht hat, berichtete unserer Zeitung, im Sommer 2013 die Uni Münster auf einen dritten Fall bei den Politikwissenschaftern aufmerksam gemacht zu haben – „bisher ohne Reaktion“."

8. Mai 2014Bearbeiten

  • Deutsches Ärzteblatt: Plagiatsvorwürfe gegen Mediziner an der Uni Münster (jp/aerzteblatt.de) "Die Internetplattform VroniPlag meldet mehrere Plagiatsfälle bei Doktorarbeiten, die an der medizinischen Fakultät der Universität Münster entstanden sind. Nach Anga­ben eines Sprechers handelt es sich konkret um elf Verdachtsfälle, die die Fakultät betreffen."
  • ÄrzteZeitung: Medizinfakultät will Kommission einschalten (kab) "Neben den Verfassern der Dissertationen geraten auch die betroffenen Gutachter ins Visier. Die Uni wird prüfen, ob sie ihre Pflichten verletzt haben. In Münster werden jährlich etwa 280 Dissertationen an der medizinischen Fakultät eingereicht.
    Die Plagiatsjäger von 'VroniPlag', die zumeist anonym bleiben, erwarten die Aufdeckung vieler weiterer Fälle an medizinischen Fakultäten. Auf der Homepage der Plattform sind aktuell medizinische Arbeiten von mehreren deutschen Universitäten zu finden."

9. Mai 2014Bearbeiten

  • Deutschlandfunk: Ärzte müssen um "Dr." bangen (Dirk Biernoth) "Der Plagiats-Blog VroniPlag hat mehrere medizinische Doktorarbeiten unter die Lupe genommen. Besonders an der Universität Münster wurden die Plagiatsjäger fündig. Schon länger gibt es den Verdacht, dass viele angehende Ärzte ihre Dissertationen nicht besonders sorgfältig anfertigen."
  • Spiegel online:Milde Strafe für Plagiatoren: Eine Rüge kann so schön sein (Hermann Horstkotte) "Rügen statt Titelentzug wegen plagiierter Doktorarbeiten hat es schon des öfteren gegeben. So kam eine Juristin aus Münster kürzlich mit einer Rüge davon, weil sie zwar nicht bewusst getäuscht, wohl aber mangelhaft zitiert habe, urteilte ihre Uni. Diesen Gnadenweg für akademische Sünder haben auch die Unis in Heidelberg, Dortmund und Münster eröffnet, die Uni Bayreuth denkt ebenfalls darüber nach."
  • Westfälische Nachrichten: Plagiate an der Uni Münster. Plagiatsjäger: Wird Schummelei sogar gefördert? "Nehmen sich Mitarbeiter bei Vroniplag Wiki momentan die medizinischen Dissertationen an der Uni Münster gezielt vor – oder wie kommt es zu dieser Häufung? Dannemann: Nein, wir suchen nicht speziell in Münster nach Plagiaten. Aber wenn jemand, wie hier, auf mehrere Fälle an derselben Fakultät stößt, liegt es nahe, weiter zu suchen."

12. Mai 2014Bearbeiten

  • Westfälische Nachrichten: Medizinische Fakultät der Uni Münster. Plagiatsverdacht Nummer 13 (Karin Völker) "Die Kette an vermuteten Plagiatsfällen an der medizinischen Fakultät der Universität Münster reißt nicht ab. [...] Im Internetforum Vroniplag Wiki wurde am Sonntag die Arbeit einer weiteren Zahnmedizinerin als Plagiat auf die Liste gestellt. Die 2010 angefertigte Doktorarbeit wurde von einem Professor betreut, der bereits in drei anderen Fällen als Prüfer tätig war."
  • Süddeutsche Zeitung: Aus Magister mach Doktor (Tanjev Schultz, Roland Preuß) "Was nun allerdings auffällt: wie schwer sich in jüngster Zeit Unis mit Verfahren zum Doktor-Entzug tun. Die Standards werden nicht mehr überall hochgehalten. Plagiatesucher wie die Berliner Professorin Deborah Weber-Wulff sehen mit Sorge ein nachlassendes Interesse an Verdachtsfällen. Anfangs, nach dem Guttenberg-Schock, wurde schnell reagiert, inzwischen ziehen sich viele Verfahren sehr in die Länge. Niemand wünscht sich eine Hetzjagd - es erstaunt jedoch, wie träge und milde einige nun vorgehen."


13. Mai 2014Bearbeiten

  • Universität Münster (Pressemitteilung): Untersuchungskommission wird Plagiats-Vorwürfe aufklären. Fachbereichsrat der Medizinischen Fakultät beschließt Beteiligung externer Experten (upm) "Die aus 14 Personen zusammengesetzte Kommission wird auch mit externen Experten besetzt werden, um auf diese Weise eine mögliche Befangenheit innerhalb der Fakultät auszuschließen. Die Fakultät hat den Ombudsmann der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Prof. Dr. Wolfgang Löwer, darum gebeten, zwei hochrangige und unabhängige Sachverständige zu empfehlen. "Wir werden alles dafür tun, um die Vorwürfe schnell und umfassend zu klären. Wir haben ein großes Interesse an einer gründlichen Überprüfung", betonte der Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Wilhelm Schmitz. Die Kommission hat den Auftrag, alle Verdachtsfälle zu prüfen und festzustellen, ob die Dissertationen Passagen (Texte und Abbildungen) enthalten, die aus anderen Arbeiten übernommen und nicht als solche gekennzeichnet oder nicht hinreichend gekennzeichnet sind. Schließlich werden die Gutachter in jedem einzelnen Fall eine Empfehlung abgeben, ob der Doktorgrad zu entziehen ist oder nicht. Die Entscheidung darüber wird der Fachbereichsrat fällen."
  • Westfälische Nachrichten: Plagiate an der Uni Münster Politologe Gürle darf Titel behalten (Karin Völker) "Das Thema Plagiate in Doktorarbeiten lässt die Universität Münster nicht los. Während der Fakultätsrat der philosophischen Fakultät am Montag entschied, dass der 2004 promovierte Politologe Cevdet Gürle seinen Titel behalten darf, tauchte auf der Internetplattform Vroniplag Wiki der 14. Plagiatsfall an der medizinischen Fakultät auf."
  • Blog Causa Schavan: Schöne neue Altweltaffen: Das Große Lausen von Münster (Simone G.) "Seit dem 19. April hat das VroniPlag Wiki für bislang 14 medizinische Dissertationen aus Münster umfassende Plagiatsdokumentationen auf der “Hauptseite” vorgestellt, also unter voller Namensnennung der Betroffenen veröffentlicht. Doch die Serie ist noch nicht beendet. Von zumindest zwei weiteren Fällen wissen wir, dass sie einer Publikation in den kommenden Tagen oder Wochen entgegengehen. In einem dritten Fall ist die Überprüfung noch im Anfangsstadium."

