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Pressespiegel 2017Bearbeiten

Keine Veröffentlichungen bekannt

11. Februar 2017Bearbeiten

  • El País: Tierra del plagio impune. Las autoridades deberían evitar la falta de sanción académica de los copiadores (Germán Ruipérez) "«¡Bienvenido a Plagiolandia, el paraíso académico donde el plagio te sale gratis!» Esta es la penosa imagen de España que, según me comentaba un colega extranjero, están enviando al exterior nuestras autoridades académicas, ante la impunidad académica en el caso del plagio del rector de la Universidad Rey Juan Carlos (URJC). A la cabeza de esas autoridades, las agencias de evaluación ANECA y CNEAI, y la Conferencia de Rectores de las Universidades Españolas (CRUE). [...]
    El escándalo provocado en Alemania en 2011 por el plagio de la tesis doctoral del dimisionario ministro Guttenberg dio lugar a una gran movilización en las redes sociales y al nacimiento del sitio web «VroniPlag Wiki», pionero en el mundo. Esta web se ha convertido en un instrumento muy eficaz para estudiar el plagio académico de trabajos universitarios (180 casos, incluyendo dos tesis doctorales barcelonesas impunes académicamente desde 2014), con una metodología propia, fruto del consenso de una comunidad de colaboradores voluntarios."

14. Februar 2017Bearbeiten

  • DW (Deutsche Welle): Njemačka nema milosti za plagijatore (ap/dpa/afpd/rtr/kna/sm) "Posljednjih godina njemačku političku scenu potreslo je nekoliko slučajeva plagijata. Radilo se i o visokorangiranim političarima, ministrima u Saveznoj vladi. Predstavljamo neke od tih slučajeva."

16. Februar 2017Bearbeiten

  • Südwest Presse: Auch Steinmeiers Arbeit im Visier (Jonathan Lung) "Aus meiner Wut auf die Studenten hat sich eine Forschungsrichtung entwickelt“, erzählte Debora Weber-Wulff mit einem Lächeln. In einer einzigen Lehrveranstaltung habe die Professorin einmal zwölf Plagiatsfehler gehabt: „Ich war stinksauer. ... Die Mitbegründerin des „VroniPlag Wiki“, das Dissertationen untersucht, die unter Plagiatsverdacht geraten sind, war am Dienstag in der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg zu Gast, wo sie im Rahmen des dortigen jährlichen Forschungstages einen Vortrag über ihre Arbeit hielt."

20. Februar 2017Bearbeiten

  • WELT.de: Sachbücher als Schnellschüsse (Felix Rentzsch) "Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte noch einmal Glück. Ihre Promotion ist zwar zu 20 Prozent 'fehlerhaft', was eine elegante Umschreibung für 'abgeschrieben' ist – ihren Doktortitel darf die CDU-Politikerin dennoch behalten."

21. Februar 2017Bearbeiten

  • Neue Osnabrücker Zeitung (S. 16): Zwei Plagiate in fünf Jahren an der Uni (dpa/sst) "An der Uni Osnabrück sind in den vergangenen fünf Jahren zwei wissenschaftliche Arbeiten als Plagiat aufgeflogen. Getäuscht wurde bei einer Habilitationsschrift und einer Promotion. Insgesamt seien von 2012 bis 2016 elf Verdachtsfälle von sogenanntem wissenschaftlichen Fehlverhalten gemeldet worden, sagte Pressesprecher Utz Lederbogen."

25. Februar 2017Bearbeiten

  • Westfälische Nachrichten: Plagiate in der Wissenschaft. Uni Münster: Acht Doktortitel sind aberkannt (Karin Völker) "Es war eine Serie schlechter Nachrichten, die vor knapp drei Jahren auf die medizinische Fakultät der Universität einprasselte. Auf der von Wissenschaftlern betriebenen Internet-Plattform 'vroniplag.wiki', die Dissertationen auf wissenschaftliche Korrektheit überprüft, wurden in schneller Folge 23 an der medizinischen Fakultät verfasste Doktorarbeiten als Plagiate verdächtigt. Jetzt meldet die Universität den Abschluss der Untersuchungen und die Konsequenzen: Acht Doktortitel wurden aberkannt, in 14 Fällen Rügen gegen die Verfasser ausgesprochen. [...] In der Untersuchungskommission, die seit 2014 zwölfmal tagte, wirkten auch auswärtige Experten mit. [...] Fünf der Mediziner, die ihren Titel abgeben sollen, hätten vor dem Verwaltungsgericht geklagt, eine Entscheidung stehe aus."

27. Februar 2017Bearbeiten

  • WDR: Uni Münster entzieht acht Doktortitel "Die Internetplattform Vroni-Plag hatte die Westfälische Wilhelms-Universität Münster vor knapp drei Jahren mit einer auffälligen Häufung von Verdachtsfällen konfrontiert. [...] Die Hochschule will hart gegen die Abschreiber vorgehen. Es soll konkret überprüft werden, ob die Mediziner ihre Titel zum Beispiel noch am Praxisschild führen. In der Uni-Bibliothek werden die Dissertationen mit einem entsprechenden Stempel versehen. Fünf der acht betroffenen Mediziner klagen gegen den Entzug des Titels." [dazu Bericht WDR aktuell: Video (verfügbar bis 27.02.2018)]
  • SPIEGEL ONLINE: Uni Münster entzieht acht Medizinern den Doktortitel (lgr/dpa) "VroniPlag Wiki hat in mehr als 90 medizinischen Dissertationen Plagiate dokumentiert. Bei einzelnen Arbeiten seien alle Seiten plagiiert, sagt Dannemann. 'Da werden Plagiate von Plagiaten von Plagiaten eingereicht. Und die Ursprungsarbeit ist die Habilitationsschrift des jeweiligen Betreuers, der nicht gemerkt haben will, dass von ihm abgeschrieben wurde.' So etwas gebe es in keinem anderen Fach. 'In der Medizin gibt es Bereiche, in denen jede Qualitätskontrolle ausgeschaltet zu sein scheint.'"
  • Berliner Morgenpost: Abgeschrieben: Uni Münster entzieht acht Ärzten Doktortitel (dpa) "Die Internetplattform Vroni-Plag hatte die Westfälische Wilhelms-Universität Münster vor knapp drei Jahren mit einer auffälligen Häufung von Verdachtsfällen konfrontiert. [...] Die Untersuchungskommission war auch mit externen Experten besetzt. Die Hochschule wollte mit diesem Schritt jeden Verdacht auf Befangenheit ausschließen. [...] Ein hartes Vorgehen gegen Plagiate liege im Interesse der gesamten Wissenschaft und der ehrlichen Promovierenden, sagte Rektor Johannes Wessels."
  • Neue Osnabrücker Zeitung: Uni Münster entzieht acht Medizinern Doktortitel. Ärger für Doktor-Vater (dpa) "Die Internetplattform Vroni-Plag hat nicht nur prominente Abschreiber bei Doktorarbeiten erwischt. 2014 gaben die Plagiat-Jäger der Uni Münster einen Hinweis auf eine auffällige Häufung von Verdachtsfällen. Acht Doktor-Titel sind jetzt weg. [...] Einem Betreuer von Doktorarbeiten wurden nach dem Nachweis von zwei Plagiatsfällen Finanz- und Personalmittel bis auf die Grundausstattung gestrichen. Die Uni wirft dem Doktorvater 'schweres wissenschaftliches Fehlverhalten' vor."

