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Januar 2014Bearbeiten

  • Zeitschrift für Politikwissenschaft (Nr. 4/2013, S. 627-638): Zur Feindschaft zwischen Erkenntnisfortschritt und Plagiarismus (Frederic Hanusch) "Drei vorläufige Lehren können aus den vorangegangenen Ausführungen gezogen werden: [...] 3. Es gibt für die BRD keine belastbaren Zahlen zu Ursachen, Deutung und Ausmaß von Plagiarismus, ebenso wenig ob es sich um ein zunehmendes, gleichbleibendes oder abnehmendes Phänomen handelt. Zudem erscheinen zivilgesellschaftliche Plattformen wie GuttenPlag oder VroniPlag ein interessantes Forschungsobjekt darzustellen, deren Wissenschaftsverständnis sowie genauen Funktions- und Wirkungsweisen bisher noch wenig untersucht wurden."

9. Januar 2014Bearbeiten

  • Stuttgarter Zeitung.de: Maximale Bestimmung (Mirko Weber) "Was man sich in der CSU bisweilen persönlich herausnehmen darf, lässt sich ganz gut am Beispiel des Landrats Jakob Kreidl aus Miesbach in Oberbayern demonstrieren. [...] Kreidl jedenfalls, Anfang 60 jetzt und ehemals Landtagsabgeordneter, war Karl-Theodor zu Guttenberg insofern voraus gewesen, als er am Ende seines späten Hochschulstudiums eine fleißig plagiierte Promotionsarbeit zum Kosovo-Konflikt einreichte. Heute ist Kreidl kein Doktor mehr. [...] Er sitzt, wenn auch zunehmend wacklig, im Amt, bis – wer weiß? – doch noch ein Machtwort gesprochen wird. Sprechen könnte es nur einer: Seehofer."

12. Januar 2014 Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Jakob Kreidl kandidiert weiter (Klaus Wiendl) "„Ein mir bis dahin nicht bewusster Fehler aus meiner Vergangenheit holte mich plötzlich wie aus dem Nichts mit voller Wucht ein“. Sein Irrtum sei ihm erst allmählich bewusst geworden, so Kreidl in dem internen Schreiben. Die alles infrage stellenden Reaktionen hätten ihn sprachlos gemacht."

15. Januar 2014 Bearbeiten

  • Ежедневный Журнал:Диссернет. Запрос на консерватизм (АНДРЕЙ РОСТОВЦЕВ) "Не так давно на медицинском факультете университета Гейдельберга, одного из ведущих научных центров Германии, был организован целый научный форум, посвященный важному вопросу: лишать или не лишать ученой степени коллегу из университетской клиники доктора медицинских наук Nalan Kayhan. Дело в том, что незадолго до этого дотошное немецкое сообщество по разоблачению липовых ученых VroniPlag опубликовало исследование диссертации Nalan Kayhan, которая оказалась на три четверти плагиатом более ранних чужих работ, включая работы ее научного руководителя."

17. Januar 2014Bearbeiten

  • donaukurier.de: Guttenberg war kein Einzelfall (Rasmus Buchsteiner/Gunther Lutz) "Falsche Fußnoten, wohlwollende Doktorväter oder helfende Hände? Immer wieder gab es Wirbel um wissenschaftliche Titel von Abgeordneten oder Ministern: [...] Erst im Dezember entzog die Bundeswehr-Universität in München dem Landrat Jakob Kreidl (CSU), der auch Präsident des bayerischen Landkreistags ist, seinen Doktortitel. Die FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin wehrte sich vor Gericht gegen den Titel-Entzug. Die Universität Heidelberg war vorher zu dem Schluss gekommen, ihre Arbeit bestehe 'in substantiellen Teilen aus Plagiaten'."

18. Januar 2014 Bearbeiten

  • Süddeutsche.de: Doktorchen Scheuer (Sebastian Beck) "[D]ie Küchenpsychologie lehrt: Wer sich groß aufbläst, der leidet womöglich unter Minderwertigkeitsgefühlen. Das gilt für die CSU in Berlin, die dauernd beweisen muss, dass Bayern ganz vorne marschiert. Das gilt aber auch für ihre gescheiterten Doktoranden wie Karl-Theodor zu Guttenberg oder den Miesbacher Landrat Jakob Kreidl, der sich als gelernter Ingenieur für Nachrichtentechnik eine Dissertation zum Kosovo-Konflikt zusammenkopierte. Im Dezember wurde Kreidl der Titel entzogen."

19. Januar 2014 Bearbeiten

  • FAZ.NET: Die Doktoren der CSU (Timo Frasch/Thomas Gutschker) "Vermutlich ist es kein Zufall, dass mit Scheuer wieder ein Mann ins akademische Zwielicht gerät, der früh auf eine Karriere als Berufspolitiker spechtete. [...] Silvana Koch-Mehrin saß im FDP-Bundesvorstand, als sie promoviert wurde, ebenso ihr Parteikollege im Europäischen Parlament Jorgo Chatzimarkakis. [...] „Es gibt offenbar eine Gruppe von Leuten, die frühzeitig ihre Karriere auf die Berufspolitik ausrichten und im Zweifel bereit sind, Titel zu erwerben, die am Rande der Rechtmäßigkeit liegen. Akademische Weihen sollen fehlende Berufserfahrung ausgleichen und den schnellen Sprung von der Schulbank ins Parlament legitimieren“, sagt Wissenschafts-Ombudsmann Löwer."

