Fandom

VroniPlag Wiki

Wd/011

< Wd

31.373Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Teilen

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Kommunalpolitik in einer Gemeinde: Eine Untersuchung am Beispiel von Breuna

von Wolfgang Dippel

vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Wd/Fragment 011 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-02-17 22:13:15 Klgn
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schirra 1989, Schutzlevel sysop, Wd

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 1ff. (komplett)
Quelle: Schirra 1989
Seite(n): 6, Zeilen: 6:9-31 - 7:1-16
[Bei den vorliegenden kommunalen Studien] sind die meisten Wissenschaftler bislang ohne Definition des Begriffes Kommunalpolitik ausgekommen. Lange Zeit wurde Kommunalpolitik nicht als Politik betrachtet, sondern vielmehr als sachorientiertes und politisches Verwaltungshandeln angesehen. Deshalb stand auch weniger der Begriff der Kommunalpolitik als vielmehr der der kommunalen Selbstverwaltung im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Betrachtung (vgl. Schirra 1989, S. 6 f.). Kommunale Selbstverwaltung wurde als unpolitische oder auch als vorpolitische Ebene angesehen, auf der vor Ort fachliche und sachliche Entscheidungen getroffen wurden, die mit parteipolitischen Auseinandersetzungen und mit Interessenkonflikten nichts zu tun haben (vgl. Reuter 1976, S. 4). Politik in einer Kommune unter dem Aspekt des Politischen wurde erst nach und nach untersucht. Dennoch lag eine Definition von Kommunalpolitik selten zugrunde. Von H. G. Wehling und H. Schneider wurde der Begriff Kommunalpolitik zum Begriff Lokalpolitik abgegrenzt. Beide bezeichneten Lokalpolitik als die sich in einer Gemeinde abspielende Politik (vgl. Wehling 1975, S. 8; Schneider 1977, S. 21). Beide zählen alle Entscheidungen dazu, die von Akteuren in der Gemeinde getroffen werden. Entscheidungen, die auf anderer Ebene fallen, aber ebenfalls die Gemeinde betreffen, haben nach Wehling und Schneider nichts mit Lokalpolitik zu tun. Weiterhin geht Wehling davon aus, daß Kommunalpolitik weitgehend Gesellschaftspolitik ist. Er meint damit die Politik, die die Folgeprobleme von Industrialisierung und Verstädterung zu verweltlichen versucht, allgemein die Politik, die die Probleme der Daseinsvorsorge, der Infrastruktur, des Umweltschutzes, der "Lebensqualität" zu bewältigen versucht (vgl. Wehling 1975, S. 8). Für Wehling sind die vorher genannten Probleme lokal spürbar und lokal zu beseitigen. Auf der lokalen Ebene muß die Entscheidung, ob und wie dies geschieht, nicht getroffen werden. Dabei ist die Frage zu behandeln, inwieweit Kommunalpolitik noch Lokalpolitik ist. Für Schneider stellt Lokalpolitik die mikroanalytische Ebene dar. Im Gegensatz dazu bezeichnet er Kommunalpolitik als makroanalytische Ebene. Hiermit meint er den rechtlichen Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung und alle auf diesen Rahmen wirkenden Kräfte. Damit trennt Schneider Theorie und Praxis deutlich.

Reuter, L.
Kommunalpolitik im Parteienvergleich.
In: Aus Politik und Zeitgeschichte, B.34,
Bonn 1976, S. 3-37

Schirra, C.
Politik in einer Gemeinde.
Frankfurt / Main u.a. 1989

Schneider, H.
Lokalpolitik in einer Landgemeinde.
In: Aus Politik und Zeitgeschichte, B. 3,
Bonn 1977, S. 21-39 und In: Köser, H. (Hrsg ):
Der Bürger in der Gemeinde, Bonn 1979, S. 17-47

Wehling, H.-G. (Hrsg.)
Kommunalpolitik.
Hamburg 1975

Wehling R. / Wehling H.-G.
Gemeinde und Gemeindereform.
In: Wehling H.-G. (Hrsg ): Kommunalpolitik,
Hamburg 1975, S. 12-42

[Seite 6]

