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6. März 2014Bearbeiten

  • Junge Welt: Wikipedia vergißt nichts (Marvin Oppong): "Auch am Wiki-Eintrag über den inzwischen ausgeschiedenen FDP-Abgeordneten Bijan Djir-Sarai, dem 2012 der Doktortitel aberkannt wurde, machte sich 2011 jemand zu schaffen. In dem Eintrag über ihn gibt es den Abschnitt »Plagiatsverdacht«. Darin ist die Rede von einem Bericht auf www.faz.net, der unter Verweis auf die Internetplattform »Vroniplag« behauptete, Djir-Sarai habe bei seiner Dissertation teilweise abgeschrieben. Über eine Bundestags-IP fügte jemand in den Absatz folgende Aussage ein: »Egal, wie ein Ergebnis einer evtl. Prüfung durch die Universität Köln aussieht, der Makel des Plagiatsverdachts haftet auch dank Wikipedia Djir-Sarai nun an. Zum ersten Steinewerfer gesellen sich schnell weitere, ohne daß man sich Gedanken über die betreffende Person macht.«"

9. März 2014Bearbeiten

  • Tegernseer Stimme: Wenn Helden zur Belastung werden. Ein Kommentar zur Salamitaktik in der "Affäre Miesbach" (Steffen Greschner) "Was mit einer gefälschten Doktorarbeit den Anfang genommen hatte, ist längst zu einer gefährlichen Vertrauenskrise zwischen Bürgern und Eliten geworden. Die Verantwortung dafür tragen alle, die sich noch immer an ihre Posten und Ämter klammern und im stillen Kämmerchen beten und hoffen, dass nicht noch mehr ans Licht kommt."

17. März 2014Bearbeiten

  • Berliner Zeitung / Kölner Stadt-Anzeiger: Kommunalwahl in Bayern: Falscher Doktor wird abgestraft (Daniela Vates) "Der CSU-Kandidat Jakob Kreidl landete abgeschlagen auf dem dritten Platz: Erst kurz vor der Wahl hatte CSU-Chef Horst Seehofer Kreidl seine Unterstützung entzogen. Der hatte nicht nur einen Doktortitel erschwindelt, sondern auch eine teure Geburtstagsfeier aus der Wirtschaft zahlen lassen. Kreidl ist nun abgehakt für die CSU."
  • Der Tagesspiegel: Schavans Fall vor Gericht (Anja Kühne) "Als das Karlsruher Verwaltungsgericht vor einem Jahr die Klage der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin abwies, hieß es in der Urteilsbegründung, der Leser eines wissenschaftlichen Werkes erwarte, „dass wörtliche Übernahmen aus anderen Werken bei den jeweiligen Textstellen als Zitate oder auf andere geeignete Weise kenntlich gemacht werden“. Es genüge nicht, Werke lediglich im Literaturverzeichnis zu nennen, aus denen zitiert wurde. Von den 32 nicht gekennzeichneten Quellen der Dissertation seien aber auch nur zehn überhaupt im Literaturverzeichnis genannt worden. Bei den von Koch-Mehrin als bloß handwerkliche Fehler dargestellten Regelverstößen handle es sich um „offensichtliche und erhebliche Täuschungen“."

18. März 2014Bearbeiten

  • fuldainfo: Anonyme Plagiatsvorwürfe gegen osthessischen Politiker (fdi/ots/dts) "GuttenPlag, VroniPlag, SchavanPlag und andere anonyme Plattformen stehen in Deutschland für die anonyme Verfolgung von Plagiaten in Doktorarbeiten. [...] Von den Plagiatsjägern wurde die Anonymität ihrer Recherchen und Vorwürfe in den Vordergrund gestellt, weil es ihnen angeblich nur um die Sache und nicht um die Darstellung ihrer selbst ging. Auch wurden Politiker wie Georgios Chatzimarkakis, Silvana Koch-Mehrin und die ehemalige Bildungsministerin Annette Schavan mit ähnlichen Vorwürfen konfrontiert."

