FANDOM


2. Mai 2016 Bearbeiten

  • General-Anzeiger (Bonn) (S. 19): Uni entzieht Doktortitel (koe) "Der Fakultätsrat der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn hat in einem Plagiatsfall den Entzug des Doktorgrads beschlossen. [...] Der Fakultätsrat und der Promotionsausschuss der Fakultät sind überzeugt, dass der 2010 promovierte Arzt vorsätzlich getäuscht hat, indem er 'in massiver Weise' nicht gekennzeichnete Textstellen sowie eine Abbildung anderer Autoren übernommen hat."

3. Mai 2016 Bearbeiten

  • General-Anzeiger (Bonn) (S. 12): Die Uni geht härter gegen Plagiate vor. Die Medizinische Fakultät entzieht einem Absolventen den Doktortitel (Hermann Horstkotte) "'Wir können letztlich nicht verhindern, dass es zu Plagiaten kommt', sagt Professor Nicolas Wernert als Vorstand der Medizinischen Fakultät, 'aber wir können deutlich machen, dass es dafür keine Toleranz gibt'. Unter seinem Amtsvorgänger, der Bonn inzwischen verlassen hat, sah die Sache noch etwas anders aus. Zwar 'bestätigte' dieser 'wortwörtliche Übernahmen' längerer Textpassagen ohne Zitatnachweise, die zuerst auf der Internetplattform 'Vroniplag Wiki' dokumentiert worden waren; darin erkannte der damalige Dekan aber keine 'vorsätzliche Täuschungsabsicht' und mithin keinen Grund, den Doktorhut zurückzufordern. Als der GA darüber vor rund einem Jahr berichtete, zeigten sich jedoch viele Medizinprofessoren empört und setzten eine genauere Nachprüfung durch."

10. Mai 2016 Bearbeiten

  • Legal Tribune Online: Einmal Dr., immer Dr. Promovieren in der Slowakei (Hermann Horstkotte) "Ein in der Slowakei verliehener Doktortitel kann auch bei Bekanntwerden von Plagiaten nicht entzogen werden – dennoch besteht ein Äquivalenzabkommen mit Deutschland. [...] Laut der auf die Aufspürung wissenschaftlicher Plagiate spezialisierten Plattform Vroniplag weisen 76 von 185 Seiten der Dissertation plagiatsverdächtige Stellen auf. Dennoch gibt es, wie die Vizerektorin für Studien an der Comenius-Uni auf Nachfrage klarstellt, in der Slowakei keine gesetzliche oder sonstige Rechtsgrundlage, um verliehene Grade nachträglich zu überprüfen oder gar zu widerrufen. [...] Doch wer einmal Doktor in der Slowakei ist, ist es zugleich auch für immer in Deutschland. [...] Damit gewährt der deutsche Staat slowakischen Titeln im Zweifelsfalle mehr Schutz als den eigenen, für die die Möglichkeit einer Nachprüfung und eines nachträglichen Entzugs besteht."

12. Mai 2016 Bearbeiten

  • Süddeutsche.de: Plagiatsvorwürfe gegen Münchner Klinikchef (Christina Berndt) "Generell könne ein Habilitand die Daten eines von ihm betreuten Doktoranden für seine Arbeit verwenden, sagt Wolfgang Löwer, Ombudsman für die Wissenschaft der Deutschen Forschungsgemeinschaft, [...]. 'Aber das unterliegt klar dem Zitiergebot, und aus dem kann man sich mit einer Danksagung nicht rauskaufen.'
    Das sehen auch Bodo Pieroth und Andreas Hensel von der Kommission wissenschaftliches Fehlverhalten an der Uni Münster so, wo man zuletzt leidvolle Erfahrung mit Plagiaten in medizinischen Arbeiten gesammelt hat. 'Wenn die Quelle nicht entsprechend zitiert wird, ist es ein Plagiat, egal, wie man es dreht', sagt Hensel. 'Ausgesprochen kritisch' sieht er grundsätzlich, Gedanken aus der Diskussion einer Dissertation zu kopieren."

15. Mai 2016 Bearbeiten

  • COMUNICAR. Media Education Research Journal (Nr. 48, Preprint): Plagiarism and Academic Integrity in Germany (PDF) (Germán Ruipérez, José-Carlos García-Cabrero) "Aside from the numerous cases detected in academic work since 2011, several initiatives have come about in parallel that have enriched the debate on academic plagiarism, for example, the development of a consolidated cooperative textual research methodology using a specific Wiki called «VroniPlag» [..], making Germany one of the most advanced European countries when it comes to combating these practices. [...] The absence of requests for disciplinary measures should also be highlighted; VroniPlag has never been understood as a platform that claims a certain disciplinary measure. [...] However, it is certain that the documented cases of plagiarism have exerted much pressure on the universities affected thereby to at least start an internal investigation. In fact, of the 154 academic works investigated up to December 2015, the universities had already stripped 22% of the authors of their respective academic title [...]."