28. Februar 2017Bearbeiten

  • Aachener Zeitung: Plagiate auch an der RWTH Aachen (Angela Delonge) "Die RWTH Aachen hat nach Hinweisen von VroniPlag in den Jahren 2014 und 2015 drei Geisteswissenschaftlern nachträglich ihre Doktortitel aberkannt. Das haben Recherchen unserer Zeitung ergeben. RWTH-Sprecher Thorsten Karbach bestätigte dies am Dienstag, bezeichnete die drei Fälle jedoch als 'verschwindend gering' angesichts der Vielzahl von Abschlussarbeiten, die an der RWTH eingereicht würden. Bei den drei Dissertationen handelt es sich laut VroniPlag Wiki um wissenschaftliche Arbeiten, die in den Jahren 2006, 2007 und 2008 an der Philosophischen Fakultät der RWTH am Institut für Politische Wissenschaft eingereicht worden waren."
  • Westfalen-Blatt: Doktorarbeiten im Zwielicht. Uni Münster erkennt acht Medizinern Titel ab – OWL-Hochschulen prüfen drei Fälle (Dietmar Kemper) "Nachdem die Internetplattform Vroni-Plag die Universität Münster im Mai 2014 über 23 Verdachtsfälle aus dem Bereich Medizin informiert hatte, hat die Hochschule jetzt acht Medizinern wegen Abschreibens den Doktortitel aberkannt. In 14 weiteren Fällen seien wegen Mängeln Rügen erteilt worden, teilte sie mit. Nachdem zwei Plagiatsfälle nachgewiesen worden seien, habe man einem Betreuer von Doktorarbeiten Finanz- und Personalmittel bis auf die Grundausstattung gestrichen. Die Uni wirft ihm 'schweres wissenschaftliches Fehlverhalten' vor."
  • Ärzte Zeitung online: Uni Münster erkennt acht Medizinern Doktorwürde ab. Bei Dissertation geschummelt (noe) "Die Wikipedia-Plattform VroniPlag, die Dissertationen auf Plagiate untersucht, hat die Universität vor drei Jahren darauf aufmerksam gemacht, dass bei 23 Dissertationen offenbar plagiiert wurde."

1. März 2017Bearbeiten

  • Neue Osnabrücker Zeitung: Plagiate: Uni Osnabrück erkennt zwei Titel ab (Jörg Sanders) "Im Falle einer auf der Internetseite Vroniplag gelisteten Doktorarbeit hakte unsere Redaktion nun nach, da diese bereits 2009 erschienen war. Der Enthüllungsplattform zufolge wurden in dieser Arbeit auf 108 von 214 Seiten Plagiatsfundstellen dokumentiert, was einem Anteil von 48,6 Prozent aller Seiten entspricht. 52 Seiten seien gar zu mehr als 75 Prozent Plagiatstext. Häufig soll die Verfasserin von Wikipedia abgeschrieben haben. Vroniplag hatte die Uni eigener Angabe zufolge im Oktober vergangenen Jahres über den Verdacht informiert."

4. März 2017Bearbeiten

  • Kurier (Österreich): Zitieren statt plagiieren (Ulla Grünbacher) "Sogenannte Plagiatsjäger machen Jagd auf unsauber verfasste Arbeiten von Politikern, Stars und Wirtschaftsgrößen. Auf der Homepage VroniPlag Wiki tauschen sie sich aus und machen ihre Fundstücke auch öffentlich. Der prominenteste Fall ist jener des deutschen Bundesverteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg. Einem Studenten sind die abgeschriebene Passagen Jahre später aufgefallen. Innerhalb von zwei Wochen führte dies zur Aberkennung von Guttenbergs Doktortitel und zu seinem Rücktritt. In Österreich sorgte die Dissertation des früheren Wissenschaftsministers und nunmehrigen EU-Kommissars Johannes Hahn für Diskussionen. Er durfte seinen Doktortitel aber behalten, da seine Arbeit zwar nach heutigen Kriterien ein Plagiat wäre, aber eher nicht nach jenen vor 25 Jahren, als die Arbeit verfasst wurde."
  • SWR2: Doktortitel aberkannt. Uni Münster statuiert an acht Medizinern ein Exempel (Gábor Paál im Gespräch mit Armin Himmelrath) "[(00:50) Armin Himmelrath] Im Folge dieser von der Politik ausgehenden Debatte hat sich eine, ja, wie soll man es nennen, so eine Arte Gruppe gegründet im Netz, VroniPlag nennen die sich, ein Blog, das sind viele Wissenschaftler. Viele von denen arbeiten auch anonym und die überprüfen im Grunde Doktorarbeiten auf Plagiate. Und die haben wohl einen anonymen Tipp bekommen, dass es sich lohnt an der Uni Münster mal ein bisschen genauer hinzuschauen in der Medizin, weil dort sehr, sehr viele fragwürdige Arbeiten im Umlauf sein sollten. Die haben dann geprüft, Arbeiten seit 2004, 2005 ungefähr, und haben dann vor drei Jahren der Uni Münster gemeldet, ja, wir haben hier ein ganzes Paket von fragwürdigen Doktorarbeiten. 23 medizinische Promotionen sollten überprüft werden. Und diese Meldung ging dann an die Uni Münster und die ist aktiv geworden."

