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Yb/191

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„... dann hat er den armen Kerl totgeschossen“. Ehre der Frau und Besitzanspruch des Mannes

von Dr. Yvonne Boenke

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Yb/Fragment 191 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-06-23 01:47:06 Klgn
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Duell 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 191, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Wikipedia Duell 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
[Bei der praktischen Durchsetzung dieser Verbote zeigte sich jedoch, dass die Angehörigen der (Militär-)Gerichtsbarkeit] und der Regierungen sich dem zugrunde liegenden Ehrenkodex selbst verpflichtet fühlten: Duellanten wurden häufig überhaupt nicht gerichtlich verfolgt, nur sehr milde bestraft oder nach kurzer Strafverbüßung begnadigt.

Ideologische Grundlage des Duellwesens war das Festhalten an der zumindest im 19. Jahrhundert längst anachronistisch gewordenen Vorstellung eines ritterlichen Standes freier, waffentragender Männer, die sich und ihre Ehre selbst verteidigen können und müssen, ohne zu einer staatlichen Obrigkeit Zuflucht zu nehmen. Die Ehre, um die es hier ging, war daher nicht nur persönliche Ehre, sondern zugleich Standesehre: Wer zu diesem Stand gehören wollte (als Adliger, Offizier, Student oder von diesen Gruppen gesellschaftlich akzeptierter Angehöriger des Bürgertums), war nicht nur berechtigt, sondern sozial verpflichtet, Angriffe auf seine Ehre abzuwehren, entweder, indem er Zurücknahme oder Entschuldigung erlangte, oder - wenn das verweigert wurde oder die Beleidigung zu schwer war (wie im Falle eines Ehebruchs) - indem er den Beleidiger zum Duell forderte.

Entzog er sich dieser Verpflichtung, wurde er von seinen Standesgenossen gesellschaftlich geächtet und als ehrlos betrachtet. Umgekehrt führten als unehrenhaft betrachtete Verhaltensweisen auch zum Verlust der Satisfaktionsfähigkeit.

Das Duell war spätestens seit dem Ende des 19. Jahrhunderts heftig umstritten. Entsprechend seiner standesmäßigen Verankerung kamen Ablehnung und Kritik vor allem von liberaler und sozialistischer Seite, aber auch die katholische Kirche verurteilte das Duell904. Obwohl Adel und Offizierskorps an der „Ehren“-Idee des Duells festhielten, ging die Zahl der tatsächlich ausgefochtenen Duelle bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs beständig zurück.


904 c. 2351 des bis 1983 gültigen Gesetzbuches der katholischen Kirche (CIC) verbot das Duell unter der Sanktion des Kirchenbanns un [sic] des rechtlichen Ehrverlustes (!).

Ideologische Grundlage des Duellwesens war das Festhalten an der zumindest im 19. Jahrhundert längst anachronistisch gewordenen Vorstellung eines „ritterlichen“ Standes freier, waffentragender Männer, die sich und ihre Ehre selbst verteidigen können und müssen, ohne zu einer staatlichen Obrigkeit Zuflucht zu nehmen. Die Ehre, um die es hier ging, war daher nicht nur persönliche Ehre, sondern zugleich Standesehre: Wer zu diesem Stand gehören wollte (als Adliger, Offizier, Student oder von diesen Gruppen gesellschaftlich akzeptierter Angehöriger des Bürgertums), war nicht nur berechtigt, sondern sozial verpflichtet, Angriffe auf seine Ehre abzuwehren, entweder, indem er Zurücknahme oder Entschuldigung erlangte, oder – wenn das verweigert wurde oder die Beleidigung zu schwer war – indem er den Beleidiger zum Duell forderte. Entzog er sich dieser Verpflichtung, wurde er von seinen Standesgenossen gesellschaftlich geächtet und als ehrlos betrachtet. Umgekehrt führten als unehrenhaft betrachtete Verhaltensweisen auch zum Verlust der Satisfaktionsfähigkeit.

Bei der praktischen Durchsetzung dieser Verbote zeigte sich jedoch, dass die Angehörigen der (Militär-)Gerichtsbarkeit und der Regierungen sich dem zugrunde liegenden Ehrenkodex selbst verpflichtet fühlten: Duellanten wurden häufig überhaupt nicht gerichtlich verfolgt, wenn überhaupt, nur sehr milde bestraft oder nach kurzer Strafverbüßung begnadigt. [...]

[...]

Das Duell war spätestens seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in der Öffentlichkeit heftig umstritten. Entsprechend seiner standesmäßigen Verankerung kamen Ablehnung und Kritik vor allem von liberaler und sozialistischer Seite, aber auch die katholische Kirche verurteilte das Duell. Obwohl Adel und Offizierskorps an der Idee des Duells festhielten, ging die Zahl der tatsächlich ausgefochtenen Duelle bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs beständig zurück.

Anmerkungen

Die Quelle wird auf der Vorseite genannt, der Verweis dort bezieht sich aber offenbar nur auf einen Absatz auf dieser Seite.

Sichter
(Hindemith) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:PlagProf:-), Zeitstempel: 20150618141401

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