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3. Februar 2014Bearbeiten

  • Münstersche Zeitung: Uni erteilt Rüge. Richterin darf den „Dr.“ behalten (Stefan Bergmann) "Die Richterin hat eine Rüge bekommen. Das bestätigte Uni-Pressesprecher Norbert Robers. [...] Robers: 'Es handelt sich bei ihr nicht um eine bewusste Täuschung, sondern um Mängel in der wissenschaftlichen Darstellung und Zitierungsweise.' Darauf müsse man nicht mit einem Titelentzug reagieren. Peinlich ist die Sache allerdings für den Doktorvater, Bernd Holznagel. Er hatte nicht gemerkt, dass die Doktorandin bei ihm selbst abgeschrieben hat."
  • Zeit Online: Rüge vergeht, Doktor besteht (Hermann Horstkotte) "Auf den Fall in Münster hatte zunächst die Internetplattform Vroniplag aufmerksam gemacht. Wie aus dem Fachbereich zu hören ist, habe die heutige Richterin – nennen wir sie N.N. – in ihrer Promotionsschrift von 2006 tatsächlich nicht sauber gearbeitet: Zwar habe N.N. bei Übernahmen von Fremdautoren die Quellen stets angegeben. Es sei aber durchweg nicht ausreichend deutlich, in welchem Umfang sich die damalige Doktorandin an den Werken anderer bedient hat:"

5. Februar 2014Bearbeiten

  • Huffington Post: Unser Leben als Hummer: Warum wir keine Gewinner mögen (Dr. Lorenz Steinke) "Noch im Fallen riss Ikarus zu Guttenberg Andere mit in den Abgrund. Darunter die Tochter seines CSU-Parteigenossen Edmund Stoiber, Bundesbildungsministerin Annette Schavan und die FDP-Hoffnungsträgerin Silvana Koch-Mehrin. Letztere war aber bereits angezählt, weil sie im Europaparlament durch überhohen 'Geltungsdrang' aufgefallen war - getreu der alten Redewendung: 'Willst du was gelten, mach dich selten.'
    Sie alle stolperten über das Wirken einer mehrheitlich im Dunkeln und dabei sehr akribisch tätigen Szene von selbstberufenen Plagiate-Ermittlern. Ein Großteil der Deutschen verurteilt deren Arbeit - aber sobald eine kopierte Doktorarbeit bekannt wird, schlägt die Stimmung um und fordert den Rücktritt des Ertappten."

6. Februar 2014Bearbeiten

  • Bild.de: Doktortitel futsch. So kamen sie Schavan auf die Schliche. Enthüllungsplattform „Vroniplag” brachte den Stein ins Rollen (Sandra Spieker) "Die Urheber der Enthüllungsplattform „Vroniplag”, die unter anderem Plagiate in der Arbeit der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin nachwiesen, legen im Januar 2012 eine Website zu Schavans Doktorarbeit an. Sie entscheiden sich jedoch dagegen, an die Öffentlichkeit zu gehen, weil die gefundenen Textstellen dies nicht rechtfertigten.
    Der erste Hinweis kommt anonym! Ende April 2012 werden auf der Internetseite „schavanplag” Vorwürfe laut. Ein anonymes „Vroniplag“-Mitglied, das sich „Robert Schmidt“ nennt, listet mehrere Stellen in der Doktorarbeit auf, in denen die CDU-Politikerin abgeschrieben und Quellen nicht genannt haben soll."

