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1. Juni 2016Bearbeiten

  • Neue Presse: Plagiatsaffäre geht weiter (Thomas Nagel) "Vergangene Woche erklärte die Caritas Hannover die Plagiatsvorwürfe gegen ihren Chef, Dr. Andreas Schubert, für beendet. Etwas voreilig, wie sich herausstellte. Für die Technische Universität (TU) Dresden ist die Angelegenheit noch nicht ad acta gelegt. Auf Anfrage der NP teilte die TU-Sprecherin Kim-Astrid Magister mit: 'Ich kann Ihnen mitteilen, dass die TU Dresden von Herrn Schubert Unterlassung jeglicher Handlungen verlangt, die das Werk mit der TU Dresden in Verbindung bringen.' Dazu erklärte der Caritas-Chef: 'Die Angelegenheit befindet sich in Klärung zwischen den beauftragten Anwälten.' Dabei gehe es um die bei der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) hinterlegte Arbeit. Schubert hat sie sperren lassen. Auf dem Deckblatt dieser Arbeit tauchen zusätzlich zur Comenius-Universität in Bratislava auch die TU Dresden und ein deutscher Professor als Betreuer auf."

2. Juni 2016Bearbeiten

  • Stuttgarter Nachrichten: Minister Strobl hält an Pröfrock fest (Josef Schunder) "Der neue baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl setzt trotz Murren im Haus weiterhin auf Matthias Pröfrock (39) für die Leitung der Zentralstelle. [...] Gegen seine neue Verwendung im Innenministerium gibt es Vorbehalte in der Belegschaft, weil seine fachliche Qualifikation angezweifelt wird und noch Plagiatsvorwürfe gegen Pröfrock in Erinnerung sind. Der Jurist soll in seiner Dissertation in nicht unerheblichem Maße fremde Texte übernommen haben, ohne das kenntlich gemacht zu haben. Die Universität Tübingen erkannte ihm daher im Sommer 2011 den Doktorgrad aber. Ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Tübingen wurde gegen Zahlung von 4000 Euro eingestellt."
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung (S. 7): Notfallhelfer, Kümmerer und diskreter Problemlöser. Die Rolle der Ombudsleute bei den vielen Formen des Fehlverhaltens in der Wissenschaft (Stephan Rixen) "Als vor wenigen Monaten die Medizinische Hochschule Hannover beschloss, der Verteidigungsministerin den Doktortitel nicht zu entziehen, zeigten sich die Plagiatsjäger der einschlägigen Internettribunale enttäuscht, ihre Hoffnung auf rigorose Sanktionierung blieb unerfüllt. Wer aber jeden Plagiatsvorwurf mit der Forderung nach unbedingter Härte verbindet, betreibt, weil es offenbar so schön ist, Empörungsfolklore ohne wissenschaftspolitischen Mehrwert. Die Strategie der stufenlosen Strenge stärkt die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft nicht, sie schwächt sie."
  • Neue Presse: Hat Caritas-Chef abgeschrieben? (Thomas Nagel) "Handelt es sich bei der Doktor-Arbeit von Caritas-Chef Andreas Schubert um ein Plagiat? Die Internet-Plattform „VroniPlag Wiki“ ist überzeugt davon. Auf 41 Prozent der Arbeit (76 von 185 Seiten) befänden sich Fremdtextübernahmen. Jura-Professor Gerhard Dannemann von „VroniPlag Wiki“ spricht sogar von einem „Brutal-Plagiat“. Denn der Caritas-Chef habe sogar die Danksagung seiner Promotion zum Thema Krankenhausfinanzierung aus dem Jahre 2009 abgeschrieben."