7. März 2017Bearbeiten

  • UNICUM.de: Plagiate an der Uni Münster: 8 Mediziner verlieren ihren Doktortitel (Frank Biermann) "Es sei keineswegs so, dass die Universität Münster [...] bei dem Thema Plagiate 'zum Jagen getragen werden' müsste, sagt Pressesprecher Norbert Robers. [...] An der Arbeitsweise der Internetplattform VroniPlag stört die Uni Münster, dass schon bei einem bloßen (natürlich begründeten) Verdacht, der ja nicht immer direkt zum Entzug des Titel führe, die Verdächtigen gleich namentlich genannt würden, und mit wirtschaftlichen Konsequenzen zu rechnen hätten. Die unrühmliche Spitzenstellung der medizinischen Fakultät der Universität Münster führt Robers darauf zurück, dass sich VroniPlag vier Wochen intensiv und ausschließlich eben um die Uni Münster gekümmert habe.[...] 99 Prozent der Doktoranden hätten in ihre Arbeit so Robers 'viel Gehirnschmalz' gesteckt und ihre Titel ehrlich erworben. [...] Die Universität Münster werde zukünftig alles dafür tun, dass der Wert des Doktortitels als solcher nicht in Zweifel gezogen werde."

9. März 2017Bearbeiten

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung (S. 6): Münster entzieht Doktorgrade (oll.) "Die Internetplattform Vroni-Plag hatte die Uni Münster vor knapp drei Jahren mit einer auffälligen Häufung von Verdachtsfällen konfrontiert. Die im Mai 2014 eingesetzte Untersuchungskommission hatte alle Fälle untersucht und dem zuständigen Fachbereichsrat Verfahrensvorschläge unterbreitet, sagte ein Sprecher der Universität."

15. März 2017Bearbeiten

  • Westfälische Nachrichten': Gericht bestätigt Titelentzug von Doktortiteln an der Uni Münster (Karin Völker) "Am Montag hat das Verwaltungsgericht Münster entschieden, dass einer Absolventin der Medizinischen Fakultät zu Recht der Doktortitel aberkannt wurde. [...] Die Übersicht der von Wissenschaftlern der Plagiatsjäger-Plattform „ Vroniplag.wiki“ im Internet veröffentlichten Verdachtsfällen zeigt, dass auch andere Hochschulen vereinzelt Doktortitel entzogen haben. Die Aberkennung von gleich acht Titeln in der Medizin an der Universität Münster hatte jüngst bundesweit starke Beachtung gefunden."

24. März 2017Bearbeiten

  • UNICUM.de: Universität Münster entzieht weitere Doktortitel. Der aktuelle Stand der Plagiatsaffäre (Frank Biermann) "Zwischen der Internetplattform und der Uni Münster ist es zum Streit darüber gekommen, ob die Namen der betroffenen Medizinerinnen und Mediziner, denen der Titel entzogen worden ist, öffentlich gemacht werden sollten. Die Universität Münster stellt sich auf den Standpunkt, so ihr Sprecher Norbert Robers, das die 'Namen der Betroffenen dem Datenschutz unterliegen, eine Promotion ist kein öffentlicher Vorgang.' Gerhard Dannemann sieht das anders und hält dagegen: 'Natürlich sind Promotionen öffentliche Vorgänge. Der Doktorgrad darf gar nicht verliehen werden, bevor die Publikation der Dissertation sichergestellt ist. [...]' [...] Das Beharren der Universität auf dem Datenschutz für die Betroffenen hat zur Folge, dass die Aufsichtsbehörde für die Mediziner, die sich in Westfalen-Lippe niedergelassen haben, die Ärztekammer Westfalen-Lippe keine berufsrechtliche Verfahren gegen die unsauber wissenschaftlich arbeitenden Mediziner einleiten kann."

28. März 2017Bearbeiten

  • il Fatto Quotidiano: Madia, dottorato con 4 mila parole copiate nella tesi. Nella ricerca finale del 2008 all’Imt la futura ministra prese ampi brani da testi altrui senza indicare la citazione (Laura Margottini) "La tesi di dottorato di Marianna Madia, ministro per la Semplificazione e Pubblica amministrazione nei governi Gentiloni e Renzi, non pare essere tutta frutto della sua creatività. In 35 di 94 pagine della tesi (al netto di bibliografia, figure e tabelle) – titolo: ‘Essays on the Effects of Flexibility on Labour Market Outcome’ – ci sono passaggi pressoché identici a quelli presenti in altre pubblicazioni. La fonte di quei passaggi non risulta citata laddove il ministro li riporta nella sua tesi. [...] ‘Anche articoli in progress, working paper, o i rapporti di istituzioni vanno assolutamente citati,’ spiega Gerhard Dannemann, direttore del Centro di Studi britannici a Berlino, membro del VroniPlag, il gruppo di accademici che ha analizzato le tesi di dottorato di decine di politici e professori tedeschi. [...]
    Tre settimane fa in Francia L’Express ha scovato una decina di passaggi copiati da autori celebri, ma non citati neanche in bibliografia, nell’ultimo libro di Etienne Klein, fisico, filosofo e divulgatore francese. Due mesi prima Klein era diventato presidente dell’Istituto di Alti Studi Scientifici e Tecnologici francese che vuole rafforzare la fiducia dei cittadini nell’impresa scientifica."

23. April 2017Bearbeiten

  • Sueddeutsche.de: Dr. med. zu Leichtgemacht (Laetitia Grevers) "Medizinstudenten in Deutschland lernen kaum, wie wissenschaftlich gearbeitet wird. Deshalb sollen sie nun mehr schreiben - oder das Promovieren lassen. [...] Nun nährt eine Plagiatsaffäre an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster neue Zweifel: Nach langer Prüfung wurde acht Medizinern Ende Februar der Doktorgrad entzogen, weil sie abgeschrieben hatten. Mehr als ein Dutzend weitere Absolventen bekamen eine Rüge, durften ihren Doktor aber behalten. Und ein Professor, der mindestens zwei betroffene Mediziner bei ihrer Promotion betreut hatte, wurde mit einem Verbot belegt - er darf keine weiteren Doktoranden mehr betreuen."

4. Mai 2017Bearbeiten

  • Mittelbayerische Zeitung: Ursula von der Leyen und der Bundeswehr-Skandal (Reinhard Zweigler) "Doch keiner von [ihren ministeriellen Vorgängern] hat den Job an der Spitze der Armee mit so viel Verve, mit so vielen wohlklingenden Versprechungen, mit so viel Show angetreten. Nicht einmal Karl-Theodor zu Guttenberg, der einstige Shootingstar der CSU, der über seine teilweise abgeschriebene Doktorarbeit stolperte und nun womöglich vor einem politischen Comeback steht. Übrigens gab es auch bei von der Leyens medizinischer Dissertationsschrift zahlreiche Unregelmäßigkeiten. Allerdings sah die Universität Hannover diese Fehler als kleinere Sünden an."

