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2. Februar 2016Bearbeiten

  • Dresdner Neueste Nachrichten (Nr. 27, S. 11): Nach TU-Veto: Doktorarbeit im „Giftschrank“. Nationalbibliothek sperrt fragwürdige Arbeit (Hermann Horstkotte) "Eine angeblich internationale Doktorarbeit an der TU Dresden und der Comenius Universität in Bratislava (Slowakei) über die deutsche Krankenhausfinanzierung - in Wirklichkeit aber eine plagiatverseuchte Pfuscharbeit - hat die bundesweit zuständige Deutsche Nationalbibliothek (DNB) jetzt aus dem Verkehr gezogen. Darauf hatte ein Sprecher der TU (zuerst in dieser Zeitung am vergangenen Wochenende) gedrungen, nachdem zahlreiche Plagiatsstellen auf der Internetplattform Vroniplag Wiki dokumentiert wurden. Die Arbeit ist jetzt in einem „Giftschrank“ der DNB weggesperrt, wie ihr Justiziar sagt."

8. Februar 2016Bearbeiten

  • iDNES.cz: Lovci plagiátů děsí německé elity. Opsaná práce prošla i ve Zlíně, tvrdí (Michal Bělka) (dt. Google-Übers.) "Jedna z německých plagiátorských kauz má i české pozadí. Na Univerzitě Tomáše Bati ve Zlíně prošla v roce 2008 disertační práce, v níž se podle serveru Vroniplag opisovalo na 27 stránkách z 65. Autorem práce je vysoce postavený úředník Martin S., který pracuje na vládním prezidiu v německém Stuttgartu. [...] Baťova univerzita kauzu po letech důkladně přezkoumala, podle rektora Petra Sáhy je závažná. 'V tuto chvíli bohužel nemůžeme nic dělat. Neexistuje zákonná cesta, jak na univerzitě v České republice odebrat titul,' konstatoval rektor. Nový vysokoškolský zákon sice školám zpětné zrušení diplomu umožní, ale nejpozději do tří let po promoci. Martin S. a další absolventi, za jejichž studia nebyly k dispozici moderní protiplagiátorské systémy, se tedy nemusí bát."

13. Februar 2016Bearbeiten

  • DER SPIEGEL (Nr. 7, S. 26): Füße im Sand (Markus Feldenkirchen und Gordon Repinski) "Wer hier in Bahrain Ende vergangenen Jahres Zeuge dieser Ordnung und Selbstdisziplin wird, kann kaum glauben, dass seit September eine Affäre über von der Leyen schwebt, die viel mit Unordnung und Disziplinlosigkeit zu tun hat. Experten der Medizinischen Hochschule Hannover analysieren seither ihre Doktorarbeit, in der sie - man kann es nicht netter sagen - hemmungslos herumgeschludert hat. Bald wird die Kommission der Uni verkünden, ob sie Ursula von der Leyen den Doktortitel entzieht. Sie, das vermeintliche Vorbild an Selbstdisziplin, könnte dann eine Gemeinsamkeit mit eher windigen Herrschaften wie Karl-Theodor zu Guttenberg oder Jorgo Chatzimarkakis haben. Und sie, die immer sehr klare Vorstellungen davon hatte, wie was zu sein hat, ist seit Monaten mit einer Lage konfrontiert, in der vieles nicht so ist, wie es sein soll. Selbst wenn sie ihren Titel behalten sollte, wird der Blick auf sie in Zukunft möglicherweise ein anderer sein."


18. Februar 2016Bearbeiten

  • DIE ZEIT (Nr. 9, S. 65): Die Zeitbombe von Hannover. Warum die Wissenschaft Politiker nicht zum Rücktritt zwingen darf (Thomas Kerstan) "Muss von der Leyen im Falle des Titelentzugs von ihrem Amt zurücktreten? Bislang gilt dieser Automatismus. Doch damit muss jetzt Schluss sein, denn er lädt selbst ernannte Hüter der Wissenschaft ein, demokratisch gewählte Politiker aus dem Amt zu kegeln. [...] Es ist misslich, dass demokratisch legitimierte Politiker derart den Unwägbarkeiten des Wissenschaftsbetriebs ausgeliefert sind, in dem - nicht frei von Willkür - mal so und mal so über akademische Leistungen geurteilt wird. Deshalb ist ein Titelentzug kein Rücktrittsgrund, wenn sich ein gewählter Volksvertreter sonst nichts zuschulden kommen lässt. Der Souverän sollte da souverän sein. [...] Und man sollte nicht übertreiben: Ein Zitierfehler ist keine Falschaussage, eine vergessene Fußnote kein Plagiat."
  • NDR.de: Plagiatsvorwürfe gegen Backhaus: Uni reagiert "Dannemann gehört zum Netzwerk VroniPlag Wiki, das schon verschiedene Ungereimtheiten bei Doktorarbeiten aufdeckte. An der Dokumentation zur Backhaus-Promotion war VroniPlag Wiki jedoch nicht beteiligt."

