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98 gesichtete, geschützte Fragmente: Plagiat

[1.] Yb/Fragment 153 102 - Diskussion
Bearbeitet: 24. June 2015, 10:42 Schumann
Erstellt: 9. June 2015, 20:15 (Schumann)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Symbolisches Kapital 2005, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 153, Zeilen: 102-112
Quelle: Wikipedia Symbolisches Kapital 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
756 Als Zeichen gesellschaftlicher Anerkennung und sozialer Macht verleiht das symbolische Kapital (P. Bourdieu) den Akteuren und den verschiedenen Klassen über eine bestimmte distinktive Sprache und andere Ausdrucksformen wie Kleidung, Stil und Verhalten, Prestige, Reputation, Ehrenzeichen, Privilegien und Positionen. Symbolisches Kapital kann nur dort erfolgreich eingesetzt werden, wo es auf dem Hintergrund eines gemeinsamen kulturellen Musters als überlegen erkannt und anerkannt wird. Als Beispiel symbolischen Kapitals, das als symbolische Gewalt genutzt wird, kann nach Bourdieu die männliche Herrschaft dienen. Es ist jene sanfte, für ihre Opfer unmerkliche Gewalt, die über die rein symbolischen Wege der Kommunikation und des Anerkennens oder äußerstenfalls des Gefühls ausgeübt wird. So: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Symbolisches-_Kapital&printable=yes; zuletzt abgerufen 4. 11. 2005, 19.20 Uhr. Als Zeichen gesellschaftlicher Anerkennung und sozialer Macht bzw. sozialer Gewalt verleiht das symbolische Kapitel, auf dem Hintergrund der Verfügung über die anderen Kapitalsorten, den Akteuren und den verschiedenen Klassen vermittels einer bestimmten distinktiven Sprache und anderer körperlicher Ausdrucksformen wie Kleidung, Stil und Verhalten Prestige , Reputation ,Ehrenzeichen, Privilegien und Positionen.

Symbolisches Kapital, das in der Literatur häufig als die wichtigste Kapitalart bezeichnet wird, kann nur dort erfolgreich eingesetzt werden, wo es von den Kontrahenten auf dem Hintergrund eines gemeinsamen kulturellen Musters als überlegen erkannt und anerkannt wird. Als Beispiel symbolischen Kapitals, welches als symbolische Gewalt genutzt wird, kann laut Bourdieu die männliche Herrschaft dienen. Es ist jene sanfte, für ihre Opfer unmerkliche, unsichtbare Gewalt, die im Wesentlichen über die rein symbolischen Wege der Kommunikation und des ... Anerkennens oder äußerstenfalls des Gefühls ausgeübt wird.

Anmerkungen

Die Quelle wird genannt, aber die weitgehende Wörtlichkeit der Übernahme bleibt ungekennzeichnet. Das betrifft auch die Übernahme der Primärquelle Bourdieu; angesichts der Nähe zu deren Wortlaut wäre ein wörtliches Zitat mit Auslassungskennzeichnungen sinnvoll und nötig gewesen.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[2.] Yb/Fragment 145 08 - Diskussion
Bearbeitet: 23. June 2015, 11:48 Schumann
Erstellt: 9. June 2015, 20:38 (Schumann)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Tapferkeit 2005, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 145, Zeilen: 8-18
Quelle: Wikipedia Tapferkeit 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: 0
Sie benennt die menschliche Fähigkeit, als Individuum oder als Gruppe Gleichgesinnter einer schwierigen bis ausweglosen Situation entgegenzutreten und sie zu bestehen; meist mit der Überzeugung, für etwas Übergeordnetes zu kämpfen. Tapferkeit zeigt sich in dem Willen, ohne Garantie für die eigene Unversehrtheit einen Konflikt durchzustehen - mit der Motivation, gegen alle Wahrscheinlichkeit den Sieg - und damit Ehre - zu erringen.

Standhaftigkeit steht in einem ähnlichem Kontext. Sie bezeichnet den Willen, sich in aussichtlos erscheinenden Situationen zu behaupten. Anders jedoch als der Mut hat die Standhaftigkeit ihre Wurzel in der Gewohnheit, mit der ein Mensch einer Gefahr gegenübertritt725.


726 http://de.wikipedia.org/wiki/Tapferkeit, zuletzt abgerufen 4.11.2005, 16.35 Uhr.

Tapferkeit (lat.: fortitudo) ist die menschliche Fähigkeit, als Individuum oder als Gruppe Gleichgesinnter einer schwierigen bis ausweglosen Situation entgegenzutreten; meist mit der Überzeugung, für etwas Übergeordnetes zu kämpfen. Tapferkeit zeigt sich in dem Willen, ohne Garantie auf die eigene Unversehrtheit einen physischen oder mentalen Konflikt durchzustehen - mit der Motivation, gegen alle Wahrscheinlichkeit den Sieg davonzutragen. Seit Platon zählt die Tapferkeit zu den vier Kardinaltugenden.

Die Tugend der Standhaftigkeit ist in einem ähnlichem Kontext zu sehen, sie bezeichnet mehr noch als der Mut den Willen, sich in aussichtlosen Situationen behaupten zu wollen. Anders jedoch als der Mut hat die Standhaftigkeit ihre Wurzel in der Gewohnheit, mit der ein menschliches Individuum einer Gefahr gegenübertritt.

Anmerkungen

Die Quelle wird genannt, aber Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet. Die Anlehnung an die Quelle geht bis in die etwas ungewöhnliche Interpunktion (Semikolon statt Komma vor "meist").

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[3.] Yb/Fragment 033 07 - Diskussion
Bearbeitet: 23. June 2015, 11:35 Schumann
Erstellt: 9. June 2015, 21:38 (Schumann)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Feigheit 2005, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 7-10
Quelle: Wikipedia Feigheit 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Feigheit ist die Neigung und Absicht, sein Handeln wesentlich durch Furcht bestimmen zu lassen. Sie ist ein seelischer Zustand, in dem sich jemand aus Furcht einer Gefahr, dem Schmerz oder dem Tod nicht stellt. Damit zeigt er sich aus der Sicht Dritter als ehrlos. Feiges Handeln gilt in solchen Gesellschaften als verwerflich, die es aufgrund herrschender Vorstellungen von Ehre und/oder kraft äußerer Umstände (Krieg, Angriffsbefehl) auf den Mut und die Tapferkeit eines jeden ankommen lassen wollen oder müssen150.

150 http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Feigheit&printable=yes;zuletzt abgerufen 3. 11. 2005, 15.20 Uhr.

Feigheit ist zunächst die Neigung, sein Handeln durch die Furcht bestimmen zu lassen. Sie ist ein seelischer Zustand, in dem sich jemand aus Furcht einer Gefahr, dem Schmerz oder dem Tod nicht stellt und aus der Sicht Dritter als ehrlos zeigt.

[...]

Feige [sic] Handeln gilt jedoch in solchen Gemeinschaften als sehr verwerflich, wo es kraft äußerer Umstände sehr auf den Mut und die Tapferkeit aller ankommt.

Anmerkungen

Die Quelle wird genannt, doch Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[4.] Yb/Fragment 135 10 - Diskussion
Bearbeitet: 23. June 2015, 07:06 PlagProf:-)
Erstellt: 9. June 2015, 20:57 (Schumann)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Ritterlichkeit 2005, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 135, Zeilen: 10-16
Quelle: Wikipedia Ritterlichkeit 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Sie ist nicht nur „feines Betragen gegen achtbare Frauen“670, sondern Prinzip für ein faires und rücksichtsvolles Handeln, ja für die positiven Möglichkeiten menschlichen Tuns. Dies beinhaltet das Einhalten von Regeln, sowie Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Verständnis, Großmut, Hilfsbereitschaft und Güte.

Geprägt wurden diese Idealvorstellungen durch das erwähnte mittelalterliche (Ehren-) Rittertum. Sie sind somit als nichtkodifizierte ethische und moralische Wertvorstellungen zu betrachten671.


670 Karl Herzog zu Mecklenburg am 12. Juni 1828, zitiert bei: Anonymus, a.a.O., S. 71.

671 http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ritterlichkeit&printable=yes, zuletzt abgerufen 6. 11. 2005, 9.15 Uhr.

Ritterlichkeit ist der Inbegriff oder ein Prinzip für ein faires und rücksichtsvolles Handeln, ja der positiven Möglichkeiten menschlichen Handelns. Dies beinhaltet das Einhalten von Regeln, sowie Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Verständnis, Großmut, Hilfsbereitschaft und Güte. Geprägt wurden diese Idealvorstellungen durch das mittelalterliche Rittertum. Dieses sind somit nichtkodifizierte ethische und moralische Wertvorstellungen.
Anmerkungen

Die Quelle wird genannt, aber die Wörtlichkeit der Übernahme bleibt ungekennzeichnet.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[5.] Yb/Fragment 178 107 - Diskussion
Bearbeitet: 23. June 2015, 07:02 PlagProf:-)
Erstellt: 17. June 2015, 19:00 (Schumann)
Elias 1989, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 178, Zeilen: 107-116
Quelle: Elias 1989
Seite(n): 97, Zeilen: Fn. 34
866 Im Laufe des 19. Jahrhunderts machte die Handhabung der Ehrengerichtsbarkeit eine tolerantere Auslegung des Ehrenkanons möglich, da immer mehr hochgestellte bürgerliche Beamte und Professoren zu den höheren Kreisen zählten. 1894 wurde Geheimrat Adolf Wagner von Freiherr von Stumm-Hallberg zum Duell herausgefordert. Er bat um die Bildung eines Ehrengerichts. Er wolle seine Äußerungen, die der Herausforderer als Beleidigung empfunden hatte, zurückzunehmen, wenn dieser es ihm gleich tun würde. Das Ehrengericht stimmte Geheimrat Adolf Wagner zu, worauf das Duell nicht stattfand. Zwar wurde dies von der Gesellschaft nicht gut geheißen, in der Herr von Stumm verkehrte, dennoch war seine Ehre intakt, da er sich strikt an die Regeln des Ehrenkanons gehalten hatte. Vgl. Zobeltitz, Fedor von: Chronik der Gesellschaft unter dem letzten Kaiserreich, 2 Bde., Hamburg 1922, hier: Bd. 1, S. 10. 34 Es ist vielleicht nützlich hinzuzufügen, daß im Laufe des 19. Jahrhunderts, und vor allem mit der Integration hochgestellter bürgerlicher Beamter und Professoren in die höfische Gesellschaft des Kaiserreichs, die Handhabung der Ehrengerichtsbarkeit eine tolerantere Auslegung des Ehrenkanons möglich machte, besonders im Falle von Zivilisten. Als am Beginn des Jahres 1894 der schneidige Freiherr von Stumm-Hallberg den bekannten Geheimrat Adolf Wagner zum Duell herausforderte, ersuchte der letztere um die Bildung eines Ehrengerichts. Er erklärte sich gern bereit, seine Äußerungen, die Herr von Stumm als Beleidigung empfunden hatte, zurückzunehmen, wenn dieser dieselbe Bereitschaft in bezug auf seine eigenen beleidigenden Äußerungen zeigen würde. Soweit sich feststellen läßt, entschied das Ehrengericht in seinem Sinne. Das Duell fand nicht statt. Die gute höfische Gesellschaft, in der Herr von Stumm verkehrte, verschrie zwar das Verhalten des Gelehrten als ehrlos, aber da er sich in seinem Vorgehen strikt an die Regeln des Ehrenkanons gehalten hatte, konnte man ihm nichts anhaben. (Das Vorstehende nach Zobeltitz, a. a. O. [Anm. 31], Bd. 1, S. 10.)
Anmerkungen

Auf der angegebenen Seite 10 geht es bei Zobeltitz nicht um Duelle oder Aspekte der Ehrengerichtsbarkeit, sondern um französische Migranten in Berlin, siehe [1].

Dies deutet darauf hin, dass Zobeltitz (1922) der Verf. selbst nicht vorgelegen hat und die Übernahme aus Elias (1989) erfolgte, wo sich dieser Referenzierungsfehler ebenfalls findet. Die entsprechenden Inhalte finden sich bei Zobeltitz tatsächlich auf S. 64 f., siehe [2].

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[6.] Yb/Fragment 197 20 - Diskussion
Bearbeitet: 23. June 2015, 07:01 PlagProf:-)
Erstellt: 17. June 2015, 18:53 (Schumann)
BauernOpfer, Elias 1989, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 197, Zeilen: 20 ff.
Quelle: Elias 1989
Seite(n): 100, Zeilen: 32-40
Die Beherrschung der subtilen Umgangsstrategien guter Gesellschaften, die deren Mitglieder schon von Kindheit an absorbieren, ist nicht zuletzt ein Symbol der Zugehörigkeit zu der als besonders wertvoll erachteten Gruppe und nährt beim Praktizieren dieser Strategien immer wieder das Bedürfnis nach Bestätigung des eigenen Selbstwertes. Es stärkt die Solidarität mit der eigenen Gruppe und das Empfinden des menschlichen Besserseins, also der Überlegenheit über die anderen. [... 931.]

931 Ebda. [= Elias, S. 100]

Die Beherrschung der subtilen Umgangsstrategien »guter Gesellschaften«, die deren Mitglieder schon von Kindheit an absorbieren, ist nicht zuletzt ein Symbol der Zugehörigkeit zu der als besonders wertvoll erachteten Gruppe und nährt beim Praktizieren dieser Strategien immer wieder das Bedürfnis nach Bestätigung des eigenen Selbstwertes. Es stärkt die Solidarität mit der eigenen Gruppe und das Empfinden des menschlichen Besserseins, also der Überlegenheit über die anderen.
Anmerkungen

Die Quelle wird am Ende des Absatzes genannt, die Wörtlichkeit der Übernahme bleibt jedoch ungekennzeichnet.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[7.] Yb/Fragment 240 01 - Diskussion
Bearbeitet: 23. June 2015, 02:00 Klgn
Erstellt: 4. June 2015, 20:48 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Seppuku 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 240, Zeilen: 1-24
Quelle: Wikipedia Seppuku 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Die Zeremonie wurde über mehrere Jahrhunderte immer wieder verändert. Zu einem offiziellen Seppuku gehörten jedoch mindestens das Tragen von weißer Kleidung als Symbol für die spirituelle Reinheit, die Anwesenheit eines Shintō-Priesters und eines Protokollanten, die Einnahme einer letzten Mahlzeit und das Verfassen eines Todesgedichtes. Das Ritual wurde zumeist im Garten des eigenen Anwesens, vor dem örtlichen Shintō-Schrein (nicht auf geweihtem Boden) oder an einem speziell dafür eingerichteten Platz am Hofe eines Fürsten durchgeführt.

Für gewöhnlich wurden Samurai für ihr Seppuku eine Vorbereitungszeit zwischen zwei und sechs Monaten gewährt. Ob es Samurai gab, die in diesem Zeitraum Fluchtversuche unternahmen, ist nicht bekannt, da kein solcher Fall je dokumentiert wurde.

Mit Beginn der Meiji-Restauration im Jahr 1868 wurde Seppuku in Japan allgemein verboten. Viele Japaner hielten trotzdem den Atem an, als Kaiser Hirohito am 15. August 1945 die Kapitulation Japans im Pazifikkrieg erklärte. Diese Niederlage bedeutete für das japanische Volk den Verlust seiner Ehre, und viele befürchteten, dass der Kaiser trotz des Verbotes die Angehörigen des Militärs zum Seppuku auffordern würde.

Das bisher letzte rituelle Seppuku wurde von dem japanischen Schriftsteller Yukio Mishima ausgeführt. Am 25. November 1970 beging er in Tokio im Beisein von Journalisten ein angekündigtes Seppuku und wurde von einem Freund enthauptet1102.


1102 Zum Ganzen: Pinguet, Maurice: Der Freitod in Japan, Frankfurt a. M. 1996, S. 56-78.

Die Zeremonie um die eigentliche Selbsttötung wurde über mehrere Jahrhunderte immer wieder verändert, wobei auch geringe regionale Unterschiede entstanden. Zu einem offiziellen Seppuku mit einem kaishaku-nin gehörten jedoch mindestens das Tragen von weißer Kleidung als Symbol für die spirituelle Reinheit (welche durch das Öffnen des Bauches zum Vorschein treten sollte), die Anwesenheit eines Shintō-Priesters und eines Protokollanten, die Einnahme einer letzten Mahlzeit und das Verfassen eines Todesgedichtes (meist in Form eines Haiku). Das Ritual wurde zumeist im Garten des eigenen Anwesens, vor dem örtlichen Shintô-Schrein (jedoch außerhalb der Torii und somit nicht auf geweihtem Boden) oder an einem speziell dafür eingerichteten Platz am Hofe seines Fürsten durchgeführt. [...]

Für gewöhnlich wurde den Samurai für ihren Seppuku eine Vorbereitungszeit zwischen zwei und sechs Monaten gewährt. Ob es Samurai gab, die in diesem Zeitraum Fluchtversuche unternahmen, ist unbekannt, da kein solcher Fall je dokumentiert wurde. [...]

[...]

Mit Beginn der Meiji-Restauration im Jahr 1868 wurde Seppuku in Japan allgemein verboten. Viele Japaner hielten trotzdem den Atem an, als Kaiser Hirohito am 15. August 1945 die Kapitulation Japans im Pazifikkrieg erklärte. Diese Niederlage bedeutete für das japanische Volk den Verlust seiner Ehre, und viele befürchteten, dass der Kaiser trotz des Verbotes die Angehörigen des Militärs zum Seppuku auffordern würde, was er jedoch letztlich nicht tat. Hohe Militärs wie der Heeresminister Anami taten es jedoch freiwillig.

Das bisher letzte rituelle Seppuku wurde von dem japanischen Schriftsteller Yukio Mishima ausgeführt. Am 25. November 1970 beging er in Tokio im Beisein von Journalisten ein angekündigtes Seppuku und wurde von einem Freund enthauptet.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Die angegebene Quelle wurde nicht überprüft, doch selbst wenn sich irgendwo auf den angegebenen 23 Seiten der Quelle die hier dokumentierten wörtlichen Übernahmen finden sollten, so wäre der Quellenverweis doch nicht ausreichend.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[8.] Yb/Fragment 180 03 - Diskussion
Bearbeitet: 23. June 2015, 01:56 Klgn
Erstellt: 4. June 2015, 15:52 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Satisfaktion 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 180, Zeilen: 3-14, 20-26
Quelle: Wikipedia Satisfaktion 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Seit ungefähr der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte die Auseinandersetzung mit (zumindest theoretisch) tödlichen Waffen zu erfolgen. Üblich waren Säbel und Pistole. In studentischen Kreisen wurde diese Praxis offenbar notwendig, weil die reguläre Mensur ihre ehrenreinigende Funktion verloren hatte. Sie war als Erziehungsmittel zur Bestimmungsmensur weiterentwickelt worden, der sich jeder Angehörige einer Verbindung unterziehen mußte.

Zur Austragung von Ehrenstreitigkeiten mußten neue Mittel herangezogen werden. Die Studenten, aus denen sich bekanntlich die satisfaktionsfähige Gesellschaft rekrutierte, wollten sich an dem Brauch der Offiziere, die aus denselben Familien stammten und auch oft im selben Alter waren, orientieren.

[...]

Während der einschlägigen Rückzugsgefechte bildeten sich bestimmte stabilisierende Begriffe heraus. Dazu gehörte die unbedingte Satisfaktion mit der Waffe, und die bedingte Satisfaktion mit der Waffe. Bei einer Verbindung, die die bedingte Satisfaktion mit der Waffe bot, mußten im allgemeinen die neueintretenden Mitglieder verbindlich erklären, ob und gegebenenfalls mit welchen Waffen sie Satisfaktion geben wollten.

Seit ungefähr der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts musste die gewalttätige Auseinandersetzung mit (zumindest theoretisch) tödlichen Waffen erfolgen. Üblich waren Säbel und Pistole.