16. Mai 2014Bearbeiten

  • Junge Freiheit: Der interkulturelle Glanz trügt (Christian Schwiesselmann) "Plagiatsplattform VroniPlag: Neben Politikern stehen mittlerweile auffallend viele Akademiker mit Migrationshintergrund am digitalen Pranger
    [...] Doch der interkulturelle Glanz deutscher Hochschulen trügt: Auf der Plagiatsplattform VroniPlag, die nach der plagiierten Dissertation der Stoiber-Tochter Veronica Saß benannt wurde und unter anderem den FDP-Politik-Migranten Jorgo Chatzimarkakis, Bijan Djir-Sarai sowie Margarita Mathiopoulos den Doktortitel gekostet hat, sind seit längerem auffällig viele Plagiatsfälle von Nachwuchswissenschaftlern mit Migrationshintergrund dokumentiert. Fast die Hälfte der über 80 Hochschulschriften unter Plagiatsverdacht stammt aus der Feder von Akademikern nichtdeutscher Herkunft."

22. Mai 2014Bearbeiten

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung: Plagiatshäufung in Münster (oll) [Heike Schmoll]: "Wegen einer auffälligen Häufung von Plagiatsverdachtsfällen bei Doktorarbeiten an der medizinischen Fakultät der Universität Münster, die von der Plattform "VroniPlag" aufgedeckt wurde, hat der Fachbereichsrat der Fakultät sich dafür ausgesprochen, eine Untersuchungskommission einzusetzen. […] Ein Doktorand hat nach der Analyse von "VroniPlag" seine Arbeit komplett von einem anderen Doktoranden bei demselben Betreuer abgeschrieben, der wiederum selbst zu fast 100 Prozent woanders abgeschrieben hatte. Gerade bei Medizinern stoße man häufig darauf, dass ein zunächst allein vom betreuenden Professor publizierter Aufsatz die Grundlage mehrerer Dissertationen bilde [...]"
  • wissen|leben - Die Zeitung der WWU Münster: Liebe Leserinnen und Leser, (Norbert Robers) "es lässt sich nicht ignorieren oder gar leugnen, dass die Vielzahl von möglichen Plagiatsfällen in der Medizinischen Fakultät, über die seit einigen Tagen intensiv diskutiert wird, der Universität insgesamt arg zusetzt. Diese vermeintliche Serie ist uniweit das Thema schlechthin, vor allem in den Reihen der Mediziner, die auch häufig weit außerhalb von Münster darauf angesprochen werden. [...]
    [...] Nicht die Suche nach Plagiaten an sich ist das Problem. Es ist vielmehr das aktuelle Prinzip, dass mit Farben und Zahlen versehene Namensnennungen bereits als Beweis gelten und für die Öffentlichkeit damit das Urteil gefällt ist. Es wäre für alle Betroffenen weit sinnvoller, ein System zu entwickeln, das die Persönlichkeitsrechte der Verdächtigen achtet, das den Hochschulen die Zeit für eine angemessene und gerichtsfeste Prüfung und gleichzeitig der Öffentlichkeit das Recht auf umfassende Informationen einräumt."
  • wissen|leben - Die Zeitung der WWU Münster: Medizin: Kommission soll Plagiats-Vorwürfe aufklären. Fachbereichsrat beauftragt externe Experten (Norbert Robers) "Der Fachbereichsrat der Medizinischen Fakultät der WWU hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, zur Klärung der Plagiats-Vorwürfe bei einer Reihe von Dissertationen aus der Fakultät eine Untersuchungskommission einzusetzen. [...] Die Kommission hat den Auftrag, alle Verdachtsfälle zu prüfen und festzustellen, ob die Dissertationen Passagen wie etwa Texte und Abbildungen enthalten, die aus anderen Arbeiten übernommen und nicht als solche gekennzeichnet oder nicht hinreichend gekennzeichnet sind. Schließlich werden die Gutachter in jedem einzelnen Fall eine Empfehlung abgeben, ob der Doktorgrad zu entziehen ist oder nicht. Die Entscheidung darüber wird der Fachbereichsrat fällen."

23. Mai 2014Bearbeiten

  • Westfälische Nachrichten: 18. Plagiat bei den Medizinern (kv): "Plagiate in Doktorarbeiten und kein Ende: Am Donnerstag tauchte der 18. Verdachtsfall auf der Plagiats-Sucher-Plattform Vroniplag Wiki im Internet auf."