5. Mai 2017Bearbeiten

  • The European: Unfähig zur Führung (Rainer Zitelmann) "[Ursula von der Leyen] ist offenbar so vollständig mit der Aufgabe überfordert wie sie es bei ihrer Doktorarbeit war. Die Hochschuluntersuchungskommission, die ihre Dissertation nach Plagiatsvorwürfen unter die Lupe nahm, stellte offiziell fest, dass 20 Prozent der Arbeit fehlerhaft seien. Damit war ihre Doktorarbeit jedoch immer noch wesentlich besser als ihre Arbeit als Verteidigungsministerin."
  • Deutscher Bundestag (18. Wahlperiode, Drs. 18/12310) / Konsortium Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs: Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2017. Statistische Daten und Forschungsbefunde zu Promovierenden und Promovierten in Deutschland (PDF)
    "[S. 62:] Qualitätsaspekte der Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Promotionsphase werden seit Langem kritisch diskutiert. Insgesamt ist eine steigende Bedeutung des Themas seit dem ersten BuWiN im Jahr 2008 zu beobachten.80 In die breite Öffentlichkeit gelangte dieser Aspekt insbesondere im Zuge der immer noch anhaltenden öffentlichen Analyse plagiierter Dissertationen.81 Ferner lassen sich diesem Themenfeld die Diskussionen um das wissenschaftliche Niveau eines Teils der Promotionen in der Medizin zuordnen.80
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    82 [...]
    81 http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/%C3%9Cbersicht (24. 10. 2016)
    82 Spiewak, M. (2011): Flachforscher. In: Die Zeit (25. 08. 2011); http://www.zeit.de/2011/35/Doktorarbeit-Medizin-Forschung (23. 09. 2016)

    [S. 63:] Auch die Diskussion um wissenschaftliches Fehlverhalten bezieht sich nahezu ausschließlich auf Dissertationen, obwohl im Zuge der öffentlichen Plagiatsanalyse auch Plagiate in Habilitationsschriften offengelegt worden sind.87
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    87 http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/%C3%9Cbersicht (24. 10. 2016)"

8. Mai 2017Bearbeiten

  • Neue Presse (S. 9): MHH entzieht Doktortitel (Thomas Nagel) "Bei der Aufarbeitung der Plagiatsaffäre tut sich die MHH sehr schwer. Im Zuge der Untersuchung der Doktorarbeit von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen gerieten weitere Doktoranden unter Verdacht. [...] [Auf Nachfrage der NP 2017] kam eine sehr dürftige Antwort: 'Bei fünf Verfahren ist die Prüfung noch nicht abgeschlossen, in einem Verfahren hat der Senat (...) den Entzug des Titels beschlossen' [...] Nach NP-Informationen hat MHH-Präsident Christopher Baum die Plagiatsaffäre zur Chefsache gemacht, um das Problem zu lösen. Die NP fragte nach, was in dieser Angelegenheit geschehen sei, warum es nun noch sechs Fälle sind. Die Frage blieb unbeantwortet. Ebenso gab es keine Auskünfte, warum in einem Fall die Doktorwürde entzogen wurde."


10. Mai 2017Bearbeiten

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung (S. N4): Trauriges Novum. Erstmals zwei Doppelplagiate gefunden (Jochen Zenthöfer) "Die Soziologin Marina Hennig und die Juristin Charlotte Gaitanides sollen sowohl in ihren Doktorarbeiten als auch in den Habilitationsschriften massiv plagiiert haben. Dieses jeweilige Doppelplagiat wäre ein Novum in Deutschland. [...] Besonders in der Kritik steht die Mainzer Soziologin Hennig. In ihrer Doktorarbeit wurden auf 44 Prozent der Haupttextseiten Plagiate gefunden, in der Habilitation sind es 70 Prozent. [...] Zweitgutachter [der Arbeit von Charlotte Gaitanides] Joachim Wieland hat in einer Stellungnahme die Recherchen von VroniPlag Wiki bestätigt: 'Hätte ich gewusst, dass und in welchem Umfang in der Habilitationsschrift Texte aus fremden Arbeiten wörtlich oder annähernd wörtlich übernommen worden waren, hätte ich das beanstandet und dem Fachbereich die Ablehnung der Arbeit als Habilitationsschrift in der vorgelegten Form empfohlen.'"


13. Mai 2017Bearbeiten

  • Flensburger Tageblatt: Europa-Universität Flensburg: Plagiats-Vorwurf gegen Uni-Professorin Charlotte Gaitanides "'No office hours until further notice' – bis auf Weiteres keine Sprechstunde. So steht es auf der Webseite von Professorin Dr. Charlotte Gaitanides unterm Dach der Europa-Universität Flensburg. Nach Analyse der Plagiatsjäger der Plattform 'VroniPlag Wiki' soll die Juristin der Abteilung Europa- und Völkerrecht sowohl in ihrer Doktorarbeit [...] als auch in ihrer Habilitationsschrift [...] wörtlich und sinngemäß Texte übernommen, die Quellen jedoch nicht gekennzeichnet haben.
    [...] Beide Arbeiten von Charlotte Gaitanides sind an der Goethe-Universität Frankfurt angenommen worden. Dr. Olaf Kaltenborn, Pressesprecher der hessischen Hochschule, teilt auf Anfrage mit, dass die 'Goethe-Universität durch einen Studierenden über den Verdacht eines Plagiatsfalles im Hinblick auf die Habilitation von Frau Prof. Gaitanides informiert' worden sei. Umgehend habe sich die Kommission zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten der Goethe-Uni mit dem Verdacht befasst [...]. Der Fachbereich habe 'unverzüglich ein entsprechendes Verfahren eingeleitet', fährt Kaltenborn fort und ergänzt, dass 'auch bezüglich der Promotion durch den Fachbereich Rechtswissenschaften die Einleitung eines Verfahrens geprüft wird'."

15. Mai 2017Bearbeiten

  • IURRATIO Online. Neuigkeiten für Jurastudium, Referendariat & Karriere: Skandal – Mit zwei Plagiaten zur Jura-Professur "Wenn man glaubt, man hätte schon alle Abgründe gesehen und es könnte einen nichts mehr schockieren, belehrt einen das (Juristen-)Leben stets eines Besseren. So war es auch dieses Mal. Die Nachricht, die uns am 13.Mai aus Flensburg, genauer gesagt von der Europa-Universität Flensburg erreichte, schafft dies in bisher unbekanntem Ausmaß."