20. März 2014Bearbeiten

  • Frankfurter Rundschau: Herbe Niederlage für Schavan (Harald Biskup) "Auf Veranlassung der Klägerin nahm auch der Münsteraner Rechtswissenschaftler Bodo Pieroth an der Verhandlung teil. Mit Hinweis auf einen Plagiatsfall an seiner Universität regte er an, in Bagatellfällen („und mit einem solchen haben wir es hier zu tun“) nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit nicht „hopp oder top, alles oder nichts“ zu urteilen. Sein Vorschlag, bloß eine Rüge zu erteilen, wie in Münster praktiziert, wurde von Uni-Anwalt Gärditz brüsk zurückgewiesen. Für mildere Maßnahmen, schleuderte er seinem Kollegen entgegen, gebe es in der Düsseldorfer Promotionsordnung keine rechtliche Grundlage."
  • Neue Zürcher Zeitung: Vorwurf der Täuschung. Schavan unterliegt im Kampf um Doktortitel (dpa) "Die frühere deutsche Bildungsministerin Schavan hat vor Gericht eine Niederlage erlitten. Sie wandte sich gegen die Aberkennung ihres Doktortitels. [...] In den vergangenen Jahren waren in Deutschland mehrere Spitzenpolitiker über Plagiatsvorwürfe gestolpert. Bekanntester Fall ist der damalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der im März 2011 zurücktrat. Im gleichen Jahr musste die liberale Politikerin Silvana Koch-Mehrin ihren Posten als Vizepräsidentin des Europaparlaments räumen."
  • Zeit Online: Reines Glücksspiel (Marion Schmidt) "Die Universität Düsseldorf hat Annette Schavan ihren Doktortitel entzogen. Ob zu Recht, muss jetzt ein Gericht entscheiden. Fest steht: Ein solches Plagiatsverfahren wird es wohl nicht noch einmal geben [...]
    Die Frage, die die Richter beantworten müssen, lautet: Hat die Uni die Dissertation korrekt begutachtet, ist das Verfahren korrekt abgelaufen? In früheren juristischen Auseinandersetzungen, wie etwa bei der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin, haben die Gerichte immer den Unis recht gegeben. Der Bonner Jurist Wolfgang Löwer sagt, er habe es in zwanzig Jahren noch kein einziges Mal erlebt, dass Unis einen Streit um einen Doktortitel verloren hätten. [...]
    Es ist sogar schon vorgekommen, dass dieselbe Uni über dieselbe Dissertation zu zwei Zeitpunkten zu zwei unterschiedlichen Urteilen kommt. Wie im Fall von Margarita Mathiopoulos an der Uni Bonn. 1991 beschloss die Uni, der Politikberaterin trotz Plagiatsvorwürfen den Titel nicht zu entziehen. 2012 kam die Uni in anderer personeller Besetzung zu dem Schluss, in der Arbeit sei so schwer plagiiert worden, dass die Verfasserin ihren Titel verlieren muss. Wie kann das sein?"

21. März 2014Bearbeiten

  • Spiegel Online: Schavans Plagiatsaffäre: Doktorin auf Abruf (Jörg Diehl und Oliver Trenkamp) "Der Staatsrechtler Bodo Pieroth, der ebenfalls für Schavan vor Gericht auftrat, rügte zudem die Schärfe der Promotionsordnung. Es könne nicht sein, dass es auch nach Jahrzehnten um "alles oder nichts, hopp oder top" geht, sagte der Jura-Professor aus Münster. In einem ähnlichen Fall sei nur eine Rüge erteilt worden. "Diese Entscheidung halte ich für schlicht rechtswidrig", entgegnete der Bonner Professor für Öffentliches Recht, Klaus Gärditz, der die Universität Düsseldorf vor dem Verwaltungsgericht vertrat. Die Promotionsordnung sei eben ein "Alles-oder-nichts-Programm", das eine Rüge nicht hergebe."
  • Süddeutsche Zeitung: S. 5: Ein Hauch von Hoffnung, schnell verweht" (Roland Preuß) "Pieroth hat auch gleich eine Idee: seine eigene Fakultät in Münster habe kürzlich eine Juristin wegen einer unsauberen Doktorarbeit lediglich gerügt - den Titel hätte sie behalten dürfen. Der Hauch des Scoops jedoch verweht schnell im Sall III des Düsseldorfer Verwaltungsgerichts. Klaus Ferdinand Gärditz, Bonner Juraprofessor und Anwalt der Universität, schreddert die Argumente im Schnelldurchgang. ... Und die Rüge der Uni Münster? Die hält Gärditz "schlicht für rechtswidrig", denn eine solche Strafe ist in der Promotionsordnung gar nicht vorgesehen. Pieroth zieht die Brauen hoch und streichelt seine Stuhllehne. Dieses Gefecht stellt er lieber ein."
  • Magisterbladet (Dänemark): Videnskabens gode samvittighed (Mathias Irminger Sonne) "Som plagiataffæren omkring Nasrullah Memon fra Syddansk Universitet har vist, opererer VroniPlag Wiki ikke kun i Tyskland, men i princippet i hele verden. Der er tale om et internationalt omsiggribende problem, der i Debora Weber-Wulffs øjne bl.a. skyldes forkerte prioriteter og en stor nonchalance i universitære kredse." [Wie die Plagiatsaffäre um Nasrullah Memon von der Süddänischen Universität gezeigt hat, operiert VroniPlag Wiki nicht nur in Deutschland, sondern prinzipiell in der ganzen Welt. Es ist ein internationales, um sich greifendes Problem, das in Debora Weber-Wulffs Augen falschen Prioritäten geschuldet ist sowie einer großen Nonchalance in universitären Kreisen.]

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