25. Mai 2014Bearbeiten

  • Focus Online: Ombudsmann: Abgeschriebene Doktorarbeiten bedrohen wissenschaftliche Reputation der Medizin in Deutschland: "Eine Serie von offensichtlich weitgehend abgeschriebenen medizinischen Doktorarbeiten bedroht nach Ansicht des Ombudsmanns der Deutschen Forschungsgemeinschaft die wissenschaftliche Reputation der Medizin in Deutschland. Sein Sprecher Wolfgang Löwer kommentierte im Nachrichtenmagazin FOCUS die vom Internet-Portal Vroniplag veröffentlichte Liste von mittlerweile 18 Dissertationen der Medizinischen Fakultät der Universität Münster mit den Worten: „Man fasst sich an den Kopf.“"

26. Mai 2014Bearbeiten

28. Mai 2014Bearbeiten

  • slon.ru: Создатели «Диссернета»: «Надеемся, эту лавочку мы спалили» (Сергей Шпилькин) "[Андрей Ростовцев:] Я в конце 2012 года был в Германии по делам и занялся ознакомлением с совершенно замечательным проектом VroniPlag – аналог нашему. Все началось с министра обороны Германии по фамилии цу Гуттенберг. Я подробно познакомился с тем, как работает проект. [...] Собственно говоря, это же и есть дата-журналистика, то есть data handling, которая по крупицам может собрать крупную информационную базу и делает мир прозрачным. Вот из этих составляющих и сложилась идея сделать аналог VroniPlag в России. Но не получился VroniPlag, потому что у нас традиции диссертационного воровства разные абсолютно. В Германии крадут понемножку, а у нас целыми большими книгами."

30. Mai 2014Bearbeiten

  • Spiegel online: Windige Mediziner-Promotionen: Frau Doktor Dreist (Carola Padtberg-Kruse) "Der Verdacht gegen die Charité-Promotionen ist nicht der erste, dem die Vroniplag-Rechercheure nachgehen: Im Mai entdeckten die Plagiatsjäger eine auffällige Häufung von Verdachtsfällen an der medizinischen Fakultät in Münster. Auch dort scheint eine Arbeit fast komplett den Wortlaut einer anderen Dissertation bei demselben Betreuer abzubilden, die wiederum bei einer anderen abgeschrieben wurde. Die Universität Münster bildete daraufhin eine aus 14 Fachleuten zusammengesetzte Kommission, um alle neun Verdachtsfälle zu prüfen. [...] Die meist anonymen Plagiatssucher müssen vielen Medizinern als akademische Nestbeschmutzer vorkommen, doch Oestermann nimmt sie ausdrücklich in Schutz: 'Wir sind dankbar für die Leistung von Vroniplag', sagt Oestmann. 'Die Plattform arbeitet an der Qualität der Wissenschaft - nichts anderes wollen wir auch.'"


3. Juni 2014Bearbeiten

  • Westfälische Nachrichten: Nummer 20 und 21 an der Medizinischen Fakultät - Immer mehr angezeigte Plagiate (Karin Völker) "Am Sonntag stellten die Plagiatsjäger des Internetforums Vroniplag Wiki die nach ihrer Analyse zu großen Teilen als Plagiate enttarnten Dissertationen Nummer 20 und 21 ins Netz. [...] Die Untersuchungskommission der Fakultät, die am 16. Juni zusammentritt, will jede einzelne Arbeit sorgfältig prüfen, erklärte Dekan Prof. Wilhelm Schmitz. Für den Fall, dass als Ergebnis Doktortitel aberkannt würden, solle möglicherweise auch die Arbeit der betreffenden Doktorväter und -mütter auf den Prüfstand kommen."

6. Juni 2014Bearbeiten

  • Münstersche Zeitung: Kammerpräsident über Plagiate in der Medizin: Mogel-Ärzte müssen nicht mit Strafen rechnen (Stefan Bergmann) "In diesen Tagen hat das Portal 'Vroniplag' den 21. Fall einer Doktorarbeit an der medizinischen Fakultät Münster veröffentlicht, die zu großen Teilen abgeschrieben ist oder falsch mit Zitaten umgeht. [...] Kammer-Präsident Theodor Windhorst [...] hält das Verhalten des Mediziners nicht für einen 'Betrug am Patienten', denn die Arbeit des Arztes sei ja nicht betroffen. Handlungsbedarf sieht Windhorst eher bei der Uni. Wörtlich sagte er: 'Es ist eine Schande für die Doktorväter, die diese Arbeiten akzeptiert haben.' Die ganze Angelegenheit sei ein Problem der Uni."

16. Juni 2014Bearbeiten

  • Laborjournal: Editorial (Heft 6/2014) (Die Redaktion) "Wie die Plagiatsexperten von Vroniplag auf ihrer Website jedenfalls dokumentieren, gab Lisowski nahezu eine Eins-zu-Eins-Kopie der Originalarbeit von 2008 ab. Übrigens auch beim gleichen Betreuer/Gutachter wie seinerzeit. Der heißt Prof. Dr. Michael Lein, war damals Leitender Oberarzt am Campus Mitte der Charité, ist heute Chefarzt in Offenbach und wohl ebenfalls ein Freund von Effizienz. Denn offenbar schmiss Lein seine Doktorandin nicht hochkant aus dem Arbeitszimmer, nachdem sie ihm die Doublette überreicht hatte – nein, man muss vermuten, dass er ihr erfreut auf die Schulter klopfte."

18. Juni 2014Bearbeiten

  • Recklinghäuser Zeitung: Plagiatsverdachte an der Uni -Untersuchungs-Kommission hat die Arbeit aufgenommen "Auf der Jagd nach Plagiaten: Seit Montag hat die Untersuchungs-Kommission an der Uni Münster ihre Arbeit aufgenommen. Zwölf Experten aus dem Bereich der Medizin sowie zwei externe Gutachter sollen helfen, den Plagiatsskandal, der die Uni in den vergangenen Wochen erschüttert hat, lückenlos aufzuklären.
    Wer prüft?
    Prof. Jürgen Heesemann vom Max von Pettenkofer-Institut für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie sowie Prof. Dieter Bitter-Suermann, Ex-Präsident des Medizinischen Fakultätentages, sind der Uni von der Deutschen Forschungsgesellschaft als externe Gutachter empfohlen worden."