19. Februar 2016Bearbeiten

  • Neues Deutschland: Fußnoten ohne Seitenzahlen. Velten Schäfer über zwei schwebende Politiker-Plagiatsaffären (Velten Schäfer) "Auch von der zweifelhaften Dissertation der Verteidigungsministerin hat man lange nichts mehr gehört. Dabei sollte die Überprüfung in Hannover längst abgeschlossen sein. Was jetzt auf keinen Fall einreißen darf, ist eine Haltung des »es gibt doch Wichtigeres«. Fortgesetzt beschädigt dieses Land eine seiner stärksten Marken: den deutschen Doktor. Das muss endlich aufhören."

22. Februar 2016Bearbeiten

23. Februar 2016Bearbeiten

  • VG Kassel: Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel "Der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, Dr. Wolfgang Dippel, hat am 19.02.2016 beim Verwaltungsgericht Klage gegen die Entscheidung der Universität Kassel erhoben, ihm den durch die Universität – damals Gesamthochschule Kassel – verliehenen Grad eines Doktors der Politikwissenschaft zu entziehen. Aktenzeichen: 4 K 274/16.KS"

24. Februar 2016Bearbeiten

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung: Amtsversteck: Kuriose Plagiatsvertuschung (Hermann Horstkotte) "Auch wenn die Universitäten den Titel nicht immer aberkennen, muss der Betroffene einen Verlust an Glaubwürdigkeit und sozialer Anerkennung befürchten. Zur Schadensbegrenzung in eigener Sache startete jetzt der Chef eines kirchlichen Wohlfahrtsverbandes einen ungewöhnlichen Vertuschungsversuch: Er beantragte bei der Deutschen Nationalbibliothek (DNB), der amtlichen Sammelstelle deutscher Publikationen, seine Dissertation „dauerhaft zu sperren“. Die DNB gab dem Wunsch statt. Wissenschaftsbetrug ist für sie offenbar kein Problem."
  • fuldainfo: Dippel kämpft um seinen Doktortitel "Wie Dippel gegenüber fuldainfo erklärte, sei man bei der Bewertung des Sachverhaltes unterschiedlicher Meinung. Deshalb habe er sich dazu entschieden Widerspruch zu erheben und Klage gegen die Entscheidung der UNI-Kassel einzulegen. Er sei an an einer sachliche Aufklärung sehr interessiert, so Dippel."
  • hessenschau.de: Staatssekretär Dippel klagt gegen Doktortitel-Entzug (Michael Przibilla [hr-iNFO], hessenschau.de/clar, dpa/lhe) "Dippel beruft sich darauf, dass die Kritikpunkte an seiner wissenschaftlichen Arbeit dem Prüfungsgremium schon vor der Vergabe des Doktortitels bekannt gewesen seien. [...] Auf Nachfrage von hessenschau.de sagte eine Sprecherin der Uni, Dippel habe im vergangenen August Widerspruch gegen die Entscheidung der Universität eingelegt. Daraufhin habe der Promotionsausschuss geprüft, 'ob dieser schwerwiegende neue Tatsachen oder Argumentationen enthält, die möglicherweise eine grundsätzlich neue Sicht auf das Verfahren ergeben', wie die Sprecherin sagte. Das sei nach Auffassung des Promotionsausschusses nicht der Fall. Der Bescheid über den zurückgewiesenen Widerspruch sei Dippel Ende Januar zugestellt worden, sagte die Uni-Sprecherin."
  • Osthessen News: Weiter Tauziehen um Doktortitel. Uni Kassel will Doktortitel entziehen - Dr. Wolfgang Dippel geht vor Gericht (Christian P. Stadtfeld) "'Ich bin nach wie vor an einer sachlichen Aufklärung interessiert', sagt Sozial-Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel (CDU) am Dienstagabend zu OSTHESSEN|NEWS. [...] Von der Uni Kassel heißt es aber: 'Der Präsident hat den Widerspruch zurückgewiesen.' Dr. Dippel hatte gegen die Entscheidung der Universität, ihm den Doktorgrad zu entziehen, im vergangenen Jahr Widerspruch eingelegt. [...] Dr. Dippel und seine Anwältin wollen die Aussagen jetzt bewerten. Er habe sich definitiv nichts vorzuwerfen, weder wissentlich noch vorsätzlich einen Fehler bei der Abfassung der Promotion begangen zu haben, hieß es. [...] Er kündigte an: 'Ich lasse nicht locker, sondern werde eine Klage beim Verwaltungsgericht in Kassel auf den Weg bringen.'"
  • Frankfurter Rundschau: Staatssekretär klagt gegen Doktortitel-Entzug (dpa) "Der hessische Sozial-Staatssekretär Wolfgang Dippel (CDU) kämpft gegen die Plagiatsvorwürfe rund um seine Doktorarbeit. Nun klagt er gegen die Entscheidung der Universität Kassel, ihm den Doktortitel abzuerkennen, wie das Verwaltungsgericht mitteilt."