6. Juni 2016Bearbeiten

  • Die Tagespost: Glosse: Endlich: „Doktor für Alle“ (Bernhard Huber) "Nachdem sich der Medienrummel gelegt hat, wollen wir uns noch einmal in Ruhe mit dem 'Doktor' von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen befassen: Sie darf ihn sich weiterhin an den Hut stecken. Sie hat in ihre 'Diss' zwar jede Menge Fehler eingebaut, sich aber keines Fehlverhaltens schuldig gemacht. Sagt die zuständige Uni. [...] Wir werden die Maßstäbe überdenken müssen, die wir bisher an unsere Exzellenzuniversitäten angelegt haben. Denn das Fleiß-Leistungsverhältnis wird neu austariert werden müssen, weil es künftig nur noch darauf ankommt, ob jemand etwas erreicht, und nicht mehr mit welchen zweifelhaften Methoden. Deshalb bleibt Ursula von der Leyen Frau Doktor – nicht obwohl, sondern weil ihre Promotion fehlerhaft ist."
  • Dresdner Neueste Nachrichten (S. 13): Doktorarbeit bringt TU Dresden unter Druck. Uni wird von Umgang mit Promotionen eingeholt (Hermann Horstkotte): "Seit Anfang des Jahres wird der Geschäftsführer des Caritas-Verbandes Hannover, Andreas Schubert, auf der Internetplattform Vroniplag Wiki mit Plagiatsvorwürfen gegen seine Doktorarbeit unter Beschuss genommen. [...] Auf ihrem Deckblatt bezieht diese sich auf die Comenius Universität in Bratislava (Slowakei) und die Technische Universität Dresden/Akademisches Europa-Seminar. [...] Jetzt verlangt die TUD von Schubert die „Unterlassung jeglicher Handlungen, die das Werk mit der TU Dresden in Verbindung bringen." [...] Die Sache erscheint durchaus verzwickt. Denn auch andere Autoren haben ihre veröffentlichte Doktorarbeit an osteuropäischen Unis zusätzlich mit dem Namen der TUD geschmückt, so ein zeitweilig prominenter Politiker aus Brandenburg seine Comenius-Dissertation 2007 oder auch ein heutiger Fachhochschul-Professor seine Promotionsschrift an der Uni Ostrava in Tschechien 2005. Dagegen hat sich die TUD nicht gewehrt.“

9. Juni 2016Bearbeiten

  • Neue Presse (S. 1): Der Von-der-Leyen-Effekt? MHH-Ärzte unter Plagiatsverdacht (PDF) (Thomas Nagel) "Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat ihrer ehemaligen Universität unfreiwillig einen Bärendienst erwiesen. Nachdem ihre Doktorarbeit 2015 unter Plagiatsverdacht geraten war, ist die Internet-Plattform ‚Vroniplag Wiki‘ bei sechs weiteren medizinischen MHH-Doktorarbeiten fündig geworden. [...] MHH-Sprecher Stefan Zorn: ‚Wir haben in fünf Fällen eine Hauptprüfung eingeleitet. Ein weiterer Fall befindet sich noch in der Vorprüfung.‘"
  • Neue Presse (S. 15): Die Hochschule unter Verdacht (PDF) (Thomas Nagel) "Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) rühmt sich für ihre wissenschaftliche Erfolge. Ein Blick auf die Internet-Plattform ‚Vroniplag Wiki‘ lässt Zweifel an der hervorragenden Wissenschaft aufkommen. [...] An der Leibniz-Universität wurde einem Wissenschaftler der Doktor der Rechtswissenschaften entzogen. Er hatte laut ‚Vroniplag Wiki‘ auf 45 Prozent der Seiten seiner Arbeit Plagiate produziert."
  • Neue Presse (S. 15): Meist handfeste ökonomische Gründe (PDF) (Thomas Nagel) "Professor Manuel Theisen ist bekannt für sein Engagement gegen Promotionsberatung und Kauf von akademischen Titeln. Die NP sprach mit dem Betriebswirtschaftler auch über die Affäre Schubert.
    Bei Vroniplag Wiki stehen eine Reihe von rund 170 Wissenschaftler unter Plagiatsverdacht. Wie ist diese Zahl aus Ihrer Sicht zu bewerten?
    [Theisen:] Die Technik von Vroniplag ist verdienstvoll und ein erster Hinweisgeber für Plagiate, jeder Einzelfall muss aber überprüft werden. Dies hängt mit verschiedenen Zitationstechniken zusammen und auch den unterschiedlichen Gebräuchen in den verschiedenen Disziplinen, das lässt sich schlecht vereinfachen."
  • Neue Presse (S. 15): Die Hütchenspiele des Dr. S. (Thomas Nagel und Herrmann Horstkotte): "Die Taktik von Hütchenspielern ist es zu verwirren. Jura-Professor Gerhard Dannemann von ‚Vroniplag Wiki‘ vergleicht das Vorgehen von Caritas-Chef Andreas Schubert in der Plagiatsaffäre mit einem ‚Hütchenspiel‘. ‚Bisher war oder ist von vier verschiedenen Fassungen die Rede‘, sagt Dannemann. ‚Vroniplag Wiki‘ entlarvte die Doktorarbeit von Schubert als Plagiat: Auf 76 von 185 Seiten habe der Manager abgeschrieben. Der Beschuldigte behauptet nun wiederum, dass es sich bei dem untersuchten Exemplar um eine ‚Frühversion‘ handle (NP berichtete). [...] Die ‚Frühversion‘ in der DNB und das angeblich später abgegebene Exemplar an der Comenius-Universität in Bratislava haben laut Dannemann ein identisches Inhaltsverzeichnis und identische Seitenzahlen. Aus Sicht des Jura-Professors belegt das, dass die ‚Frühversion‘ in Wahrheit später abgegeben wurde." [siehe auch Der Fall Schubert]
  • Zeitungsverlag Waiblingen: Rundschlag. Der saubere Herr Meuthen (Jörg Nolle) "Die CDU hat lang genug geglaubt, der Südwest-Staat sei ihrer. Aus dieser Denke heraus meinte ja aktuell auch Matthias Pröfrock, schnell mal eine Doktorarbeit zusammenkopieren und in der Partei wie im Staatsamt Karriere machen zu können. Und er glaubt, dass er zum Leiter der Zentralstelle im Innenministerium taugt, obwohl die Belegschaft offen an seiner fachlichen Qualifikation zweifelt. Den Staat sich zur Beute machen – so geht das."