16. Mai 2017Bearbeiten

  • General-Anzeiger: Dunkle Flecken auf dem weißen Arztkittel: Immer mehr Plagiate kommen ans Licht (Hermann Horstkotte): "Der Zahnarzt Francis Rowbotham fiel aus allen Wolken, als er vor Monaten erstmals davon erfuhr: Das grundlegende Einleitungskapitel seiner 1998 veröffentlichten Doktorarbeit findet sich weitgehend im selben Wortlaut auch auf Dutzenden Seiten einer unveröffentlichten Freiburger Habilitationsschrift für eine Hochschullehrerprüfung im selben Jahr - ausgerechnet von seinem früheren Betreuer Andrej Kielbassa, inzwischen eine Respektsperson auf dem internationalen Parkett der Zahnmedizin. Kielbassa wurde Uniprofessor in Berlin und Spitzenvertreter in Fachgesellschaften, heute lehrt und forscht er in Österreich. Die Überschneidungen mit Rowbotham dokumentieren seriöse Plagiatsjäger auf der Internetplattform vroniplag wiki. Eine Untersuchungskommission der Uni Freiburg hat jetzt „wissenschaftliches Fehlverhalten" festgestellt und der Rektor deshalb die Medizinische Fakultät aufgefordert, die nötigen Konsequenzen zu ziehen."

17. Mai 2017 Bearbeiten

  • Badische Zeitung: Plagiatsvorwurf an Freiburgs Medizin-Fakultät: Habilitationsschrift betroffen (Wulf Rüskamp). "Die Universität Freiburg hat erneut mit einem Plagiatsvorwurf gegen eine Habilitation zu tun, die an der Medizinischen Fakultät in der Zahnmedizin entstanden ist. Die Internetplattform Vroniplag, die sich mit der Aufdeckung von Plagiaten befasst, hatte zwischen der Habilitationsschrift, die 1998 vorgelegt worden war, und zwei Dissertationen große Übereinstimmungen entdeckt. Die Untersuchungskommission zur Sicherung der Redlichkeit in der Wissenschaft an der Universität Freiburg hat die Habilitationsschrift und eine der beiden Dissertationen geprüft und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass wissenschaftliches Fehlverhalten vorliege. Nun müssen sich der Habilitations- und der Promotionsausschuss der Medizinischen Fakultät mit den Arbeiten befassen."

19. Mai 2017Bearbeiten

  • Westfalenpost: Politikwissenschaftler: Gefährdet das Netz die Demokratie? (Interview: Harald Ries) "Der Politikwissenschaftler Mundo Yang erklärt, ob das Internet die Demokratie gefährden kann. In Siegen hält er dazu am 1. Juni einen Vortrag. [...]
    Ist die größere Transparenz ein Vorteil für die Demokratie?
    Bei Enthüllungsplattformen wie Vroniplag oder Wikileaks kann man das so sehen. Aber es besteht auch, durch die zunehmenden Angriffe auf Personen die Gefahr, dass Leute davon abgeschreckt werden, sich öffentlich zu engagieren."

27. Mai 2017Bearbeiten

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung: Fraktur: Die Schönheit der Relativität (Oliver Georgi) "Ursula von der Leyen zum Beispiel galt bis vor kurzem noch als vergleichsweise patente Verteidigungsministerin, nach all den echten und falschen Doktoren vor ihr. Und schon ein paar Wehrmachtsandenken und Helmut-Schmidt-Porträts später hat sich das so relativiert, dass die Kanzlerin, der immer nachgesagt wurde, sie habe von der Leyen vorsätzlich ins Stahlbad des Bendlerblocks geschickt, ihrer Freundin Annette Schavan demnächst womöglich wieder eine SMS zeigt, in der von einem Rückzug die Rede ist, und dabei trotzdem relativ entspannt aussieht."

12. Juni 2017Bearbeiten

  • Frankfurter Neue Presse: „Ein sehr sorgfältiger Jurist“ (Carolin Eckenfels) "Zweitens sei [, so Michael Breitbach,] aufgefallen, 'dass er ein ungemein sorgfältiger junger Jurist war, der sehr präzise gearbeitet hat.' [...] Dass die Uni Gießen Steinmeiers Alma Mater ist, wurde bundesweit spätestens 2013 bekannt. Plagiatsvorwürfe kamen gegen den damaligen SPD-Fraktionschef auf, er solle bei seiner Dissertation geschummelt haben. Doch der Politiker kann seinen Doktortitel behalten: Die Uni entdeckte bei einer Überprüfung zwar handwerkliche Schwächen, aber weder ein wissenschaftliches Fehlverhalten noch eine Täuschungsabsicht. Später, als Außenminister, dankte Steinmeier der Hochschule, dass sie trotz großen öffentlichen Drucks 'mit Selbstbewusstsein' seine Dissertation unter die Lupe genommen habe."

21. Juni 2017Bearbeiten

  • WDR: Entzug der Doktorwürde bei Politikberaterin Mathiopoulos rechtens Die FDP-Politikberaterin und Professorin Margarita Mathiopoulos hat zurecht ihren an der Universität Bonn erworbenen Doktortitel verloren. Das entschied das Bundesverwaltungsgericht Leipzig am Nachmittag in letzter Instanz. Damit ist ein mehr als vierjähriger Rechtsstreit endgültig beendet.
  • Focus Online: Mathiopoulus verliert Rechtsstreit um Doktortitel (dpa) Die Politikberaterin und Publizistin Margarita Mathiopoulos hat den Rechtsstreit um den Entzug ihres Doktortitels wegen Plagiaten verloren.
    Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig bestätigte am Mittwoch die Entscheidung der Universität Bonn als rechtmäßig, die Mathiopoulos 2012 den Doktorgrad wegen Täuschung aberkannt hatte. (Az.: BVerwG 6 C 3/16) Eine Prüfung der Dissertation aus dem Jahr 1986 hatte zuvor ergeben, dass fast die Hälfte des Textes aus Übernahmen fremder Vorlagen bestand. Gekennzeichnet waren die Quellen demnach nicht. Das Bundesverwaltungsgericht folgte mit der Entscheidung den Vorinstanzen.
  • RP Online: Plagiat - Mathiopoulos verliert Streit um Entzug des Doktortitels (lsa/lnw) "Wegen Plagiaten in ihrer Dissertation verlor die Politikberaterin Margarita Mathiopoulos ihren Doktortitel. Sie klagte dagegen - und scheitert jetzt auch in dritter Instanz. [...] Die Dissertation stammt aus dem Jahr 1986. Schon in den 1990er Jahren hatte es Zweifel an der Arbeit gegeben. Die Hochschule prüfte und bemängelte schon damals eine größere Anzahl von Verstößen gegen das Zitiergebot. Allerdings kam die Untersuchungskommission zu dem Schluss, dass Mathiopoulos nicht vorsätzlich gehandelt habe. [...] Zwanzig Jahre später nahmen sich Plagiatsjäger im Internet die Arbeit noch einmal vor. Sie fanden mehr als 300 Passagen aus fremden Werken, die nicht als Übernahmen gekennzeichnet waren. Die Hochschule entschied, Mathiopoulos den Doktorgrad abzuerkennen. Sie klagte dagegen. Bereits vor dem Verwaltungsgericht Köln und dem Oberverwaltungsgericht Münster scheiterte sie. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte nun die Vorinstanzen."
  • Pressemitteilung Bundesverwaltungsgericht BVerwG 6 C 3.16: Entziehung des Doktorgrades wegen Täuschung bei Anfertigung der Dissertation rechtmäßig (Bundesverwaltungsgericht) "Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute entschieden, dass der Doktorgrad entzogen werden kann, wenn sich nachträglich herausstellt, dass der Promovend zahlreiche Passagen aus fremden Werken übernommen hat, ohne dies hinreichend kenntlich zu machen. [...] Nachdem eine Internetplattform im Jahr 2011 veröffentlicht hatte, dass der Anteil nicht angegebener Übernahmen von Fremdtexten in der klägerischen Dissertation fast die Hälfte der Arbeit betreffe, setzte die Beklagte erneut eine Arbeitsgruppe zur Prüfung der Vorwürfe ein. Diese bestätigte den Befund der Internetplattform. Daraufhin entzog die Beklagte der Klägerin den Doktorgrad, da der nunmehr festgestellte Umfang der Verschleierung von Übernahmen aus fremden Texten nur den Schluss zulasse, dass die Klägerin vorsätzlich getäuscht habe. Die hiergegen gerichtete Anfechtungsklage ist in den Vorinstanzen erfolglos geblieben."