7. Februar 2014Bearbeiten

  • Legal Tribune Online: VGH Baden-Württemberg zum Fall Koch-Mehrin. Entzug des Doktorgrades wohl endgültig (mbr/LTO-Redaktion) "Der VGH Baden-Württemberg hat am Freitag bekannt gegeben, dass es keine Berufung im Verfahren um den Entzug des Doktortitels Koch-Mehrins durch die Universität Heidelberg geben wird. Das Gericht habe einen Antrag der FDP-Politikerin auf Zulassung der Berufung abgelehnt.
    [...] Damit ist das Urteil des VG rechtskräftig. Der Beschluss des VGH ist unanfechtbar, es bliebe nur noch ein Gang vors Bundesverfassungsgericht."
  • Frankfurter Rundschau: Noch ein Doktor futsch (dpa) "Bei der Überprüfung der Doktorarbeit über die 'Lateinische Münzunion 1865-1927' hatte die Uni Heidelberg auf 80 Seiten 125 Plagiate gefunden. Sie bestätigte damit Recherchen von Internet-Nutzern, die Anfang April 2011 im 'VroniPlag'-Wiki plagiatsverdächtige Stellen zusammengetragen hatten. Die Affäre hat jetzt ein Ende gefunden. Der VGH stellte fest: 'Der Beschluss ist unanfechtbar.'"
  • Spiegel Online: VGH-Entscheidung: Koch-Mehrin kriegt ihren Doktor nicht zurück (jon/cht/dpa) "Baden-Württembergs Verwaltungsgerichtshof hat entschieden: FDP-Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin muss auf ihren Doktorgrad verzichten. Ihre Beschwerde wegen formaler Verfahrensfehler beim Entzug seien nicht gerechtfertigt."
  • VGH Baden-Württemberg: Entziehung des Doktorgrades im Fall Koch-Mehrin: Keine Berufung gegen Klageabweisung (Pressemitteilung) "Das Urteil des Verwaltungsgerichts Karlsruhe (VG) vom 4. März 2013, das die Klage der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin (Klägerin) gegen die Entziehung ihres Doktorgrades abweist, wird nicht in einem Berufungsverfahren überprüft. Das hat der 9. Senat des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg (VGH) mit einem den Beteiligten heute zugestellten Beschluss vom 3. Februar 2014 entschieden und den Antrag der Klägerin auf Zulassung der Berufung abgelehnt."

8. Februar 2014Bearbeiten

  • Die Welt: Die ewige Landrats-Posse von Miesbach (Peter Issig) "Jakob Kreidl gehört zu den Ex-Doktores der CSU. Er will trotz seiner peinlichen Titel-Aberkennung, einer gesponserten Geburtstagsfeier und der Verwicklung in die Verwandtenaffäre wieder Landrat werden. [...]
    Im vergangenen Dezember hatte die Bundeswehr-Universität in München Kreidl den Doktortitel aberkannt, den sie ihm 2005 verliehen hatte. [...]
    Es ging eine lange Prüfung voraus, nachdem die Doktorarbeit bei der Internetseite "vroniplag" als Plagiat aufgetaucht war. [...]
    Gewundert hatten sich Parteifreunde schon früher, dass das Mitglied der Gebirgsschützenkompanie eine Doktorarbeit mit dem Titel 'Der Kosovo-Konflikt: Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven; zur Stabilisierung einer Krisenregion' verfasste. Kreidl war zu dieser Zeit schon Landtagsabgeordneter. 'Mei, das hat er halt fürs Ego gebraucht', sagt ein Passant in Miesbach. Vielleicht sah er aber auch im Doktortitel eine Möglichkeit, die Karriere zu beschleunigen."

