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4. Mai 2017Bearbeiten

  • Mittelbayerische Zeitung: Ursula von der Leyen und der Bundeswehr-Skandal (Reinhard Zweigler) "Doch keiner von [ihren ministeriellen Vorgängern] hat den Job an der Spitze der Armee mit so viel Verve, mit so vielen wohlklingenden Versprechungen, mit so viel Show angetreten. Nicht einmal Karl-Theodor zu Guttenberg, der einstige Shootingstar der CSU, der über seine teilweise abgeschriebene Doktorarbeit stolperte und nun womöglich vor einem politischen Comeback steht. Übrigens gab es auch bei von der Leyens medizinischer Dissertationsschrift zahlreiche Unregelmäßigkeiten. Allerdings sah die Universität Hannover diese Fehler als kleinere Sünden an."

5. Mai 2017Bearbeiten

  • The European: Unfähig zur Führung (Rainer Zitelmann) "[Ursula von der Leyen] ist offenbar so vollständig mit der Aufgabe überfordert wie sie es bei ihrer Doktorarbeit war. Die Hochschuluntersuchungskommission, die ihre Dissertation nach Plagiatsvorwürfen unter die Lupe nahm, stellte offiziell fest, dass 20 Prozent der Arbeit fehlerhaft seien. Damit war ihre Doktorarbeit jedoch immer noch wesentlich besser als ihre Arbeit als Verteidigungsministerin."
  • Deutscher Bundestag (18. Wahlperiode, Drs. 18/12310) / Konsortium Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs: Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2017. Statistische Daten und Forschungsbefunde zu Promovierenden und Promovierten in Deutschland (PDF)
    "[S. 62:] Qualitätsaspekte der Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Promotionsphase werden seit Langem kritisch diskutiert. Insgesamt ist eine steigende Bedeutung des Themas seit dem ersten BuWiN im Jahr 2008 zu beobachten.80 In die breite Öffentlichkeit gelangte dieser Aspekt insbesondere im Zuge der immer noch anhaltenden öffentlichen Analyse plagiierter Dissertationen.81 Ferner lassen sich diesem Themenfeld die Diskussionen um das wissenschaftliche Niveau eines Teils der Promotionen in der Medizin zuordnen.80
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    82 [...]
    81 http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/%C3%9Cbersicht (24. 10. 2016)
    82 Spiewak, M. (2011): Flachforscher. In: Die Zeit (25. 08. 2011); http://www.zeit.de/2011/35/Doktorarbeit-Medizin-Forschung (23. 09. 2016)

    [S. 63:] Auch die Diskussion um wissenschaftliches Fehlverhalten bezieht sich nahezu ausschließlich auf Dissertationen, obwohl im Zuge der öffentlichen Plagiatsanalyse auch Plagiate in Habilitationsschriften offengelegt worden sind.87
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    87 http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/%C3%9Cbersicht (24. 10. 2016)"

8. Mai 2017Bearbeiten

  • Neue Presse (S. 9): MHH entzieht Doktortitel (Thomas Nagel) "Bei der Aufarbeitung der Plagiatsaffäre tut sich die MHH sehr schwer. Im Zuge der Untersuchung der Doktorarbeit von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen gerieten weitere Doktoranden unter Verdacht. [...] [Auf Nachfrage der NP 2017] kam eine sehr dürftige Antwort: 'Bei fünf Verfahren ist die Prüfung noch nicht abgeschlossen, in einem Verfahren hat der Senat (...) den Entzug des Titels beschlossen' [...] Nach NP-Informationen hat MHH-Präsident Christopher Baum die Plagiatsaffäre zur Chefsache gemacht, um das Problem zu lösen. Die NP fragte nach, was in dieser Angelegenheit geschehen sei, warum es nun noch sechs Fälle sind. Die Frage blieb unbeantwortet. Ebenso gab es keine Auskünfte, warum in einem Fall die Doktorwürde entzogen wurde."


10. Mai 2017Bearbeiten

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung (S. N4): Trauriges Novum. Erstmals zwei Doppelplagiate gefunden (Jochen Zenthöfer) "Die Soziologin Marina Hennig und die Juristin Charlotte Gaitanides sollen sowohl in ihren Doktorarbeiten als auch in den Habilitationsschriften massiv plagiiert haben. Dieses jeweilige Doppelplagiat wäre ein Novum in Deutschland. [...] Besonders in der Kritik steht die Mainzer Soziologin Hennig. In ihrer Doktorarbeit wurden auf 44 Prozent der Haupttextseiten Plagiate gefunden, in der Habilitation sind es 70 Prozent. [...] Zweitgutachter [der Arbeit von Charlotte Gaitanides] Joachim Wieland hat in einer Stellungnahme die Recherchen von VroniPlag Wiki bestätigt: 'Hätte ich gewusst, dass und in welchem Umfang in der Habilitationsschrift Texte aus fremden Arbeiten wörtlich oder annähernd wörtlich übernommen worden waren, hätte ich das beanstandet und dem Fachbereich die Ablehnung der Arbeit als Habilitationsschrift in der vorgelegten Form empfohlen.'"


13. Mai 2017Bearbeiten

  • Flensburger Tageblatt: Europa-Universität Flensburg: Plagiats-Vorwurf gegen Uni-Professorin Charlotte Gaitanides "'No office hours until further notice' – bis auf Weiteres keine Sprechstunde. So steht es auf der Webseite von Professorin Dr. Charlotte Gaitanides unterm Dach der Europa-Universität Flensburg. Nach Analyse der Plagiatsjäger der Plattform 'VroniPlag Wiki' soll die Juristin der Abteilung Europa- und Völkerrecht sowohl in ihrer Doktorarbeit [...] als auch in ihrer Habilitationsschrift [...] wörtlich und sinngemäß Texte übernommen, die Quellen jedoch nicht gekennzeichnet haben.
    [...] Beide Arbeiten von Charlotte Gaitanides sind an der Goethe-Universität Frankfurt angenommen worden. Dr. Olaf Kaltenborn, Pressesprecher der hessischen Hochschule, teilt auf Anfrage mit, dass die 'Goethe-Universität durch einen Studierenden über den Verdacht eines Plagiatsfalles im Hinblick auf die Habilitation von Frau Prof. Gaitanides informiert' worden sei. Umgehend habe sich die Kommission zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten der Goethe-Uni mit dem Verdacht befasst [...]. Der Fachbereich habe 'unverzüglich ein entsprechendes Verfahren eingeleitet', fährt Kaltenborn fort und ergänzt, dass 'auch bezüglich der Promotion durch den Fachbereich Rechtswissenschaften die Einleitung eines Verfahrens geprüft wird'."

15. Mai 2017Bearbeiten

  • IURRATIO Online. Neuigkeiten für Jurastudium, Referendariat & Karriere: Skandal – Mit zwei Plagiaten zur Jura-Professur "Wenn man glaubt, man hätte schon alle Abgründe gesehen und es könnte einen nichts mehr schockieren, belehrt einen das (Juristen-)Leben stets eines Besseren. So war es auch dieses Mal. Die Nachricht, die uns am 13.Mai aus Flensburg, genauer gesagt von der Europa-Universität Flensburg erreichte, schafft dies in bisher unbekanntem Ausmaß."

16. Mai 2017Bearbeiten

  • General-Anzeiger: Dunkle Flecken auf dem weißen Arztkittel: Immer mehr Plagiate kommen ans Licht (Hermann Horstkotte): "Der Zahnarzt Francis Rowbotham fiel aus allen Wolken, als er vor Monaten erstmals davon erfuhr: Das grundlegende Einleitungskapitel seiner 1998 veröffentlichten Doktorarbeit findet sich weitgehend im selben Wortlaut auch auf Dutzenden Seiten einer unveröffentlichten Freiburger Habilitationsschrift für eine Hochschullehrerprüfung im selben Jahr - ausgerechnet von seinem früheren Betreuer Andrej Kielbassa, inzwischen eine Respektsperson auf dem internationalen Parkett der Zahnmedizin. Kielbassa wurde Uniprofessor in Berlin und Spitzenvertreter in Fachgesellschaften, heute lehrt und forscht er in Österreich. Die Überschneidungen mit Rowbotham dokumentieren seriöse Plagiatsjäger auf der Internetplattform vroniplag wiki. Eine Untersuchungskommission der Uni Freiburg hat jetzt „wissenschaftliches Fehlverhalten" festgestellt und der Rektor deshalb die Medizinische Fakultät aufgefordert, die nötigen Konsequenzen zu ziehen."

17. Mai 2017 Bearbeiten

  • Badische Zeitung: Plagiatsvorwurf an Freiburgs Medizin-Fakultät: Habilitationsschrift betroffen (Wulf Rüskamp). "Die Universität Freiburg hat erneut mit einem Plagiatsvorwurf gegen eine Habilitation zu tun, die an der Medizinischen Fakultät in der Zahnmedizin entstanden ist. Die Internetplattform Vroniplag, die sich mit der Aufdeckung von Plagiaten befasst, hatte zwischen der Habilitationsschrift, die 1998 vorgelegt worden war, und zwei Dissertationen große Übereinstimmungen entdeckt. Die Untersuchungskommission zur Sicherung der Redlichkeit in der Wissenschaft an der Universität Freiburg hat die Habilitationsschrift und eine der beiden Dissertationen geprüft und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass wissenschaftliches Fehlverhalten vorliege. Nun müssen sich der Habilitations- und der Promotionsausschuss der Medizinischen Fakultät mit den Arbeiten befassen."

19. Mai 2017Bearbeiten

  • Westfalenpost: Politikwissenschaftler: Gefährdet das Netz die Demokratie? (Interview: Harald Ries) "Der Politikwissenschaftler Mundo Yang erklärt, ob das Internet die Demokratie gefährden kann. In Siegen hält er dazu am 1. Juni einen Vortrag. [...]
    Ist die größere Transparenz ein Vorteil für die Demokratie?
    Bei Enthüllungsplattformen wie Vroniplag oder Wikileaks kann man das so sehen. Aber es besteht auch, durch die zunehmenden Angriffe auf Personen die Gefahr, dass Leute davon abgeschreckt werden, sich öffentlich zu engagieren."

27. Mai 2017Bearbeiten

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung: Fraktur: Die Schönheit der Relativität (Oliver Georgi) "Ursula von der Leyen zum Beispiel galt bis vor kurzem noch als vergleichsweise patente Verteidigungsministerin, nach all den echten und falschen Doktoren vor ihr. Und schon ein paar Wehrmachtsandenken und Helmut-Schmidt-Porträts später hat sich das so relativiert, dass die Kanzlerin, der immer nachgesagt wurde, sie habe von der Leyen vorsätzlich ins Stahlbad des Bendlerblocks geschickt, ihrer Freundin Annette Schavan demnächst womöglich wieder eine SMS zeigt, in der von einem Rückzug die Rede ist, und dabei trotzdem relativ entspannt aussieht."