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Yb/Fragment 107 09

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 107, Zeilen: 9-18
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 40 f., Zeilen: 40: ff.; 41: 1 ff.
„Effi trug ein blau und weiß gestreiftes, halb kittelartiges Leinwandkleid, dem erst ein fest zusammengezogener, bronzefarbener Ledergürtel die Taille gab; der Hals war frei, und über Schulter und Nacken fiel ein breiter Matrosenkragen. In allem, was sie tat, paarte sich Übermut und Grazie, während ihre lachenden braunen Augen eine große, natürliche Klugheit und viel Lebenslust und Herzensgüte verrieten. Man nannte sie die ‚Kleine‘, was sie sich nur gefallen lassen mußte, weil die schöne, schlanke Mama noch um eine Handbreit höher war.“ 531

Eine Beschreibung dieser kindlichen Aufmachung findet sich nochmals am Ende des Romans. Effi trägt ein blau und weiß gestreiftes Kittelkleid mit einem losen Gürtel532 während ihrer letzten Tage in Hohen-Cremmen, wohin sie nach ihrer Verbannung von ihren Eltern nach langem Zögern zurückgerufen wird. Durch die abermalige Erwähnung dieser Oberbekleidung verleiht Fontane ihr eine symbolhafte Bedeutung.

Das weite, lockere Kittelkleid entspricht Effis Lebensweise in Hohen-Cremmen: ungezwungen und unbelastet, frei von gesellschaftlichen Verpflichtungen und Rücksichten533, und es dient gleichzeitig als Symbol dafür, dass Effi erst nach dem Scheitern ihrer Ehe zu ihrem wahren Selbst nach Hohen-Cremmen zurückkehrt.


531 Fontane, Effi Briest, S. 4.

532 Fontane, Effi Briest, S. 236.

533 Hamann, a.a.O., S. 41.

Effi trug ein blau und weiß gestreiftes, halb kittelartiges Leinwandkleid, dem erst ein fest zusammengezogener, bronzefarbener Ledergürtel die Taille gab; der Hals war frei, und über Schulter und Nacken fiel ein breiter Matrosenkragen. In allem, was sie tat, paarte sich Übermut und Grazie, während ihre lachenden braunen Augen eine große, natürliche Klugheit und viel Lebenslust und Herzensgüte verrieten. Man nannte sie die >Kleine<, was sie sich nur gefallen lassen mußte, weil die schöne, schlanke Mama noch um eine Handbreit höher war. (8)

[Seite 41:]

Eine Beschreibung dieser kindlichen Aufmachung findet Wiederholung am Ende des Romans; ein blau und weiß gestreiftes Kittelkleid mit einem losen Gürtel (284) trägt Effi während ihrer letzten Tage in Hohen-Cremmen, wohin sie nach ihrer Verbannung von ihren Eltern nach langem Zögern zurückgerufen wird. Durch die abermalige Erwähnung dieser Oberbekleidung verleiht der Erzähler ihr eine symbolhafte Bedeutung; das weite, lockere Kittelkleid entspricht Effis Lebensweise in Hohen-Cremmen: ungezwungen und unbelastet, frei von gesellschaftlichen Verpflichtungen und Rücksichten98, und es dient gleichzeitig als Symbol dafür, dass Effi erst nach dem Scheitern ihrer Ehe zu ihrem wahren Selbst nach Hohen-Cremmen zurückkehrt.


98 Dem äußeren Erscheinungsbild Effis kommt besondere Bedeutung zu. »Auch die äußere Erscheinung Effis wurde mir durch einen glücklichen Zufall an die Hand gegeben; ich saß im Zehnpfund-Hotel in Thale [... ] als ein englisches Geschwisterpaar [... ] sich an die Brüstung lehnte [... ] Das Mädchen war genauso gekleidet, wie ich Effi in den allerersten und dann auch wieder in den allerletzten Kapiteln geschildert habe: Hänger, blau und weiß gestreifter Kattun, Ledergürtel und Matrosenkragen. Ich glaube, daß ich für meine Heldin keine bessere Erscheinung und Einkleidung finden konnte, und wenn es nicht anmaßend wäre, das Schicksal als etwas einem für jeden Kleinkram zu Diensten stehendes Etwas anzusehen, so möchte ich beinah sagen: das Schicksal schickte mir die kl. Methodistin.« Fontane, Theodor: Brief an Hans Hertz vom 2. März 1895. In: Fontanes Briefe in zwei Bänden. a.a.O., 368

Anmerkungen

Quelle ist in Fn. 533 genannt.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

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