10. Februar 2014Bearbeiten

  • Focus Online: Steinmeier: Müssen uns bei Konflikten früher einmischen (dpa) "Steinmeier sprach im Rahmen einer Vortragsreihe über ,Politik als Verwaltung, Gestaltung oder Krisenmanagement - ein Erfahrungsbericht'. Der SPD-Politiker hat an der mittelhessischen Universität studiert und promoviert. Nach Plagiatsvorwürfen im vergangenen Herbst hatte die Hochschule dessen Doktorarbeit überprüft. Die Uni stellte aber kein Plagiat fest, Steinmeier behielt seinen Titel."
  • Bild.de: Schmier-Attacke gegen Landrat von Miesbach. Polizei ermittelt wegen Beleidigung und Sachbeschädigung "Der Skandal um den Miesbacher CSU-Landrat Jakob Kreidl (61) ist in seinem Heimatort Fischbachau allgegenwärtig. Auf Hauswänden, Plakat-Wänden, Streusandkisten. Unbekannte haben mit Schablonen die Worte „KREIDL RAUS!“ auf die Flächen gesprüht. [...]
    Bereits vor zwei Monaten sorgte der CSU-Politiker mit einer Plagiatsaffäre für Schlagzeilen. Im Dezember hatte ihm die Bundeswehr-Universität München seinen Doktortitel entzogen, weil er weite Teile seiner Promotionsarbeit abgeschrieben hatte."
  • Süddeutsche Zeitung: Party-Affäre um Landrat Kreidl. Zeit, ihn abzuwählen (Sebastian Beck) "Es ist ein sehr spezielles Janker- und Lodenmilieu, das sich in den wohlhabenden Tälern breit gemacht hat. Eine bajuwarische Selbstzufriedenheit, ein Mia-san-Mia-Gefühl, das gelegentlich in Hybris umschlägt. Jakob Kreidl passt hier ziemlich gut rein mit seiner Kombination aus Jovialität, plagiiertem Doktortitel und Trachtenanzug."
  • Süddeutsche Zeitung: Paradebeispiel für Selbstherrlichkeit. Affären um CSU-Landrat Kreidl (Christian Sebald, Wolfgang Wittl) "Ins Straucheln ist Kreidl freilich schon vor fast einem Jahr geraten. Ende März 2013 war bekannt geworden, dass er seine Doktorarbeit zum größten Teil abgeschrieben hatte, ohne die Quellen zu nennen. Im Dezember wurde ihm deshalb der Doktortitel aberkannt. [... E]s ist auch bekannt, dass dem CSU-Chef jede Form von Aufschneiderei persönlich zuwider ist. So verfügt Seehofer ehrenhalber über zwei Doktortitel und eine Professur - die Titel zu führen oder damit anzugeben, läge ihm fern."
  • Die Welt: Freie Wähler verhöhnen "Voralpen-Berlusconi" der CSU (dpa/sta) "Kreidl ist seit Monaten vor allem wegen seines aberkannten Doktortitels in den Schlagzeilen. Die Bundeswehr-Universität München hatte dem 61-Jährigen vor zwei Monaten den Titel entzogen, weil er weite Teile seiner Promotionsarbeit abgeschrieben hatte."
  • Legal Tribune Online: Plagiate in der Promotion: Rügen für Betrügen (Hermann Horstkotte) "Nein, bewusst getäuscht habe die Autorin in ihrer Dissertation nicht, entschied kürzlich die juristische Fakultät der Universität Münster. Dennoch sei an der "wissenschaftlichen Darstellung und Zitierweise" der Doktorin manches zu bemängeln. Dafür erhielt sie eine schriftliche "Rüge". Die Betroffene nahm das klaglos hin: Zu der Hochschule hat sie ohnehin keine Verbindung mehr, und für ihren Beruf als Richterin hat der Tadel, der in keiner Personalakte auftaucht, keine Konsequenzen."

11. Februar 2014Bearbeiten

  • Stuttgarter-Zeitung.de: Schlechte Zeiten für Horst Seehofer. Schatten auf dem Sonnenkönig (Mirko Weber) "Die Causa Kreidl aber ist eine, die selbst hartgesottene Straußianer ein wenig sprachlos macht. Kreidl war lange Zeit der prototypische CSU-Aufsteiger: Jahrgang 1952, Realschule in Miesbach (heute Ilse Aigners Wahlkreis), später Fachhochschule, dann auch noch promoviert. Nebenher arbeitsame politische Ochsentour: vom Kreisverband in den Landtag und retour nach Miesbach als Landrat. Auch sonst überall dabei, vom Trachtenvereinsvorstand bis zum Rundfunkrat beim BR.
    Ausgerechnet um den sechzigsten Geburtstag Kreidls herum bekommt die Erfolgsgeschichte Risse: [...] Dann wird auch noch Kreidls Promotion wegen Plagiat aberkannt."

12. Februar 2014Bearbeiten

  • OVB online: Plötzlich war die Affäre Kreidl Thema "Doktortitel aberkannt, in die Verwandtenaffäre des Landtags verstrickt, und jetzt auch noch wegen des Sponsorings seiner Geburtstagsfeier heftig in der Kritik. Die vielen Negativ-Schlagzeilen über den um seine Wiederwahl zitternden Miesbacher Landrat Jakob Kreidl, zugleich Präsident des Bayerischen Landkreistags, waren auch Thema bei der Podiumsdiskussion zur Landratswahl in Kolbermoor - angestoßen durch eine Frage von Moderator Norbert Haimerl."
  • Süddeutsche Zeitung: Party-Affäre um Landrat Kreidl. CSU fürchtet Wahldebakel (Frank Müller, Christian Sebald, Mike Szymanski, Wolfgang Wittl) "Völliges Unverständnis herrscht auch über sein Krisenmanagement. Hätte der Landrat verkündet, dass er sich von seinen landespolitischen Aufgaben zurückziehen werde, wäre der Pulverdampf womöglich längst verflogen. Doch schon bei der Affäre um seine abgeschriebene Doktorarbeit sei Kreidl dazu nicht fähig gewesen."
  • vocativ.com: Germany’s Plagiarism Police Are Taking Down Politicians and Professors (Joel Stonington) "A largely anonymous group has already exposed dozens of plagiarists [...] From that moment on, back in 2011, a new truth police took shape in Germany—an anonymous but open online effort to research the validity of plagiarism claims. The results have been nothing short of astounding as researchers turned their scientific prowess on folks who were too lazy or foolish to practice good research themselves. There are now dozens of documented cases of plagiarism that run from the resigned-in-disgrace Education Minister Annette Schavan to professors at small regional colleges. [...] VroniPlag Wiki follows numerous sets of rules, including making sure that every instance of plagiarism is doubly verified with a source document, which makes it hard to contest. Upon verification, instances of plagiarism are broken down into a total percentage of a dissertation and represented as colors on a graph. Then they just hand over the results to the university that granted the degree. VroniPlag Wiki may be the PhD police, but it’s not the one who actually make the arrest."

