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Yb/Fragment 192 08

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Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 192, Zeilen: 8 ff.
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 69, Zeilen: 18 ff.
Es nimmt kaum wunder, dass die Figur des Major Crampas mit einer Häufung von Vorausdeutungen auf die Katastrophe eingeführt wird. Inhaltsschwer und den ausgeprägten Schicksalsglauben Crampas' unterstreichend verläuft der Dialog zwischen diesem und dem Ehepaar Innstetten auf der Veranda des Kessiner Hauses. Crampas' Vorausdeutungen weisen offen auf das ihm bevorstehende Schicksal:

„Es steht mir nämlich fest, dass ich einen richtigen und hoffentlich ehrlichen Soldatentod sterben werde. Zunächst bloß Zigeunerprophezeiung, aber mit Resonanz im eigenen Gewissen.“905

Schicksal erscheint hiernach nicht als blindes Fatum, sondern ist für Crampas aus seinem psychologischen Selbstverständnis heraus bis zu einem gewissen Grade einsichtig906. Crampas' Annahme trifft zu, allerdings ohne die Hoffnung auf einen ehrlichen Soldatentod zu erfüllen. Selbst seine Zuversicht und sein Vertrauen auf Innstetten, ihm „doch wohl ein bißchen Krieg besorgen“907 zu können, finden im übertragenen Sinne eine Entsprechung in der Realität.

Innstetten verschafft Crampas die zwar anders gewünschte, aber im weitesten Sinne doch kriegerische Auseinandersetzung. Nicht ein [ehrlicher Soldatentod, sondern Innstettens Duellpistole markiert das Ende des Majors, nicht ein bei Bismarck bestellter Krieg, sondern der erfüllte Wunsch nach Abwechslung ist der Auslöser der Katastrophe und Wegbereiter für einen Tod durch Innstetten.]


905 Fontane, Effi Briest, S. 103.

906 Schwarz, a.a.O., S. 256.

907 Fontane, Effi Briest, S. 103.

So nimmt es auch kaum wunder, dass die Figur des Crampas mit einer Häufung von Vorausdeutungen auf die Katastrophe eingeführt wird. Inhaltsschwer und den ausgeprägten Schicksalsglauben Crampas’ unterstreichend verläuft der Dialog zwischen diesem und dem Ehepaar Innstetten auf der Veranda des Kessiner Hauses. Crampas’ Vorausdeutungen weisen offen auf das ihm bevorstehende Schicksal:

Es steht mir nämlich fest, daß ich einen richtigen und hoffentlich ehrlichen Soldatentod sterben werde. Zunächst bloß Zigeunerprophezeiung, aber mit Resonanz im eigenen Gewissen. (127)

Schicksal erscheint hiernach nicht als blindes Fatum, sondern ist für Crampas aus seinem psychologischen Selbstverständnis heraus bis zu einem gewissen Grade einsichtig.159 Crampas’ Annahme trifft zu, allerdings ohne die Hoffnung auf einen ehrlichen Soldatentod zu erfüllen. Selbst seine Zuversicht und sein Vertrauen auf Innstetten, ihm doch wohl ein bißchen Krieg besorgen (127) zu können, finden im übertragenen Sinne eine Entsprechung in der Realität. Innstetten verschafft Crampas die zwar anders gewünschte, aber im weitesten Sinne doch kriegerische Auseinandersetzung. Nicht ein ehrlicher Soldatentod, sondern Innstettens Duellpistole markiert das Ende des Majors, nicht ein bei Bismarck bestellter Krieg, sondern der erfüllte Wunsch nach Abwechslung ist der Auslöser der Katastrophe und Wegbereiter für einen Tod durch Innstetten.


159 Schwarz, Peter Paul: a.a.O., 256

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

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