In studentischen Kreisen wurde diese Praxis offenbar dadurch notwendig, dass die reguläre Mensur ihre ehrenreinigende Funktion verloren hatte. Sie war als Erziehungsmittel zur Bestimmungsmensur weiterentwickelt worden, der sich jeder Angehörige einer Verbindung unterziehen musste. Zur Austragung von Ehrenstreitigkeiten mussten neue Mittel herangezogen werden. Die Studenten wollten sich an dem damals üblichen Brauch der Offiziere (die aus denselben Familien stammten und auch oft im selben Alter waren) orientieren.

[...]

Um in dieser komplizierten Situation einen Überblick zu ermöglichen bildeten sich bestimmte Begriffe heraus. Dazu gehörte die

  • Unbedingte Satisfaktion mit der Waffe, und die
  • Bedingte Satisfaktion mit der Waffe.

Bei einer Verbindung, die die "bedingte Satisfaktion mit der Waffe" bot, mussten im allgemeinen die neueintretenden Mitglieder verbindlich erklären, ob und gegebenenfalls mit welchen Waffen sie Satisfaktion geben wollten.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[9.] Yb/Fragment 046 07 - Diskussion
Bearbeitet: 23. June 2015, 01:54 Klgn
Erstellt: 4. June 2015, 18:00 (Hindemith)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Minne 2005, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 46, Zeilen: 7-17
Quelle: Wikipedia Minne 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Minne gründet auf einer spezifisch mittelalterlichen Vorstellung von gegenseitiger gesellschaftlicher Verpflichtung, ehrendem Angedenken und Liebe, die die adlige Feudalkultur des Hochmittelalters prägte205.

Charakteristisch für die höfische Kultur wurde die Übertragung dieses Konzepts auf den Umgang von Männern und Frauen. In diesem Prozeß wurde Minne zu einem eigentümlichen Ideal, das vor allem den ritterlichen Dienst für eine Dame, die Unterwerfung unter ihren Willlen und die Werbung um ihre Gunst bedeutete.

Es bleibt umstritten, ob dieses Ideal auch eine Bedeutung für das reale Leben des Ritterstandes hatte oder ob es sich eher um ein literarisches, fiktionales Spiel und um eine Ideologie206 handelte.


205 Zum Ganzen: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Minne&printable=yes, zuletzt abgerufen 2. 11. 2005, 9.30 Uhr.

206 Schröder, Recht, S. 478.

Minne ist eine spezifisch mittelalterliche Vorstellung von gegenseitiger gesellschaftlicher Verpflichtung, ehrendem Angedenken und Liebe, die die adlige Feudalkultur des Hochmittelalters prägte.

Besonders charakteristisch für die höfische Kultur wurde die Übertragung und Einengung dieses Konzepts auf den gesellschaftlichen Umgang zwischen Männern und Frauen. In diesem Prozess wurde Minne zu einem eigenartigen Ideal platonischer Liebe, das vor allem den unverbrüchlichen ritterlichen Dienst für eine Dame, die Unterwerfung unter ihren Willen und die Werbung um ihre Gunst bedeutete (sog. Hohe Minne). [...] Es ist umstritten, ob dieses Ideal, das vor allem in der Gesellschaftskunst des Minnesangs gepflegt wurde, auch eine Bedeutung für das reale Leben des Ritterstandes hatte oder ob es sich eher um ein literarisches, fiktionales Spiel handelte.

Anmerkungen

Die Quelle ist genannt, aber nur für den ersten Abschnitt, während sich die Übernahme auch danach fortsetzt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[10.] Yb/Fragment 115 01 - Diskussion
Bearbeitet: 23. June 2015, 01:51 Klgn
Erstellt: 16. June 2015, 15:27 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 115, Zeilen: 1-26
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 42 f., Zeilen: S. 42: 36 ff., S. 43: 1 ff.
[Die kindliche Effi leistet nun aber dem Gebot ihres Standes Folge, unreflektiert580 übernimmt sie dessen Vorstellungen, nur ansatzweise] verrät die Äußerung „Liebe kommt zuerst“ [...]581 den Anspruch ihrer eigentlichen Wesenhaftigkeit. In einem Nachsatz wird dieser freilich schon wieder relativiert und durch den Wertekatalog ihres Standes ersetzt, indem sie sich zu Reichtum und einem vornehmen Haus bekennt, denn gleich nach der Liebe - ihr Papa sagt, Liebe sei „doch nur ein Papperlapapp (was ich nicht glaube)“582 - kämen Glanz und Ehre.

Ohne Kommentar Fontanes tritt hier die innere Thematik des Romans zutage: der Widerspruch zwischen Herz und normativer Ordnung eines Standes, der Gegensatz von Gesellschaft und Menschlichkeit583.

Der dargestellte Konflikt, der sich auf den ersten Blick aus der Unvereinbarkeit der Charaktere Effis und Innstettens ergeben mochte, erhält also einen erweiterten Bezug. Nicht allein das Einzelschicksal der Effi Briest findet in diesem Roman seinen Niederschlag, sondern gesellschaftliche Zustände erfahren ihre exemplarische Verdeutlichung.

Die Thematik des Romans, der Konflikt zwischen Natur und Ordnung, ist der Hauptfigur immanent; der Widerspruch findet seinen Niederschlag in zahlreichen Dialogen zwischen Effi und den sie umgebenden Personen, in denen sie ihre eigenen Äußerungen relativiert oder gar zurücknimmt. Scheinen ihr einerseits Klettern und Schaukeln lieber zu sein als Äußerlichkeiten, so betont sie andererseits die Wichtigkeit gesellschaftlichen Ansehens. Lässt sie der Mutter gegenüber ihre Kritik an dem von Innstetten in seinem Brief gehaltenen Maß anklingen, so lehnt sie im gleichen Gespräch größere Zärtlichkeit als Überschwenglichkeit ab584.

Das kindlich Schwankende ihrer Ziele585 - Innstetten: „Immer Phantasien, mal so, mal so“586 - tritt ebenfalls offen zutage in der erwähnten [Reihenfolge ihrer Wünsche für die Ehe.]


581 Fontane, Effi Briest, S. 24

582 Ebda.

583 Hamann, a.a.O., S. 43.

584 Fontane, Effi Briest, S. 25 f.

585 Frei, a.a.O., S. 132. Zum Ganzen, in Zusammenhang mit der „Wassersymbolik“ des Romans: Grawe, a.a.O., S. 224.

586 Fontane, Effi Briest, S. 71.

Die kindliche Effi leistet damit gutgläubig dem Gebot ihres Standes Folge, unreflektiert104 übernimmt sie dessen Vorstellungen, nur ansatzweise verrät die vielleicht unüberlegte Äußerung Ich bin [...] für Zärtlichkeit und Liebe [...] Liebe kommt zuerst [...] (32) den Anspruch ihrer eigentlichen Wesenhaftigkeit, in einem Nachsatz wird dieser allerdings relati-

[S. 43]

viert und durch den Wertekatalog ihres Standes ersetzt, indem sie sich zu a Reichtum und einem vornehmen Haus bekennt, denn gleich nach der Liebe komme Glanz und Ehre (32). Ohne Kommentar des Erzählers tritt hier die innere Thematik des Romans zutage: der Widerspruch zwischen Herz und normativer Ordnung eines Standes, der noch nicht auflösbare Gegensatz von Gesellschaft und Menschlichkeit.105

Der dargestellte Konflikt, der sich - oberflächlich betrachtet - aus der Unvereinbarkeit der Charaktere ergibt, erhält einen erweiterten Bezug. Nicht allein das Einzelschicksal der Effi Briest findet in diesem Roman seinen Niederschlag, sondern gesellschaftliche Zustände erfahren ihre exemplarische Verdeutlichung in diesem epischen Werk.

Die innere Thematik des Romans als Konflikt zwischen Natur und Ordnung ist in der Hauptfigur immanent; der Widerspruch findet seinen Niederschlag in zahlreichen Dialogen zwischen Effi und den sie umgebenden Personen, in denen sie ihre eigenen Äußerungen relativiert oder gar zurücknimmt. Scheinen ihr einerseits Klettern und Schaukeln lieber zu sein als Äußerlichkeiten, so betont sie andererseits die Wichtigkeit gesellschaftlichen Ansehens. Lässt sie der Mutter gegenüber ihre Kritik an dem von Innstetten in seinem Brief gehaltenen Maß anklingen, so lehnt sie im gleichen Gespräch größere Zärtlichkeit als Überschwenglichkeit ab (33 ff.). Das Schwankende ihrer Ziele tritt ebenfalls offen zutage in der erwähnten Reihenfolge ihrer Wünsche für die Ehe.

Anmerkungen

Hamann wird einmal (Fn. 583) genannt. Die umfangreichen wörtlichen Übernahmen sind nicht gekennzeichnet.

Sichter
(PlagProf), SleepyHollow02

[11.] Yb/Fragment 223 06 - Diskussion
Bearbeitet: 23. June 2015, 01:48 Klgn
Erstellt: 4. June 2015, 14:02 (Hindemith)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Duell 2005, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 223, Zeilen: 6-12
Quelle: Wikipedia Duell 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
In Frankreich war das Duell vom Ende des 16. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts geradewegs zu einer Modeerscheinung geworden: Allein zwischen 1594 und 1610 sollen in Frankreich 8.000 Adlige und Offiziere in Duellen getötet worden sein, und der (allerdings für seine häufigen Duelle berüchtigte) François de Montmorency soll in einem einzigen Jahr 22 (nach anderen Quellen sogar über 40) Kontrahenten im Duell getötet haben1049.

1049 http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Duell&printable=yes, zuletzt abgerufen 6. 11. 2005, 11. 25 Uhr.

In Frankreich war das Duell vom Ende des 16. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts geradezu eine Modeerscheinung: Allein zwischen 1594 und 1610 sollen in Frankreich achttausend Adlige und Offiziere in Duellen getötet worden sein, und der (allerdings für seine häufigen Duelle berüchtigte) François de Montmorency soll in einem einzigen Jahr 22 (nach anderen Quellen sogar über 40) Kontrahenten im Duell getötet haben.
Anmerkungen

Die Quelle ist zwar genannt, die wörtliche Übernahme aber nicht gekennzeichnet.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[12.] Yb/Fragment 191 01 - Diskussion
Bearbeitet: 23. June 2015, 01:47 Klgn
Erstellt: 4. June 2015, 14:25 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Duell 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 191, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Wikipedia Duell 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
[Bei der praktischen Durchsetzung dieser Verbote zeigte sich jedoch, dass die Angehörigen der (Militär-)Gerichtsbarkeit] und der Regierungen sich dem zugrunde liegenden Ehrenkodex selbst verpflichtet fühlten: Duellanten wurden häufig überhaupt nicht gerichtlich verfolgt, nur sehr milde bestraft oder nach kurzer Strafverbüßung begnadigt.

Ideologische Grundlage des Duellwesens war das Festhalten an der zumindest im 19. Jahrhundert längst anachronistisch gewordenen Vorstellung eines ritterlichen Standes freier, waffentragender Männer, die sich und ihre Ehre selbst verteidigen können und müssen, ohne zu einer staatlichen Obrigkeit Zuflucht zu nehmen. Die Ehre, um die es hier ging, war daher nicht nur persönliche Ehre, sondern zugleich Standesehre: Wer zu diesem Stand gehören wollte (als Adliger, Offizier, Student oder von diesen Gruppen gesellschaftlich akzeptierter Angehöriger des Bürgertums), war nicht nur berechtigt, sondern sozial verpflichtet, Angriffe auf seine Ehre abzuwehren, entweder, indem er Zurücknahme oder Entschuldigung erlangte, oder - wenn das verweigert wurde oder die Beleidigung zu schwer war (wie im Falle eines Ehebruchs) - indem er den Beleidiger zum Duell forderte.

Entzog er sich dieser Verpflichtung, wurde er von seinen Standesgenossen gesellschaftlich geächtet und als ehrlos betrachtet. Umgekehrt führten als unehrenhaft betrachtete Verhaltensweisen auch zum Verlust der Satisfaktionsfähigkeit.

Das Duell war spätestens seit dem Ende des 19. Jahrhunderts heftig umstritten. Entsprechend seiner standesmäßigen Verankerung kamen Ablehnung und Kritik vor allem von liberaler und sozialistischer Seite, aber auch die katholische Kirche verurteilte das Duell904. Obwohl Adel und Offizierskorps an der „Ehren“-Idee des Duells festhielten, ging die Zahl der tatsächlich ausgefochtenen Duelle bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs beständig zurück.


904 c. 2351 des bis 1983 gültigen Gesetzbuches der katholischen Kirche (CIC) verbot das Duell unter der Sanktion des Kirchenbanns un [sic] des rechtlichen Ehrverlustes (!).

Ideologische Grundlage des Duellwesens war das Festhalten an der zumindest im 19. Jahrhundert längst anachronistisch gewordenen Vorstellung eines „ritterlichen“ Standes freier, waffentragender Männer, die sich und ihre Ehre selbst verteidigen können und müssen, ohne zu einer staatlichen Obrigkeit Zuflucht zu nehmen. Die Ehre, um die es hier ging, war daher nicht nur persönliche Ehre, sondern zugleich Standesehre: Wer zu diesem Stand gehören wollte (als Adliger, Offizier, Student oder von diesen Gruppen gesellschaftlich akzeptierter Angehöriger des Bürgertums), war nicht nur berechtigt, sondern sozial verpflichtet, Angriffe auf seine Ehre abzuwehren, entweder, indem er Zurücknahme oder Entschuldigung erlangte, oder – wenn das verweigert wurde oder die Beleidigung zu schwer war – indem er den Beleidiger zum Duell forderte. Entzog er sich dieser Verpflichtung, wurde er von seinen Standesgenossen gesellschaftlich geächtet und als ehrlos betrachtet. Umgekehrt führten als unehrenhaft betrachtete Verhaltensweisen auch zum Verlust der Satisfaktionsfähigkeit.

Bei der praktischen Durchsetzung dieser Verbote zeigte sich jedoch, dass die Angehörigen der (Militär-)Gerichtsbarkeit und der Regierungen sich dem zugrunde liegenden Ehrenkodex selbst verpflichtet fühlten: Duellanten wurden häufig überhaupt nicht gerichtlich verfolgt, wenn überhaupt, nur sehr milde bestraft oder nach kurzer Strafverbüßung begnadigt. [...]

[...]

Das Duell war spätestens seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in der Öffentlichkeit heftig umstritten. Entsprechend seiner standesmäßigen Verankerung kamen Ablehnung und Kritik vor allem von liberaler und sozialistischer Seite, aber auch die katholische Kirche verurteilte das Duell. Obwohl Adel und Offizierskorps an der Idee des Duells festhielten, ging die Zahl der tatsächlich ausgefochtenen Duelle bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs beständig zurück.

Anmerkungen

Die Quelle wird auf der Vorseite genannt, der Verweis dort bezieht sich aber offenbar nur auf einen Absatz auf dieser Seite.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[13.] Yb/Fragment 113 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 19:01 PlagProf:-)
Erstellt: 16. June 2015, 07:01 (SleepyHollow02)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 113, Zeilen: 1-7, 18-21
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 42, Zeilen: 16 ff.
Die so dargestellte Effi wird aus dem kindlich ausgelassenen Spiel mit den Freundinnen herausgerissen und - gegen die Einwände, ja Warnungen ihrer Freundinnen568 - noch im Kittel zur Braut des Baron Innstetten, eines Jugendfreundes ihrer Mutter, die zwar „besser zu ihm gepaßt“569 hätte als Effi, doch aus gesellschaftlichen Gründen eine Werbung Innstettens ausschlagen mußte zugunsten ihres jetzigen Mannes, der schon Ritterschaftsrat war und Hohen-Cremmen hatte570.

[...]

Im Laufe von zwanzig Jahren ist es Innstetten gelungen, die gesellschaftlich gebotenen Voraussetzungen für eine adlige Eheschließung zu schaffen. Damit wird Effi zum Revenant der Jugendliebe Innstettens zu ihrer Mutter und Innstetten ist als sein eigener Revenant gegenwärtig.


568 Fontane, Effi Briest, S. 14; Hamann, a.a.O., S. 28.

569 Fontane, Effi Briest, S. 29.

570 Fontane, Effi Briest, S. 7.

Die so dargestellte Effi wird nunmehr aus dem kindlich ausgelassenen Spiel mit den Freundinnen herausgerissen und noch im Kittel zur Braut des Baron Innstetten, eines Jugendfreundes ihrer Mutter, die aus gesellschaftlichen Gründen eine Werbung Innstettens ausschlagen musste zugunsten ihres jetzigen Mannes, der schon Ritterschaftsrat war und Hohen-Cremmen hatte, (12 f.) und wenns die Mutter nicht sein konnte, muß es die Tochter sein; (20) denn im Laufe von zwanzig Jahren ist es Innstetten gelungen, die gesellschaftlich notwendigen Voraussetzungen für eine adlige Eheschließung zu schaffen; damit wird Effi zum Revenant der Jugendliebe Innstettens zu ihrer Mutter und Innstetten ist als sein eigener Revenant gegenwärtig.
Anmerkungen

Quelle ist in Fn. 568 genannt.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

[14.] Yb/Fragment 170 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 16:28 Klgn
Erstellt: 15. June 2015, 13:21 (SleepyHollow02)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 170, Zeilen: 1-9, 12ff
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 55, Zeilen: 21 ff.
„Es ist mir ganz sicher, er hat das Gefühl, aus der Sache nicht heil herauszukommen, und will auch nicht.“827

So wie Innstetten die starren Prinzipien der Gesellschaft verkörpert, bildet Crampas sein Gegenstück als Vertreter des Menschlich-Natürlichen im Absehen von Konvention828.

Crampas ist von Fontane auf seine Rolle im Gesamtgeschehen hin konzipiert, wobei er ohne Ausnahme in Verbindung mit den beiden Hauptfiguren gezeigt wird. Sein Leben außerhalb dieses Funktionsbereichs - Eheleben, Dasein in Effis Berliner Zeit - bleibt unberücksichtigt829.

Die Figur des Barons von Innstetten, des Landrats und späteren Ministerialbeamten, ist anders angelegt.

„Man ist nicht bloß ein einzelner Mensch, man gehört einem Ganzen an“ .830

So beginnt Innstetten, vor Wüllersdorf das Duell zu rechtfertigen. Dieses Ganze ist zu verstehen als die Eingebundenheit des Einzelnen in die ihn umgebende Gesellschaft mit ihren Ordnungen und Anforderungen.

In einer Studie zum Figurenentwurf versucht Kurt Wölfel zu beschreiben, dass dieses gesellschaftliche Etwas nicht als etwas dem Einzelnen Gegenüberstehendes zu betrachten ist, sondern als eine personimmanente Kraft, welche die Unmittelbarkeit seiner Existenz einengt831.


827 Fontane, Effi Briest, S. 202.

828 Müller-Seidel, a.a.O., S. 119.

829 Hamann, a.a.O., S. 55.

830 Fontane, Effi Briest, S. 198.

831 Zum Ganzen: Wölfel, Kurt: „Man ist nicht bloß ein einzelner Mensch“, in: Zeitschrift für deutsche Philologie 82 (1963), S. 152-171.

Es ist mir ganz sicher, er [Crampas, d. Verf.] hat das Gefühl, aus der Sache nicht heil herauszukommen, und will auch nicht. (244) So wie Innstetten die starren Prinzipien der Gesellschaft verkörpert, bildet Crampas sein Gegenstück als Vertreter des Menschlich-Natürlichen im Absehen von [...]143 Konvention.144

Crampas ist von dem Erzähler ausschließlich auf seine Rolle im Gesamtgeschehen hin konzipiert, wobei er ohne Ausnahme in Verbindung mit den beiden Hauptfiguren gezeigt wird. Sein Leben außerhalb dieses Funktionsbereichs - Eheleben, Dasein in Effis Berliner Zeit - bleibt unberücksichtigt.