14. Juni 2016Bearbeiten

  • Neue Presse: MHH in der Kritik: Falsche Dr. dent. – Titel für Zahnärzte für fachfremde Arbeiten (PDF) (Thomas Nagel) "Wo Zahnarzt draufsteht, muss nicht Zahnarzt drin sein. Zumindest bei den Doktorarbeiten. Die Internet-Plattform ‚Vroniplag Wiki‘ hat jetzt herausgefunden, dass viele Zahnärzte der Medizinischen Hochschule (MHH) ihren ‚Dr. dent.‘ nicht mit zahnmedizinischen Themen erreichen. [...] So promovierte ein Zahnmediziner zum Thema ‚Pharmazeutische Therapie von Harnsteinen‘. [...] ‚Vroniplag Wiki‘ kritisiert diese Praxis: ‚Die Patienten werden getäuscht.‘"

15. Juni 2016Bearbeiten

  • Neue Presse (S. 15): Kirche steht zu Caritas-Chef (ton) "In der Plagiatsaffäre hat sich die katholische Kirche hinter Caritas-Chef Andreas Schubert gestellt. 'Herr Schubert hat seit dem Beginn seiner Arbeit für den Caritasverband 2012 hervorragende Arbeit geleistet und vorbildlich die Kooperation mit dem Caritasrat gepflegt', sagte Propst Martin Tenge. Die Doktorarbeit und Promotionsverfahren seien ohne Auffälligkeiten und ordnungsgemäß abgelaufen, habe Schubert erklärt. [...] 'Seine fachliche Qualifikation und die Art und Weise, wie Herr Schubert den Caritasverband in Hannover zu einem starken und wachsenden Partner in der Stadtgesellschaft gemacht hat, sprechen für sich', meinte der Propst."

20. Juni 2016Bearbeiten

  • Neue Presse (S. 9): MHH weist Kritik an Promotionsverfahren zurück – Zahnärzte dürfen mit beliebigen Themen den Doktortitel erwerben. Internetplattform unterstellt Wettbewerbsvorteil. (PDF) (Thomas Nagel) "Bei ‚Vroniplag Wiki‘ findet man die Praxis, dass sich Zahnärzte ihren ‚Dr. med. dent‘ mit fachfremden Arbeiten erwerben, ‚irreführend‘. Es werde suggeriert, dass sich die Promotion mit einer zahnmedizinischen Fragestellung beschäftige."

22. Juni 2016Bearbeiten

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung (Nr. 143, S. 40): Doktortitel entzogen: Gericht weist Klage ab (zos) "Wie ein Sprecher des Landgerichts gestern auf Anfrage sagte, kamen die Richter zu der Einschätzung, dass der Wirtschaftswissenschaftler Teile seiner Arbeit aus anderen Quellen übernommen habe, ohne das ausreichend kenntlich zu machen. Dabei habe er die Täuschung jener, die seine Dissertation beurteilen sollten, 'zumindest billigend in Kauf genommen'. Mit ihrer Entscheidung [...] hat die Hochschule ihren Ermessensspielraum, den sie in solchen Fragen habe, nach Ansicht des Gerichts nicht überschritten. [...] Eine Kommission der privaten Hochschule prüfte die Anschuldigungen ein halbes Jahr lang; dann wurde entschieden, dem Absolventen den Doktortitel zu entziehen. [...] Der Anwalt des Klägers teilte gestern mit, sein Mandant wolle gegen das Urteil Berufung einlegen."

23. Juni 2016Bearbeiten

  • Rheinische Post: Kolumne Professoren-Leben: Metall auf Metall (Heiner Barz) "[...] Löwer müsste es auch aus eigener Erfahrung besser wissen. Er nämlich war 1991 beteiligt, als die Universität Bonn beschloss, Margarita Mathiopoulos ihren Doktortitel trotz Plagiatsvorwürfen nicht zu entziehen. 2012 dann kam dieselbe Universität Bonn in anderer personeller Besetzung zum Schluss: Entzug. Bei Margarita Mathiopoulos hat ein- und dieselbe Universität also über ein- und dieselbe Dissertation aus dem Jahr 1986 zu zwei Zeitpunkten zwei unterschiedliche Urteile gefällt. Mit Verlaub, Herr Kollege Löwer, Rechtssicherheit sieht anders aus."

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