13. Februar 2014Bearbeiten

  • Focus-Online: Dieser bayerische Landrat lässt keinen Skandal aus (Linda Wurster) "Die Skandale um den Miesbacher Landrat reichen für mehr als einen Rücktritt: Doktorarbeit abgeschrieben, Gattin auf Steuerzahlerkosten beschäftigt und jetzt auch noch eine 120.000 Euro teure Geburtstagsparty. Trotzdem hofft Jakob Kreidl auf Wiederwahl. [...]
    Für seine Arbeit über den Kosovo-Konflikt erhielt Kreidl im Jahr 2005 von der sozialwissenschaftlichen Fakultät der Bundeswehr-Universität München den Doktortitel. Acht Jahre später veröffentlichte die Internetplattform „VroniPlag Wiki“ zahlreiche Stellen, bei denen es sich um Plagiate handeln solle."

14. Februar 2014Bearbeiten

  • Die Welt: Miesbacher Skandal-Landrat gibt ersten Posten auf (Peter Issig) "Verwandten-Affäre, eine abgeschriebene Doktorarbeit und eine fürstlich gesponserte Geburtstagsfeier: Der Miesbacher Landrat Jakob Kreidl tritt jetzt als Chef der bayerischen Landkreise zurück. [...]
    Schon vor der Berichterstattung über seine Feier war Kreidl in Schwierigkeiten geraten. Er gehört zu den CSU-Politikern, die ihren Doktortitel abgeben mussten. Kreidl hatte 2005 als Landtagsabgeordneter bei der Bundeswehr Universität München eine Dissertation zum Kosovo-Konflikt eingereicht. Vieles war abgeschrieben. Nach langer Prüfung wurde ihm im Dezember 2013 der Doktortitel aberkannt."

15. Februar 2014Bearbeiten

  • OVB online: Kreidl gibt als Landkreise-Sprecher auf "Konsequenz aus Geburtstagsfeier-Affäre – „Persönliche Fehler“ eingeräumt Miesbach – Der von mehreren Affären belastete Miesbacher Landrat Jakob Kreidl (CSU) ist als Chef der bayerischen Landräte zurückgetreten. [...] Der 61-Jährige war wegen einer überwiegend von der Sparkasse und dem Landkreis finanzierten Geburtstagsfeier und wegen seines aberkannten Doktortitels massiv unter Druck geraten. An seiner Landrats-Kandidatur bei der Kommunalwahl will er aber festhalten. Er wolle seine ,ganze Kraft meiner Heimat, dem Landkreis Miesbach' widmen."

17. Februar 2014Bearbeiten

  • Süddeutsche Zeitung: Umgang mit Plagiaten."Die Universitäten haben keinen Bock mehr" (Roland Preuß) "Prüfverfahren, die sich schier endlos hinziehen, professorale Abschreiber, die ohne Strafe davonkommen: Drei Jahre nach dem Beginn der Guttenberg-Affäre packt Plagiatsexperten die Wut. Sie werfen den Universitäten Untätigkeit vor."