22. Juni 2014Bearbeiten

  • Der Tagesspiegel: Bayerische Spezlwirtschaft: Der Monarch von Miesbach (Tatjana Kerschbaumer) "Seine Doktorarbeit zum Kosovo-Konflikt: zu 90 Prozent plagiiert. Unter allen Politikern, die bisher über ihre unsauber erworbenen Titel stolperten, hält Kreidl den Plagiats-Rekord. Mehr abgeschrieben als er hat keiner. Kreidl sagte, er habe vielleicht Fehler gemacht. Auf keinen Fall bewusst gefälscht. „Bei 90 Prozent?“ Martl am Stammtisch lacht. „Ich bin jetzt wirklich kein Studierter, aber das kann ich mir nicht vorstellen.“"


7. Juli 2014Bearbeiten

  • Telepolis: Plagiatsverdächtiger zensiert Vroniplag mit Urheberrecht (Peter Mühlbauer) "Nun hat ein ehemaliger Stipendiat der FDP-nahmen [sic] Friedrich-Naumann-Stiftung, in dessen Dissertation Vroniplag auf über der Hälfte der Seiten "Fremdtextübernahmen" fand, das akademische Hygieneportal dazu gezwungen, die Dokumentation seiner Doktorarbeit aus dem Netz zu nehmen. Grundlage dafür ist keine anwaltliche Abmahnung nach deutschem Recht, sondern eine nach dem US-Amerikanischen Digital Millenium Copyright Act, eine so genannte DMCA Notice. [...] Vroniplag will die DMCA Notice jedoch nicht einfach schlucken, sondern berät 'in enger Abstimmung mit Wikia', wie man vorgehen soll."

8. Juli 2014Bearbeiten

  • General-Anzeiger (Bonn): In Bonn möglich: Milde Strafe für Plagiatoren (Hermann Horstkotte) "Die vergangenen drei Jahre musste Martin W. [...] um seinen 2009 an der Bonner Uni erworbenen Doktortitel bangen: [...] Jetzt hat die Philosophische Fakultät der Hochschule beschlossen, 'den Doktortitel nicht abzuerkennen'. Allerdings werde das Prädikat 'auf den niedrigsten Grad, der vergeben werden kann, herabgesetzt', sagt Dekan Professor Paul Geyer. Auf GA-Nachfrage erklärt Dr. W., den Uni-Beschluss 'zur Kenntnis genommen' zu haben. Die Sache ist für ihn damit erledigt. [...] Im Fall W. betont Dekan Geyer, 'dass die Stärken der Dissertation durch die nachgewiesenen Plagiatsstellen nicht entscheidend gemindert werden'. [...] Allerdings hält der Bonner Juraprofessor Wolfgang Löwer [...] eine Notenverschlechterung bei Plagiaten oder anderen Täuschungsversuchen für falsch. [...] Zudem sei eine Neubewertung für die Titelführung gleichgültig und könne deshalb dem betroffenen Doktor ganz egal sein. [...] Aus all dem gewinnt der Münchner Arbeitsrechtler und Plagiatsexperte Professor Volker Rieble den Eindruck, dass die Hochschulen 'immer weniger Bock' auf öffentliche Altlastenbeseitigung haben."

11. Juli 2014Bearbeiten

  • Zündfunk Netzteil (Bayern 2): #Failoftheweek: Mit dem Urheberrecht gegen das Urheberrecht (Christian Schiffer) "Es ist still um sie geworden, aber es gibt sie noch und sie arbeiten unbeirrt weiter: Die Leute, die online Plagiate aufdecken. Doch kürzlich wurde dem Plagiat-Such-Portal 'VroniPlag' selbst ein Verstoß gegen das Urheberrecht vorgeworfen. [...] [D]er Student beschwerte sich: Die Plagiatsjäger würden ja schließlich seine Arbeit zitieren! Seine Arbeit! Seine mühsam aus anderen Arbeiten zusammengepuzzelte Arbeit! Einfach so! [...] Das Urheberrecht als Deflektorschild gegen Transparenz: Frech, aber nicht neu."

23. Juli 2014Bearbeiten

  • OVZ-Online: Plagiatsklage von Leipziger Ex-Jugendamtsleiter Haller wird Ende des Jahres verhandelt (nöß) "In der Plagiatsaffäre um den ehemaligen Leipziger Jugendamtsleiter Siegfried Haller will das Verwaltungsgericht Halle noch in diesem Jahr eine Entscheidung fällen. Wie Gerichtssprecher Volker Albrecht am Mittwoch auf Anfrage von LVZ-Online sagte, werde die mündliche Verhandlung voraussichtlich Ende 2014 stattfinden. Einen konkreten Termin konnte er noch nicht nennen. Auch ein Urteil soll dann fallen."