4.2.3 Die Eltern Briest

Man ist nicht bloß ein einzelner Mensch, man gehört einem Ganzen an, (240) so beginnt Innstetten vor Wüllersdorf das Duell zu rechtfertigen. Dieses Ganze ist zu verstehen als die Eingebundenheit des Einzelnen in die ihn umgebende Gesellschaft mit ihren Ordnungen und Anforderungen. In einer Studie zum Figurenentwurf versucht Kurt Wölfel zu beschreiben, dass dieses gesellschaftliche Etwas nicht als etwas dem Einzelnen Gegenüberstehendes zu betrachten ist, sondern als eine personimmanente Kraft, welche die Unmittelbarkeit seiner Existenz einengt.145


143 Das ursprünglich von Walter Müller-Seidel gewählte Attribut »unnötig« empfinden wir nach unseren vorherigen Aussagen als nicht mehr gerechtfertigt.

144 Müller-Seidel, Walter: Gesellschaft und Menschlichkeit im Roman Theodor Fontanes. a.a.O., 119

145 Vgl. Wölfel, Kurt: a.a.O., 152-171. Wir können Wölfel in seinen Aussagen allerdings nicht ganz folgen, wenn er davon ausgeht, dass sich eine Figur Fontanes »nicht nur als Partikel der bestehenden Gesellschaft erlebt«, sondern sich »darüber hinaus auch determiniert, ja präformiert als bloße Konkretisierung und Aktualisierung eines Typischen, das war und sein wird«, empfindet. Ders.: a.a.O., 161

Anmerkungen

Quelle ist in Fn. 829 genannt. Die Verweise der Verfasserin sind identisch mit denen von Hamann. Die umfangreichen wörtlichen Übernahmen sind nicht gekennzeichnet.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

[15.] Yb/Fragment 136 06 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 16:23 Klgn
Erstellt: 15. June 2015, 14:53 (SleepyHollow02)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 136, Zeilen: 6 ff.
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 48, Zeilen: 4 ff.
Jener Konflikt, der Effi - schon durch den Titel des Romans zur Hauptfigur erklärt - zugrunde richtet, entfaltet sich auf dem Hintergrund ihrer tragischen Konstellation zu dem als Kontrastfigur konzipierten Baron von Innstetten. Sind in Effi selbst noch Widersprüche zwischen irrationalen Momenten eines schicksalhaften Lebensablaufes und gesellschaftlicher Bestimmung angelegt, wobei schicksalhaftes Selbstverständnis als Widerspruch zu gesellschaftlicher Bedingtheit dominiert, verkörpert Innstetten ein die Konvention festigendes Element des Ganzen, das man Gesellschaft nennt675.

Bevor Innstetten als Romanfigur in Erscheinung tritt, erfolgt seine Charakterisierung aus Effis Perspektive im Gespräch mit den Freundinnen. Sein Aussehen findet kaum einen Niederschlag in ihren Betrachtungen, sodass es dem Erzähler überlassen bleibt, ihn als schlank, brünett und von militärischer Haltung676 zu kennzeichnen.

Bereits die Nennung seines Namens und seines Adelsstandes sowie die Reaktion der Freundinnen auf „Altertümlichkeit und Ungewöhnlichkeit“ 677 dieses Namens: „[...] Und Geert? So heißt hier doch kein Mensch“678 liefern ein Indiz für Innstettens Rolle innerhalb des Geschehens.


675 Hamann, a.a.O., S. 48.

676 Fontane, Effi Briest, S. 12.

677 Mittelmann, a.a.O., S. 89.

678 Fontane, Effi Briest, S. 7.

Der Effi - schon durch den Titel des Romans zur Hauptfigur erklärt - zugrunde richtende Konflikt entfaltet sich auf dem Hintergrund ihrer tragischen Konstellation zu dem als Kontrastfigur konzipierten Baron von Innstetten. Sind in Effi selbst noch Widersprüche zwischen irrationalen Momenten eines schicksalhaften Lebensablaufes und gesellschaftlicher Bestimmung angelegt, wobei schicksalhaftes Selbstverständnis als Widerspruch zu gesellschaftlicher Bedingtheit dominiert, verkörpert Innstetten ein die Konvention festigendes Element des Ganzen, das man Gesellschaft nennt.

Bevor Innstetten als Romanfigur in Erscheinung tritt, erfolgt seine Charakterisierung aus Effis Perspektive im Gespräch mit den Freundinnen. Sein Aussehen findet kaum einen Niederschlag in ihren Betrachtungen, sodass es dem Erzähler überlassen bleibt, ihn als schlank, brünett und von militärischer Haltung (18) zu kennzeichnen. Bereits die Nennung seines Namens123 und seines Adelsstandes und die Reaktion der Freundinnen darauf: Und Geert? So heißt hier doch kein Mensch (12) liefern ein Indiz für Innstettens Rolle innerhalb des Geschehens.


123 Hierzu Effi Briest, S. 19; der alte Briest versucht sich als Namensforscher: »Geert, wenn er nicht irre, habe die Bedeutung von einem schlank aufgeschossenen Stamm, und Effi sei dann also der Efeu, der sich darumzuranken habe.«

Anmerkungen

Die Quelle ist in Fn. 675 genannt. Die Verfasserin fügt drei Wörter aus einer anderen Quelle ein und übernimmt ansonsten fast den gesamten Wortlaut ohne entsprechende Kennzeichnung von Hamann.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

[16.] Yb/Fragment 120 26 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 16:20 Klgn
Erstellt: 16. June 2015, 15:58 (PlagProf:-))
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 120, Zeilen: 26f
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 43, Zeilen: 24 f.
Selbst die Mitteilungen von ihrer Hochzeitsreise hatten kaum von einer eindeutigen Einstellung zu den an Effi gestellten Anforderungen ihres [Ehemannes 611 gezeugt.]

611 Fontane, Effi Briest, S. 32.

Selbst die Mitteilungen von ihrer Hochzeitsreise zeugen kaum von einer eindeutigen Einstellung zu den an sie gestellten Anforderungen ihres Ehemannes (41 ff.).
Anmerkungen

Ohne Verweis auf die Quelle. Beginn einer längeren Übernahme, die sich auf S. 121 fortsetzt.

Sichter
(PlagProf), SleepyHollow02

[17.] Yb/Fragment 158 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 16:12 Klgn
Erstellt: 15. June 2015, 10:47 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 158, Zeilen: 1-11
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 36, Zeilen: 10 ff.
Peter Demetz nennt dies die Welt der richtigen Adresse: Erzähler und Leser sind über das gesellschaftliche Normensystem verständigt; sie kennen die Schichtungen, Abweichungen und Nuancen; es bedarf allein der Anspielung, nicht der ausdrücklichen Beschreibung der Lokalfarbe777.

Eine Zusatzfunktion dieser Beschreibung ist darin zu sehen, dass der Leser mit der stichwortartigen Fixierung des Hintergrundes ein zu der Zeit in Berlin anerkanntes gesellschaftliches Leben unter Hervorhebung bevorzugter Gesellschaftsereignisse verbindet, das in einem Hofball gipfelt, auf dem der alte Kaiser Wilhelm „[...] gnädige, huldvolle Worte an die schöne junge Frau, von der er schon gehört hatte“ 778, richtet.


777 Demetz, a.a.O., S. 117.

778 Fontane, Effi Briest, S. 187.

Peter Demetz nennt dies die Welt der richtigen Adresse. Erzähler und Leser sind über das gesellschaftliche Normensystem verständigt; sie kennen die Schichtungen, Abweichungen und Nuancen; es bedarf allein der Anspielung, nicht der ausdrücklichen Beschreibung der Lokalfarbe.91 Eine Zusatzfunktion dieser verkürzten Beschreibung ist darin zu sehen, dass der Leser mit der stichwortartigen Fixierung des Hintergrundes ein zu der Zeit in Berlin anerkanntes gesellschaftliches Leben unter Hervorhebung bevorzugter Gesellschaftsereignisse verbindet, das in einem Hofball gipfelt, auf dem der alte Kaiser Wilhelm gnädige, huldvolle Worte an die schöne junge Frau, von der er schon gehört hatte (226), richtet.

91 Demetz, Peter, a.a.O., 117. Vgl. auch Westermann, Ruth: Theodor Fontane - sein und unser Berlin, o. O., o. J., 23-30 (Fotokopie Germanistisches Institut, Universität Hamburg)

Anmerkungen

Die Quelle ist zuletzt auf der vorigen Seite in Fn. 776 genannt. Eine wörtliche Übernahme erwartet der Leser im Anschluss an diese Fußnote nicht. Das bei Hamann ausgewiesene längere wörtliche Zitat von Demetz reduziert die Verfasserin auf die zwei Wörter "richtigen Adresse".

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

[18.] Yb/Fragment 112 12 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 14:38 PlagProf:-)
Erstellt: 16. June 2015, 06:34 (SleepyHollow02)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 112, Zeilen: 12 ff.
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 42, Zeilen: 5 ff.
Der Gegensatz zwischen dem gesellschaftlichen Anspruch an eine junge Dame ihres Standes und dem Verhalten Effis wird eklatant beim Spiel mit den Freundinnen: Anschlag oder Midshipman spielen und Schaukeln sind bevorzugte Betätigungen Effis. Durch die Beschreibung dieser Lieblingsspiele564 wird die zuvor gegebene Charakterisierung Effis durch Beispiele erläutert, das Persönlichkeitsbild weiter abgerundet: ein übermütiges, teilweise unberechenbares junges Mädchen voll Sehnsucht nach dem schwerelosen, wenn auch „geschützten“565 Glück. Sie ist dem Elementaren verhaftet566, das ihre Welt besser zu repräsentieren scheint als die Gesellschaft. In ihr wohnt ein Hang zum Aparten567 und zur Zerstreuung sowie eine Lust an der Gefahr.

564 Fontane, Effi Briest, S. 10.

565 Beispiele etwa: Fontane, Effi Briest, S. 3; hierzu: Hamann, a.a.O., S. 25. In Kessin , wo das Ehepaar Innstetten in beklemmender Enge wohnt, ist schließlich der Schutz völlig verloren, und damit auch das Glück: Fontane, Effi Briest, S. 36 und Hamann, a.a.O., S. 29 und 32.

566 Hamann, a.a.O., S. 42.

567 Metapher mag unter anderem der „wilde Wein“ sein: Demetz, a.a.O., S. 204. Zu den „werkgeschichtlichen Stationen des Aparten“: Frei, a.a.O., S. 124-127.

Der Gegensatz zwischen dem gesellschaftlichen Anspruch an eine junge Dame ihres Standes und dem Verhalten Effis wird eklatant beim Spiel mit den Freundinnen: Anschlag oder Midshipman spielen und Schaukeln sind bevorzugte Betätigungen Effis. Durch die Beschreibung ihrer Lieblingsspiele (15 ff.) wird die zuvor gegebene Charakterisierung Effis durch Beispiele erläutert, das Persönlichkeitsbild weiter abgerundet: ein übermütiges, teilweise unberechenbares junges Mädchen voll Sehnsucht nach dem schwerelosen Glück. Sie ist dem Elementaren verhaftet,101 das ihre Welt besser zu repräsentieren scheint als die Gesellschaft. In ihr wohnt ein Hang zum Aparten und zur Zerstreuung sowie eine Lust an der Gefahr.

101 Vgl. die Ausführungen zu »elementaren Vorzeichen« bei Günther, Vincent: a.a.O., 66

Anmerkungen

Quelle ist in Fn. 565 und 566 genannt.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

[19.] Yb/Fragment 114 10 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 14:29 PlagProf:-)
Erstellt: 16. June 2015, 07:10 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 114, Zeilen: 10-17
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 42, Zeilen: 28ff
Effis Lebenslauf wird mit dem Tage ihrer Verlobung, dem Schritt hin zur auf der Basis von Geld576 und Rang arrangierten Ehe577, ein gesellschaftliches Paradigma. Ihre Eingebundenheit in gesellschaftliche Ordnungen und deren Mechanismen dokumentiert sich weniger aus ihrer - von Fontane nicht eigens behandelten, sondern eher vorausgesetzten - Zustimmung zu dieser von anderen geplanten Konventionsehe578, sondern in der Beantwortung der Frage ihrer Freundin Hertha, ob dieser Baron denn auch der Richtige sei:

„Gewiß ist er der Richtige [...] Jeder ist der Richtige. Natürlich muß er von Adel sein und eine Stellung haben und gut aussehen.“ 579


576 Do, a.a.O., S. 151.

577 Herrmann, Liebesbeziehungen, S. 27 und 68.

578 Grawe, a.a.O., S. 229.

579 Fontane, Effi Briest, S. 14.

Effis Lebenslauf wird mit dem Tage ihrer Verlobung ein gesellschaftliches Paradigma. Ihre Eingebundenheit in gesellschaftliche Ordnungen und denn Mechanismen dokumentiert sich weniger aus ihrer - vom Erzähler ausgesparten und von der Mutter auch nicht in Zweifel gezogenen (18) — Zustimmung zu dieser Verbindung,103 sondern vielmehr in der Beantwortung von Herthas Frage, ob Innstetten denn auch der Richtige sei: Gewiß ist er der Richtige [...] Jeder ist der Richtige. Natürlich muß er von Adel sein und eine Stellung haben und gut aussehen. (20)

103 Gerhard Häuptner spricht in diesem Zusammenhang von einem ihr zustoßenden Fatum der Verlobung und Heirat. »Hier handelt niemand, alles geschieht einfach so, wie ausgeliefert einem scheinbar ganz harmlosen ›Appetit‹ auf das Nichts [...]«, s. ders.: a.a.O., 73. Für Hans-Heinrich Reuter bedeutet diese Eheschließung die Tarnung eines unmenschlichen Kaufs, der in seinen Konsequenzen sowohl Effi als auch ihren Eltern verborgen bleibt. Vgl. ders.: Fontane. 2. Bd., München 1968, 683

Anmerkungen

Hier kein Hinweis auf die Quelle. Das wörtliche Zitat am Ende ist in der Zeilenzählung nicht berücksichtigt.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

[20.] Yb/Fragment 192 08 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 14:26 Klgn
Erstellt: 16. June 2015, 15:41 (Schumann)
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 192, Zeilen: 8 ff.
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 69, Zeilen: 18 ff.
Es nimmt kaum wunder, dass die Figur des Major Crampas mit einer Häufung von Vorausdeutungen auf die Katastrophe eingeführt wird. Inhaltsschwer und den ausgeprägten Schicksalsglauben Crampas' unterstreichend verläuft der Dialog zwischen diesem und dem Ehepaar Innstetten auf der Veranda des Kessiner Hauses. Crampas' Vorausdeutungen weisen offen auf das ihm bevorstehende Schicksal:

„Es steht mir nämlich fest, dass ich einen richtigen und hoffentlich ehrlichen Soldatentod sterben werde. Zunächst bloß Zigeunerprophezeiung, aber mit Resonanz im eigenen Gewissen.“905

Schicksal erscheint hiernach nicht als blindes Fatum, sondern ist für Crampas aus seinem psychologischen Selbstverständnis heraus bis zu einem gewissen Grade einsichtig906. Crampas' Annahme trifft zu, allerdings ohne die Hoffnung auf einen ehrlichen Soldatentod zu erfüllen. Selbst seine Zuversicht und sein Vertrauen auf Innstetten, ihm „doch wohl ein bißchen Krieg besorgen“907 zu können, finden im übertragenen Sinne eine Entsprechung in der Realität.

Innstetten verschafft Crampas die zwar anders gewünschte, aber im weitesten Sinne doch kriegerische Auseinandersetzung. Nicht ein [ehrlicher Soldatentod, sondern Innstettens Duellpistole markiert das Ende des Majors, nicht ein bei Bismarck bestellter Krieg, sondern der erfüllte Wunsch nach Abwechslung ist der Auslöser der Katastrophe und Wegbereiter für einen Tod durch Innstetten.]


905 Fontane, Effi Briest, S. 103.

906 Schwarz, a.a.O., S. 256.

907 Fontane, Effi Briest, S. 103.

So nimmt es auch kaum wunder, dass die Figur des Crampas mit einer Häufung von Vorausdeutungen auf die Katastrophe eingeführt wird. Inhaltsschwer und den ausgeprägten Schicksalsglauben Crampas’ unterstreichend verläuft der Dialog zwischen diesem und dem Ehepaar Innstetten auf der Veranda des Kessiner Hauses. Crampas’ Vorausdeutungen weisen offen auf das ihm bevorstehende Schicksal:

Es steht mir nämlich fest, daß ich einen richtigen und hoffentlich ehrlichen Soldatentod sterben werde. Zunächst bloß Zigeunerprophezeiung, aber mit Resonanz im eigenen Gewissen. (127)

Schicksal erscheint hiernach nicht als blindes Fatum, sondern ist für Crampas aus seinem psychologischen Selbstverständnis heraus bis zu einem gewissen Grade einsichtig.159 Crampas’ Annahme trifft zu, allerdings ohne die Hoffnung auf einen ehrlichen Soldatentod zu erfüllen. Selbst seine Zuversicht und sein Vertrauen auf Innstetten, ihm doch wohl ein bißchen Krieg besorgen (127) zu können, finden im übertragenen Sinne eine Entsprechung in der Realität. Innstetten verschafft Crampas die zwar anders gewünschte, aber im weitesten Sinne doch kriegerische Auseinandersetzung. Nicht ein ehrlicher Soldatentod, sondern Innstettens Duellpistole markiert das Ende des Majors, nicht ein bei Bismarck bestellter Krieg, sondern der erfüllte Wunsch nach Abwechslung ist der Auslöser der Katastrophe und Wegbereiter für einen Tod durch Innstetten.


159 Schwarz, Peter Paul: a.a.O., 256

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[21.] Yb/Fragment 189 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 14:24 Klgn
Erstellt: 16. June 2015, 15:25 (Schumann)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 189, Zeilen: 1-4, 6-12
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 52, 53, Zeilen: 52: letzte zwei Zeilen - 53: 1-9
Trotz der im Gespräch mit Wüllersdorf geäußerten Selbstvorwürfe setzt Innstetten sich nicht mit einer wie auch immer gearteten eigenen Schuld auseinander. Freigesprochen von jeder Schuld wird er - trotz des Erzählerbemühens um Distanz - nicht893. [...]

Es fällt schwer, Sympathien für Innstetten zu empfinden, nachdem die Einsicht in seine Unfähigkeit, lebenszerstörende gesellschaftliche Ordnungen zu überwinden, vermittelt worden ist. Es ist unwahrscheinlich Teilnahme zu empfinden für einen Götzendienst leistenden Gesellschaftssklaven, der den Konventionen nicht nur - wie Richard Brinkmann es formuliert895 - wegen tadelbarer Charaktereigenschaften nicht entkommen kann.