23. Februar 2014Bearbeiten

  • Abendzeitung München: CSU-Landrat Kreidl lässt Amtsgeschäfte ruhen (dpa) ",Nachdem die seit Wochen währenden Angriffe auf meine Person eine für mich zuletzt nicht mehr ertragbare und unmenschliche Schärfe angenommen haben, sehe ich mich derzeit aus gesundheitlichen Gründen außerstande, dienstliche Termine wahrzunehmen und öffentlich aufzutreten´, teilte Kreidl am Sonntag mit. [...] Der 61-Jährige war wegen einer überwiegend von der Sparkasse und dem Landkreis finanzierten Geburtstagsfeier und wegen seines aberkannten Doktortitels massiv unter Druck geraten. [...] Im Dezember entzog ihm die Bundeswehr-Universität München den Doktortitel, weil er weite Teile der Arbeit abgeschrieben hatte."

24. Februar 2014Bearbeiten

  • FAZ.NET: Schwarzbau-Vorwürfe gegen CSU-Landrat Kreidl (FAZ.NET/dpa) "Zudem hatte die Bundeswehr-Universität München dem Landrat im Dezember vergangenen Jahres seinen Doktortitel aberkannt, nachdem im März bekannt geworden war, dass Kreidl weite Teile seiner Promotionsarbeit abgeschrieben hatte."
  • Cicero: Chatzimarkakis erklärt FDP-Austritt: "Griechenland kann Europa retten" (Eric Bonse) "Und Ihr Abgang hat gar nichts mit der Plagiats-Affäre zu tun?
    Nein! Warum hätte ich denn nicht wieder aufgestellt werden sollen? Hätte es einen glaubwürdigeren Vertreter für die antigriechische Politik der FDP gegeben, als jemanden mit einem griechischen Namen?
    Listenplatz drei hätte ich auch zum vierten Mal hintereinander verteidigen können."

25. Februar 2014Bearbeiten

  • Abendzeitung München: Der Monarch vom Tegernsee. Kreidl kapituliert: "Nehme Amt nicht mehr an" (Angela Böhm) "Ilse Aigner hat es nach nächtelangen Gesprächen geschafft: Der Miesbacher Landrat Jakob Kreidl gab am Dienstagabend eine Erklärung ab. Im Falle einer Wiederwahl will er nicht mehr als Landrat antreten. [...] Die Sache ist verzwickt für die CSU. Bei den Verfehlungen ihres Landrates hat sie viel zu lange gewartet. Erst der abgeschriebene Doktor-Titel. Dann Kreidls Verwicklung in die Verwandtenaffäre. Das allein hätte schon für einen Rücktritt gereicht. Kreidl aber fühlte sich mit seinen Anhängern unverwundbar. Und: Ilse Aigner und er sind alte Freunde. Miesbach ist der Stimmkreis der bayerischen Wirtschaftsministerin."
  • Die Welt: Affären-Landrat Kreidl erklärt seinen Verzicht (dpa/flo) "Der Druck der CSU-Spitze zeigt Wirkung: Der Miesbacher Landrat will nicht mehr zur Wiederwahl als Landrat antreten. Seine Geburtstagsfeier und sein aberkannter Doktortitel brachten ihn in die Schlagzeilen.
    Der affärengeschüttelte Miesbacher Landrat Jakob Kreidl (CSU) gibt dem Druck der CSU-Spitze nach und wirft den Handschuh. 'Aufgrund meiner gesundheitlichen Probleme wurde ich von meinem Hausarzt krankgeschrieben. Nach hoffentlich baldiger Genesung muss ich verstärkt darauf achten, meine Gesundheit nicht dauerhaft zu gefährden. Daher habe ich mich nach reiflicher Überlegung entschlossen, selbst für den Fall meiner Wiederwahl zum Landrat, das Amt nicht mehr anzunehmen', teilte der 61-Jährige am Dienstagabend mit."
  • FAZ.NET: Miesbacher CSU-Landrat wirft hin "Eine Geburtstagsfeier für fast 160.000 Euro, gesponsert von Kreissparkasse und Landkreis, eine abgeschriebene Doktorarbeit: Die Affären des Miesbacher Landrats Jakob Kreidl haben die CSU schwer belastet. Jetzt zieht Kreidl die Konsequenzen. [...] Kreidl ist vor allem wegen seiner von der Kreissparkasse und dem Landkreis bezahlten Geburtstagsfeier und wegen der Aberkennung seines Doktortitels in die Kritik geraten. [...] Im Dezember entzog ihm die Münchner Bundeswehr-Universität den Doktortitel. Kreidl hatte die Arbeit in weiten Teilen abgeschrieben."


