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Wd/Fragment 038 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Schirra 1989
Seite(n): 49 f., Zeilen: 49: 15 ff.; 50: 1 ff.
2.7. Vereine und Verbände

Auf kommunaler Ebene sind zahlreiche Verbände und Vereine anzutreffen. Für die Bürger sind sie wichtige Akteure und notwendige Handlungs- und Beteiligungsfelder, in denen sie das gesellschaftliche und politische Leben mitbestimmen können. Verbände sind im Gegensatz zu politischen Parteien nicht ausdrücklich im Grundgesetz verankert. Es besteht also keine verfassungsrechtliche Garantie. Im Unterschied zu Parteien erheben Verbände nicht den Anspruch, gesamtgesellschaftliche Interessen zu vertreten, sondern nur Teilinteressen oder bestimmte Anliegen. Ein Verband ist nach Domes eine organisierte Vereinigung, die wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Gruppen-, Teil- und Schichtinteressen vertritt und für sie wirbt, um sie in politischen Entscheidungsvorgängen zur Geltung zu bringen. Die Vereinigung versucht zu diesem Zweck auf Verfassungsorgane, Parteien und Medien einzuwirken, aber ohne eine Übernahme von Regierungsverantwortung anzustreben (vgl. Domes 1978, S. 1). Entweder vertreten die meisten Verbände und Vereine nur ganz bestimmte Anliegen, setzen sich nur für ihre Mitglieder oder für die Gesellschaft ein. Sie haben kein Interesse daran, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Obwohl Verbände nicht grundgesetzlich garantiert sind, ist es ihnen nach dem Grundgesetz jedoch erlaubt Verbandsbildung herbeizuführen. Alle Deutschen haben das Recht, Vereine und Gesellschaften zu bilden (vgl. Art. 9 Abs. (1) GG). Um Interessen zu artikulieren ist es sehr wichtig, daß solche Vereine und Gesellschaften gegründet werden. Politische Parteien und staatliche Organe sind nicht in der Lage, alle Interessen zu erkennen und zu artikulieren. Deshalb spielen Verbände bei der Umwandlung gesellschaftlicher Bedürfnisse und Forderungen in politische Entscheidungen eine nicht unwesentliche Rolle. Politische Parteien werden von Verbänden sozusagen sinnvoll ergänzt (vgl. Weber 1977, S. 13).

Ebenso wie auf Landes- und Bundesebene gibt es auf der kommunalen Ebene eine Fülle von organisierten Interessen. Hierauf deutet eine breite Palette von Bezeichnungen hin. Unter folgenden Bezeichnungen treten die Interessengruppen z.B. auf: Verein (Fußballverein), Club (Tennisclub, Fußballclub), Gruppe (Behin[dertensportgruppe), Verband (Verband der Kriegs- und Wehrdienstopfer, Behinderten und Sozialrentner), Bund (Bund für Umwelt- und Naturschutz), Bewegung (katholische Arbeitnehmerbewegung), Gewerkschaft (Gewerkschaft Bergbau und Energie), (vgl. Weber 1977, S. 73).]


Domes, J.
Grundfragen der Politikwissenschaft.
Saarbrücken 1978

Weber, J.
Die Interessengruppen im politischen System der Bundesrepublik Deutschland.
Stuttgart 1977

[Seite 49]

1.2.7. Vereine und Verbände

Akteure auf kommunaler Ebene sind ohne Zweifel auch die Verbände und Vereine. Sie sind für die Bürger wichtige und notwendige Handlungs- und Beteiligungsfelder, in denen sie das gesellschaftliche und politische Leben mitbestimmen können. Im Gegensatz zu politischen Parteien sind die Verbände nicht ausdrücklich im Grundgesetz verankert. Sie haben also keine verfassungsrechtliche Garantie. Anders als Parteien erheben Verbände auch nicht den Anspruch, gesamtgesellschaftliche Interessen zu vertreten, sondern nur Teilinteressen und bestimmte Anliegen. Nach Jürgen Domes ist ein Verband eine organisierte Vereinigung, die wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Gruppen-, Teil- und Schichtinteressen vertritt und für sie wirbt, um sie in politischen Entscheidungsvorgängen zur Geltung zu bringen. Zu diesem Zweck versucht die Vereinigung, auf Verfassungsorgane, Parteien und Medien einzuwirken, ohne aber eine Übernahme von Regierungsverantwortung anzustreben.145 Die meisten Verbände und Vereine vertreten also nur ganz bestimmte Anliegen - entweder nur für ihre Mitglieder oder für die Gesellschaft. Sie wollen keine Regierungsverantwortung übernehmen. Wenn Verbände

[Seite 50]

auch nicht grundgesetzlich garantiert sind, so ist die Verbandsbildung nach dem Grundgesetz aber erlaubt. Alle Deutschen haben das Recht, Vereine und Gesellschaften zu bilden.146 Es ist sogar wichtig, daß solche Vereine und Gesellschaften gegründet werden, um Interessen zu artikulieren und zu aggregieren. Die staatlichen Organe und die politischen Parteien sind nicht in der Lage, alle Interessen zu erkennen und zu artikulieren. Verbände spielen deshalb bei der Umwandlung gesellschaftlicher Bedürfnisse und Forderungen in politische Entscheidungen eine nicht unwesentliche Rolle. Sie ergänzen sozusagen die politischen Parteien.147 Auf kommunaler Ebene gibt es ebenso wie auf Landes- und Bundesebene eine Fülle von organisierten Interessen. Darauf deutet die breite Palette von Bezeichnungen hin. Die Interessengruppen treten unter folgenden Bezeichnungen auf: Verein (Fußballverein), Verband (Verband der Kriegs- und Wehrdienstopfer, Behinderten und Sozialrentner), Club (Tennisclub, Fußballclub), Gruppe (Behindertensportgruppe), Bund (Bund für Umwelt- und Naturschutz), Gewerkschaft (Gewerkschaft Bergbau und Energie), Bewegung (Katholische Arbeitnehmer Bewegung).148


145 Domes 1986, 1

146 Art 9 Abs (1) GG

147 vgl. Weber 1977, 13

148 ibid., 73

Anmerkungen

Schirra wird nicht genannt, obwohl der Text sehr eng an der Quelle ist. Die Referenzen stimmen auch überein.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

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