893 Hamann, a.a.O., S. 52 f.

894 Brinkmann, a.a.O., S. 423.

Trotz der im Gespräch mit Wüllersdorf geäußerten Selbstvorwürfe setzt Innstetten sich nicht mit einer wie auch immer gearteten eigenen

[Seite 53]

Schuld auseinander. Freigesprochen von jedweder Schuld wird er - trotz des Erzählerbemühens um Distanz - nicht.137

Es fällt schwer, Sympathien für Innstetten zu empfinden, nachdem die Einsicht in seine Unfähigkeit, lebenszerstörende gesellschaftliche Ordnung zu überwinden, vermittelt worden ist. Es ist unwahrscheinlich Teilnahme zu empfinden für einen Götzendienst leistenden Gesellschaftssklaven, der den Konventionen nicht nur - wie Richard Brinkmann es formuliert - wegen tadelbarer Charaktereigenschaften nicht entkommen kann.138


137 Fontane selbst zeigt sich erstaunt, wenn er in einem Brief über die Reaktionen der Leser auf die Person Innstettens schreibt: »Ja, Effi! Alle Leute sympathisieren mit ihr, und einige gehen so weit, im Gegensätze dazu, den Mann als einen ›alten Ekel‹ zu bezeichnen. Das amüsiert mich natürlich, gibt mir aber auch zu denken, weil es wieder beweist, wie wenig den Menschen an der sogenannten ›Moral‹ liegt und wie die liebenswürdigen Naturen dem Menschenherzen sympathischer sind. Ich habe dies lange gewußt, aber es ist mir nie so stark entgegengetreten wie in diesem Effi-Briest- und Innstetten-Fall. Denn eigentlich ist er (Innstetten) doch in jedem Anbetracht ein ganz ausgezeichnetes Menschenexemplar, dem es an dem, was man lieben muß, durchaus nicht fehlt. Aber sonderbar, alle korrekten Leute werden schon bloß um ihrer Korrektheiten willen mit Mißtrauen, oft mit Abneigung betrachtet.« Fontane, Theodor: Brief an Clara Kühnast vom 27. Oktober 1895. In: Fontanes Briefe in zwei Bänden. a.a.O., 383

138 Vgl. Brinkmann, Richard: a.a.O., 422

Anmerkungen

Die Quelle ist in Fn. 893 genannt, aber die Wörtlichkeit der Übernahme bleibt ungekennzeichnet.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[22.] Yb/Fragment 188 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 14:20 Klgn
Erstellt: 15. June 2015, 11:51 (Schumann)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 188, Zeilen: 1-5, 11-28
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 52, Zeilen: 10 ff.
Wüllersdorf und Innstetten als Vertreter der gesellschaftlichen Ordnung erteilen der Fähigkeit und auch der Willigkeit des Menschen eine Absage, sich über die in Auflösung befindlichen Ordnungen, die einen lebensbedrohenden Charakter angenommen haben, hinwegzusetzen oder sie zu relativieren889.

[...]

Innstetten folgt beim Duell, das seinen Besitz wenigstens der Form halber wiederherstellen soll, nicht seinem Vorbild Bismarck, der bei einem Duell aus Einsicht in den Wahnsinn seines Tuns in die Luft schoss890, er schießt gezielt und trifft den Gegner tödlich. Auch wenn er bei einer Rekapitulation des Duells zu der Erkenntnis gelangt, dass alles einer Vorstellung, einem Begriff zuliebe geschah891, ist dies nicht als eine neu gewonnene Einsicht in die tieferen Belange des Lebens und in die Fragwürdigkeit eines überholten Ehrbegriffs zu werten. Er ist eine in sich statische Figur, der eine Revision der eigenen Philosophie selbst nach einer Katastrophe unmöglich wird.

Der mit Standesvorurteilen behaftete Innstetten leistet weiter Götzendienst, indem er - selbst nach dem Durchschauen der Fragwürdigkeit des Ganzen - den Prinzipien seiner starren Ethik treu bleibt, macht sogar nicht Halt, wenn es um die Belange der Tochter geht, die er systematisch der Mutter entfremdet. Ihm selbst bleibt lediglich die Flucht vor der Gesellschaft in die Resignation - in der schmerzhaften Gewissheit, „ [...] dass es ein Glück gebe, dass er es gehabt, aber dass er es nicht mehr habe und nicht mehr haben könne“892.


889 Hamann, a.a.O., S. 52.

890 Roch, Herbert: Fontane, Berlin und das 19. Jahrhundert, Berlin-Schöneberg 1962, S. 238 f.

891 Hamann, a.a.O., S. 52.

892 Fontane, Effi Briest, S. 242.

Wüllersdorf und Innstetten als Vertreter der gesellschaftlichen Ordnungen erteilen der Fähigkeit und auch der Willigkeit des Menschen eine Absage, sich über die in Auflösung befindlichen Ordnungen, die einen lebensbedrohenden Charakter angenommen haben, hinwegzusetzen oder sie zu relativieren.

Innstetten folgt nicht seinem Vorbild Bismarck, der bei einem Duell aus Einsicht in den Wahnsinn seines Tuns in die Luft schoss,135 er schießt gezielt und trifft den Gegner tödlich. Auch wenn er bei einer Rekapitulation des Duells zu der Erkenntnis gelangt, dass alles einer Vorstellung, einem Begriff zuliebe (248) geschah, ist dies nicht als eine neu gewonnene Einsicht in die tieferen Belange des Lebens und in die Fragwürdigkeit eines überholten Ehrbegriffs zu werten. Er ist eine in sich statische Figur, der eine Revision der eigenen Philosophie selbst nach einer Katastrophe unmöglich wird. Der mit Standesvorurteilen behaftete Innstetten leistet weiter Götzendienst, indem er - selbst nach dem Durchschauen der Fragwürdigkeit des Ganzen - den Prinzipien seiner starren Ethik treu bleibt, macht sogar nicht Halt, wenn es um die Belange der Tochter geht, die er systematisch der Mutter entfremdet. Ihm selbst bleibt lediglich die Flucht vor der Gesellschaft in die Resignation - in der schmerzhaften Gewissheit [...] daß es ein Glück gebe, daß er es gehabt, aber daß er es nicht mehr habe und nicht mehr haben könne. (291)


135 Vgl. Roch, Herbert: a.a.O., 238 f.

Anmerkungen

Die Quelle ist in Fn. 889 und 891 genannt, die Wörtlichkeit der Übernahme bleibt jedoch ungekennzeichnet.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[23.] Yb/Fragment 187 23 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 14:16 Klgn
Erstellt: 14. June 2015, 19:45 (Schumann)
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 187, Zeilen: 23-24(-25-27)
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 52, Zeilen: 5-6(-9)
Einwände Wüllersdorfs gegen das Vorhaben bringen Innstetten nicht davon ab und enden schließlich in der Bestätigung:

„[... ] Sie haben recht [... ] die Dinge verlaufen nicht, wie wir wollen, sondern wie die andern wollen [... ] unser Ehrenkultus ist ein Götzendienst, aber wir müssen uns ihm unterwerfen, solange der Götze gilt.“888


888 Fontane, Effi Briest, S. 200.

Einwände Wüllersdorfs gegen das Vorhaben bringen Innstetten nicht davon ab und enden schließlich in der Bestätigung:

[...] Sie haben recht [...] die Dinge verlaufen nicht, wie wir wollen, sondern wie die andern wollen [...] unser Ehrenkultus ist ein Götzendienst, aber wir müssen uns ihm unterwerfen, solange der Götze gilt. (242)

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle.

Das auf den kurzen anmoderierenden Text folgende Zitat (in der Zeilenzählung nicht berücksichtigt) aus Effi Briest weist den gleichem Textzuschnitt (inkl. identischen Auslassungen) wie schon in der Quelle auf.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[24.] Yb/Fragment 109 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 14:16 PlagProf:-)
Erstellt: 16. June 2015, 05:51 (SleepyHollow02)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 109, Zeilen: 1-4, 14 ff.
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 41, Zeilen: 29 ff.
Die aus der Perspektive der Mutter stammende Äußerung stellt den erweiterten Bezug zu Effis Neigung zum Klettern und Schaukeln her; der Kontrast zwischen dem realen Verhalten der Tochter und der gesellschaftlichen Konvention des Adels liegt auf der Hand.

[...]

Dem Hang zum Fliegen entspricht der Neigung, über die gesellschaftliche Realität dahinzufliegen549.

Wie aber die Lust an der Gefahr des Schaukelns den Sturz einschließt, wenn Effi die drei Freundinnen, die durch ihr Auftreten das Gespräch mit der Mutter unterbrechen, auffordert: „[...] kommt, wir wollen uns schaukeln, auf jeder Seite zwei; reißen wird es ja wohl nicht [...] 550, so schließt auch ihre Tendenz, sich vom Boden der gesellschaftlichen Realität zu lösen, den gesellschaftlichen Sturz mit ein.


549 Hamann, a.a.O., S. 27. Vgl. auch dies., a.a.O., S. 25 ff. zu den Metaphern Fontanes für Freiheit und Ungebundensein von herkömmlichen Traditionen.

550 Fontane, Effi Briest, S. 10.

Die aus der Perspektive der Mutter abgegebene Äußerung stellt den erweiterten Bezug zu Effis Neigung zum Klettern und Schaukeln her; der Kontrast zwischen dem realen Verhalten der Tochter und der gesellschaftlichen Konvention des Adels liegt auf der Hand. Effis Liebe zum Gefährlichen stellt die Gefahr selbst dar, dem Hang zum Fliegen entspricht der Hang über die gesellschaftliche Realität dahinzufliegen. Wie aber die Lust an der Gefahr des Schaukelns den Sturz mit einschließt, wenn Effi die drei Freundinnen, die durch ihr Auftreten das Gespräch mit der Mutter unterbrechen, auffordert: [...] kommt, wir wollen uns schaukeln, auf jeder Seite zwei; reißen wird es ja wohl nicht [...] (16), so schließt auch ihre Tendenz sich vom Boden der gesellschaftlichen Realität zu lösen den gesellschaftlichen Sturz mit ein.
Anmerkungen

Quelle ist in Fn. 549 genannt.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

[25.] Yb/Fragment 186 14 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 14:14 Klgn
Erstellt: 14. June 2015, 19:34 (Schumann)
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 186, Zeilen: 14-25
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 51, Zeilen: 15 ff.
Die zeitliche Verzögerung zwischen Effis Tat und ihrer Entdeckung, zwischen Schuld und möglicher, nicht notwendiger Sühne, erfüllt ihren Zweck, denn die Frage der Verjährung wird zum Angelpunkt des Gesprächs. Nicht eine emotionale, augenblickliche Aufwallung führt zu dem Duell mit Crampas, sondern formale gesellschaftliche Überlegungen sind Beweggrund des Handelns, lässt Fontane doch Innstetten auf Wüllerdorfs Frage: „[...] müssen Sie's durchaus tun? Fühlen Sie sich so verletzt, beleidigt, empört, dass einer weg muß, er oder Sie? Steht es so?“886 ausdrücklich antworten: „[... ] ich bin ohne jedes Gefühl von Haß oder gar von Durst auf Rache.“

Die seit dem Ehebruch verstrichenen Jahre lassen Innstetten sich gar zum Verzeihen geneigt fühlen. Aber das ihn tyrannisierende „Gesell-[schafts-Etwas“ erkennt Liebe und Verjährung nicht an, es fordert seinen Tribut und findet in ihm ein Mitglied, das bereit ist ihn zu zahlen, denn

„[... ] man ist nicht bloß ein einzelner Mensch, man gehört einem Ganzen an, und auf das Ganze haben wir beständig Rücksicht zu nehmen, wir sind durchaus abhängig von ihm. [...]"]


886 Fontane, Effi Briest, S. 198.

Die zeitliche Verzögerung zwischen der Tat und ihrer Entdeckung134, zwischen Schuld und Sühne, erfüllt einen besonderen Zweck; denn die Frage der Verjährung wird zum Angelpunkt des Gesprächs; nicht eine emotionale Aufwallung führt zu dem Duell mit Crampas, sondern formale gesellschaftliche Überlegungen sind der Beweggrund des Handelns, lässt doch der Erzähler Innstetten auf Wüllerdorfs Frage: [...] müssen Sie’s durchaus tun? Fühlen Sie sich so verletzt, beleidigt, empört, daß einer weg muß, er oder Sie? Steht es so? (239) ausdrücklich antworten: [... ] ich bin ohne jedes Gefühl von Haß oder gar von Durst auf Rache. (239) Die seit dem Ehebruch verstrichenen Jahre lassen ihn sich gar zum Verzeihen geneigt fühlen (239). Aber das Innstetten tyrannisierende Gesellschafts-Etwas erkennt Liebe und Verjährung nicht an, es fordert seinen Tribut und findet in ihm ein Mitglied, das bereit ist ihn zu zahlen, denn

[... ] Man ist nicht bloß ein einzelner Mensch, man gehört einem Ganzen an, und auf das Ganze haben wir beständig Rücksicht zu nehmen, wir sind durchaus abhängig von ihm.


134 Gerhard Häuptner sieht in dem Päckchen mit Liebesbriefen »ein Stück auf Eis gelegte Zeit«. Diese Zeit ist es, die eine tödliche Rache ausübt; denn »nicht ein nicht zu betäubendes Gewissen, nicht ein mächtiges Schuldbewußtsein reißt hier die Maske von den Dingen - nein, einfach die Zeit ist es, sie bringt es so mit sich.« S. ders.: a.a.O., 75

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle.

Mit dieser Passage beginnt das Kapitel 4.

Ein langes Zitat aus Effi Briest findet sich direkt anschließend (auf der folgenden Seite 187) mit gleichem Textzuschnitt (inkl. identischer Auslassung) wie schon in der Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[26.] Yb/Fragment 108 05 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 14:12 PlagProf:-)
Erstellt: 16. June 2015, 05:33 (SleepyHollow02)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 108, Zeilen: 5 ff.
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 41, Zeilen: 11 ff.
Es war freilich nicht die Rückkehr eines Kindes in das Elternhaus, sondern die einer gebrochenen Frau auf der Suche nach Ruhe und Geborgenheit. Hohen-Cremmen wird ihr nur noch den Tod, nicht mehr ein Kindheitsglück zu bringen imstande sein. Das weiß sie selbst am besten540.

In Effis frühen Jahren konstatierte Fontane Übermut und Grazie, ihre Augen offenbarten ihm Klugheit, Lebenslust und Herzensgüte - eine Ausweitung und Vertiefung des Charakterbildes erfolgt daraufhin nicht mehr.

Wesentliche Grundzüge in Effis Wesen eröffnen sich dem Leser allenfalls durch die sich anschließenden Dialoge und Effis Verhalten und Äußerungen in den Begegnungen mit den Freundinnen. Bereits die erste Bemerkung der Mutter als Kommentar zu Effis turnerischen Übungen gibt einen ausdrücklichen Hinweis auf einen hervorstechenden und folgenschweren Charakterzug Effis:

„Effi, eigentlich hättest du doch wohl Kunstreiterin werden müssen. Immer am Trapez, immer Tochter der Luft.“ 541

Das Motiv des Fluges, das seine konkrete Entsprechung in der zwischen Teich und Rondell gelegenen Schaukel findet, dokumentiert Effis Sehnsucht nach schwerelosem Glück542.


540 Fontane, Effi Briest, S. 172.

541 Fontane, Effi Briest, S. 4.

542 Schwarz, Peter-Paul:‚Tragische Analysis‘ und Schicksalsvorausdeutungen in Fontanes Roman Effi Briest, in: Sprachkunst 7 (1976), S. 254.

Es ist allerdings nicht die Rückkehr eines Kindes in das Elternhaus, sondern einer gebrochenen Frau auf der Suche nach Ruhe und Geborgenheit. Hohen-Cremmen vermag ihr nur noch den Tod, nicht mehr ein Kindheitsglück zu bringen.

In Effis Handlungen sieht der Erzähler Übermut und Grazie, ihre Augen offenbaren ihm Klugheit, Lebenslust und Herzensgüte - eine Ausweitung und Vertiefung des Charakterbildes erfolgt daraufhin nicht mehr durch den Erzähler.

Wesentliche Grundzüge in Effis Wesen eröffnen sich dem Leser durch die sich anschließenden Dialoge und Effis Verhalten und Äußerungen in den Begegnungen mit den Freundinnen. Bereits die erste Bemerkung der Mutter als Kommentar zu Effis turnerischen Übungen gibt einen ausdrücklichen Hinweis auf einen hervorstechenden und folgenschweren Charakterzug Effis: Effi, eigentlich hättest du doch wohl Kunstreiterin werden müssen. Immer am Trapez, immer Tochter der Luft. (8) Das Motiv des Fluges, das seine konkrete Entsprechung in der zwischen Teich und Rondell gelegenen Schaukel findet, dokumentiert Effis Sehnsucht nach schwerelosem Glück100.


100 Vgl. Schwarz, Peter Paul: »Tragische Analysis« und Schicksalsvorausdeutungen in Fontanes Roman Effi Briest. In: Sprachkunst 7 (1976), 2, 254

Anmerkungen

Quelle ist in Fn. 539 genannt.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

[27.] Yb/Fragment 107 09 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 14:07 PlagProf:-)
Erstellt: 15. June 2015, 19:28 (SleepyHollow02)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 107, Zeilen: 9-18
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 40 f., Zeilen: 40: ff.; 41: 1 ff.
„Effi trug ein blau und weiß gestreiftes, halb kittelartiges Leinwandkleid, dem erst ein fest zusammengezogener, bronzefarbener Ledergürtel die Taille gab; der Hals war frei, und über Schulter und Nacken fiel ein breiter Matrosenkragen. In allem, was sie tat, paarte sich Übermut und Grazie, während ihre lachenden braunen Augen eine große, natürliche Klugheit und viel Lebenslust und Herzensgüte verrieten. Man nannte sie die ‚Kleine‘, was sie sich nur gefallen lassen mußte, weil die schöne, schlanke Mama noch um eine Handbreit höher war.“ 531

Eine Beschreibung dieser kindlichen Aufmachung findet sich nochmals am Ende des Romans. Effi trägt ein blau und weiß gestreiftes Kittelkleid mit einem losen Gürtel532 während ihrer letzten Tage in Hohen-Cremmen, wohin sie nach ihrer Verbannung von ihren Eltern nach langem Zögern zurückgerufen wird. Durch die abermalige Erwähnung dieser Oberbekleidung verleiht Fontane ihr eine symbolhafte Bedeutung.

Das weite, lockere Kittelkleid entspricht Effis Lebensweise in Hohen-Cremmen: ungezwungen und unbelastet, frei von gesellschaftlichen Verpflichtungen und Rücksichten533, und es dient gleichzeitig als Symbol dafür, dass Effi erst nach dem Scheitern ihrer Ehe zu ihrem wahren Selbst nach Hohen-Cremmen zurückkehrt.


531 Fontane, Effi Briest, S. 4.

532 Fontane, Effi Briest, S. 236.

533 Hamann, a.a.O., S. 41.

Effi trug ein blau und weiß gestreiftes, halb kittelartiges Leinwandkleid, dem erst ein fest zusammengezogener, bronzefarbener Ledergürtel die Taille gab; der Hals war frei, und über Schulter und Nacken fiel ein breiter Matrosenkragen. In allem, was sie tat, paarte sich Übermut und Grazie, während ihre lachenden braunen Augen eine große, natürliche Klugheit und viel Lebenslust und Herzensgüte verrieten. Man nannte sie die >Kleine<, was sie sich nur gefallen lassen mußte, weil die schöne, schlanke Mama noch um eine Handbreit höher war. (8)

[Seite 41:]

Eine Beschreibung dieser kindlichen Aufmachung findet Wiederholung am Ende des Romans; ein blau und weiß gestreiftes Kittelkleid mit einem losen Gürtel (284) trägt Effi während ihrer letzten Tage in Hohen-Cremmen, wohin sie nach ihrer Verbannung von ihren Eltern nach langem Zögern zurückgerufen wird. Durch die abermalige Erwähnung dieser Oberbekleidung verleiht der Erzähler ihr eine symbolhafte Bedeutung; das weite, lockere Kittelkleid entspricht Effis Lebensweise in Hohen-Cremmen: ungezwungen und unbelastet, frei von gesellschaftlichen Verpflichtungen und Rücksichten98, und es dient gleichzeitig als Symbol dafür, dass Effi erst nach dem Scheitern ihrer Ehe zu ihrem wahren Selbst nach Hohen-Cremmen zurückkehrt.