25. Juli 2014Bearbeiten

  • Leipziger Volkszeitung: Ex-Jugendamtschef Siegfried Haller: Doktortitel adé? (Robert Nößler) "Gegen den Entzug seines Doktortitels durch die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) hatte Haller im Oktober 2012 Klage am Verwaltungsgericht eingelegt. Bereits 2011 waren die Plagiatsvorwürfe gegen die Dissertation des damaligen Leiters des Amts für Jugend, Familie und Bildung laut geworden.
    Plagiatsjäger der Onlineseite VroniPlag waren zu dem Ergebnis gekommen, dass in Hallers Dissertation auf rund 80 von knapp 400 Seiten aus fremden Quellen abgeschrieben wurde. Die MLU erkannte ihm daraufhin den 2003 erworbenen Titel im Fachbereich Soziologie ab. "

2. August 2014Bearbeiten

  • Süddeutsche Zeitung: Kreidl geht es an den Geldbeutel (Christian Sebald) "Bereits zuvor stand Kreidl massiv in der Kritik - er hatte seine Doktorarbeit abgeschrieben und in seiner Zeit als Landtagsabgeordneter jahrelang seine Ehefrau als seine Mitarbeiterin angestellt."

16. August 2014Bearbeiten

  • B.Z.: Brisante Vorwürfe. Acht Charité-Doktoren unter Schummel-Verdacht (Nicole Schulze) "Bei sechs der Doktorarbeiten war Dr. Andreas O. als Gutachter eingesetzt. Er ist Gastdozent an der Charité – und betreibt hauptberuflich ein Zahnkompetenz-Zentrum. Dr. Michael Tsokos, Chef der Berliner Rechtsmedizin, war als Gutachter an der Hälfte der untersuchten Arbeiten beteiligt. Ebenso ein Professor von der Uniklinik Halle. Von ihnen war gestern niemand für eine Stellungnahme zu erreichen, genauso wenig wie die Charité."
  • rbb-online: Plagiatsvorwürfe an der Berliner Charité "Der Sprecher der Charité, Uwe Dolderer, sagte auf Anfrage von dpa, die zur Rede stehenden Arbeiten würden in vertraulichen Verfahren überprüft. Er sprach von 'Vorermittlungen' gemäß der Charité-Satzung. Nach Angaben von Dolderer wird dann die Promotionskommission der Klinik aufgrund der Ermittlungsergebnisse entscheiden, ob die Verfahren eingestellt oder Hauptverfahren eröffnet werden."
  • Focus Online: „Ketten von Plagiaten“ an der Charité? – Uniklinik setzt Untersuchungsgremium ein "Europas größte Universitätsklinik, die Charité in Berlin, steht möglicherweise vor einem Wissenschaftsskandal. Wie das Nachrichtenmagazin FOCUS [Nr. 34/2014] meldet, dokumentiert die Plattform „VroniPlag Wiki“ auf ihrer Webseite und in einem Schreiben an die Charité-Leitung eine Serie von acht angeblichen Plagiaten in Medizin-Dissertationen aus den vergangenen Jahren."

17. August 2014Bearbeiten

  • Berliner Morgenpost: Doktorarbeiten der Charité unter Plagiatsverdacht "Sechs der Arbeiten wurden dem Bericht zufolge zwischen 2007 und 2012 am Institut für Rechtsmedizin eingereicht und beschäftigen sich größtenteils mit Weisheitszähnen. Sie seien alle von demselben Zahnmediziner begutachtet worden, hieß es."
  • Berliner Kurier: Doktorarbeiten abgeschrieben? () "Nach einem Bericht des Magazins "Focus" sollen einige Doktorarbeiten abgekupfert worden sein. Auf der Internet-Plattform "Vroniplag Wiki" werden acht Dissertationen aus den letzten zehn Jahren aufgeführt"
  • B.Z.: Acht Doktoren der Charité unter Schummel-Verdacht () "Demnach sollen alle acht Akademiker zum Teil sehr stark (bis zu knapp 73 Prozent) bei anderen Autoren abgeschrieben oder Textpassagen einfach komplett kopiert und dies nicht in Fußnoten kenntlich gemacht haben. Mitunter sollen bis zu zwei Drittel einer Seite plagiiert worden sein. Unter den mutmaßlichen Plagiatoren ist auch eine Zahnärztin, die in bester Kudamm-Lage eine schicke Praxis betreibt."

18. August 2014Bearbeiten

  • Focus: Plagiate in der Wissenschaft – Doktorenfabrik in Berlin? (Kurt-Martin Mayer) "Der Anteil der nicht ordentlich gekennzeichneten "Fremdtextübernahmen" in den jeweiligen Arbeiten liegt demzufolge zwischen 30 und 73 Prozent. Sechs der Dissertationen entstammen dem Institut für Rechtsmedizin, befassen sich größtenteils mit Weisheitszähnen und haben einen gemeinsamen Gutachter, einen Zahnmediziner."
  • Schweriner Volkszeitung: Schummel-Verdacht – Plagiatsverdacht an Berliner Charité () "Auf der Internet-Plattform "Vroniplag Wiki' werden acht Doktorarbeiten aufgeführt. "Die zur Rede stehenden Arbeiten werden in vertraulichen Verfahren überprüft', sagte Charité-Sprecher Uwe Dolderer."

September 2014Bearbeiten

  • Laborjournal (Nr. 9/2014, S. 17-18): Münsteraner Kettenplagiate (Hans Zauner) "[E]s überrascht dann doch, wie wenig die eigenständige Promotionsleistung einigen Doktoranden und Gutachtern der medizinischen Fakultät der Uni Münster tatsächlich bedeutet hatte. [...] Es wurde dort jedenfalls fröhlich voneinander abgeschrieben. [...] Geholfen hat den akribischen Textspähern von Vroni-Plag bei ihren Recherchen das Open Repository-System der Universität Münster, in dem seit etwa zehn Jahren viele der Doktorarbeiten digital eingespeist werden. [...] Schon die Vielzahl der Fälle und das konsequente Nicht-Hinsehen der Doktorväter, als immer wieder verdächtige Texte auf ihren Schreibtischen landeten, spricht vielleicht eher dafür, dass die Forschungskultur der Münsteraner Mediziner aus den Fugen geraten ist."