25. Mai 2016 Bearbeiten

  • Hannover caritas: Pressemitteilung: Vorwürfe gegen Vorstand Dr. Andreas Schubert nicht bestätigt "Die im Januar erhobenen Vorwürfe gegen den Vorstand des Caritasverbandes Hannover e. V., Dr. Andreas Schubert, haben sich nicht bestätigt. Die zuständige Comenius-Universität in Bratislava, an der Schubert 2009 promoviert wurde, hat mitgeteilt, dass die Dissertation und das Dissertationsverfahren mit allen Mitteln überprüft worden sind."

26. Mai 2016 Bearbeiten

  • Stuttgarter Nachrichten: Personalkarussell im Innenministerium. CDU-Abgeordneter hofft auf Posten (Josef Schunder) "Die Bestellung Pröfrocks als Nachfolger des Polizeibeamten Thomas Berger gilt manchen Beobachtern im Haus indes nicht nur als 'Versorgungspersonalie', sondern im Ministerium gibt es auch Zweifel an seiner fachlichen und persönlichen Eignung. Das rührt daher, dass dem Juristen von der Universität Tübingen im Sommer 2011 der Doktorgrad genommen worden ist und ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Tübingen nur wegen Zahlung von 4000 Euro eingestellt wurde. Die Ursache für die Entscheidung des Promotionsausschusses der Universität war, dass in die Dissertation in nicht unerheblichem Maße fremde Texte übernommen worden sein sollen, ohne dass es kenntlich gemacht wurde. Der Autor kann allerdings behaupten, dass dies nicht absichtlich geschehen ist, sondern nur mangels Sorgfalt. Manche im Ministerium halten die Personalentscheidung deswegen trotzdem für fragwürdig."
  • Hannoversche Allgemeine: Hat Caritas-Chef doch nicht abgeschrieben? (med) "Die Caritas [...] teilte gestern mit, dass Schubert sich von der zuständigen Comenius-Universität in Bratislava (Slowakei) habe bestätigen lassen, sowohl die Doktorarbeit als auch das Promotionsverfahren seien 'ordnungsgemäß nach den Regeln der Hochschule abgelaufen' und keine Auffälligkeiten festgestellt worden. Plagiatsjäger hatten lange Textpassagen mit hohen wörtlichen, nicht nachgewiesenen Direktzitaten entdeckt."

27. Mai 2016 Bearbeiten

  • duz – Deutsche Universitätszeitung (06/2016, S. 24-27): Erstmal eine Arbeitsgruppe (Benjamin Haerdle) "[...] Helfen könnte ihnen in Zukunft ein zentrales Forum für Ombudsleute, sofern Deutschlands Wissenschaftsakteure einer Empfehlung folgen, die der Wissenschaftsrat im April vergangenen Jahres abgegeben hat. [...] Der Deutsche Hochschulverband warnte, eine zentrale Einrichtung könne ‚zum Spielball politischer Einflussnahme‘ werden und einzelne Unis könnten dadurch in besonders brisanten Fällen unter Druck gesetzt werden. Auch Weber-Wulff sieht bei einer Zentralstelle die Gefahr der politischen Einflussnahme. ‚Eine solche Einrichtung muss sich klar abgrenzen von der Politik und eindeutig kommunizieren, dass sie keine Fälle entscheidet, sondern lediglich Informationen sammelt, aufbereitet und den Hochschulen Informationen zur Verfügung stellt‘, betont sie."

30. Mai 2016 Bearbeiten

  • Neue Presse, S. 7: Ist Caritas-Chef ein Dr. plag? Promotion von Andreas Schubert soll ein „Brutal-Plagiat“ sein. Betroffener leugnet Täuschung (Thomas Nagel) "Schubert weist die Vorwürfe zurück. [...] 'Die zuständige Comenius-Universität in Bratislava [...] hat ihm [...] mitgeteilt, dass die Dissertation und das Dissertationsverfahren mit allen 2009 zur Verfügung stehenden (...) Mitteln überprüft worden sind.' Dabei hätten sich keine Auffälligkeiten ergeben.
    Das bestreitet auch niemand. Viele Universitäten bemerken nicht, dass bei Promotionen geschummelt wird. 'VroniPlag Wiki' hat 156 Dissertationen und zehn Habilitationsschriften dokumentiert, bei denen Plagiate in der Begutachtung nicht erkannt wurden. [...] Der NP schrieb Dannemann: 'Sollte Herr Schubert tatsächlich an einer weiteren Aufklärung interessiert sein, könnte er mühelos die in Bratislava vorliegende Fassung seiner Dissertation freigeben.'“

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.