20. Januar 2014Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Nur nicht am Ball kleben. Eine Glosse zum Umgang mit Doktortiteln in der Politik (Florian Eiler) "Das Loslassen von so weltlichen Gütern wie einem Doktortitel wirkte beim Freiherrn noch ungeübt und zögerlich. Inspiriert fühlte sich dadurch noch niemand. Doch sein Funke sprang über, runter von Bayreuth bis hinter München zu den Miesbachern. Landrat Jakob Kreidl, ein eifriger Lerner, machte es schon von Anfang an besser. Der Frank Ribery der CSU schnappte sich den Ball, stürmte nach vorne, überblickte mit einem angeborenen Talent die Spielsituation und gab sofort ab. Gekrönt mit einem ansteckenden Lächeln im Gesicht."

22. Januar 2014 Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Kreidl: Regierung prüft Disziplinarverfahren (Christopher Horn) "In den vergangenen Monaten musste Landrat Jakob Kreidl so einige Fehlgriffe erklären: Doktorarbeit, Verwandtenaffäre, Debatte um Nebentätigkeiten. Alle diese Vorfälle hatte man in der CSU bislang hingenommen und dem Landratskandidaten weiterhin den Rücken gestärkt. [...] Bewahrheiten sich die neuesten Entwicklungen, könnte es damit aber bald vorbei sein. Wie die Regierung von Oberbayern gegenüber der Tegernseer Stimme schriftlich bestätigt, prüfe man dort derzeit, ob sich Jakob Kreidl durch die Abgabe einer falschen eidesstattlichen Versicherung im Zuge seiner Doktorarbeit als eines „Landrates unwürdig“ verhalten hat. Dazu Pressesprecher Klaus Kempfler: 'Wir haben uns über den Sachverhalt informiert und prüfen derzeit, ob Anlass für ein disziplinarrechtliches Vorgehen besteht.'"
  • Die Welt: In der Causa Scheuer meldet sich ein Plagiatsopfer (Manuel Bewarder und Hans-Jörg Schmidt) "Der Rostocker Professor Berger kritisiert nun zwei weitere Stellen: Scheuer soll Abschnitte aus dem Artikel "Soziale Unterschiede auf hohem Niveau" übernommen haben, ohne die Quelle zu nennen. Berger hatte den Text im Jahr 2002 in der "Frankfurter Rundschau" veröffentlicht. [...] Obwohl die verdächtigen Stellen neben wenigen weiteren bereits seit Längerem im Netz kursieren, etwa auf der Plagiatsforscherplattform VroniPlag, erfuhr der Soziologe erst vor ein paar Tagen davon."

24. Januar 2014Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Kreidl entkommt Disziplinarverfahren (Christopher Horn) "Am Mittwoch hatten wir berichtet, dass die Rechtsaufsichtsbehörde prüft, ob sich Kreidl aufgrund seiner falschen eidesstattlichen Erklärung beamtenrechtlich etwas zuschulden hat kommen lassen. Das Ergebnis: Es war ein außerdienstliches Fehlverhalten."
  • Regierung von Oberbayern (Medieninformation, Nr. 25): Kein Disziplinarverfahren gegen Landrat Kreidl: "Die Regierung von Oberbayern hat heute entschieden, gegen den Landrat des Landkreises Miesbach, Jakob Kreidl, kein Disziplinarverfahren ein zuleiten. Die Prüfung hat ergeben, dass weder die Abgabe einer Dissertationsschrift, die den Grundsätzen wissenschaftlichen Arbeitens nicht genügt, noch die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung im Zusammenhang mit der Dissertation im Jahre 2004 zu einer Disziplinarmaßnahme führen kann."
  • Süddeutsche.de: Miesbacher Landrat Kreidl. Der Kandidat wackelt (Heiner Effern) "Jakob Kreidl kämpft ums politische Überleben, noch ehe der Wahlkampf richtig begonnen hat. Zwar hat der Miesbacher Landrat seinen Doktortitel zurückgegeben, die Affäre ist aber noch nicht ausgestanden. Dem CSU-Politiker droht ein Disziplinarverfahren. [...] Kreidl selbst hält es für 'einen normalen Vorgang', dass die Regierung die rechtliche Lage nach seinen eingeräumten Verfehlungen bei der Doktorarbeit untersucht. Viel mehr könne und wolle er zu den Vorwürfen gegen ihn nicht sagen, 'das habe ich ja oft genug getan'. Er habe 'nun alles transparent gemacht, mehr als viele andere'."

25. Januar 2014Bearbeiten

  • neues deutschland: Eurofighter. Jorgo Chatzimarkakis tritt bei der Europawahl in Griechenland an (Katja Herzberg) "Im EU-Parlament kümmerte sich Chatzimarkakis, der seit 1995 FDP-Mitglied ist, bisher vor allem um Automobil- und Steuerpolitik. Aber auch seine wissenschaftliche Laufbahn verfolgte er weiter, wenngleich mit weniger Erfolg. Zum Doktor reichte es nämlich nicht, wie sich allerdings erst später zeigte. Chatzimarkakis gehört zu den 2011 im Zuge von »VroniPlag« aufgedeckten Plagiatsfällen und verlor seinen Titel."
  • Die Welt: Bayerischer Doktorstadl (Manuel Bewarder und Thomas Vitzthum, Mitarbeit: Peter Issig) "Die Affäre um den "kleinen Doktor" von CSU-General Scheuer zeigt das eigenwillige Verhältnis Bayerns zum Intellektuellen. [...] Ein Disziplinarverfahren droht auch dem Miesbacher CSU-Landrat Jakob Kreidl, der in seiner Dissertation plagiiert hatte und dem der Titel bereits aberkannt wurde."

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