Fandom

VroniPlag Wiki

Wd/045

< Wd

31.268Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Share

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Kommunalpolitik in einer Gemeinde: Eine Untersuchung am Beispiel von Breuna

von Wolfgang Dippel

vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Wd/Fragment 045 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-03-01 19:27:20 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Klingelhöffer 1989, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wd

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 1-26, (26-28), 28-35
Quelle: Klingelhöffer 1989
Seite(n): 8, Zeilen: 8:li.Sp. 33 ff. - re.Sp. 1-22.40-42 - 9: li.Sp. 1-13
Bischof Erich von Paderborn beanspruchte schon 1524 alle "Hoheit und Herrlichkeit" über Wettesingen und Herlinghausen. 1582 wurde Hermann von Kalenberg gefangengenommen, weil er den Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen nicht als seinen Landesherren anerkannte. Das kaiserliche Reichskammergericht entschied 1590 in Bezug auf Wettesingen zugunsten der hessischen Territorialität. Herlinghausen dagegen blieb paderbornisch. Aufgrund eines Vertrages der im Jahre 1596 geschlossen wurde, bekamen die Herren von der Malsburg die Hälfte des Dorfes Wettesingen zuerkannt. In Folge fand dann eine Grenzbeschreibung statt und 1787 erhielt Hessen die Gesamtjuhstiktion. Im Jahre 1806 fiel Hessen/Kassel an das Königreich Westfalen. Daraufhin wurde die Juristiktion der Herren von der Malsburg aufgehoben. Wettesingen wurde nun dem Amt Zierenberg zugeteilt, früher gehörte es zum Amt Schartenberg. Das Dorf ist in früheren Zeiten, wie auch die Nachbargemeinden, des öfteren durch den Krieg heimgesucht worden. Im 30jährigen Krieg haben von 79 Familien nur noch 48 im Dorf überlebt. Weiterhin ist bekannt, daß ein beträchtlicher Schaden angerichtet worden ist. Der 7jährige Krieg hat großes Elend im Dorf angerichtet. Die Bewohner gerieten in große Armut. Aus dem 18. und 19. Jahrhundert sind im Dorf mehrere Fachwerkhäuser erhalten geblieben. Diese zeigen die Namen der Bauherren als Inschriften (vgl. Gemeinde Breuna 1989 und der Gemeindevorstand 1990).

1.3. Die Dörfer Ober- und Niederlistingen

Listingen, als eine Ortschaft, erscheint zuerst in den Corveyer Traditionen: "Es übertrug Boden [sic] an das Kloster Corvey, (d. Verf.) was er in Listingen besaß, zu seinem Seelenheil" (Gemeinde Breuna 1989, S. 9). Ziemlich sicher ist diese Schenkung auf 858 zu datieren. Zuerst findet sich die Erwähnung zweier Dörfer als "Obern Lystingen” und "Nyder Lystingen” in einem Lehensrevers von Kalenberg vom 28. Juli 1341. Auch für Listingen wurde die Grenzlage im nördlichen Hessen bestimmend. Im Hochmittelalter wurden mehrfach Besitzungen verschiedener Herrschaften in Listingen genannt. Kirchlich unterstand es dem Archediakonat St. Marien zu Hofgeismar.


Der Gemeindevorstand der Gemeinde Breuna (Hrsg.) u. D. Carl
Chronik von Breuna mit Rhöda
Breuna 1988

Gemeinde Breuna (Hrsg.)
Breuna im Wolfhager Land.
Gudensberg-Gleichen 1989

[Seite 8]

Schon 1524 beanspruchte Bischof Erich von Paderborn alle „Hoheit und Herrlichkeit“ über Wettesingen und Herlinghausen. Hermann von Kalenberg wurde 1582 gefangengenommen, weil er den Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen nicht als seinen Landesherrn anerkannte. 1590 entschied das kaiserliche Reichskammergericht in Bezug auf Wettesingen zugunsten der hessischen Territorialität; Herlinghausen blieb paderbornisch. Im Jahre 1596 wurde der Vertrag geschlossen, wodurch die Herren von der Malsburg die Hälfte des Dorfes Wettesingen bekamen. Auch fand dann eine Grenzbeschreibung statt. 1787 erhielt Hessen die Gesamtjurisdiktion. Als Hessen- Kassel 1806 an das Königreich Westfalen fiel, wurde die Jurisdiktion der Herren von der Malsburg aufgehoben. Wettesingen, das früher zum Amt Schartenberg gehörte, wurde nun dem Amt Zierenberg zugeteilt.

In früheren Zeiten ist das Dorf, wie auch die Nachbardörfer, des öfteren durch den Krieg heimgesucht worden. Aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges ist bekannt, daß von 79 Familien nur noch 48 überlebten und ein beträchtlicher Schaden angegeben worden ist. Auch im Siebenjährigen Krieg gab es großes Elend im Dorf, wodurch die Bewohner in große Armut gerieten.

Im Dorf sind mehrere Fachwerkhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert erhalten geblieben; die Inschriften zeigen die Namen der Bauherren.

[...]

Ober- und Niederlistingen

Listingen, als eine Ortschaft, erscheint zuerst in den Corveyer Traditionen: „Es übertrug

[Seite 9]

Bodo (an das Kloster Corvey, d. Verf.) was er in Listingen besaß, zu seinem Seelenheil.“ Diese Schenkung ist ziemlich sicher auf 858 zu datieren. Die Erwähnung zweier Dörfer als „Obern Lystingen“ und „Nyder Lystingen“ findet sich zuerst in einem Lehensrevers von Calenberg vom 28. Juli 1341.

Die Grenzlage im nördlichen Hessen wurde auch für Listingen bestimmend: kirchlich unterstand es dem Archediakonat St. Marien zu Hofgeismar. Im Hochmittelalter werden mehrfach Besitzungen verschiedener Herrschaften in Listingen genannt.

Anmerkungen

Obwohl die Quelle genannt wurde, ist im ersten Abschnitt keine der im Wortlaut übernommenen Stellen als Zitat gekennzeichnet worden. Im zweiten hier dokumentierten Abschnitt wird aus "Bodo" "Boden".

Die zweitgenannte Quelle ist an dieser Stelle offensichtlich nicht benutzt worden. Im Literaturverzeichnis von Wd ist sie unter "D" eingeordnet.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02


vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Graf Isolan, Zeitstempel: 20150301192833

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki