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Yb/114

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„... dann hat er den armen Kerl totgeschossen“. Ehre der Frau und Besitzanspruch des Mannes

von Dr. Yvonne Boenke

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Yb/Fragment 114 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-06-22 14:29:08 PlagProf:-)
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 114, Zeilen: 10-17
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 42, Zeilen: 28ff
Effis Lebenslauf wird mit dem Tage ihrer Verlobung, dem Schritt hin zur auf der Basis von Geld576 und Rang arrangierten Ehe577, ein gesellschaftliches Paradigma. Ihre Eingebundenheit in gesellschaftliche Ordnungen und deren Mechanismen dokumentiert sich weniger aus ihrer - von Fontane nicht eigens behandelten, sondern eher vorausgesetzten - Zustimmung zu dieser von anderen geplanten Konventionsehe578, sondern in der Beantwortung der Frage ihrer Freundin Hertha, ob dieser Baron denn auch der Richtige sei:

„Gewiß ist er der Richtige [...] Jeder ist der Richtige. Natürlich muß er von Adel sein und eine Stellung haben und gut aussehen.“ 579


576 Do, a.a.O., S. 151.

577 Herrmann, Liebesbeziehungen, S. 27 und 68.

578 Grawe, a.a.O., S. 229.

579 Fontane, Effi Briest, S. 14.

Effis Lebenslauf wird mit dem Tage ihrer Verlobung ein gesellschaftliches Paradigma. Ihre Eingebundenheit in gesellschaftliche Ordnungen und denn Mechanismen dokumentiert sich weniger aus ihrer - vom Erzähler ausgesparten und von der Mutter auch nicht in Zweifel gezogenen (18) — Zustimmung zu dieser Verbindung,103 sondern vielmehr in der Beantwortung von Herthas Frage, ob Innstetten denn auch der Richtige sei: Gewiß ist er der Richtige [...] Jeder ist der Richtige. Natürlich muß er von Adel sein und eine Stellung haben und gut aussehen. (20)

103 Gerhard Häuptner spricht in diesem Zusammenhang von einem ihr zustoßenden Fatum der Verlobung und Heirat. »Hier handelt niemand, alles geschieht einfach so, wie ausgeliefert einem scheinbar ganz harmlosen ›Appetit‹ auf das Nichts [...]«, s. ders.: a.a.O., 73. Für Hans-Heinrich Reuter bedeutet diese Eheschließung die Tarnung eines unmenschlichen Kaufs, der in seinen Konsequenzen sowohl Effi als auch ihren Eltern verborgen bleibt. Vgl. ders.: Fontane. 2. Bd., München 1968, 683

Anmerkungen

Hier kein Hinweis auf die Quelle. Das wörtliche Zitat am Ende ist in der Zeilenzählung nicht berücksichtigt.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:PlagProf:-), Zeitstempel: 20150622142943


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