25. Februar 2016Bearbeiten

  • Deutschlandradio Kultur: Tricksen, täuschen, fabulieren. Betrug in der Wissenschaft (Susanne Billig, Petra Geist) "Andere Plattformen schaffen Transparenz durch frei zugängliche Dokumentationen. Bei 'arXiv' können Forscherinnen und Forscher ihre Ergebnisse direkt präsentieren und sich einer öffentlichen Debatte stellen. 'VroniPlag' untersucht deutsche Dissertationen auf geklaute Passagen. Und 'PubPeer' bietet allen ein Forum, die auf die Schwächen publizierter Aufsätze hinweisen möchten – manchmal mit echten Konsequenzen."

27. Februar 2016Bearbeiten

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung: Der Fall Guttenberg und die Lehren (Marlene Hartz, Marvin Milatz) "Zuletzt haben die Plagiatsjäger nicht mehr nur die Arbeiten von Politikern und Berühmtheiten ins Visier genommen, sondern eher die von Wissenschaftlern. „Viele von ihnen betreuen heute selbst Doktoranden“, sagt Dannemann. „Für die Qualität der Wissenschaft ist das fatal.“ Die Rechercheure von „VroniPlag“ deckten in den vergangenen fünf Jahren mehrere Dutzend Plagiate von heutigen Wissenschaftlern auf. Besonders viele Fälle meldeten sie an das Universitätsklinikum Charité in Berlin und an die Uni Münster."

28. Februar 2016Bearbeiten

  • Tagesspiegel (S. 8): Die ewigen Jagdgründe [tlw. online u.d.T. Guttenbergs Jäger machen weiter] (Torsten Hampel) "Hochschulen ermitteln nach Hinweisen oft nur schleppend. Wer nach dem Stand der Dinge von Verfahren fragt, die auf Vroniplag-Dokumentationen zurückgehen, bekommt oft keine Antwort. Wenn doch, heißt es, man könne leider nichts sagen, das Verfahren laufe noch, oder es seien Persönlichkeitsrechte betroffen.
    In Berlin beobachten sie bei Vroniplag verschiedene Arten des Umgangs mit gemeldeten Plagiaten. Eine der großen Universitäten bemühe sich sehr, ihre eigenen Regeln dafür einzuhalten. Eine andere kommuniziere nicht mit Vroniplag, bei der dritten sei man so besorgt um vermeintlichen Datenschutz, dass sich die Plagiatsjäger fragen, wer da eigentlich geschützt werden soll und wovor. [...]
    Die Plagiatsjäger und die Verantwortlichen in den Hochschulen, so scheint es, leben in zwei weit voneinander entfernten Welten. Die einen wollen eine saubere Wissenschaft, die anderen haben stets abzuwägen. Sie haben etwas zu verlieren – unter anderem ihren Ruf. In einem jedoch gleichen sich beide: Ihr Interesse an Öffentlichkeit ist nicht besonders groß."

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