22. Juni 2017Bearbeiten

  • Rundblick. Politikjournal für Niedersachsen: Mathiopoulos muss Niederlage einstecken "Margarita Mathiopoulos, ehemalige Sprecherin der Nord/LB, Publizistin und Unternehmensberaterin, hat erneut eine herbe juristische Niederlage einstecken müssen. In dem seit Jahren gärenden Streit um die Frage, ob die Philosophische Fakultät der Uni Bonn ihr 2012 zu Recht den Doktortitel entzogen hat, entschied vorgestern das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig – und wies die Revision von Mathiopoulos zurück. Damit riskiert die 60-Jährige jetzt, dass ihr auch die Honorarprofessuren der Uni Potsdam und der Uni Braunschweig aberkannt wurden."
  • JuraForum: Gerechtfertigter Entzug des Titels wegen halb geklauter Doktorarbeit (jur) "Ist nahezu die Hälfte einer Doktorarbeit aus fremden Texten geklaut, so ist von einer vorsätzlichen Täuschung auszugehen. Der Doktortitel kann dann entzogen werden, wie am Mittwoch, 21. Juni 2017, das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig im Fall der Wissenschaftlerin und Politikberaterin Margarita Mathiopoulos entschied (Az.: 6 C 3.16). Danach steht eine frühere ergebnislose Prüfung dem Titel-Entzug nicht entgegen, und auch die Zeit heilt Verstöße nicht. Zudem durfte der Gesetzgeber die konkreten Regelungen den Universitäten übertragen."
  • Legal Tribune Online: BVerwG zu langjähriger Plagiatsaffäre: Kein Dok­tor­titel für Mathio­poulos (Hermann Horstkotte) "Wenn das Urteil mit der schriftlichen Zustellung in den nächsten Wochen rechtskräftig wird, sind die Philosophischen Fakultäten der Unis in Braunschweig und Potsdam am Zuge. Sie haben 2011/12 beschlossen, die Mathiopoulos 1995 am Harz und 2002 an der Havel verliehenen Honorarprofessuren abzuerkennen, falls der Bonner Doktortitel entfällt. [...]
    Gleichwohl nimmt Mathiopoulos ihre Lehrverpflichtungen bislang weiter wahr. Jetzt erwägen die Anwälte, ob eine Verfassungsbeschwerde nebst Antrag auf einstweilige Anordnung aussichtsreich erscheint. Im günstigsten Falle könnte Mathiopoulos ihre akademischen Titel bis zur endgültigen Klärung weiter tragen."
  • Tagesspiegel: Mathiopoulos scheitert erneut im Rechtsstreit um Doktortitel (Birgit Zimmermann, Hermann Horstkotte) "Die Politikberaterin und Publizistin Margarita Mathiopoulos hat den Rechtsstreit um den Entzug ihres Doktortitels wegen Plagiaten verloren. [...] Mathiopoulos erwäge, sich mit einer Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gegen das Urteil zu wehren, erklärte ihr Anwalt in einer Mitteilung.

23. Juni 2017Bearbeiten

  • ÄrzteZeitung: Uni entscheidet allein über Entzug des Doktortitels (mwo) "Zeit heilt manchmal Wunden – nicht aber Verstöße gegen wissenschaftliches Arbeiten. Eine fast zur Hälfte geklaute Doktorarbeit rechtfertigt den Entzug des Titels auch noch nach 29 Jahren, urteilte jetzt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig im Fall einer prominenten Wissenschaftlerin und Politikberaterin."

27. Juni 2017Bearbeiten

  • General-Anzeiger (Bonn, S. 13): Uni durfte Doktortitel aberkennen. Das Bundesverwaltungsgericht hat dies nach langem Rechtsstreit jetzt bestätigt (Hermann Horstkotte) "Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden: Weil die Historikerin Margarita Mathiopoulos die Prüfer ihrer Bonner Dissertation vor dreißig Jahren mit Plagiaten getäuscht habe, konnte ihr die Philosophische Fakultät im Jahre 2012 den Doktortitel zu Recht entziehen. [...] In beiden Fällen zeigt sich: Wer die akademischen Spielregeln absichtlich bricht, muss damit rechnen, unehrenhaft aus diesem Kreis verstoßen zu werden.
    [...] [Es] erscheint der Fall Mathiopoulos eher als schillernde Geschichte zwischen akademischer Milde und Strenge.
    [...] Nach dem Verlust des Bonner Doktortitels wollen die beiden Unis [Braunschweig und Potsdam] Mathiopoulos - und sich selber - freilich nicht länger mit der Honorarprofessur schmücken. Ob es zur hässlichen Scheidung vor Gericht kommt, bleibt abzuwarten."
  • Kölner Stadt-Anzeiger (Nr. 146, S. 19): FDP-Politikerin Mathiopoulos verliert Doktortitel. Plagiate: Bundesverwaltungsgericht in Leipzig bestätigt mehr als 300 Verstöße in wissenschaftlicher Arbeit (Dirk Riße) "Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat entschieden, dass die 2012 von der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn beschlossene Aberkennung des Doktorgrades der FDP-Politikerin Margarita Mathiopoulos rechtens ist. [...] Uni-Rektor Michael Hoch begrüßte die Entscheidung der Richter. 'Das Bundesverwaltungsgericht hat mit seiner Entscheidung die Position der Universitäten gestärkt. Von dem Urteil geht eine wichtige Signalwirkung aus.'
    [...] Der Fall war von Autoren der Internetplattform Vroni-Plag erneut ins Rollen gebracht worden."