26. Februar 2014Bearbeiten

  • FAZ.NET: „Rösler und Merkel haben Schwachsinn gemacht“. Europa-Abgeordneter verlässt FDP (Oliver Georgi) "[D]ie Art und Weise, das verbale Nachtreten des einstigen Lautsprechers, dürfte vielen in der Partei sauer aufstoßen [...] Schon lange hatte er sich von der FDP entfremdet; im Januar schließlich kündigte er an, bei der Europawahl im Mai mit einer eigenen politischen Bewegung, der 'Partei der hellenischen Europabürger', in Griechenland zu kandidieren. Auch wenn er dies ohne Doktortitel tun muss, der ihm Mitte 2011 wegen eines Plagiatsverdachts aberkannt worden war."
  • Badische Zeitung: Jakob Kreidl: Der Amigo vom Tegernsee geht (Patrick Guyton) "CSU-Chef Seehofer verstößt wegen der Geburtstagssause den Miesbacher Politiker Jakob Kreidl. [...] Die Geschichte mit der plagiierten Doktorarbeit überstand er im vergangenen Jahr noch schadlos. Spät berufen, hatte er 2005 mit einem Werk über den Kosovo-Konflikt an der Universität der Bundeswehr in München promoviert. Der Titel wurde ihm im vergangenen Dezember wegen massiven Abschreibens entzogen."
  • Abendzeitung München: Der König vom Tegernsee. Affären-Kreidl gibt auch CSU-Kreisvorsitz ab (dpa) "Der Landrat Jakob Kreidl tritt nun auch als Vorsitzender der CSU im Landkreis Miesbach zurück. [...] Der 61-Jährige steht vor allem wegen seiner überwiegend von der Kreissparkasse und dem Landkreis bezahlten Geburtstagsfeier und wegen seines aberkannten Doktortitels in der Kritik. CSU-Chef Horst Seehofer hatte ihn am Montag ultimativ zum Amtsverzicht aufgefordert."
  • Süddeutsche Zeitung: Kreidl-Affäre. Aigners Desaster (Sebastian Beck) "Jakob Kreidl ist vom CSU-Chef zum Verzicht auf die Landratskandidatur gedrängt worden. Jetzt steht die Partei vor der Kommunalwahl mit einem Kandidaten da, den sie selbst für unwählbar hält. Schuld an dem Desaster tragen auch Seehofer und seine Vize Aigner.
    [...] Als vor knapp einem Jahr die Plagiatsvorwürfe gegen Jakob Kreidl aufkamen, musste man nicht unbedingt Kartenleger sein, um vorherzusagen, dass dies das politische Ende des Landrats bedeuten würde. [...] Statt dessen nominierte ihn die Partei weniger später abermals als Landratskandidat, eine politische Dummheit, die weder CSU-Bezirksvorsitzende Aigner noch Parteichef Seehofer verhindern wollten."

27. Februar 2014Bearbeiten

  • Deutschlandradio Kultur: "Unis haben wenig Lust, den Vorwürfen nachzugehen". Rechtswissenschaftler übt scharfe Kritik an Hochschulen (Interview: Katrin Heise) (Audio)
    "[Rieble:] [E]s gibt einen Trend, der geht ganz klar dahin, Plagiatsvorwürfe, die Dissertationen betreffen, deutlich zurückhaltender zu bearbeiten. Dabei gibt es aber auch große Unterschiede zwischen den Universitäten. Manche sind durchaus in gebotener Weise scharf, wie zum Beispiel die Universität Düsseldorf gegenüber der Dissertation von Frau Schavan. Andere sind ziemlich großzügig wie etwa die Universität Gießen gegenüber der Dissertation von Herrn Steinmeier. Neuerdings gibt es einen ganz aktuellen Trend, dass man sagt, auch wenn eine Dissertation zu großen Teilen abgeschrieben ist, belassen wir den Doktorgrad dann, wenn sich irgendwo in der Arbeit noch was anderes findet, was nicht abgeschrieben ist. Und da sich das also immer dann, wenn man kein Vollplagiat wie bei zu Guttenberg hat, häufig finden lässt, ist der Trend ziemlich klar – die Universitäten haben wenig Lust, den Plagiatsvorwürfen nachzugehen, weil das a) Arbeitskraft bindet und b) den Ruf beschädigt. [...] [E]s ist zunächst einmal eine Strategie zur Arbeitsvermeidung. [...] Gespeist wird das aber eigentlich ganz woanders her, nämlich, dass es doch eine ganze Reihe von Professoren gibt, die abschreiben."

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