15. September 2014Bearbeiten

  • SPIEGEL ONLINE: Freiburger Sportmediziner: Habilitation weg, Titel und Pension gerettet (Armin Himmelrath und Hermann Horstkotte) "'Gerade bei Medizinern stoßen wir häufig darauf, dass ein zunächst allein vom betreuenden Professor publizierter Aufsatz die Grundlage mehrerer Dissertationen bildet. Die zugrunde liegenden Messwerte, also die Rohdaten von Studien, werden dann ohne Bezug auf die erste Veröffentlichung für Dissertationen weiterverwertet'", sagt Gerhard Dannemann, Jura-Professor an der Humboldt-Universität Berlin und Mitglied im Plagiatsjäger-Netzwerk 'VroniPlag Wiki'. Solche Daten würden oft auch in mehreren Dissertationen wiederverwendet."

18. September 2014Bearbeiten

  • 3Sat: Lügen & Betrügen (Video) (Andrea Hauner, Helga Ettenhuber) "Schüler und Studenten tun es - und immer öfter auch gestandene Wissenschaftler: Spicken, abschreiben, manipulieren. Sie lügen und betrügen. 'Vier von fünf Studenten schummeln', sagt der Soziologe Sebastian Sattler von der Uni Bielefeld, der seit Jahren zu diesem Thema forscht. Und: Betrügen wird gelernt. [... Min. 36'05:] Doch, wie kann sich die Wissenschaft schützen, damit es erst gar nicht zu Betrug und Fälschungen kommt? Und wie geht sie gegen Betrüger vor? Die Informatikerin Debora Weber-Wulff und Gerhard Dannemann, Juraprofessor an der Humboldt-Universität, vertrauen der Selbstkontrolle der Wissenschaft nicht mehr. Sie gehören zur Internetplattform Vroni-Plag Wiki und suchen in Doktorarbeiten nach Plagiaten. Von einigen werden sie dafür als Nestbeschmutzer tituliert. In der Fehlersuche sind sie aber häufig gründlicher als die hochschulinternen Kontrollen. Einmal in der Woche gibt es ein Strategiegespräch. Heute geht es um 23 Fälle von medizinischen Dissertationen an der Universität Münster."

23. September 2014Bearbeiten

  • taz.de: Abschreiben bis der Doktor kommt (Anna Bordel) "Mitarbeiter einer Website entlarven viele Doktorarbeiten von Ärzten als Plagiate. Berlins Uniklinik reagiert positiv auf die Kontrolle. [...] An der gesamten Charité konnten auf VroniPlag Wiki in den vergangenen Monaten 20 Promotionen ermittelt werden, die aus Plagiaten bestehen. [...] Nicht nur an der Charité, sondern auch an der Uni Münster wurden zahlreiche Promotionen gefunden, die zu einem großen Teil aus anderen Arbeiten abgeschrieben wurden. [...] Außerdem versuche man auf die Betreuer einzuwirken. Wenn ein Promovend seitenlang von seinem Doktorvater abschreibt und der bemerkt oder erwähnt es nicht, dann sei das ebenso fragwürdig, wie das Plagiieren selbst. Auf die Professoren einzuwirken, ist aber kompliziert, sagt Bähr."

25. September 2014Bearbeiten

  • rbb-inforadio: Wissenschaft entschleunigen (Renée Zucker) "Wer demnächst einen Termin in der Charité hat, sollte ihn vielleicht verschieben. Oder sich vorher über das Alter seines zuständigen Arztes erkundigen. Würde dessen Doktorarbeit rein rechnerisch in die Zeit vor der Erfindung des Internets fallen, könnte man erwägen, den Termin zu halten. Bei jüngeren hingegen ist Zögern angebracht. Die Internetseite VroniPlag Wiki, die seit 2011 plagiatsverdächtige Dissertationen untersucht, beschäftigt sich u.a. derzeit mit Charité-Promotionen und hat bislang 20 Arbeiten gefunden, die aus Plagiaten bestehen. Mit weiteren ist zu rechnen."

26. September 2014Bearbeiten

  • Berliner Kurier: Schummel-Ärzte entlarvt (Marc Fleischmann) "Die Forscher von VroniPlag, ihr Vorgänger kostete 2011 Guttenberg den Doktortitel, melden die Fälle der Charité. Ein dort eingesetztes Untersuchungsgremium prüft, wie gravierend die Plagiate sind und entscheidet, ob der Titel entzogen wird. Dr. Volker Bähr (64) von der Wissenschaftsstelle der Charité sieht ein spezielles Problem bei den Medizinern: „Viele promovieren fürs Türschild, weil dann mehr Patienten kommen.“"


2. Oktober 2014Bearbeiten

  • Tagesspiegel: Berliner Charité: Plagiatsverdacht bei mehr als 20 Doktorarbeiten (Tilmann Warnecke) "An der Berliner Charité stehen mehr als zwanzig Doktorarbeiten unter Plagiatsverdacht. Die Fälle sind auf der Webseite VroniPlag Wiki aufgelistet, die in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche andere Plagiatsfälle öffentlich machte. Bei zwei der aufgeführten Dissertationen will VroniPlag Wiki auf jeder Seite Stellen gefunden haben, die von fremden Autoren übernommen, aber nicht entsprechend gekennzeichnet wurden. Bei den restlichen Arbeiten fanden sich verdächtige Stellen auf zwanzig bis 75 Prozent der Seiten."