28. Juni 2017Bearbeiten

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung (Nr. 147, S. N4): Urteil nach dreißig Jahren. Plagiatsaffäre: Mathiopoulos verliert Doktortitel (Jochen Zenthöfer) "Bereits 1989 waren erste Plagiatsvorwürfe laut geworden, die jedoch erst von 2011 an systematisch von Vroniplag Wiki zusammengetragen wurden. [...] 'Das jetzige Urteil des Bundesverwaltungsgerichts stärkt die Position der Universitäten', sagt VroniPlag-Mitarbeiterin Debora Weber-Wulff von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. 'Wissenschaftliches Fehlverhalten verjährt nicht. Wissenschaft baut auf Vertrauen. Wer dieses missbraucht, muss mit Sanktionen rechnen, auch nach zwanzig oder dreißig Jahren.'"

17. Juli 2017Bearbeiten

  • Frankfurter Rundschau: Gericht: Plagiatsaffäre ohne Konsequenzen. Anfang 2015 wurde dem hessischen Staatssekretär Dippel der Doktortitel entzogen – das Verfahren läuft noch. (Pitt von Bebenburg) "[...] Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) beließ Dippel jedoch im Amt, denn dieser weist den Vorwurf zurück und wehrt sich vor Gericht. Der Christdemokrat soll nach Angaben der Uni bei seiner Arbeit über Kommunalpolitik in einer Gemeinde abgeschrieben haben.
    Im Februar 2016 hatte Dippel vor dem Verwaltungsgericht Kassel Klage gegen den Entzug seines Doktortitels eingelegt. Anderthalb Jahre später ist noch keine Entscheidung gefallen. [...]
    Wenn ein Urteil des Verwaltungsgerichts gefallen ist, könnte eine Berufung folgen. Es ist daher gut möglich, dass die endgültige Entscheidung über den Titel des 62-Jährigen nicht vor Ablauf seiner Amtszeit als Staatssekretär Anfang 2019 fällt."

18. Juli 2017Bearbeiten

20. Juli 2017Bearbeiten

  • Allgemeine Zeitung (Mainz): Prof. Dr. mit Doppelplagiat? Schwere Vorwürfe gegen Soziologin der Uni Mainz (Lisa Maucher) "Die Soziologin möchte sich nicht zu den Vorwürfen äußern. 'Da die Prüfung an der HU noch anhält, werde ich bis zum Abschluss dieser keine Meinungen oder Kommentare gegenüber der Presse abgeben.' [...] [Der Erstgutachter Prof. Dr. Hans Bertram] möchte sich ebenso mit einer Meinungsäußerung so lange zurückhalten, bis die Humboldt-Universität Ergebnisse vorzuweisen hat. [...] Prof. Dr. Bernhard Nauck, Zweitgutachter der Habilitationsschrift, hatte während der Begutachtung keinen Kontakt zur Soziologin. [...] Die Erkenntnisse von VroniPlag wolle er nicht überprüfen. [...] Die Humboldt-Universität lässt auf Anfrage wissen, dass das Überprüfungsverfahren noch nicht abgeschlossen sei. Im Moment sei nicht absehbar, wie lange es dauern werde. Die Johannes Gutenberg-Universität möchte aus diesem Grund keine Stellung beziehen und ebenso die Ergebnisse aus Berlin abwarten."

31. Juli 2017Bearbeiten

  • Tagesspiegel: Beim Dr. med. müssen die Mediziner springen (Jan-Martin Wiarda) "Allzu viele Arbeiten kratzen wissenschaftlich an der Oberfläche, bestenfalls. Umso produktiver erweisen sich die Mediziner in anderer Hinsicht: Von insgesamt 183 auf der Plattform VroniPlag Wiki dokumentierten Plagiatsfällen bei Dissertationen und Habilitationen stammen 100 aus der Medizin oder Zahnmedizin."

9. August 2017Bearbeiten

  • Badische Zeitung (S. 4): Die Fakultät lässt sich Zeit mit der Aufarbeitung der Plagiate [€] (Wulf Rüskamp) "Anfang des Jahres hatte es die Medizinische Fakultät der Universität im westfälischen Münster schwer gebeutelt. Denn da war klar, dass sie es mit einem veritablen Plagiatskandal zu tun hatte, der seit 2005 aufgelaufen war. Acht Mediziner verloren ihren Doktortitel, weil sie nachweislich abgeschrieben hatten, 14 weitere ehemalige Doktoranden kamen mit einer Rüge davon. Zuvor war schon ein Professor abgestraft worden. Drei Jahre brauchte die zuständige Kommission für diese Aufarbeitung. Verglichen mit ihren Kollegen in Freiburg waren die Münsteraner bewundernswert schnell."


25. August 2017Bearbeiten

  • Badische Zeitung: Die Intransparenz kommt der Verhöhnung der Öffentlichkeit gleich (Hermann Scharnagl [Leserbrief]) "Bei tatsächlichen Plagiatsfällen – so die Ergebnisse des Ombudsmanns und der Untersuchungskommission – verfährt das Dekanat der Medizinischen Fakultät hingegen in einem Tempo, das mit bestimmter Konvergenz gegen null geht. So hat zum Beispiel der Rektor der Universität den eklatanten Fall eines Habilitanden der Zahnmedizin, der sich rechtswidrig bei seinem Doktoranden bediente, schon vor geraumer Zeit an die Dekanin, Frau Professor Krieglstein, weitergeleitet. Da ich die Beweismittel und den Vorgang exakt kenne, weiß ich, worüber ich schreibe. Bis Ende Juli war dieser Fall noch nicht einmal auf der Tagesordnung des Habilitationsausschusses. Eine derartige Intransparenz nach außen und Fallverschleppung kommt einer Verhöhnung der Öffentlichkeit gleich, von der Wissenschaft lebt."

