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Yb/Fragment 139 03

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 139, Zeilen: 3 ff.
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 48-50, Zeilen: 48: 31 ff.; 49: 1 ff.; 50: 1 ff.
Walter Müller-Seidel693 macht deutlich, dass Effis Jugendlichkeit in diesem Roman nicht allein eine Frage des Alters an Jahren bedeutet; so vertritt der Landrat als der Ältere an Jahren auch eine andere Gesellschaftsordnung, die er schließlich selbst für überholt hält, sich ihr aber trotzdem bis zum bitteren Ende verpflichtet fühlt, denn sogar in jungen Jahren war seine Unterwerfung unter dieses System bedingungslos, was durch die Erzählungen von Crampas deutlich wird 694.

Neben Fremdartigkeit und dem seinem physischen und psychischen Alter entsprechenden Rollenverständnis findet der dritte Aspekt seines Seins Erwähnung durch Effi:

„[...] und es heißt, Bismarck halte große Stücke von ihm und auch der Kaiser“ 695, „ein Mann von Prinzipien, ein Mann von Charakter“ .696

Dem Gebot des Herzens folgt Innstetten nicht. Mag sein Verhalten den Spukängsten Effis gegenüber zunächst noch aus Effis subjektiver Betrachtungsweise als harter Charakterzug gedeutet werden, so legt sich diese Härte durch eine weit distanziertere Einstellung der Frau des Ministers, an die Effi appelliert hat, um ein Wiedersehen mit ihrer Tochter Annie herbeizuführen, offen dar.

Innstetten ist ein Mann, „[...] der nicht nach Stimmungen und Laune, sondern nach Grundsätzen handelt und diese fallen zu lassen oder auch nur momentan aufzugeben, wird ihm hart ankommen. Läg‘ es nicht so, [so wäre seine Handlungs- und Erziehungsweise längst eine andere gewesen. Das, was hart für Ihr Herz ist, hält er für richtig.“ 697]


693 Müller-Seidel, a.a.O., S. 120 f.

694 Fontane, Effi Briest, S. 108.

695 Fontane, Effi Briest, S. 8.

696 Fontane, Effi Briest, S. 26.

697 Fontane, Effi Briest, S. 229.

Walter Müller-Seidel126 macht deutlich, dass Effis Jugendlichkeit in diesem Roman nicht allein eine Frage des Alters an Jahren bedeutet; so vertritt der Landrat als der Ältere an Jahren auch eine andere Gesellschaftsordnung, die er schließlich selbst für überholt hält, sich ihr aber trotzdem bis zum bitteren Ende verpflichtet fühlt, denn sogar in jungen Jahren war seine Unterwerfung unter dieses System bedingungslos, was durch die Erzählungen von Crampas zum Ausdruck gebracht wird (133).

Neben Fremdartigkeit und dem seinem physischen und psychischen Alter entsprechenden Rollenverständnis findet der dritte Aspekt seines eins Erwähnung durch Effi: [...] und es heißt, Bismarck halte große

[Seite 49:]

Stücke von ihm und auch der Kaiser, und so kam es denn, daß er Landrat [... ] im Kessiner Kreise (13) wurde. [...] Dass auch er als Person in das hier mit einbezogen ist, erschließt sich erst im weiteren Verlauf, wenn Effi sich wünscht, dass ihr Umgang aus mehr

[Seite 50:]

Menschen wie Gieshübler, der das Herz vor die Form stelle, bestanden hätte; denn dem Gebot des Herzens folgt Innstetten in keiner Weise.127 Mag sein Verhalten den Spukängsten Effis gegenüber Zunächst noch aus Effis subjektiver Betrachtungsweise als grausamer Charakterzug gedeutet werden, so legt sich diese Härte durch eine weit distanziertere Einstellung der Ministerin, an die Effi appelliert um ein Wiedersehen mit ihrer Tochter Annie herbeizuführen, offen dar, indem jene Instetten als einen Mann bezeichnet,

der nicht nach Stimmungen und Laune, sondern nach Grundsätzen handelt und diese fallen zu lassen oder auch nur momentan aufzugeben, wird ihm hart ankommen. Läg’ es nicht so, so wäre seine Handlungs- und Erziehungsweise längst eine andere gewesen. Das, was hart für Ihr Herz ist, hält er für richtig. (276)


126 Vgl. Müller-Seidel, Walter: Gesellschaft und Menschlichkeit im Roman Theodor Fontanes. a.a.O., 120 f.

127 Vgl. hierzu die Ausführungen bei Roch, Herbert: a.a.O., 235 f.

Anmerkungen

Auf den S. 138ff gibt es keinen Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

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