22. Oktober 2014Bearbeiten

  • Presseerklärung Universität Münster: Plagiatsfall: Medizinische Fakultät der Universität Münster entzieht Doktortitel (upm) "Die Medizinische Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) hat nach Bekanntwerden zahlreicher möglicher Plagiatsfälle im Mai erste Entscheidungen getroffen: Der Fachbereichsrat der Fakultät hat gestern Abend [21.10.] entschieden, dass ein Doktortitel wegen grober Täuschung entzogen wird. In einem weiteren Fall sprach sich das Gremium aufgrund von Verstößen gegen Grundsätze wissenschaftlichen Arbeitens für eine Rüge aus - Art und Umfang der Verstöße rechtfertigten keinen Täuschungsvorwurf."
  • Westfälische Nachrichten: Medizinische Fakultät entzieht Doktortitel "Die Medizinische Fakultät hat nach den zahlreichen Plagiatsvorwürfen erste Konsequenzen gezogen und einem der Betroffenen den Doktortitel entzogen. Das entschied der Fachbereichsrat am Dienstag. Weitere Verdachtsfälle werden geprüft."
  • Kölner Stadt-Anzeiger: Uni Münster entzieht Mediziner Doktor-Titel wegen Täuschung (dpa/lnw) "Fünf Monate nachdem die Plattform «VroniPlag» bei Doktorarbeiten aus den Jahren 2004 bis 2011 mehrere Verdachtsfälle aufgelistet hatte, entzog der Fachbereich der Medizin einen Doktortitel wegen grober Täuschung. Wie die Universität am Mittwoch mitteilte, sprach das Gremium in einem weiteren Fall eine Rüge aus, weil der Autor gegen Grundsätze wissenschaftliches Arbeitens verstoßen habe. Ein Täuschungsvorwurf habe sich in diesem Fall nicht bestätigt. Die Prüfung weiterer 20 Verdachtsfälle dauere noch an."

23. Oktober 2014Bearbeiten

  • Die Zeit: Neustart nach dem Ende (Jutta Hoffritz) "Manager müssen damit rechnen: Wer Fehler macht, muss gehen. Wie gelingt das Comeback nach dem Fall?
    [...] Eine ungewöhnliche Einsicht – und lauter ungewöhnliche Lebensläufe. Zwar hört man häufiger von spektakulären Abstürzen, seit das Bankgeheimnis bröckelt, seit es Plagiatsdokumentationen wie VroniPlag gibt und seit der Flurfunk auf Facebook stattfindet. Für den Wiederaufstieg aber gibt es bisher wenige Vorbilder."

29. Oktober 2014Bearbeiten

  • Der Freitag: Identität (Ulrike Bewer) "Anonyme Aktivitäten werden allein aufgrund unbekannter Autorenschaft abgebügelt, wie man es anfangs bei den Plagiatsjägern von VroniPlag erleben konnte. Da äußerten sich Politiker, sie würden die Vorwürfe nicht ernst nehmen, forderten ein „offenes Visier“. Wer sich nicht zu erkennen gibt, muss im Unrecht sein, so die Argumentation."

5. November 2014Bearbeiten

  • Handelsblatt: Dr. med. Plagiat (Sönke Iwersen, Jan Keuchel) "Für Plagiatoren geht es um viel. So droht ihnen neben der Aberkennung des Titels auch der Verlust von teilweise sechsstelligen Pensionsgeldern. Dennoch gilt unter vielen Medizinern die Devise: Kopieren statt studieren. Vor kurzem erst hat das Plagiatsportal Vroni-Plag Wiki eine Reihe von Plagiatsfällen an der Berliner Charité dokumentiert. Dort stehen inzwischen acht Doktorarbeiten unter Kopierverdacht. In Münster sind es 13."

6. November 2014Bearbeiten

  • Berliner Zeitung: Plagiate: Charité-Forscher unter Verdacht (Thorkit Treichel) "Die Internetplattform Vroniplag Wiki beanstandet 30 Dissertationen und Habilitationsschriften, die an dem Uniklinikum eingereicht wurden. Ihre Zahl könnte sich noch erhöhen, sagt die Wissenschaftlerin Debora Weber-Wulff, die als ausgewiesene Expertin für Plagiate gilt. [...]
    In einer Arbeitsgruppe der Internetplattform Vroniplag Wiki vergleicht die Informatikerin mit Hilfe einer Software nach und nach 50.000 in Deutschland angefertigte Dissertationen aus den Fachbereichen Medizin und Biologie untereinander. Weber-Wulff spürte mit Vroniplag Wiki in den vergangenen Jahren Plagiate in den Doktorarbeiten mehrerer Politiker auf."
  • Laborjournal: Plagiierte Medizin-Dissertationen: Auch Du, Charité? "Laut eigenen Angaben haben die Plagiatssucher von VroniPlag begonnen, insgesamt 50.000 Dissertationen aus der bundesdeutschen Medizin und Biologie auf unzulässige Abschriften zu prüfen. Und leider werden sie stetig fündig."

14. November 2014Bearbeiten

  • Westfälische Nachrichten: Plagiate bei Medizinern: Mit Vollgas zum Doktor (Karin Völker) "Weber-Wulf [sic] hat der Fakultät in diesem Jahr viel Ungemach beschert. In der Internetplattform Vroniplag wiki [sic] zeigte sie gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern 22 medizinische Doktorarbeiten aus Münster als Plagiate an. Die Fakultät will Transparent [sic] mit der verbreiteten Schummelei umgehen. Dazu gehörte auch, Weber-Wulff zur Diskussion einzuladen und die bei Vroniplag wiki [sic] praktizierte Methode erläutern zu lassen.
    „Unser System ist keine Software“, stellte die Professorin klar, die für korrekte wissenschaftliche Praxis eine Lanze bricht. Die Doktorarbeiten würden von Wissenschaftlern gelesen und verglichen. Computerprogramme seien allenfalls ein Hilfsmittel. Erst wenn zwei Prüfer feststellten, dass wesentliche Teile der Arbeit abgeschrieben sind, werden sie bei Vroniplag wiki [sic] veröffentlicht, so Weber-Wulff."