19. September 2017Bearbeiten

  • General-Anzeiger (Bonn): Professorin ohne Bonner Doktorhut. Margarita Mathiopoulos lehrt weiter in Potsdam (Hermann Horstkotte) "Die Uni Potsdam begründet das freiwillige Entgegenkommen damit, dass Mathiopoulos gegen den Entzug des Doktorgrades noch Verfassungsbeschwerde und nötigenfalls einen Gang vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte angekündigt habe. Daher wartet die Hochschule mit einer möglichen Aberkennung der Honorarprofessur lieber, 'bis endgültig keinerlei juristische Verfahren mehr anhängig sind'. Das kann lange dauern, bemerkt ein erfahrener Bonner Rechtsprofessor, womöglich bis zur ehrenvollen 'Verabschiedung' von Mathiopoulos in den verdienten Ruhestand, in weniger als vier Jahren.
    Bei einer vorzeitigen Entlassung könnte die Honorarprofessorin allerdings dagegen vor Gericht ziehen. Und wenn sie auch diesmal juristisch den Kürzeren zöge, würde die Uni Potsdam aus dem offenen Rechtsstreit womöglich doch als die Blamierte hervorgehen."

25. Oktober 2017 Bearbeiten

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung: Nicht jeder Doktor muss Professor werden (Gerald Wagner) "Dass gleichzeitig die Zahl der Bestnoten in die Höhe schnelle und wissenschaftliche Standards erodierten, sehen die Akademien mit Sorge und nehmen es als Anlass, die Universitäten an ihre Pflicht zur Qualitätssicherung zur erinnern.
    Gibt es dafür wirklich einen Anlass? Die einschlägige Plattform VroniPlag listet bis heute 189 Untersuchungen von Dissertationen auf, die zu 57 Aberkennungen des Doktorgrades geführt haben."

9. November 2017Bearbeiten

  • Cicero: Einspruch gegen Schavan (Jochen Zenthöfer) "Als Journalist habe ich in den vergangenen Jahren oft über Plagiatsfälle und Plagiatsverdachte berichtet, zuletzt über Margarita Mathiopoulos, Ulrike Müßig, Marina Hennig und Charlotte Gaitanides. Ich habe mich in die Thematik eingearbeitet und verfolge die Tätigkeiten von 'Vroni Plag Wiki' – einer zivilgesellschaftlichen Gruppe, die sich für die Wissenschaft einsetzt. 'Wissenschaftliches Fehlverhalten verjährt nicht. Wissenschaft baut auf Vertrauen. Wer dieses missbraucht, muss mit Sanktionen rechnen, auch nach zwanzig oder dreißig Jahren', sagt VroniPlag Wiki-Mitarbeiterin Debora Weber-Wulff von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Sie hat recht. Plagiate sind keine Kavaliersdelikte. Sie sind extrem schädlich für die Wissenschaft und ein Schlag ins Gesicht jedes ehrlich arbeitenden Wissenschaftlers. Seit ich die elend langen Aberkennungsverfahren von akademischen Titeln an deutschen Hochschulen verfolge, weiß ich: Der Titel geht nur bei wirklich schweren Verfehlungen verlustig. Viele Fälle werden mit einer 'Rüge' beendet, die Titelträger dürfen den Titel behalten."

15. November 2017Bearbeiten

12. Dezember 2017Bearbeiten

  • sueddeutsche.de: Mildes Urteil (Christina Berndt) "Nun teilt die Pressestelle der Universität auf Nachfrage mit: 'Der Untersuchungsausschuss hat einen Verstoß gegen die Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis festgestellt.' Aber nach Prüfung der Ereignisse im Jahr 2003 und der individuellen Umstände, könne der Vorwurf grob fahrlässigen Verhaltens nicht erhoben werden.
    Der Beschluss sei einstimmig ergangen, heißt es. [...]
    [...] Auf insgesamt 72 Seiten der 174-seitigen Habilitation Kecks hat Vroniplag Übereinstimmungen entdeckt. 43 Seiten enthielten mehr als 75 Prozent Plagiatstext. Auch reklamierten Keck und ein Doktorand beide für sich, dieselbe Fragestellung 'erstmalig untersucht' zu haben. Darüber hinaus, so Vroniplag, gebe der Verfasser in mindestens elf Fällen Quellen an, in denen sich nicht die proklamierten Belege finden ließen."

14. Dezember 2017Bearbeiten

  • Tagesspiegel (S. 29): Plagiat mit gutem Gewissen. Die LMU München stellt ein Plagiatsverfahren ein - trotz vieler Fundstellen (Hermann Horstkotte) "Das Untersuchungsergebnis der LMU steht vordergründig im Kontrast zu 'Plagiatsfundstellen', die die Internetplattform Vroniplag Wiki bisher auf 73 von 174 Seiten der Prüfschrift aufführt, darunter 43 Seiten mit mehr als drei Viertel 'Plagiatstext'. Beide Ansichten schließen einander nicht unbedingt aus. Das Wiki will Tatsachen dokumentieren, während die LMU-Kommission solche nach ihren eigenen Kriterien bewertet. [...] Der Rechtsprofessor und Wiki-Mitarbeiter Gerhard Dannemann kritisiert die LMU für ihr Vorgehen: Sie nehme nach außen allein die 'subjektive' Seite der Plagiatssache in den Blick, mache Keck im Ergebnis keinen persönlichen Schuldvorwurf - ohne sich über die bewerteten 'Plagiatsfundstellen' näher zu äußern."
  • Bayerisches Fernsehen (Kontrovers): Vorwürfe gegen Klinikchef. Unruhe am Max-Planck-Institut für Psychiatrie (BR Recherche, Gabriele Knetsch, Lisa Wreschniok), Update 14.12.2017 "Der Untersuchungsausschuss der Ludwig-Maximilians-Universität München hat in seiner Sitzung am 04.12.2017 das Verfahren gegen Prof. Martin Keck eingestellt. Zwar könne ihm der Vorwurf gemacht werden, gegen die Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis verstoßen zu haben, jedoch nicht nachgewiesen werden, dass er dies bewusst oder grob fahrlässig gemacht hätte. Weiter heißt es in einer Stellungnahme des Ausschusses gegenüber BR Recherche: 'Auch bei der gemeinschaftlichen Erarbeitung von Forschungsergebnissen, um die es hier ging, erscheint es dem Ausschuss erforderlich, dass die Beiträge aller beteiligten Wissenschaftler durch korrekte Zitate gekennzeichnet werden, was in diesem Fall nicht hinreichend geschehen ist.'"