98 Dem äußeren Erscheinungsbild Effis kommt besondere Bedeutung zu. »Auch die äußere Erscheinung Effis wurde mir durch einen glücklichen Zufall an die Hand gegeben; ich saß im Zehnpfund-Hotel in Thale [... ] als ein englisches Geschwisterpaar [... ] sich an die Brüstung lehnte [... ] Das Mädchen war genauso gekleidet, wie ich Effi in den allerersten und dann auch wieder in den allerletzten Kapiteln geschildert habe: Hänger, blau und weiß gestreifter Kattun, Ledergürtel und Matrosenkragen. Ich glaube, daß ich für meine Heldin keine bessere Erscheinung und Einkleidung finden konnte, und wenn es nicht anmaßend wäre, das Schicksal als etwas einem für jeden Kleinkram zu Diensten stehendes Etwas anzusehen, so möchte ich beinah sagen: das Schicksal schickte mir die kl. Methodistin.« Fontane, Theodor: Brief an Hans Hertz vom 2. März 1895. In: Fontanes Briefe in zwei Bänden. a.a.O., 368

Anmerkungen

Quelle ist in Fn. 533 genannt.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

[28.] Yb/Fragment 169 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 13:59 Klgn
Erstellt: 15. June 2015, 11:56 (SleepyHollow02)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 169, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 54 f., Zeilen: 54: 37 ff.; 55: 1 ff.
Effis spontane Reaktion - ein Klatschen in die Hände820 - auf eine derartig generalisierende Verwerfung gesetzlicher Ordnungen wird wohl nicht nur von ihrem Ehemann als Zustimmung zu solcherlei Abwertung von Ordnungsgedanken zu interpretieren sein.

Eine gewisse Fragwürdigkeit auch ihrer Haltung ist zumindest angedeutet821, mag ihr Verhalten auch aus der Begeisterung und der Zustimmung zu einer ganz anders gearteten Lebensweise resultieren und gleichzeitig als verdeckter Widerspruch gegen den prinzipientreuen, aber langweiligen Innstetten gelten822.

Die von Crampas nicht zuletzt durch die Duellverletzung dokumentierte Indifferenz gegenüber dem Leben, die in einer Äußerung Wüllersdorfs über dessen Reaktion auf die Duellforderung wiederholt wird823, findet bei diesem Ausritt durch verbalisierte Gleichgültigkeit gegenüber gesellschaftlichen Gesetzen und Ordnungen eine Ergänzung. Da diese Einstellung des Majors aus der Überzeugung resultiert, dass gesellschaftliche Konventionen ohnehin Produkte eines Zufalls darstellen824, bleibt sie unantastbar durch die Kritik anderer.

Ein anderer wesentlicher Zug der Natur Crampas', seine Schicksalsgläubigkeit, eröffnet sich dem Leser erst kurz vor dem Tode des Majors, wenn Innstetten aus dessen Brief an Effi vorliest: „Alles ist Schicksal. Es hat so sein sollen.“825

Folgenschwere Konsequenzen seines Leichtsinns, seiner Spielernatur können damit keine Schuldgefühle verursachen; sie sind der eigenen Verantwortlichkeit entzogen und einem höheren Fatum unterstellt826. Dies hindert ihn nicht daran, eine Vorahnung davon zu haben, was das Schicksal für ihn bereithält. So kann Wüllersdorf über den Major sagen:


820 Fontane, Effi Briest, 107.

821 Hamann, a.a.O., S. 54 f.

822 Richter, a.a.O., S. 50 f.

823 Fontane, Effi Briest, S. 202.

824 Hamann, a.a.O., S. 55.

825 Fontane, Effi Briest, S. 196.

826 Schwarz, a.a.O., S. 256.

Effis spontane Reaktion - ein Klatschen in die Hände - auf eine derartig generalisierende Verwerfung gesetzlicher Ordnungen wird wohl nicht nur von ihrem Ehemann als Zustimmung zu solcherlei Abwertung von Ordnungsgedanken interpretierbar sein. Eine gewisse Fragwürdigkeit auch ihrer Haltung ist zu-

[Seite 55:]

mindest angedeutet (131), mag ihr Verhalten auch aus der Begeisterung und der Zustimmung zu einer ganz anders gearteten Lebensweise resultieren und gleichzeitig als verdeckter Widerspruch gegen den prinzipientreuen, aber für sie langweiligen Innstetten gelten.140 Die von Crampas nicht zuletzt durch die Duellverletzung dokumentierte Indifferenz gegenüber dem Leben, die in einer Äußerung Wüllersdorfs über dessen Reaktion auf die Duellforderung wiederholt wird,141 findet bei diesem Ausritt durch verbalisierte Gleichgültigkeit gegenüber gesellschaftlichen Gesetzen und Ordnungen eine Ergänzung. Da diese Einstellung des Majors aus der Überzeugung resultiert, dass gesellschaftliche Konventionen ohnehin Produkte eines Zufalls darstellen (237), bleibt sie unantastbar durch Kritik anderer.

Ein wesentlicher Zug der Natur Crampas’, seine Schicksalsgläubigkeit, eröffnet sich dem Leser erst kurz vor dem Tode des Majors, wenn Innstetten aus dessen Brief an Effi vorliest: Alles ist Schicksal. Es hat so sein sollen. (237) Folgenschwere Konsequenzen seines Leichtsinns, seiner Spielernatur können damit keine Schuldgefühle verursachen; sie sind der eigenen Verantwortlichkeit entzogen und einem höheren Fatum142 unterstellt. Dies hindert ihn nicht daran, eine Vorahnung davon zu haben, was das Schicksal für ihn bereithält. So kann Wüllersdorf sagen: [...]


140 Vgl. hierzu auch Schillemeit, Jost: a.a.O., 97 f.; ebenfalls Richter, Karl: a.a.O., 50 f.

141 »[...] er lebt gern und ist zugleich gleichgültig gegen das Leben.« (244)

142 Peter Paul Schwarz macht darauf aufmerksam, »daß dieses Schicksal sich nicht vollzieht, ohne daß es von Crampas aufgrund seiner charakterlichen Disposition herausgefordert würde«. So liegt seiner Wiedergabe Heinescher Gedichte zwar die Absicht der Verführung zugrunde, sie macht aber auch »auf das Zitaten- und Rollenwesen von Crampas aufmerksam, der versucht, romantisches Schicksal à la Heine in die Gegenwart zu übertragen«. Ders.: a.a.O., 256

Anmerkungen

Quelle ist in Fn. 821 und 824 genannt. Yb verschiebt ihre Fn. 826 gegenüber Fn. 142 der Quelle um ein Wort nach hinten. Möglicherweise liegt hierin eine Bedeutungsverschiebung. Ansonsten eng an der Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

[29.] Yb/Fragment 156 11 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 13:55 Schumann
Erstellt: 15. June 2015, 09:45 (SleepyHollow02)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 156, Zeilen: 11-13, 17 ff.
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 89 f., Zeilen: 89: 26 ff.; 90: 1 ff.
[„Ich bin, und dabei bleibt es, von diesem Augenblick an ein Gegenstand Ihrer Teilnahme (schon nicht etwas sehr Angenehmes), und jedes Wort,] das Sie mich mit meiner Frau wechseln hören, unterliegt Ihrer Kontrolle, Sie mögen wollen oder nicht, und wenn meine Frau von Treue spricht oder, wie Frauen tun, über eine andere zu Gericht sitzt, so weiß ich nicht, wo ich mit meinen Blicken hin soll. Und ereignet sichs gar, dass ich in irgendeiner ganz alltäglichen Beleidigungssache zum Guten rede, ‚weil ja der dolus fehle‘ oder so was ähnliches, so geht ein Lächeln über Ihr Gesicht oder es zuckt wenigstens darin, und in Ihrer Seele klingt es: ‚der gute Innstetten, er hat doch eine wahre Passion, alle Beleidigungen auf ihren Beleidigungsgehalt chemisch zu untersuchen, und das richtige Quantum Stickstoff findet er nie [...]‘“ 765

Innstettens Charaktereigenschaften entsprechen auch die als allgemeine Wahrheiten verkündeten Pauschalurteile zu bestimmten Problemstellungen des Lebens:

„So sind alle Frauen“766, „[...] die Weiber schreien sofort nach einem Schutzmann, aber von Gesetz wollen sie nichts wissen“767, „[...] man muß in Ordnung sein und sich nicht zu fürchten brauchen“ .768

Nicht nur die ausgesprochene Vorliebe für Fremdwörter wie devotest, kapitaler Mensch, ramassierte Person, Renommisterei, eskamotieren, hasardiert, Fauxpas, Konzession, dolus769, sondern auch die als Hinweise auf seine standestypische Bildung770 zu verstehenden literarischen, historischen, geographischen und auf sein Allgemeinwissen deutenden Anspielungen, die seine teilweise pathetisch klingende Rede bestimmen, bilden einen deutlichen Kontrast zu den ungezwungenen Satzkonstruktionen und der einfachen Wortwahl Effis771.


765 Fontane, Effi Briest, S. 200.

766 Fontane, Effi Briest, S. 64.

767 Fontane, Effi Briest, S. 107.

768 Fontane, Effi Briest, S. 123.

769 Hierzu: Hamann, a.a.O., S. 89 f.

770 So Herrmann, Liebesbeziehungen, S. 88-91 zu geschlechtsspezifischen Bildungsmotivationen.

771 Hamann, a.a.O., S. 89 f.

Ich bin, und dabei bleibt es, von diesem Augenblick an ein Gegenstand Ihrer Teilnahme (schon nicht etwas sehr Angenehmes), und jedes Wort, das Sie mich mit meiner Frau wechseln hören, unterliegt Ihrer Kontrolle, Sie mögen wollen oder nicht, und wenn meine Frau von Treue spricht oder, wie Frauen tun, über eine andere zu Gericht sitzt, so weiß ich nicht, wo ich mit meinen Blicken hin soll. Und ereignet sichs gar, daß ich in irgendeiner ganz alltäglichen Beleidigungssache zum Guten rede, ›weil ja der dolus fehle‹ oder so was ähnliches, so geht ein Lächeln über Ihr Gesicht oder es zuckt wenigstens darin, und in Ihrer Seele klingt es: ›der gute Innstetten, er hat doch eine wahre Passion, alle Beleidigungen auf ihren Beleidigungsgehalt chemisch zu untersuchen, und das richtige Quantum Stickstoff findet er nie [...] ‹ (241)

Seinen aufgezeigten Charaktereigenschaften entsprechen auch die als allgemeine Wahrheiten verkündeten Pauschalurteile zu bestimmten Problemstellungen des Lebens: So sind alle Frauen. (80), [...] die Weiber schreien sofort nach einem Schutzmann, aber von Gesetz wollen sie nichts wissen. (131), [... ] man muß in Ordnung sein und sich nicht zu fürchten brauchen. (150) Nicht nur die ausgesprochene Vorliebe für

[Seite 90:]

Fremdwörter wie z. B. devotest, kapitaler Mensch (60), ramassierte Person (109), Renommisterei (126), eskamotieren (149), hasardiert (150), Fauxpas (166), Konzession (240), dolus (241), sondern auch die als Hinweis auf seine Bildung zu verstehenden literarischen (58), historischen (47), geographischen (83) und auf sein Allgemeinwissen (212) deutenden Anspielungen, die seine teilweise pathetisch klingende und kunstvoll gesetzte Rede bestimmen, bilden einen deutlichen Kontrast zu den ungezwungenen Satzkonstruktionen und der einfachen Wortwahl Effis.

Anmerkungen

Quelle ist in Fn. 769 und 771 genannt, Umfang und Nähe der Anlehnung werden daraus aber nicht klar.

Die zwei längeren, identischen Zitate aus Effi Briest werden hier wiedergegeben, aber nicht in die Zeilenzählung einbezogen.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

[30.] Yb/Fragment 168 14 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 13:49 Klgn
Erstellt: 15. June 2015, 11:50 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 168, Zeilen: 14 ff.
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 54, Zeilen: 26 ff.
Verbirgt sich bei Fontane zunächst die Gefährlichkeit einer solchen Lebenshaltung, so tritt sie zutage, wenn Innstetten auf die Aussage von Crampas: „Ohne Leichtsinn ist das ganze Leben keinen Schuß Pulver wert“ 818, eine vorausdeutende Zurechtweisung mit einem Seitenblick auf Crampas' verkürzten linken Arm als sichtbares Merkmal eines zurückliegenden Duells nicht unterdrücken kann: „[...] gerade so viel kommt mitunter dabei heraus“ 819.

Mit diesem Schlusswort aus dem Munde des Landrats unterstreicht Fontane, dass wir hier nicht ausschließlich mit der zunächst so wohl tuenden Gegenposition zu Innstettens starrem Dogmatismus, sondern gleichzeitig mit einer durch ehebrecherische Verfehlungen vorbelasteten Lebensweise konfrontiert werden.


818 Fontane, Effi Briest, S. 107.

819 Ebda.

Verbirgt sich hier noch die Gefährlichkeit eines solchen Leichtsinns, so tritt sie zutage, wenn Innstetten auf die Aussage von Crampas: Ohne Leichtsinn ist das ganze Leben keinen Schuß Pulver wert (132) eine Zurechtweisung mit einem Seitenblick auf Crampas’ verkürzten linken Arm als sichtbares Merkmal des zurückliegenden Duells nicht unterdrücken kann: [...] gerade so viel kommt mitunter dabei heraus. (133)

Mit diesem Schlusswort aus dem Munde des Landrats unterstreicht der Erzähler, dass wir hier nicht ausschließlich mit der zunächst so wohltuenden Gegenposition zu Innstettens starrem Dogmatismus, sondern gleichzeitig mit einer durch ehebrecherische Verfehlungen vorbelasteten Lebensweise konfrontiert werden.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[31.] Yb/Fragment 167 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 13:47 Klgn
Erstellt: 15. June 2015, 11:36 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 167, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 53 f., Zeilen: 53: 37 ff.; 54: 1 ff.
[Der zunächst belanglose Hinweis in Effis Brief zeigt deutlich, dass jedes Gespräch, jede Szene, selbst jeder Brief ausgerichtet ist auf die innere] Thematik des Romans, wobei jede Figur konzipiert ist auf ihre Funktion innerhalb des Geschehens; die Crampas zugewiesene Rolle erschließt sich uns im Verlauf seines ersten eigentlichen Auftretens im Hause des Landrats, dessen Veranda er auf das vom Letzteren gegebene Stichwort Don Juan oder Herzensbrecher812 wie zufällig betritt.

Die Bemerkung unverantwortlich813 mag von Innstetten ausschließlich auf Crampas' Bad im neun Grad kalten Wasser bezogen werden; sie liefert aber - und dies ergibt sich im Verlauf des Romans - eine eindeutige Beschreibung des Majors, wobei unverantwortlich über die individuelle auf die Ebene gesellschaftlichen Handelns ausgedehnt wird.

Ein eindrucksvolles Beispiel gibt bereits eine zweite Szene, die erste in ihrer äußeren Harmlosigkeit beinahe noch übertreffend; umso prägnanter gestalten sich die Selbstdarstellungen Innstettens und Crampas' im Dialog.

Während eines gemeinsamen Ausrittes an der Mole schlägt der Major beim Sichtbarwerden einer Robbe in der allgemeinen Erregung eine Robbenjagd vor. Wie um die Stimmigkeit seines bisherigen Charakterbildes zu unterstreichen, lehnt Innstetten dieses Vorhaben in einer die Unumstößlichkeit hervorhebenden Kürze ab: „Geht nicht, [...] Hafenpolizei“814.

Der in gesellschaftlichen Ordnungen aufgehende Innstetten muss auch hier wieder Gesetzestreue demonstrieren, was Crampas zur Abwertung einer rigiden Orientierung an Gesetzlichkeiten veranlasst:

„Wenn ich so was höre, [...] Hafenpolizei! Die drei Behörden, die wir hier haben, werden doch wohl untereinander die Augen zudrücken können. Muß alles so furchtbar gesetzlich sein? Alle Gesetzlichkeiten sind langweilig.“ 815


812 Fontane, Effi Briest, S. 102.

813 Fontane, Effi Briest, S. 103.

814 Fontane, Effi Briest, S. 107.

815 Ebda.

Der zunächst belanglose Hinweis in Effis Brief zeigt deutlich, dass jedes Gespräch, jede Szene, selbst jeder Brief ausgerichtet ist auf die innere Thematik des Romans, wobei jede Figur konzipiert ist auf ihre Funktion innerhalb des Geschehens; die Crampas zugewiesene Rolle er-

[Seite 54:]

schließt sich uns im Verlauf seines ersten eigentlichen Auftretens im Hause des Landrats, dessen Veranda er auf das vom Letzteren gegebene Stichwort Don Juan oder Herzensbrecher (125) wie zufällig betritt. Die Bemerkung unverantwortlich (126) mag von Innstetten ausschließlich auf Crampas’ Bad im neun Grad kalten Wasser bezogen werden; sie liefert uns aber - und dies ergibt sich im Verlauf des Romans - eine eindeutige Beschreibung des Majors, wobei unverantwortlich über die individuelle auf die Ebene gesellschaftlichen Handelns ausgedehnt wird.

Ein eindrucksvolles Beispiel gibt bereits eine zweite Szene, die erste in ihrer äußeren Harmlosigkeit beinahe noch übertreffend; umso prägnanter gestalten sich die Selbstdarstellungen Innstettens und Crampas’ im Dialog. Während eines gemeinsam [sic!] Ausrittes an der Mole schlägt der Major beim Sichtbarwerden einer Robbe in der allgemeinen Erregung eine Robbenjagd vor. Wie um die Stimmigkeit seines bisherigen Charakterbildes zu unterstreichen lehnt Innstetten dieses Vorhaben in einer die Unumstößlichkeit hervorhebenden Kürze ab: Geht nicht, [...] Hafenpolizei. (131) Der in gesellschaftlichen Ordnungen aufgehende Innstetten muss auch hier wieder Gesetzestreue demonstrieren, was Crampas zur Abwertung einer rigiden Orientierung an Gesetzlichkeiten veranlasst:

Wenn ich so was höre, [... ] Hafenpolizei! Die drei Behörden, die wir hier haben, werden doch wohl untereinander die Augen zudrücken können. Muß denn alles so furchtbar gesetzlich sein? Alle Gesetzlichkeiten sind langweilig. (131)

Anmerkungen

Yb korrigiert gemeinsam zu gemeinsamen, löst sich aber im Übrigen nicht von der (unausgewiesenen) Vorlage. Zitate und Belege werden mitübernommen. Hamann wird hier nicht erwähnt.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

[32.] Yb/Fragment 166 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 13:42 Klgn
Erstellt: 15. June 2015, 11:19 (SleepyHollow02)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 166, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 53 f., Zeilen: 53: 11 ff.; 54: 1 ff.
[Wie in einigen Romanen zuvor benutzt Fontane auch in Effi Briest eine Figuren-Konstellation, in der durch das Auftreten eines Dritten] Probleme offenkundig werden, die in den Beziehungen der anderen Personen latent vorhanden sind. In dem untersuchten Roman ist es bekanntlich Major Crampas809, der zu einem entscheidenden Zeitpunkt - nach den ersten Spukerlebnissen, nach der Geburt der Tochter, nach Effis Rückkehr aus Hohen-Cremmen als verführerische Frau810 - zum auslösenden Element eines verhängnisvollen Geschehens wird.

Nicht durch eine Beschreibung des Erzählers, sondern wiederum aus Effis Blickwinkel wird diese Figur präsentiert in vorsichtiger, doch nicht minder eindrucksvollen und prägnanten Weise. Für eine Einführung im Dialog bietet sich keine Möglichkeit, sodass der Erzähler durch eine briefliche Mitteilung Effis an die Mutter - vor einem eigentlichen Treffen mit Crampas - auf die für das Geschehen relevanten Charakterzüge von Crampas aufmerksam machen kann:

„[... ] Major von Crampas [... ] ist verheiratet, zwei Kinder, die Frau ein Jahr älter als er, [... ] fünfundvierzig [... ] Er [... ] soll [... ] ein Mann vieler Verhältnisse sein, ein Damenmann, etwas, was mir immer lächerlich ist und mir auch in diesem Falle lächerlich sein würde, wenn er nicht um eben solcher Dinge willen ein Duell mit einem Kameraden gehabt hätte.“ 811

Bereits durch diese Äußerungen wird Crampas bewusst als Gegenpol zu Innstetten konzipiert. Desgleichen erscheint wesentlich, dass auch in das Bild von Crampas das Moment der Wiederholung aufgenommen wird. In der Ehe mit Effi setzt sich die einstige Verbindung Innstettens mit ihrer Mutter fort, Ehebruch und Duell finden ihre Entsprechung in dem Vorleben des Majors.

Der zunächst belanglose Hinweis in Effis Brief zeigt deutlich, dass jedes Gespräch, jede Szene, selbst jeder Brief ausgerichtet ist auf die innere [Thematik des Romans, wobei jede Figur konzipiert ist auf ihre Funktion innerhalb des Geschehens; die Crampas zugewiesene Rolle erschließt sich uns im Verlauf seines ersten eigentlichen Auftretens im Hause des Landrats, dessen Veranda er auf das vom Letzteren gegebene Stichwort Don Juan oder Herzensbrecher812 wie zufällig betritt.]


809 Zur Bedeutung dieses Namens: Fleig, Horst: Sich versagendes Erzählen „Fontane“, Göppingen 1976, S. 86 f.

810 Hamann, a.a.O., S. 53.

811 Fontane, Effi Briest, S. 86 f.

Wie in einigen Romanen zuvor benutzt Fontane auch in Effi Briest eine Figuren-Konstellation, in der durch das Auftreten eines Dritten Probleme offenkundig werden, die in den Beziehungen der anderen Personen latent vorhanden sind. In dem von uns untersuchten Roman ist es Major Crampas139, der zu einem entscheidenden Zeitpunkt - nach den ersten Spukerlebnissen, nach der Geburt der Tochter, nach Effis Rückkehr aus Hohen-Cremmen als verführerische Frau (125) - zum auslösenden Element eines verhängnisvollen Geschehens wird.

Nicht durch eine Beschreibung des Erzählers, sondern wiederum aus Effis Blickwinkel wird diese Figur präsentiert in vorsichtiger, doch nicht minder eindrucksvollen und prägnanten Weise. Für eine Einführung im Dialog bietet sich keine Möglichkeit, sodass der Erzähler durch eine briefliche Mitteilung Effis an die Mutter - vor einem eigentlichen Treffen mit Crampas - auf die für das Geschehen relevanten Charakterzüge von Crampas aufmerksam machen kann:

[... ] Major von Crampas [... ] ist verheiratet, zwei Kinder, die Frau ein Jahr älter als er, [... ] fünfundvierzig [... ] Er [... ] soll [... ] ein Mann vieler Verhältnisse sein, ein Damenmann, etwas, was mir immer lächerlich ist und mir auch in diesem Falle lächerlich sein würde, wenn er nicht um eben solcher Dinge willen ein Duell mit einem Kameraden gehabt hätte. (107)

Bereits durch diese Äußerungen wird Crampas bewusst als Gegenpol zu Innstetten konzipiert. Desgleichen erscheint wesentlich, dass auch in das Bild von Crampas das Moment der Wiederholung aufgenommen wird. In der Ehe mit Effi setzt sich die einstige Verbindung Innstettens mit ihrer Mutter fort, Ehebruch und Duell finden ihre Entsprechung in dem Vorleben des Majors.

Der zunächst belanglose Hinweis in Effis Brief zeigt deutlich, dass jedes Gespräch, jede Szene, selbst jeder Brief ausgerichtet ist auf die innere Thematik des Romans, wobei jede Figur konzipiert ist auf ihre Funktion innerhalb des Geschehens; die Crampas zugewiesene Rolle er-

[Seite 54:]

schließt sich uns im Verlauf seines ersten eigentlichen Auftretens im Hause des Landrats, dessen Veranda er auf das vom Letzteren gegebene Stichwort Don Juan oder Herzensbrecher (125) wie zufällig betritt.


139 Vgl. zum Bedeutungsgehalt des Namens besonders die Ausführungen bei Fleig, Horst: a.a.O., 86 f.

Anmerkungen

Quelle ist in Fn. 810 genannt. Der Umfang und die Wortlautnähe auch der weiteren Übernahme gehen daraus nicht hervor. Zitat und Belegstellen werden mitübernommen. Nur an einer Stelle unternimmt Yb einen Versuch, sich von der Formulierung der Vorlage zu lösen.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

[33.] Yb/Fragment 157 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 13:37 Klgn
Erstellt: 15. June 2015, 10:09 (SleepyHollow02)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 157, Zeilen: 1-23
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 90, Zeilen: 9 ff.
Phasen kindlichen Spiels und großer Erregung lassen Effis Sprache freilich außer Kontrolle geraten772, was sich in hastig gesprochenen Satzfetzen, Beschränkung auf wenige Verben sowie und-Verbindungen niederschlägt. Immer wieder schleichen sich bei ihr auch umgangssprachliche Wendungen wie alle Wetter, Stippvisite, Vatermörder, das Dalbrige ein773. Doch in der Zeit ihres Zusammenlebens mit Innstetten häufen sich die Fremdwörter in ihrer Sprache: degoutant, indezent, kompromittierend. Sie macht auch literarische Anspielungen774.

Das verstärkte Streben nach einem ihrem Stande angemessenen Sprachstil verläuft proportional zur zunehmenden Entfernung von einer unbeschwerten Ausgangslage und der Zuspitzung einer inneren und äußeren Krise. Die eigene Kontrolle über das, was gesellschaftlich vertretbar gesprochen werden darf, zwingt Effi zu einer verschlüsselten und versteckten Sprache und beraubt sie damit der Möglichkeit das auszusprechen, was sie wirklich meint, fühlt, denkt, will.

Und die dritte für die Handlung wichtige Person? Major Crampas? [sic!] Eine bemerkenswerte Neigung, literarische Vorlagen den eigenen Strebungen nutzbar zu machen, mag eine Komponente Crampas'schen Sprachstils sein, eine weitere bildet die Inanspruchnahme von Sprichwörtern und Redensarten und desgleichen ein Hang zu sentenzhaften, geistreichen Wendungen zum Zwecke der Verkündung einer Lebensphilosophie, die gerade dadurch so unantastbar für kritische Anfechtungen wird775.


772 Hamann, a.a.O., S. 90.

773 Ebda.

774 Gilbert, a.a.O., S. 119, Anm. 189.

775 Hamann, a.a.O., S. 90.

Phasen kindlichen Spiels (10 ff.) und großer Erregung (77 f.) lassen ihre Sprache außer Kontrolle geraten, was sich in hastig gesprochenen Satzfetzen, Beschränkung auf wenige Verben sowie und-Verbindungen niederschlägt. Immer wieder schleichen sich bei ihr auch umgangssprachliche Wendungen wie z. B. alle Wetter (15), Stippvisite, Vatermörder (87), das Dalbrige (184) ein; aber man beachte, wie in der Zeit ihres Zusammenlebens mit Innstetten die Fremdwörter in ihrer Sprache häufiger werden: degoutant, indezent, kompromittierend, sie auch literarische Anspielungen etc. gebraucht.200 Dieses verstärkte Streben nach einem ihrem Stande angemessenen Sprachstil verläuft proportional zur zunehmenden Entfernung von einer unbeschwerten Ausgangslage und der Zuspitzung einer inneren und äußeren Krise. Die eigene Kontrolle über das, was gesellschaftlich vertretbar gesprochen werden darf, zwingt Effi zu einer verschlüsselten und versteckten Sprache und beraubt sie damit der Möglichkeit das auszusprechen, was sie wirklich meint, fühlt, denkt, will. Eine bemerkenswerte Neigung literarische Vorlagen für eigene Strebungen nutzbar zu machen, mag eine Komponente Crampas’schen-Sprachstils sein, eine weitere bildet die Inanspruchnahme von Sprichwörtern und Redensarten und desgleichen ein Hang zu sentenzhaften, geistreichen Wendungen zum Zwecke der Verkündung einer Lebensphilosophie, die gerade dadurch so unantastbar für kritische Anfechtungen wird.

200 Gilbert, Mary Enole: Das Gespräch in Fontanes Gesellschaftsromanen. a.a.O., 119, Fußnote 189

Anmerkungen

Die Quelle wird in Fn. 772 f. und 775 erwähnt. Damit liegt eine inhaltliche Anlehnung zwar nahe. Die langen wörtlichen Übernahmen hätten trotzdem gekennzeichnet werden müssen.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

[34.] Yb/Fragment 143 16 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 13:25 Klgn
Erstellt: 15. June 2015, 09:19 (SleepyHollow02)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 16-25
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 50, Zeilen: 24 ff.
Das Auffinden der Briefe in Effis Nähtisch in der Berliner Wohnung - sechs Jahre nach dem Geschehen - hat, ein deus-ex-machina-Vorgang? - zu zahlreichen Stellungnahmen in der Fachliteratur geführt716. Fontane sah diese Befremden ausdrückenden Reaktionen voraus, indem er die Geheimrätin Zwicker fragen lässt: „Wozu gibt es Öfen und Kamine?“ 717

Ingrid Mittenzwei hält die Kritik des Autors an sich selbst nicht für die zuständige Instanz, sondern sie empfindet diese Briefe als ein Medium, menschliche Beziehungen im Dialog zu thematisieren718. Und damit sind die Voraussetzungen für das Gespräch mit Wüllersdorf geschaffen, in dem Innstetten die theoretischen Grundlagen für seine Kapitulation [vor der Gesellschaft entwickelt und das Conrad Wandrey für die größte Sprechszene des deutschen Romans 719 hielt.]


716 Hamann, a.a.O., S. 50.

717 Fontane, Effi Briest, S. 218.

718 Mittenzwei, Ingrid: Die Sprache als Thema. Untersuchungen zu Fontanes Gesellschaftsromanen, Bad Homburg-Berlin-Zürich 1970, S. 143 f.

Das Auffinden der Briefe in Effis Nähtisch in der Berliner Wohnung - sechs Jahre nach dem Geschehen - hat zu zahlreichen Stellungnahmen in der Fachliteratur geführt.129 Theodor Fontane sah diese zum Teil Befremden ausdrückenden Reaktionen voraus, indem er die Gräfin Zwicker fragen lässt: Wozu gibt es Öfen und Kamine? (263)

[...] Ingrid Mittenzwei hält die Kritik des Autors an sich selbst nicht für die zuständige Instanz, sondern sie empfindet diese Briefe als ein Medium, menschliche Beziehungen im Dialog zu thematisieren131. Und damit sind nun die Voraussetzungen für das Gespräch mit Wüllersdorf geschaffen, in dem Innstetten die theoretischen Grundlagen für seine Kapitulation vor der Gesellschaft entwickelt und das Conrad Wandrey für die größte Sprechszene des deutschen Romans132 hält.


129 Vgl. hierzu Mittenzwei, Ingrid: Die Sprache als Thema. a.a.O., 143

131 Mittenzwei, Ingrid: Die Sprache als Thema. a.a.O., 143 f.

Anmerkungen

Quelle ist in Fn. 716 genannt. Umfang und Wortlautnähe der Übernahme werden nicht ersichtlich.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

[35.] Yb/Fragment 140 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 09:05 Klgn
Erstellt: 15. June 2015, 17:14 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 140, Zeilen: 1-13
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 50, Zeilen: 9 ff.
[Innstetten ist ein Mann, „[...] der nicht nach Stimmungen und Laune, sondern nach Grundsätzen handelt und diese fallen zu lassen oder auch nur momentan aufzugeben, wird ihm hart ankommen. Läg‘ es nicht so,] so wäre seine Handlungs- und Erziehungsweise längst eine andere gewesen. Das, was hart für Ihr Herz ist, hält er für richtig.“ 697

Die hier umschriebene Härte - „Und ein weicher Charakter ist doch besser als ein harter“698, stand schon vorausweisend zu lesen - findet ihre konkrete Darstellung in der Begegnung Effis mit Annie, der „langsam beigebracht“ worden war, dass sie „keine Mutter mehr hat“699, und die der Vater zu einer Marionette abgerichtet hat700.

Karl Richter sieht in der Härte Innstettens mehr als nur einen Charakterzug, er versteht sie als Ausdruck von Gehorsam gegen die Gesellschaft und als Konsequenz seiner Gesellschaftsgebundenheit701. Dies zeigt sich nach dem verhängnisvollen Fund der ominösen Briefe, in denen das Eigentliche in Effis Verhältnis zu Crampas zutage tritt, das, wie die Mutter sagt, beim Herzausschütten doch zurückbleibt702.


697 Fontane, Effi Briest, S. 229.

698 Fontane, Effi Briest, S. 59.

699 Fontane, Effi Briest, S. 207.

700 Fontane, Effi Briest, S. 231 f.

701 Richter, Karl: Resignation. Eine Studie zum Werk Theodor Fontanes, Stuttgart-Berlin-Köln-Mainz 1966, S. 45.

702 Fontane, Effi Briest, S. 181.

[...] der nicht nach Stimmungen und Laune, sondern nach Grundsätzen handelt und diese fallen zu lassen oder auch nur momentan aufzugeben, wird ihm hart ankommen. Läg’ es nicht so, so wäre seine Handlungs- und Erziehungsweise längst eine andere gewesen. Das, was hart für Ihr Herz ist, hält er für richtig. (276)

Die hier umschriebene Härte findet ihre konkrete Darstellung in der Begegnung Effis mit Annie, die der Vater in dreijährigem Fernhalten von der Mutter zu einer bloßen Marionette abgerichtet hat (277 ff.). Karl Richter sieht in der Härte und Grausamkeit Innstettens mehr als nur einen Charakterzug, er versteht sie vielmehr als Ausdruck von Gehorsam gegen die Gesellschaft und als Konsequenz seiner Gesellschaftsgebundenheit.128 Dies zeigt sich nach dem verhängnisvollen Fund der ominösen Briefe, in denen das Eigentliche in Effis Verhältnis zu Crampas zutage tritt, das, wie die Mutter sagt, beim Herzausschütten doch zurückbleibt (219).


128 Vgl. Richter, Karl: a.a.O., 45

Anmerkungen

Hier kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

[36.] Yb/Fragment 139 03 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 09:02 Klgn
Erstellt: 15. June 2015, 15:21 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 139, Zeilen: 3 ff.
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 48-50, Zeilen: 48: 31 ff.; 49: 1 ff.; 50: 1 ff.
Walter Müller-Seidel693 macht deutlich, dass Effis Jugendlichkeit in diesem Roman nicht allein eine Frage des Alters an Jahren bedeutet; so vertritt der Landrat als der Ältere an Jahren auch eine andere Gesellschaftsordnung, die er schließlich selbst für überholt hält, sich ihr aber trotzdem bis zum bitteren Ende verpflichtet fühlt, denn sogar in jungen Jahren war seine Unterwerfung unter dieses System bedingungslos, was durch die Erzählungen von Crampas deutlich wird 694.

Neben Fremdartigkeit und dem seinem physischen und psychischen Alter entsprechenden Rollenverständnis findet der dritte Aspekt seines Seins Erwähnung durch Effi:

„[...] und es heißt, Bismarck halte große Stücke von ihm und auch der Kaiser“ 695, „ein Mann von Prinzipien, ein Mann von Charakter“ .696

Dem Gebot des Herzens folgt Innstetten nicht. Mag sein Verhalten den Spukängsten Effis gegenüber zunächst noch aus Effis subjektiver Betrachtungsweise als harter Charakterzug gedeutet werden, so legt sich diese Härte durch eine weit distanziertere Einstellung der Frau des Ministers, an die Effi appelliert hat, um ein Wiedersehen mit ihrer Tochter Annie herbeizuführen, offen dar.

Innstetten ist ein Mann, „[...] der nicht nach Stimmungen und Laune, sondern nach Grundsätzen handelt und diese fallen zu lassen oder auch nur momentan aufzugeben, wird ihm hart ankommen. Läg‘ es nicht so, [so wäre seine Handlungs- und Erziehungsweise längst eine andere gewesen. Das, was hart für Ihr Herz ist, hält er für richtig.“ 697]


693 Müller-Seidel, a.a.O., S. 120 f.

694 Fontane, Effi Briest, S. 108.

695 Fontane, Effi Briest, S. 8.

696 Fontane, Effi Briest, S. 26.

697 Fontane, Effi Briest, S. 229.

Walter Müller-Seidel126 macht deutlich, dass Effis Jugendlichkeit in diesem Roman nicht allein eine Frage des Alters an Jahren bedeutet; so vertritt der Landrat als der Ältere an Jahren auch eine andere Gesellschaftsordnung, die er schließlich selbst für überholt hält, sich ihr aber trotzdem bis zum bitteren Ende verpflichtet fühlt, denn sogar in jungen Jahren war seine Unterwerfung unter dieses System bedingungslos, was durch die Erzählungen von Crampas zum Ausdruck gebracht wird (133).

Neben Fremdartigkeit und dem seinem physischen und psychischen Alter entsprechenden Rollenverständnis findet der dritte Aspekt seines eins Erwähnung durch Effi: [...] und es heißt, Bismarck halte große

[Seite 49:]

Stücke von ihm und auch der Kaiser, und so kam es denn, daß er Landrat [... ] im Kessiner Kreise (13) wurde. [...] Dass auch er als Person in das hier mit einbezogen ist, erschließt sich erst im weiteren Verlauf, wenn Effi sich wünscht, dass ihr Umgang aus mehr

[Seite 50:]

Menschen wie Gieshübler, der das Herz vor die Form stelle, bestanden hätte; denn dem Gebot des Herzens folgt Innstetten in keiner Weise.127 Mag sein Verhalten den Spukängsten Effis gegenüber Zunächst noch aus Effis subjektiver Betrachtungsweise als grausamer Charakterzug gedeutet werden, so legt sich diese Härte durch eine weit distanziertere Einstellung der Ministerin, an die Effi appelliert um ein Wiedersehen mit ihrer Tochter Annie herbeizuführen, offen dar, indem jene Instetten als einen Mann bezeichnet,

der nicht nach Stimmungen und Laune, sondern nach Grundsätzen handelt und diese fallen zu lassen oder auch nur momentan aufzugeben, wird ihm hart ankommen. Läg’ es nicht so, so wäre seine Handlungs- und Erziehungsweise längst eine andere gewesen. Das, was hart für Ihr Herz ist, hält er für richtig. (276)


126 Vgl. Müller-Seidel, Walter: Gesellschaft und Menschlichkeit im Roman Theodor Fontanes. a.a.O., 120 f.

127 Vgl. hierzu die Ausführungen bei Roch, Herbert: a.a.O., 235 f.

Anmerkungen

Auf den S. 138ff gibt es keinen Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

[37.] Yb/Fragment 137 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 08:50 Klgn
Erstellt: 15. June 2015, 15:01 (SleepyHollow02)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 137, Zeilen: 1-9
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 48, Zeilen: 21 ff.
Die Fremdartigkeit wird noch einmal betont, als der Ortsname Kessin wiederum Überraschung auslöst: „Was ist Kessin? Ich kenne hier kein Kessin“ 679. Die indirekte Nennung des Alters von Innstetten680 legt eine zweite Komponente der Funktion Innstettens offen; da er beinahe Effis Mutter geheiratet hätte, mag es Effi nicht unwahrscheinlich anmuten, ihn in einer Vaterrolle zu akzeptieren, nicht zuletzt aufgrund einer fehlenden erotischen Verbundenheit. Ohne Zögern übernimmt Innstetten im Verlauf des Romans die Rolle eines gestrengen, erziehenden Vaters, dem nichts von der Güte des alten Briest anhaftet 681.

679 Fontane, Effi Briest, S. 8.

680 Fontane, Effi Briest, S. 7.

681 Hamann, a.a.O., S. 48.

Die Fremdartigkeit wird noch einmal betont, als der Ortsname Kessin wiederum Überraschung auslöst: Was ist Kessin? Ich kenne hier kein Kessin. (13) Die indirekte Nennung des Alters von Innstetten124 legt bereits im ersten Kapitel eine zweite Komponente der Funktion Innstettens offen; da er beinahe Effis Mutter geheiratet hätte, mag es Effi nicht unwahrscheinlich anmuten, ihn in einer Vaterrolle zu akzeptieren, nicht zuletzt aufgrund einer fehlenden erotischen Verbundenheit. Ohne Zögern übernimmt Innstetten im Verlauf des Romans die Rolle eines gestrengen, erziehenden Vaters, dem nichts von der Güte des alten Briest anhaftet.125

124 »Er ist gerade so alt wie Mama, auf den Tag.« »Und wie alt ist denn eigentlich deine Mama?« »Achtunddreißig.« (12)

125 Vgl. auch Bange, Pierre: Humor und Ironie in Effi Briest. Fontanes Realismus. Wissenschaftliche Konferenz zum 150. Geburtstag Theodor Fontanes in Potsdam. Vorträge und Berichte. Im Auftrag der Deutschen Staatsbibliothek, hrsg. v. Hans-Erich Teitge und Joachim Schobeß. Berlin 1972, 144

Anmerkungen

Quelle ist in Fn. 681 genannt. Für ein wörtliches Zitat wären darüber hinaus Anführungszeichen angebracht gewesen.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

[38.] Yb/Fragment 121 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 08:44 Klgn
Erstellt: 16. June 2015, 16:09 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 121, Zeilen: 1, 5-14
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 43, Zeilen: 25 ff.
[Selbst die Mitteilungen von ihrer Hochzeitsreise hatten kaum von einer eindeutigen Einstellung zu den an Effi gestellten Anforderungen ihres] Ehemannes 611 gezeugt. Die Unbestimmtheit in Effis Charakter wird durch einen Bericht von den - gesellschaftlichen Regeln unterworfenen612 - Einkäufen in Berlin unterstützt: Zum einen gilt sie als anspruchslos, zum anderen gefällt ihr nur „das Eleganteste“613.

Als ein weiteres Beispiel für die „unerwachsene“ Widersprüchlichkeit in Effis Charakter führt Richard Quabius Effis Vorliebe für das Sitzen am offenen Fenster auf. Das Genießen von Licht und Luft erinnert an das Schaukelmotiv, in dem sich allerdings ihr Drang nach Freiheit und Unbeschwertheit, ihr Hang zu Abenteuern614 und die Lust an der Gefahr dokumentieren, wohingegen die stille Betrachtung der Außenwelt eine distanzierte Haltung zum Leben ausdrückt, und im Verlauf des Romans wird Effi mehr und mehr zum Sinnbild für Einsamkeit und Ausgeschlossenheit und am Ende gar für das tödlich endende Ausgestoßensein615.


611 Fontane, Effi Briest, S. 32.

612 Mittelmann, a.a.O., S. 96.

613 Hamann, a.a.O., S. 43.

614 Fontane, Effi Briest, S. 31.

615 Quabius, a.a.O., S. 146 f.

Selbst die Mitteilungen von ihrer Hochzeitsreise zeugen kaum von einer eindeutigen Einstellung zu den an sie gestellten Anforderungen ihres Ehemannes (41 ff.). Das Herausstreichen der Unbestimmtheit in Effis Charakter wird ebenfalls durch einen Erzählerbericht von den Ausstattungseinkäufen in Berlin unterstützt. Trotz der beigegebenen Erklärungen bleibt die Unvereinbarkeit von Effi ist anspruchslos [...] (23 f.) zu Nur das Eleganteste gefiel ihr [...] (23 f.) im Raum.

Als ein Beispiel für die Widersprüchlichkeit in Effis Charakter führt Richard Quabius Effis Vorliebe für das Sitzen am offenen Fenster auf. Das Genießen von Licht und Luft erinnert an das Schaukelmotiv, in dem sich allerdings ihr Drang nach Freiheit und Unbeschwertheit, ihr Hang zu Abenteuern und die Lust an der Gefahr dokumentieren, wohingegen die stille Betrachtung der Außenwelt eine distanzierte Haltung zum Leben ausdrückt, und im Verlauf des Romans wird Effi gar mehr und mehr zum Sinnbild für Einsamkeit und Ausgeschlossenheit und am Ende gar für das Ausgestoßensein.106


106 Vgl. Quabius, Richard: a.a.O., 146 f.

Anmerkungen

Hamann wird einmal (Fn. 613) erwähnt. Das ist ein angemessener Verweis für die Zeilen 2-4, die deshalb nicht gezählt werden. Die wörtlichen Übernahmen davor und dahinter sind jedoch nicht gekennzeichnet.

Sichter
(PlagProf), SleepyHollow02

[39.] Yb/Fragment 103 09 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 07:31 Klgn
Erstellt: 15. June 2015, 19:11 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 103, Zeilen: 9-14
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 40, Zeilen: 14 ff.
Nachdem der Roman mit einer detaillierten Schauplatzexposition des Gutshauses Hohen-Cremmen begonnen hatte, war innerhalb einer Fortsetzung der ausführlichen Beschreibung die Funktionsgebung für den Innenraum der Anlage zur Parkseite hin durch die Einführung der Hauptfigur Effi (auf die der Roman sich konzentriert511) zusammen mit ihrer Mutter in einer jeweils für sie typischen Handlungssituation erfolgt:

„Beide [... ] waren fleißig bei der Arbeit [...], aber während die Mutter kein Auge von der Arbeit ließ, legte die Tochter, die den Rufnamen Effi führte, von Zeit zu Zeit die Nadel nieder und erhob sich, um unter allerlei kunstgerechten Beugungen und Streckungen den ganzen Kursus der Heil- und Zimmergymnastik durchzumachen.“512


511 Grawe, a.a.O., S. 238.

512 Fontane, Effi Briest, S. 3 f.

Nachdem der Roman mit einer detaillierten Schauplatzexposition des Gutshauses Hohen-Cremmen beginnt, erfolgt innerhalb einer Fortsetzung der ausführlichen Beschreibung die Funktionsgebung für den Innenraum der Anlage zur Parkseite hin durch die Einführung der Hauptfigur Effi zusammen mit ihrer Mutter in einer jeweils für sie typischen Handlungssituation:

Beide [... ] waren fleißig bei der Arbeit [...], aber während die Mutter kein Auge von der Arbeit ließ, legte die Tochter, die den Rufnamen Effi führte, von Zeit zu Zeit die Nadel nieder und erhob sich, um unter allerlei kunstgerechten Beugungen und Streckungen den ganzen Kursus der Heil- und Zimmergymnastik durchzumachen. (7 f.)

Anmerkungen

Hier kein Hinweis auf die Quelle. Das Zitat weist die gleiche Textabgrenzung und die gleichen Auslassungen wie in der Quelle auf.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[40.] Yb/Fragment 026 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 07:28 Klgn
Erstellt: 5. June 2015, 14:48 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 26, Zeilen: 1-12
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 11, 12, Zeilen: 11: letzte vier Zeilen - 12: 1-9
Neben dem Konflikt zwischen den Ansprüchen des Individuums und den Forderungen der Gesellschaft spielt der Altersunterschied zwischen den Partnern eine entscheidende Rolle für das Scheitern der Ehe, wobei der Altersunterschied nicht allein als physischer Prozess zu verstehen ist. Mithilfe dieses zunächst rein äußerlich anmutenden Phänomens kann auch die Kluft zwischen überholten normativen Ordnungen und gesellschaftlichen Entwicklungen, die nach Revision oder Aufhebung verlangen, verdeutlicht werden.

In der „fragilen Vita“131 der Titelheldin stellt sich der Charaktergegensatz zwischen einem spielerischen Temperamentsmenschen, der sich sein Glück erkaufen muß132, und einer patriarchal bestimmten „Pflichtnatur“133 als eine psychische Komponente des Altersunterschieds dar.


131 Wirsing, Sibylle: „Und es wäre zum Totschießen ...“ Der Ehemann als Ehrenmann in Theodor Fontanes Effi Briest, in: Schultz, Uwe (Hg.): Das Duell. Der tödliche Kampf um die Ehre, Frankfurt a. M. - Leipzig 1996, S. 292.

132 Wirsing, a.a.O., S. 286-300.

133 Herrmann, Helene, a.a.O., S. 681.

[Seite 11]

Neben dem Konflikt zwischen den Ansprüchen des Individuums und den Forderungen der Gesellschaft spielt auch noch der Altersunterschied zwischen den, Partnern (mit Ausnahme von Unwiederbringlich) eine entscheidende Rolle für das Scheitern der Ehe, wo-

[Seite 12]

bei Altersunterschied nicht allein als physischer Prozess zu verstehen ist; mithilfe dieses zunächst rein äußerlich anmutenden Phänomens kann auch die Kluft zwischen überholten normativen Ordnungen und gesellschaftlichen Entwicklungen, die nach Revision oder Aufhebung verlangen, verdeutlicht werden. Während bereits in Unwiederbringlich der Konflikt in der Disharmonie der gegensätzlichen Charaktere begründet liegt, stellt sich uns der Charaktergegensatz in Effi Briest zwischen einem spielerischen Temperamentsmenschen und einer Pflichtnatur32 als eine psychische Komponente des Altersunterschieds dar.33


32 Herrmann, Helene: a.a.O., 681

33 Helene Herrmann weist darauf hin, dass die Ehe von Fontanes Eltern an dem Charaktergegensatz zwischen einem jovial-liebenswürdigen Vater und einer achtungswerten, aber tief unliebenswürdigen Mutter gescheitert ist. Vgl. hierzu dies.: a.a.O., 681 f.

Anmerkungen

Fortsetzung von der Vorseite.

Kein Hinweis auf die Quelle. Als einzige Zutat ergänzt die Verf. hier eine Angabe zur „fragilen Vita“.

Sichter
(Hindemith) (Schumann) Klgn

[41.] Yb/Fragment 024 12 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 07:24 Klgn
Erstellt: 13. June 2015, 20:07 (Schumann)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 12-23
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 8, Zeilen: 30-40
Das Recht des Schriftstellers, „ein Lied zu singen, das die Spatzen auf dem Dache zwitschern“, hatte er bereits in Anspruch genommen, als er sich 1894 in einem Brief an Joseph Viktor Widmann123 veranlasst sah, zu dem nach Erscheinen seines Romans L‘Adultera erhobenen Vorwurf der Kritiker, dass es sich bei der Veröffentlichung dieses Romans um eine bewusste Indiskretion gegenüber der Berliner Familie Ravené aus dem Jahre 1874 handele, Stellung zu beziehen, denn zu diesem Zeitpunkt veröffentlicht er den Roman Effi Briest, der nach seinen Aussagen auch einen Berliner Gesellschaftsskandal zum inhaltlichen Vorbild nahm.

In Briefen verweist der Schriftsteller mehrfach auf den realen Hintergrund des Romans124:


123 Brief vom 27. April 1894, in: Erler, a.a.O., II, S. 337 ff.

124 Hamann, a.a.O., S. 8.

Das Recht eines Schriftstellers, ein Lied zu singen, das die Spatzen auf dem Dache zwitschern11, hatte Theodor Fontane bereits in Anspruch genommen, als er sich 1894 in einem Brief an Joseph Viktor Widmann12 veranlasst sah, zu dem nach Erscheinen seines Romans L’Adultera erhobenen Vorwurf der Kritiker, dass es sich bei der Veröffentlichung dieses Romans um eine bewusste Indiskretion gegenüber der Berliner Familie Ravené aus dem Jahre 1874 handele, Stellung zu beziehen, denn zu diesem Zeitpunkt veröffentlicht er seinen Roman Effi Briest, der nach seinen eigenen Aussagen ebenfalls einen Berliner Gesellschaftsskandal zum inhaltlichen Vorbild nahm. In seinen Briefen verweist Fontane mehrfach auf den realen Hintergrund des Romans.13

11 Fontane, Theodor: Brief an Joseph Viktor Widmann vom 27. April 1894. In: Fontanes Briefe in zwei Bänden. Ausgewählt und erläutert v. Gotthard Erler, 2. Bd. Berlin und Weimar 1968, 1. Aufl., 338 f.

12 Vgl. Fontane, Theodor: Brief an Joseph Viktor Widmann vom 27. April 1894. In: Fontanes Briefe in zwei Bänden. a.a.O., 117 ff.

13 Fontane, Theodor: Brief an Friedrich Spielhagen vom 21. Februar 1896: »[...] Mir wurde die Geschichte vor etwa 7 Jahren durch meine Freundin und Gönnerin Lessing (Vossische Zeitung) bei Tisch erzählt [...]« In: Fontanes Briefe in zwei Bänden. a.a.O., 394

Anmerkungen

Die Quelle ist in Fn. 124 genannt, Art und Umfang der (großteils wörtlichen) Übernahme bleiben jedoch ungekennzeichnet.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[42.] Yb/Fragment 024 03 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 07:18 Klgn
Erstellt: 13. June 2015, 20:02 (Schumann)
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 3-8
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 8, Zeilen: 9-14
Effi Briest lässt den Automatismus der gesellschaftlich verbindlichen Wert- und Normensysteme in ihrer Gesetzmäßigkeit ablaufen, und zwar zu einer Zeit, in der sich Fontanes Sympathie vom Traditionellen zum Künftigen wandelte und seine kritische Haltung gegenüber der preußischen aristokratischen Gesellschaft eine Zuspitzung erfuhr; eine eindeutige Abrechnung mit dem Adel erfolgt nicht. In Effi Briest lässt Fontane den Automatismus der gesellschaftlich verbindlichen Wert- und Normensysteme in ihrer Gesetzmäßigkeit ablaufen, und zwar zu einer Zeit, in der sich seine Sympathie vom Traditionellen zum Zukünftigen wandelte und seine kritische Haltung gegenüber der preußischen aristokratischen Gesellschaft eine Zuspitzung erfuhr; eine offensichtliche Abrechnung mit dem Adel erfolgt nicht, [...]
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[43.] Yb/Fragment 023 03 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 07:17 Klgn
Erstellt: 13. June 2015, 18:38 (Schumann)
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 23, Zeilen: 3-7, 11-15, 21-22
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 7, 8, Zeilen: 7: 22-26, 33-37 ; 8: 5-8
Normative Ordnungen, die früheren Menschen Lösungsmöglichkeiten und damit Stützen in Konfliktsituationen anboten, vermögen einem Menschen keine Befreiung aus Zwangslagen zu gewähren, wenn sie nicht länger etwas Lebendiges, Wirkliches und darum Gerechtes beinhalten119 .

[...]

Eine zwiespältige und von der Auflösung bedrohte Existenz drückte sich nicht selten in einem von der Lebensgrundlage entfremdeten Rollenspiel der Gesellschaft aus. Der sich im Sozialen, Geistigen und in den Gesittungsformen abzeichnende Konflikt im Übergang vom Alten zum Neuen bildet bei Fontane eine allgemeine historische Thematik.

[...]

Weil Ehe und Familie nun Institutionen des sozialen Lebens sind und sich die erzählten Krisen und Konflikte durch die Zeitverhältnisse vom [isolierten Einzelfall entfernen, weitet sich ein Eheroman zum sozialen Roman122.]


119 Herrmann, Helene: Theodor Fontanes Effi Briest, in: Die Frau 19 (1911-1912), S. 679.

122 Müller-Seidel, Walter: Soziale Romankunst in Deutschland, Stuttgart 1975, S. 332 f.

Normative Ordnungen, die früheren Menschen Lösungsmöglichkeiten und damit Stützen in Konfliktsituationen anboten, vermögen einem Menschen keine Befreiung aus Zwangslagen zu gewähren, wenn sie nicht länger mehr etwas Lebendiges, Wirkliches und darum Gerechtes beinhalten.4

[...]

Eine zwiespältige und von der Auflösung bedrohte Existenz drückte sich nicht selten in einem von der Lebensgrundlage entfremdeten Rollenspiel der Gesellschaft aus der sich im Sozialen, Geistigen und in den Gesittungsformen abzeichnende Konflikt im Übergang vom Alten zum Neuen bildet bei Fontane eine allgemeine historische Thematik.

[Seite 8]

Weil Ehe und Familie nun Institutionen des sozialen Lebens sind6 und sich die erzählten Krisen und Konflikte durch die Zeitverhältnisse vom isolierten Einzelfall entfernen, erweitert sich ein Eheroman zum sozialen Roman.7


4 Vgl. Herrmann, Helene: Theodor Fontanes Effi Briest. In: Die Frau 19 (1911-1912), 679

6 Vgl. Müller-Seidel, Walter: Fontanes Effi Briest. Zur Tradition des Eheromans. In: Wissenschaft als Dialog, Wolfdietrich Rasch zum 65. Geburtstag. Hrsg. v. Renate von Heydebrand u. Klaus Günther Just. Stuttgart 1969, 30 f.

7 Vgl. ders.: Theodor Fontane. Soziale Romankunst in Deutschland. Stuttgart 1975, 332 f.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[44.] Yb/Fragment 022 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 07:14 Klgn
Erstellt: 13. June 2015, 18:22 (Schumann)
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 1-12
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 94, Zeilen: 19-20
Die Frage nach der überzeitlichen Gültigkeit normativer Ordnungen bedarf im übrigen ständiger Diskussion.

Fontanes subtiler Sinn für Wahrheit und seine allseitige Skepsis, die nie alle Schuld auf eine einzige Person häuft113, fordern auf zu kritischer Auseinandersetzung mit zunächst eindeutig erscheinenden gesellschaftlichen Positionen. Ein Beispiel: Der unumgängliche Zwist zwischen individuellem Glücksstreben und kollektiven Ansprüchen ist so aktuell wie vor einhundert Jahren. Die Menschlichkeit als höchster Wertmaßstab findet ihre Bewährung dabei nicht in der resignativen Abkehr aus der Gesellschaft, sondern erfährt eine ihr angemessene Form in der beständigen Auseinandersetzung mit offensichtlichen und verborgenen Problemen eben dieser Gesellschaft114.


113 Guenther, a.a.O., S. 185.

114 Ebda.

*Die Frage nach der überzeitlichen Gültigkeit normativer Ordnungen bedarf beständiger Diskussion.
  • Fontanes feiner Sinn für Wahrheit und Lüge, seine allseitige Skepsis fordern auf zu kritischer Auseinandersetzung mit zunächst eindeutig erscheinenden gesellschaftlichen Positionen.
  • Der unumgängliche Zwist zwischen individuellem Glücksstreben und kollektiven Ansprüchen ist so aktuell wie vor einhundert Jahren. Die Menschlichkeit als höchster Wertmaßstab findet ihre Bewährung dabei nicht in der resignativen Abkehr aus der Gesellschaft, sondern erfährt eine ihr angemessene Form in der beständigen Auseinandersetzung mit offensichtlichen und verborgenen Problemen eben dieser Gesellschaft.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[45.] Yb/Fragment 021 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 07:08 Klgn
Erstellt: 13. June 2015, 18:11 (Schumann)
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 1-4, 24-26
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 94, Zeilen: 9-12, 16-18
Fontanes differenzierte Kritik erstreckt sich auf nahezu alle Bereiche gesellschaftlichen Lebens; sie konzentriert sich in Effi Briest auf die Sphäre zwischenmenschlicher Beziehungen in ihrer Abhängigkeit von gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen.

[...]

Trotz des historischen Bezugsrahmens berührt dieser Roman auch heute noch aktuelle Problemkreise (z. B. Säkularisierung der Ehe, Emanzipation der Frau, soziostrukturelle Veränderungen der Familie).

Fontanes differenzierte Kritik erstreckt sich auf nahezu alle Bereiche gesellschaftlichen Lebens; sie konzentriert sich in dem Roman Effi Briest auf die Sphäre zwischenmenschlicher Beziehungen in ihrer Abhängigkeit von gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen.