19. November 2014Bearbeiten

  • Badische Zeitung: Wissenschaft: Die Plage mit den Plagiaten an den Universitäten (Wulf Rüskamp) "Die Freiburger Universität ist ins Gerede gekommen – wegen der vielen Plagiatsvorwürfe. Auch andere Unis im Land kennen die Probleme mit Verstößen gegen wissenschaftliche Redlichkeit. [...] Die auf Plagiatsuche spezialisierte Internetseite vroniplag hat angekündigt, sie wolle 50 000 Dissertationen in den Fächern Medizin und Biologie untersuchen lassen. In Münster und an der Charité in Berlin sind dadurch schon Anzeigen gleich im Zehnerpack angekommen."

20. November 2014Bearbeiten

  • Westfälische Nachrichten: Wieder ein Doktortitel aberkannt (Karin Völker) "Die Medizinische Fakultät der Universität Münster hat erneut einem ihrer Absolventen den Doktortitel aberkannt. Der Fachbereichsrat beschloss den Schritt in seiner jüngsten Sitzung. Damit ist bisher über drei von 24 auf der Internetplattform „vroniplag wiki“ veröffentlichten Plagiats-Verdachtsfällen entschieden worden. [...] Die Prüfung ziehe sich so lange hin, weil jeder Betroffene angehört werden müsse. Robers: „Manche arbeiten im Ausland – und sind schwer zu erreichen.“ "

30. Dezember 2014 Bearbeiten

  • Plagiarism today: Copyright, Plagiarism and Content Theft in 2014 (Jonathan Bailey): "As the Internet has democratized publication, it has also democratized plagiarism detection and enforcement. In Germany, this has been a source of public discussion for years with the VroniPlag Wiki challenging the dissertations (and degrees) of many of the country’s top politicians. However, the approach really hadn’t caught hold elsewhere, in particular in the U.S., until this year."

23. Dezember 2014 Bearbeiten

  • Laborjournal onlineBreisgauer Intrigen: Persilschein vom Rektor (Winfried Köppelle): "Würde der Freiburger Unirektor Schiewer wirklich auch nur einen Pfifferling auf korrekte Wissenschaft mit tadellosem Leumund geben, und würde er wirklich an die Unschuld seines Ärztlichen Direktors glauben, so hätte er keine Alibi-Untersuchung mit vorbestimmtem Ausgang veranlasst. Er würde stattdessen schleunigst ein wirklich unabhängiges und zudem sachverständiges Gremium beauftragen. Wir schlagen Deborah Weber-Wulff von der HTW Berlin vor, die bezüglich der Untersuchung mutmaßlicher Plagiate europaweiten Respekt genießt. Sie und ihr Team würden ohne jeglichen Hauch eines Zweifels feststellen, ob sich Siewert und/oder Weiser eines Plagiats schuldig gemacht haben. Ob sich Rektor Schiewer jedoch traut, diesen Schritt zu gehen? Frohe Weihnachten!"

23. Dezember 2014 Bearbeiten

11. Dezember 2014 Bearbeiten

  • Merkur-Online.de : 66-Jähriger zieht Klage gegen Kreidl-Wahl zurück "Toni Hofer (66) aus Fischbachau ist vergeblich gegen die Landratswahl im Landkreis Miesbach zu Felde gezogen. Es gibt keine Neuwahlen. [...]
    Das zweite Argument von Hofer: Der ehemalige Landrat habe sich „massive Dienstvergehen“ zu Schulden kommen lassen – Schwarzbau, Geburtstags-Sponsoring, Doktor-Plagiat. Bei der Doktor-Arbeit müsse man eine eidesstattliche Versicherung abgeben, dass man sie selbst verfasst hat, sagte Hofer. Kreidl habe also eine Straftat begangen. „Die ist zwar verjährt, aber er ist trotzdem ein Straftäter.“ Auch dieser Ansicht widersprach das Gericht. Kreidl sei nicht verurteilt. So lange gelte die Unschuldsvermutung. „So lange jemand nicht verurteilt ist, kann ich ihm das nicht ankreiden“, sagte die Vorsitzende."

10. Dezember 2014 Bearbeiten

  • DocCheck News: Plagiatsaffäre: Doctor Do Little? (Marlene Heckl): "Dokumentiert und aufgefunden werden alle diese Fälle von den Plagiatssuchern der Webseite „Vroniplag-Wiki“. „Wir wenden zurzeit ein Verfahren an, das alle Dissertationen einer Hochschule miteinander vergleicht“, erklärt Plagiatsexpertin Debora Weber-Wulff, Professorin für Informatik an der Hochschule für Technik und Wissenschaft Berlin. Sie hätten dazu ein Programm entwickelt, das digital alle Arbeiten auf gleiche Textstellen abgleicht, um so Schummler zu enttarnen. Die Charité hat auf diese Vorwürfe schon reagiert."

9. Dezember 2014 Bearbeiten

  • Laborjournal: Breisgauer Intrigen "Es bleibt noch die Frage, ob die in Dickhuths Arbeitsgruppe gebrauchte Arbeitsweise – die Bearbeitung eines Themas durch mehrere Personen, die die erhaltenen Ergebnisse dann in Dissertationen und einer Habilitationsschrift mehrfach ohne Quellenangabe verwerten – grundsätzlich statthaft war oder nicht. Es gibt zahlreiche Ärzte, in Freiburg wie anderswo, die glaubhaft versichern: Ja, derlei war Usus in Medizinerkreisen. Da braucht man nur die kürzlich aufgedeckten und bei Vroniplag dokumentierten „Kettenplagiate“ in Münster, Berlin und anderswo betrachten." [S. 19]

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.