Die meisten Wissenschaftler sind bei ihren kommunalen Studien bislang ohne Definition des Begriffes Kommunalpolitik ausgekommen. Dies mag zum Teil daran liegen, daß Kommunalpolitik lange Zeit nicht als Politik im Sinne der oben genannten Definition von Jürgen Domes betrachtet, sondern als sachorientiertes unpolitisches Verwaltungshandeln angesehen wurde. Von daher stand auch weniger der Begriff der Kommunalpolitik als vielmehr der der Kommunalen Selbstverwaltung im Mittelpunkt der Betrachtung. Kommunale Selbstverwaltung wurde als die vorpolitische und unpolitische Ebene angesehen, auf der vor Ort fachliche und sachliche Entscheidungen getroffen wurden, die mit Interessenkonflikten und parteipolitischen Auseinandersetzungen nichts zu tun haben.15

Erst nach und nach wurde Politik in einer Kommune unter dem Aspekt des Politischen untersucht. Eine Definition von Kommunalpolitik wurde dennoch selten zugrunde gelegt. Hans Georg Wehling und Herbert Schneider haben den Begriff Kommunalpolitik zu dem Begriff Lokalpolitik abgegrenzt. Beide haben Lokalpolitik als die sich in einer Gemeinde abspielende Politik bezeichnet.16

Dazu zählen sie alle Entscheidungen, die von Akteuren in der Gemeinde getroffen werden, Entscheidungen, die zwar die Gemeinde


15 vgl. Reuter 1976, 4
16 Wehling 1975, 8; Schneider 1977, 21

[Seite 7]

betreffen, aber auf anderer Ebene fallen, haben nach Wehling und Schneider nichts mit Lokalpolitik zu tun. Nach Wehling ist Kommunalpolitik weitgehend Gesellschaftspolitik. Damit meint er die Politik, die die Folgeprobleme von Industrialisierung und Verstädterung zu bewältigen versucht, die die Probleme der Daseinsvorsorge, der Infrastrktur [sic], des Umweltschutzes, der "Lebensqualität" allgemein zu bewältigen sucht.17

All diese Probleme sind nach Wehling lokal spürbar und lokal zu beseitigen, die Entscheidung, ob und wie dies geschieht, muß nicht auf lokaler Ebene getroffen werden. Insofern schließt sich die Frage an, inwieweit Kommunalpolitik noch Lokalpolitik ist. Für Schneider ist Lokalpolitik die mikroanalytische Ebene. Im Unterschied dazu bezeichnete er Kommunalpolitik als makroanalytische Ebene. Damit meinte er den rechtlichen Rahmen der Kommunalen Selbstverwaltung und alle auf diesen Rahmen wirkenden Kräfte. Schneider trennte damit Theorie und Praxis.


17 Wehling 1975, 8


[Seite 315ff, Sekundärliteratur]

REUTER, Lutz: Kommunalpolitik im Parteienvergleich. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, 26(1976), Beilage 34, S, 3-37 (Reuter 1976)

SCHNEIDER, Herbert: Lokalpolitik in einer Landgemeinde. In: Aus Politik und Zeitgeschichte 26(1977), Beilage 3, S. 21-39 (Schneider 1977)

WEHLING, Hans Georg (Hrsg.): Kommunalpolitik, Hamburg 1975 (Wehling 1975a)

WEHLING, Rosemarie und Hans Georg: Gemeinde und Gemeindereform* In: Hans Georg Wehling (Hrsg.): Kommunalpolitik, Hamburg 1975, S. 12-42 (Wehling 1975)

Anmerkungen

Die Quelle wird zwar genannt, Art und Umfang der Übernahme bleiben jedoch ungekennzeichnet. Bis auf Umstellungen von Satzteilen handelt es im wesentlichen um denselben Text wie in der Vorlage. Die Vorlage ist etwas durcheinander mit den Sigeln, Wehling 1975 hat keine Seite 8; wohl Wehling 1975a. Wd hat zweimal Wehling 1975 vermerkt.

Sichter
(Graf Isolan), WiseWoman


vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Graf Isolan, Zeitstempel: 20150217103714

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki