Fandom

VroniPlag Wiki

Wd/Befunde

< Wd

31.268Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Share

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

VorbemerkungBearbeiten

  • Am 18. März 2014 berichtete ein lokales Medienportal ohne Namensnennung über einen Plagiatsvorwurf gegen die Dissertation einer Person des öffentlichen Lebens, der ihr im gleichen Monat zugegangen sei (1). Nachdem in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom 14. Januar 2015 auch der Name des Verfassers genannt und der Betroffene mit der Aussage zitiert worden war, die Universität Kassel prüfe seit März 2014 diesen Verdacht, wurde am 16. Februar 2015 publik, dass der zuständige Promotionsschuss "nach sorgfältiger Ermittlung der Aktenlage unter Berücksichtigung der Anhörungen" den Plagiatsvorwurf für "gerechtfertigt" halte und die Universität Kassel daher den Doktorgrad entzieht (2).
    W.D. teilte seinerseits u.a. mit, dass von 198 Seiten "nur zwei oder drei bemängelt" würden und es "Verfahrensfehler" gegeben habe (3), und kündigte an, gegen die Entscheidung rechtliche Schritte einzuleiten (4).
    Beide Parteien wollten sich aufgrund des laufenden Verfahrens nicht mehr öffentlich zu dem Fall äußern (5) – anders der einstige Doktorvater (6).
    Die unabhängige Analyse der Dissertation im VroniPlag Wiki wurde Mitte Januar 2015 begonnen.

BefundeBearbeiten

  • Die Dissertation enthält zahlreiche wörtliche und sinngemäße Textübernahmen, die nicht als solche kenntlich gemacht sind. Als betroffen festgestellt wurden bisher (Stand: 10. April 2015) folgende Kapitel, von denen sich manche als vollständig oder nahezu vollständig übernommen erwiesen haben – siehe Klammervermerke:
  • Einleitung (S. 1-3): Seiten 1, 2, 3
  • Erster Teil – Theorien, Methoden und Begriffe
  • 1.0. Zu angewandten Forschungstheorien und -methoden (S. 4-10): Seiten 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10
  • 2.0. Zur Definition relevanter Begriffe (S. 10-15): Seiten 10, 11, 12, 13, 14
  • Zweiter Teil – Zu den Rahmenbedingungen in der Kommunalpolitik
  • 1.0. Gesetzliche Rahmenbedingungen
  • 1.1. Zur rechtlichen Garantie kommunaler Selbstverwaltung durch das Grundgesetz (S. 15-16): Seiten 15, 16 – [vollständig]
  • 1.2. Zum Zentralbereich kommunaler Selbstverwaltung (S. 16-19): Seiten 16, 17, 18, 19
  • 2.0. Kommunalwahlrecht und Wahlsystem in Hessen (S. 19-22): Seiten 19, 20, 21, 22
  • 2.1. Die hessische Magistratsverfassung (S. 23-24): Seiten 23, 24
  • 2.2. Der Gemeindevorstand (S. 25-27): Seiten 25, 26
  • 2.3. Die Gemeindevertretung (S. 27-29): Seiten 27, 29 – [vollständig]
  • 2.4. Der Ortsbeirat (S. 30-31): Seiten 30, 31 – [vollständig]
  • 2.5. Die politischen Parteien (S. 31-36): Seiten 31, 32, 33, 34, 35, 36
  • 2.6. Bürgerinitiativen und Wählervereinigungen (S. 37): Seite 37 – [vollständig]
  • 2.7. Vereine und Verbände (S. 38-39): Seite 38
  • Dritter Teil – Historische Entwicklung in der Gemeinde
  • 1.0. Dorfgeschichte
  • 1.1. Die Dörfer Breuna und Rhöda (S. 40-44): Seiten 40, 41, 42, 44
  • 1.2. Das Dorf Wettesingen (S. 44-45): Seiten 44, 45 – [nahezu vollständig]
  • 1.3. Die Dörfer Ober- und Niederlistingen (S. 45-53): Seite 46
  • Vierter Teil – Finanzielle und sozio-ökonomische Strukturen
  • 1.1. Finanzlage und Kommunalhaushalte (S. 76-85): Seiten 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82
  • 1.2. Zur Bevölkerungsentwicklung und Sozialstruktur (S. 86-98): Seiten 92, 98
  • 1.3. Vereinskultur (S. 99-102): Seiten 99, 100
  • Fünfter Teil – Politische Führung und Kommunalwahlen
  • 1.0. Zur politischen Führung (S. 108-109): Seite 109.

Herausragende FundstellenBearbeiten

Herausragende QuellenBearbeiten

Andere BeobachtungenBearbeiten

  • Der Seitenumfang der Arbeit wird durch zahlreiche, teils ganzseitige Statistiken erweitert:
    • Die Seiten 121, 122, 126, 129-130, 132-134 und 135 sind ganz oder zur Hälfte mit statistischen Tabellen gefüllt.
    • Die Seiten 141-151 enthalten Wahlergebnisse.
    • Eine Liste der Vereine ist auf Seite 101 zu finden.
    • Der Schuldenstand füllt die Seite 84 und eine Erwerbstätigenstatistik die Seite 94.
    • Die Seiten 47-53 geben eine Ablichtung eines Fragebogens über die Dorfbeschaffenheit wieder.
  • Die vorgenannten Seiten, die eher im Anhang zu vermuten wären, umfassen mehr als 10 % der Arbeit.
  • Möglicherweise geht ein Teil des Umfangs der Arbeit auf Redundanzen folgenden Typs zurück:
    S. 60 f.: "Ein Erfolg konnte bereits am 24. Februar 1964 erzielt werden: Der hessische Fachausschuß für Bäder, Heilquellen, Kur- und Erholungsorte, verlieh Breuna, nachdem mehrere Prüfungen stattgefunden hatten, das Prädikat "Erholungsort"."
    S. 61: "Schon am 24. Februar 1964 entschied der hessische Fachausschuß für Bäder, Heilquellen, Kur- und Erholungsorte, nachdem die Gemeinde Breuna mehrere Prüfungen bestehen mußte, der Gemeinde das Prädikat "Erholungsort" zu verleihen."
  • Das Quellenverzeichnis enthält 290 Einträge. Davon entfallen 23 auf Zeitungsausschnitte und 8 auf Wahlwerbesendungen.
    • Nicht im Text der Arbeit zitiert sind folgende 149 Titel:
      Aich, Alemann/Forndran, Ammon, Andersen, Arbeitsprogramm der Jungsozialisten, Arzberger, Banner, Benzinger, Beratungsbuch, Berkemeier, Biege, Billerbeck, Borcherding, Borschmann, Böltken, Bösshar, Brüggemann, Bullmann, Buse, Castells, Dahl, Derlien, Desenberg-Bote, Deutscher Städte- und Gemeindebund (2), Drewe, Druwe, Ebsen, Eißel (2), Ellwein (evtl als Wertheim-Studie referenziert), Engel (2), Evers (2), Fälker, Ferber, Flüchtlingsstatistik (2), Franke, R.Frey (5), Friedrich-Ebert-Stiftung, Gabriel (5), Gagel, Gau, Grymer, Guggenberger, Güllner, Haasis 1979, Heinze, Hellstern (2), Helmke, Hendler, Hennig [!], Henning (2), Herzog (2), Hilles, Hinnendahl, Hoberg, Holler (3), Holtmann (2), Hradil, Hundertmark, Informationen zur politischen Bildung, Institut für Kommunalwissenschaften, IULA, Jäggi, Kevenhörster (2), Klein (4), Konrad-Adenauer-Stiftung (3), Köser, Köstering, Kötter, Köttgen, Lammert, Lang, Lange (2), Lehmbuch 1979, Leibholz, Lintz, Löffler, Luhmann, Marcus, Matthee, Mayntz (2), Melbeck, Meyer, Nawrocki, Neuffer, Neundörfer, Offe (2), Oppolzer, Pagenkopf, Pfizer, Planck, Rebentisch, Reichert, Reissert, Remmele, Ribhegge, Riescher, Rinsche, Rohe, Rudzio, Savelsberg, See, Seeger, Schäfer, Schlau, Schmelzer, Schmidt-Eichstaedt, Schwarz/Gabriel, Thränhardt/Uppendahl, Treffer, Unruh, Voigt (3), Weber 1982, Werner (2), Wiese, Wimmer, Wollmann, Wurzel, Zielinski.
    • Umgekehrt fehlen im Quellenverzeichnis beispielsweise: Schneider 1991, Wehling/Siewert 1984, Zoll 1974.
    • Die zitierten Texte werden ganz überwiegend ein- bis viermal zitiert, so dass der Belegapparat deutlich schlanker ausfällt als man angesichts des Quellenverzeichnisses vermuten würde.
  • Auf Seite [237] der Dissertation findet sich folgende Erklärung:
    "Hiermit versichere ich, daß ich die vorliegende Dissertation selbständig und ohne unerlaubte Hilfe angefertigt und andere als die in der Dissertation angegebenen Hilfsmittel nicht benutzt habe. Alle Stellen, die wörtlich oder sinngemäß aus veröffentlichten oder unveröffentlichten Schriften entnommen sind, habe ich als solche kenntlich gemacht. Kein Teil dieser Arbeit ist in einem anderen Promotions- oder Habilitationsverfahren verwendet worden."

StatistikBearbeiten

  • Es sind bislang 64 gesichtete Fragmente dokumentiert, die als Plagiat eingestuft wurden. Bei 26 von diesen handelt es sich um Übernahmen ohne Verweis auf die Quelle („Verschleierungen“ oder „Komplettplagiate“). Bei 38 Fragmenten ist die Quelle zwar angegeben, die Übernahme jedoch nicht ausreichend gekennzeichnet („Bauernopfer“).
  • Die untersuchte Arbeit hat 186 Seiten im Hauptteil. Auf 56 dieser Seiten wurden bislang Plagiate dokumentiert, was einem Anteil von 30.1% entspricht.
    Die 186 Seiten lassen sich bezüglich des Textanteils, der als Plagiat eingestuft ist, wie folgt einordnen:
Plagiatsanteil Anzahl Seiten
keine Plagiate dokumentiert 130
0%-50% Plagiatsanteil 16
50%-75% Plagiatsanteil 7
75%-100% Plagiatsanteil 33
Ausgehend von dieser Aufstellung lässt sich abschätzen, wieviel Text der untersuchten Arbeit gegenwärtig als plagiiert dokumentiert ist: es sind, konservativ geschätzt, rund 17% des Textes im Hauptteil der Arbeit.


IllustrationBearbeiten

Folgende Grafik illustriert das Ausmaß und die Verteilung der dokumentierten Fundstellen. Die Farben bezeichnen den diagnostizierten Plagiatstyp:
( rot=Verschleierung, gelb=Bauernopfer)

Wd col2.png

Die Nichtlesbarkeit des Textes ist aus urheberrechtlichen Gründen beabsichtigt.

Zum Vergrößern auf die Grafik klicken.


Anmerkung: Die Grafik repräsentiert den Analysestand vom 10. April 2015.

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki