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Kommunalpolitik in einer Gemeinde: Eine Untersuchung am Beispiel von Breuna

von Wolfgang Dippel

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[1.] Wd/Fragment 001 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-02-19 21:31:34 WiseWoman
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schirra 1989, Schutzlevel sysop, Wd

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 1, Zeilen: 3-29, 36-37
Quelle: Schirra 1989
Seite(n): 1, 2, Zeilen: 1:1-18.20-25; 2:11-16.22-24
Einleitung

Die Gemeinde als Untersuchungsfeld der bundesdeutschen Politikwissenschaft hat bis Ende der 70er Jahre ein Schattendasein geführt. In den ersten Jahren seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland bestritten Politikwissenschaftler, daß es auf der kommunalen Ebene überhaupt Willens- und Entscheidungsbildung gäbe. Es wurde bezweifelt, daß Kommunalpolitik wirklich Politik als Auswahl zwischen Handlungsalternativen sei. Dies wurde damit begründet, kommunale Organe seien lediglich Verwaltungsausschüsse, kommunale Verwaltung sei unpolitische Verwaltung und kommunale Entscheidungen seien unpolitische Entscheidungen. Deshalb galt in der wissenschaftlichen Forschung - anders als in den USA die Community Power Studien - Kommunalpolitik lange als vor- oder unpolitischer Raum. Das Forschungsdefizit in diesem Politikfeld bis Ende der 60er Jahre ist aber auch darauf zurückzuführen, daß in den 50er und 60er Jahren die Politikwissenschaft weniger empirisch als vielmehr normativ ausgerichtet war (vgl. Schirra 1989, S.1). Ende der 60er Jahre rückte die Kommunalpolitik durch zahlreiche Probleme in Großstädten - Finanznot, Stadtkernsanierung, Umweltschutz, Verkehrsverhältnisse - in den Blickpunkt des Interesses. Bei den durchgeführten Studien stand jedoch überwiegend die Analyse politischer Entscheidungsprozesse in Klein-, Mittel-, Vor- und Großstädten, Ballungsräumen und im Einzugsbereich von Großstädten im Vordergrund (z.B. Ellwein, Zimpel 1969). Vor allem ländlich strukturierte Gemeinden außerhalb von industriellen Ballungsräumen blieben bis in die 80er Jahre hinein weitgehend unerforscht (vgl. Schirra 1989, S. 1-3). [...] Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß auf dem Gebiet kommunalwissenschaftlicher Forschung, das [empirisches Arbeiten verlangt, noch 1978 Lücken und Defizite bestehen (vgl. Thieme 1978, S. 246 f.).]


Ellwein, Th. / Zimpel G.</br> Fragen an eine Stadt (Wertheim I).</br> München 1969

Schirra, C.</br> Politik in einer Gemeinde.</br> Frankfurt / Main u.a. 1989

Thieme, W.
Zur Situation der Forschung im Bereich Kommunal-
wissenschaften. In: Archiv für Kommunalwissen-
schaften, H. 17, Stuttgart 1978, S. 234-247

[Seite 1]

EINLEITUNG:

Forschungsgegenstand und Forschungslage

Die Kommune als Untersuchungsfeld der bundesdeutschen Politikwissenschaft hat lange Zeit ein Schattendasein geführt. In den ersten Jahren des Bestehens der Bundesrepublik Deutschland wurde von Politikwissenschaftlern bestritten, daß es auf der kommunalen Ebene überhaupt Willens- und Entscheidungsbildung gebe, daß Kommunalpolitik wirklich Politik als Auswahl zwischen Handlungsalternativen sei. Zur Begründung hieß es, kommunale Organe seien lediglich Verwaltungsausschüsse. Kommunale Verwaltung sei unpolitische Verwaltung und kommunale Entscheidungen seien unpolitische Sachentscheidungen. In der wissenschaftlichen Forschung galt Kommunalpolitik daher lange Zeit als vor- oder unpolitischer Raum. Das Forschungsdefizit in diesem Politikfeld bis Ende der sechziger Jahre ist aber auch darauf zurückzuführen, daß die Politikwissenschaft in den fünfziger und sechziger Jahren weniger empirisch als vielmehr normativ ausgerichtet war. Kommunale Studien erfordern aber auch empirisches Arbeiten.

In den Blickpunkt des Interesses rückte Kommunalpolitik Ende der sechziger Jahre durch die Probleme in Großstädten. Von der Unwirtlichkeit und von der Finanznot der Städte war damals die Rede. Themen wie Stadtkernsanierung, Regelung der Verkehrsverhältnisse und Umweltschutz beschäftigten Politiker wie Politikwissenschaftler. [...]

[Seite 2]

In all diesen Studien ging es überwiegend um die Analyse von Politik in Städten - in Klein-, Mittel-, Groß- und Vorstädten-, um Kommunen in Ballungsräumen und im Einzugsbereich von Großstädten.1 Geradezu unerforscht blieben aber bis heute Gemeinden, vor allem ländlich strukturierte Gemeinden außerhalb von industriellen Ballungsräumen. [...]

[...] Gerade auf diesem Gebiet kommunalwissenschaftlicher Forschung, das empirisches Arbeiten verlangt, gibt es noch Lücken und Defizite.2


1 Als Beispiele in chronologischer Reihenfolge eine Auswahl dieser Studien: Thomas Ellwein und Gisela Zimpel: Wertheim I. Fragen an eine Stadt, München 1969; [...]

2 vgl. Thieme 1978, 246f


THIEME, Werner: Zur Situation der Forschung im Bereich Kommunalwissenschaften. In: Archiv für Kommunalwissenschaften, 17(1978), S.. 234-247 (Thieme 1978)

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan), WiseWoman


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:WiseWoman, Zeitstempel: 20150219213235

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