Zusammenfassend rechtfertigt sich die Wahl des Romans als Unterrichtsgegenstand der Sekundarstufe II aus folgenden Gründen, die in ihrer Reihenfolge keine Rangfolge darstellen:

  • Trotz des historischen Bezugsrahmens berührt der Roman auch heute noch aktuelle Problemkreise (z. B. Säkularisierung der Ehe, Emanzipation der Frau, soziostrukturelle Veränderungen der Familie).
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[46.] Yb/Fragment 008 24 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 07:03 Klgn
Erstellt: 13. June 2015, 12:56 (Schumann)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 8, Zeilen: 24-25
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 92, Zeilen: 14-18
Dessen Konfliktträchtigkeit ist zwar auf die Mängel dieser Gesellschaft zurückzuführen36, der Leser konzentriert sich allerdings überwiegend [auf die Schwächen des Einzelnen, der in Widerspruch zur Gesellschaft geraten ist.]

36 Hamann, a.a.O., S. 92.

Dessen Konfliktträchtigkeit ist zwar auf die Mängel dieser Gesellschaft204 zurückzuführen, der Leser konzentriert sich allerdings überwiegend auf die Schwächen des Einzelnen, der in Widerspruch zur Gesellschaft geraten ist.

204 Fontane, Theodor: Brief an Friedrich Stephany vom 2. Juli 1894 - kurz vor der Vollendung des Romans. In: Fontanes Briefe in zwei Bänden. a.a.O., 348. »Liebesgeschichten, in ihrer schauderösen Ähnlichkeit, haben was Langweiliges -, aber der Gesellschaftszustand, das Sittenbildliche, das versteckt und gefährlich Politische, das diese Dinge haben, das (speziell hier) beständig an die Verschwörung Grenzende, das ist es, was mich so sehr daran interessiert.«

Anmerkungen

Die Quelle ist genannt, aber die Wörtlichkeit der Übernahme bleibt ungekennzeichnet.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[47.] Yb/Fragment 008 03 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 07:00 Klgn
Erstellt: 13. June 2015, 12:50 (Schumann)
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 8, Zeilen: 3-8, 13-19
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 92, Zeilen: 2-14
Er hat dabei die allerstrengsten Anforderungen an sich gestellt. Er schreibt seine Werke um, feilt mit größter Sorgfalt; er ist stilistisch außerordentlich bewusst, von den großen Fragen der Komposition zur sprachlichen Durcharbeitung der kleinsten Details31; er arbeitet sehr daran, alles stets auf das für ihn erreichbare höchste Niveau zu bringen32.

[...]

Bringt Fontane den Hintergrund der preußischen Gesellschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts ein, so charakterisiert er gleichsam indirekt die Situation der Zeit, für die der resignierende Rückzug ins Private ebenso kennzeichnend war wie das rigorose Ausschließen dessen, der gegen die Normen verstoßen hatte34. Allerdings konkretisiert Fontane die bedrohlichen Symptome des zeitlich-räumlichen Umfeldes nicht durch die umfassende Darstellung einer Epoche, sondern durch einen Einzelfall.


31 Zur Sprachgestaltung grundsätzlich: Settler, Humbert: „Effi Briest“ - Fontanes Versteckspiel mittels Sprachgestaltung und Mätressenspuk, Flensburg 1999.

32 Lukács, Georg: Der alte Fontane, in: Ders.: Die Grablegung des alten Deutschlands, Reinbek 1967, S. 141.

34 Quabius, Richard: Die Gestaltung des Raumes in Theodor Fontanes Roman Effi Briest, in: Acta Germanica 5 (1970), S.148 f.

35 Guenther, a.a.O., S. 277.

Fontane hat als Künstler die allerstrengsten Anforderungen an sich gestellt. Er schreibt seine Werke um, feilt mit größter Sorgfalt; er ist stilistisch außerordentlich bewusst, von den großen Fragen der Komposition zur sprachlichen Durcharbeitung der kleinsten Details; er arbeitet sehr daran, alles stets auf das für ihn erreichbare höchste Niveau zu bringen202. Wenn er als Erzähler in Effi Briest den Hintergrund der preußischen Gesellschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts einbringt, so charakterisiert er gleichsam indirekt die Situation der Zeit, für die der resignierende Rückzug ins Private ebenso kennzeichnend war wie das rigorose Ausschließen dessen, der gegen die Normen verstoßen hatte203. Allerdings konkretisiert Fontane die bedrohlichen Symptome des zeitlich-räumlichen Umfeldes nicht durch die umfassende Darstellung einer Epoche, sondern durch einen Einzelfall.

202 Lukács, Georg: a.a.O., 141

203 Quabius, Richard: a.a.O., 148 f.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt hier.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[48.] Yb/Fragment 007 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. June 2015, 06:57 Klgn
Erstellt: 10. June 2015, 15:15 (Schumann)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 7, Zeilen: 1-6
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 7, Zeilen: 9-14
In ihnen entwarf er das Bild einer innerlich brüchigen Zeit. Sie spiegeln seine Enttäuschung über das Zweite Deutsche Reich wider. Fontane hatte auf ein Reich gehofft, in dem die noch zeitgemäßen Werte - Charakter, Gesinnung - gelten, das aber alle veralteten Traditionen abschütteln sollte. Statt dessen blieb es bei sinnentleerten Wertvorstellungen23.

23 Hamann, a.a.O., S. 7.

In dieser bis 1898 währenden letzten Epoche seines dichterischen Schaffens schrieb er in der Berliner Gesellschaft oder im märkischen Adel spielende Gesellschaftsromane1, in denen er das Bild einer innerlich brüchigen Zeit entwarf und die seine Enttäuschung über das Zweite Deutsche Reich widerspiegelten. Fontane hatte auf ein Reich gehofft, in dem die noch zeitgemäßen Werte - Charakter, Gesinnung - gelten, das aber alle veralteten Traditionen abschütteln sollte. Statt dessen blieb es bei sinnentleerten Wertvorstellungen.2

1 Peter Demetz unterscheidet zwischen drei Formen in Fontanes Erzählwerk: 1. der historische Roman, 2. der Kriminalroman und 3. der Gesellschaftsroman. Vgl. Demetz, Peter: Formen des Realismus: Theodor Fontane. München 1964,12

2 Vgl. zu Lebenslauf Attwood, Kenneth: Fontane und das Preußentum. Berlin o. J., 1. Aufl., 31 ff.

Anmerkungen

Die Quelle ist genannt, die Wörtlichkeit der Übernahme aber nicht gekennzeichnet.

Sichter
(Schumann), PlagProf:-)

[49.] Yb/Fragment 110 01 - Diskussion
Bearbeitet: 19. June 2015, 19:04 Schumann
Erstellt: 16. June 2015, 06:08 (SleepyHollow02)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 110, Zeilen: 1-4
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 41, Zeilen: 41: letzte Zeile; 42: 1-4
Das Schaukelmotiv wird zu einer Vorausdeutung auf Effis Abenteuer mit dem Liebhaber Crampas. Mit ihm verlässt sie die normative Ordnung ihrer Gesellschaftsschicht und erfährt dadurch den Sturz aus eben diesem Normensystem mit allen Konsequenzen551.

551 Hamann, a.a.O., S. 55.

Somit wird das Schaukelmotiv bereits im zweiten

[Seite 42]

Kapitel zu einer Vorausdeutung auf Effis Abenteuer mit Crampas - mit ihm, verlässt sie die normative Ordnung ihrer Gesellschaftsschicht und erfährt dadurch den Sturz aus ebendiesem Normensystem mit allen Konsequenzen.

Anmerkungen

Die Quelle (jedoch nicht die korrekte Seite) ist in Fn. 551 genannt. Bei isolierter Betrachtung eher kW, das Fragment ist aber Fortsetzung und Abschluss der Übernahmen auf den vorigen Seiten.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[50.] Yb/Fragment 168 01 - Diskussion
Bearbeitet: 19. June 2015, 18:47 Schumann
Erstellt: 15. June 2015, 11:46 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 168, Zeilen: 1-4
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 54, Zeilen: 23-26
Es handelt sich nicht um eine wie zufällig gegebene Antwort - eine Lebensphilosophie wird offengelegt: Dem Genuss des Augenblicks, dem Vertreiben der Langeweile - der „Todfeindin“816 Effis - müssen gesetzliche Ordnungen geopfert werden.

816 Fontane, Effi Briest, S. 31.

Es handelt sich nicht um eine wie zufällig gegebene Antwort - eine Lebensphilosophie wird offengelegt: Dem Genuss des Augenblicks, dem Vertreiben der Langeweile müssen gesetzliche Ordnungen geopfert werden.
Anmerkungen

Der Einschub könnte auf einen eigenen Gedanken Yb's zurückgehen.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[51.] Yb/Fragment 038 09 - Diskussion
Bearbeitet: 19. June 2015, 18:40 Schumann
Erstellt: 4. June 2015, 20:14 (Hindemith)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Ilias 2005, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 9-19
Quelle: Wikipedia Ilias 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Der homerische Heros177 zeichnet sich durch vier Charaktereigenschaften aus: aidós (Respekt, Rücksicht auf die gesellschaftliche Stellung), éleos (Mitleid), kléos (Ruhm) und timè (Ehre). Auch wird er durch eine Vielzahl innerer und äußerer Kräfte beeinflußt. Die Entscheidungsfreiheit mangelt ihm, weil er zum einen dem Schicksal unterworfen, zum anderen in gesellschaftliche Zwänge eingebunden ist. Seine Maxime lautet, immer der Beste zu sein und den anderen überlegen. Die Helden der Ilias sind Aristokraten. Ihre gesellschaftliche Stellung spiegelt sich im Kampfverhalten wieder. Sie möchten Ruhm und Ehre zu Lebzeiten erlangen. Dem Glanz der Helden steht das Elend der Unglücklichen gegenüber.

177 Zum Ganzen: http://de.wikipedia.org/wiki/Ilias, zuletzt abgerufen 6. 11. 2005, 8.30 Uhr.

Der homerische Heros zeichnet sich durch vier Charaktereigenschaften aus: aidós (Respekt und Rücksicht auf gesellschaftliche Stellung), éleos (Mitleid), kléos (Ruhm) und timé (Ehre). Des Weiteren ist er durch eine Vielzahl innerer und äußerer Kräfte beeinflusst und gelenkt. Ihm fehlt die Entscheidungsfreiheit, weil er einerseits göttlichem Lenken und dem Schicksal unterworfen, andererseits in gesellschaftliche Zwänge eingebunden ist. Seine Maxime lautet, immer der Beste zu sein und den anderen überlegen (aien aristeuein kai hypeirochon emmenai allon). Die Helden der Ilias sind Aristokraten. Ihr Verhalten wird von den niedrigeren Schichten nur vereinzelt kritisiert, z. B. durch den Soldaten Thersites im 2. Gesang. Ihre gesellschaftliche Stellung spiegelt sich im Kampfverhalten wieder. Sie möchten Ruhm und Ehre zu Lebzeiten erlangen, an ein Weiterleben nach dem Tod glaubten die Griechen nicht (siehe Hades). Dem Glanz der Helden steht das Elend der Unglücklichen gegenüber.
Anmerkungen

Die Quelle ist angegeben, der Umfang und der großteils wörtliche Charakter der Übernahme aber nicht gekennzeichnet.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[52.] Yb/Fragment 144 01 - Diskussion
Bearbeitet: 19. June 2015, 13:05 PlagProf:-)
Erstellt: 15. June 2015, 09:06 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 144, Zeilen: 1-19
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 50 f., Zeilen: 50: 35 ff.; 51: 1 ff.
[Und damit sind die Voraussetzungen für das Gespräch mit Wüllersdorf geschaffen, in dem Innstetten die theoretischen Grundlagen für seine Kapitulation] vor der Gesellschaft entwickelt und das Conrad Wandrey für die größte Sprechszene des deutschen Romans 719 hielt.

Es kommt nicht - wie vielleicht noch zu erwarten gewesen wäre - zu einer privaten Aussprache zwischen Innstetten und Effi, sondern zu einem öffentlichen Dialog mit Wüllersdorf. Ohne dem Privaten eine Chance zu gewähren, wird gesellschaftliche Ordnung als Maß aller Dinge zum Richterin über private Konflikte berufen - trotz einer zugegebenen Ahnung vom Ablauf der Dinge, wie sie die Pflicht als Ehemann verlangt hätte: „Ich mußte die Briefe verbrennen, und die Welt durfte nie davon erfahren“ 720.

Doch die Welt erfährt davon: Innstetten schrieb einen Zettel an Wüllersdorf und gab damit das Spiel aus der Hand721. Vorwürfe, sich nicht beherrscht, nicht in Ordnung gehalten zu haben, formulierte er, löschte sie allerdings gleichzeitig mit der Entschuldigung einer zu plötzlichen und harten Konfrontation mit der Tatsache des Ehebruchs aus722.

In dem Gespräch mit Wüllersdorf kommt zum Ausdruck, dass dieser Ehemann nicht von unmittelbaren, konkreten Interessen geleitet wird, sondern von einer formalen Ethik, die andere Menschen vernichtet und am Ende gar zur bewussten Selbstzerstörung führt.


719 Wandrey, Conrad: Theodor Fontane, München 1919, S. 285.

720 Fontane, Effi Briest, S. 205.

721 Fontane, Effi Briest, S. 199.

722 Fontane, Effi Briest, S. 198 f.

Und damit sind nun die Voraussetzungen für das Gespräch mit Wüllersdorf geschaffen, in dem Innstetten die theoretischen Grundlagen für seine Kapitulation vor der Gesellschaft entwickelt und das Conrad Wandrey für die größte Sprechszene des deutschen Romans132 hält. Es kommt nicht - wie vielleicht noch zu erwarten wäre - zu einer privaten Aussprache zwischen Innstetten und Effi, sondern zu einem öffentlichen

[Seite 51:]

Dialog mit Wüllersdorf. Ohne dem Privaten eine Chance zu gewähren, wird gesellschaftliche Ordnung als Maß aller Dinge zum Richter über private Konflikte berufen - trotz einer zugegebenen Ahnung vom Ablauf der Dinge, wie sie die Pflicht als Ehemann verlangt hätte: Ich mußte die Briefe verbrennen, und die Welt durfte nie davon erfahren. (248)

Aber die Welt erfährt davon, denn Innstetten schreibt einen Zettel an Wüllersdorf und gibt damit das Spiel aus der Hand. Vorwürfe, sich nicht beherrscht, nicht in Ordnung gehalten zu haben, formuliert er, löscht sie allerdings gleichzeitig mit der Entschuldigung einer zu plötzlichen und harten Konfrontation mit der Tatsache des Ehebruchs aus (241). In dem Gespräch mit Wüllersdorf kommt zum Ausdruck, dass Innstetten nicht von unmittelbaren, konkreten Interessen geleitet wird, sondern von einer formalen Ethik, die andere Menschen vernichtet und am Ende gar zur bewussten Selbstzerstörung führt.133


132 Wandrey, Conrad: a.a.O., 285

133 Vgl. hierzu das Selbstgespräch Innstettens nach dem für Crampas tödlichen Duell (247 f.)

Anmerkungen

Die Quelle ist zuletzt auf S. 143 in Fn. 716 genannt. Daraus wird die weitgehend wörtliche Übernahme nicht ersichtlich. Evtl. aber daher auch BO einzuordnen.

Die Verfasserin ändert "... wird gesellschaftliche Ordnung als Maß aller Dinge zum Richter" um in "Richterin", lässt aber "zum" davor stehen. So wird die gesellschaftliche Ordnung "zum Richterin".

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)

[53.] Yb/Fragment 193 07 - Diskussion
Bearbeitet: 19. June 2015, 05:55 PlagProf:-)
Erstellt: 16. June 2015, 15:53 (Schumann)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 193, Zeilen: 7-12
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 69, 70, Zeilen: 69: letzte zwei Zeilen - 70: 1-5
Mit dieser Aussage und der gleichzeitigen Infragestellung der Existenz glücklicher Ehen, von Effi unterstützt und lediglich eingeschränkt durch die Ausnahme der eigenen Ehe, ist die Motivation für den Ehebruch offenbar. Das Streben nach Abwechslung ist es auch, das Crampas zu durch charakterliche Dispositionen begünstigten Aktionen veranlasst, um das Schicksal zum Vollzug herauszufordern909.

909 Hamann, a.a.O., S. 70 f.

Mit dieser Aussage und der gleichzeitigen Infragestellung der Existenz glücklicher

[Seite 70]

Ehen, von Effi unterstützt und lediglich eingeschränkt durch die Ausnahme der eigenen Ehe, ist die Motivation für den Ehebruch offenbar. Das Streben nach Abwechslung ist es auch, das Crampas zu durch charakterliche Dispositionen begünstigten Aktionen veranlasst um das Schicksal zum Vollziehen herauszufordern.

Anmerkungen

Die Quelle ist in Fn. 909 genannt, aber die Wörtlichkeit der Übernahme bleibt ungekennzeichnet.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[54.] Yb/Fragment 116 01 - Diskussion
Bearbeitet: 19. June 2015, 05:54 PlagProf:-)
Erstellt: 16. June 2015, 15:47 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 116, Zeilen: 1-3
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 43, Zeilen: 22-25
[Das kindlich Schwankende ihrer Ziele585 - Innstetten: „Immer Phantasien, mal so, mal so“586 - tritt ebenfalls offen zutage in der erwähnten] Reihenfolge ihrer Wünsche für die Ehe. Bestätigt sie die mütterlichen Erwartungen von einer Musterehe mit Innstetten, gibt sie im Folgesatz zu bedenken, dass sie eine Musterehe nicht anstrebe587.

587 Fontane, Effi Briest, S. 26.

Das Schwankende ihrer Ziele tritt ebenfalls offen zutage in der erwähnten Reihenfolge ihrer Wünsche für die Ehe. Bestätigt sie die mütterlichen Erwartungen von einer Musterehe mit Innstetten, gibt sie im Folgesatz zu bedenken, dass sie eine Musterehe nicht anstrebe (32).
Anmerkungen

Fortsetzung von S. 115. Dort wird Hamann in Fn. 583 genannt.

Sichter
(PlagProf), SleepyHollow02

[55.] Yb/Fragment 073 01 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 19:16 PlagProf:-)
Erstellt: 16. June 2015, 13:00 (Schumann)
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 73, Zeilen: 1-5
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 68, Zeilen: 21-25
Die volle Tragweite dieser Warnung eröffnet sich erst am Ende des Romans, wenn der alte Briest, einer der „großen abgeklärten Alten“339 bei Fontane, die gleichen Worte verwendet, um die gebrochene Effi nach Hohen-Cremmen zurückzuholen, eine tragische Ironie insofern, als jetzt der Tod als letzte Geborgenheit auf sie wartet.

339 Frei, a.a.O., S. 79. Zum „antidogmatischen“ Satz Briests vom „weiten Feld“: Rösel, Manfred: „Das ist ein zu weites Feld“. Wahrheit und Weisheit einer Fontaneschen Sentenz, Frankfurt a. M. 1997, S. 15.

Die volle Tragweite dieser Warnung eröffnet sich dem Leser erst am Ende des Romans, wenn der alte Briest die gleichen Worte verwendet um die gebrochene Effi nach Hohen-Cremmen zurückzuholen, eine tragische Ironie insofern, als jetzt der Tod als letzte Geborgenheit auf sie wartet.
Anmerkungen

Der Quellennachweis bezieht sich lediglich auf einen kurzen Einschub; die eigentliche Quelle für den umgebenden Text bleibt ungenannt.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[56.] Yb/Fragment 072 09 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 19:15 PlagProf:-)
Erstellt: 16. June 2015, 12:47 (Schumann)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 72, Zeilen: 9-23
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 68, Zeilen: 9 ff.
Untreue und Tod - auf dieses Geschehen ist der Leser im ersten Kapitel von Effi Briest nicht zuletzt durch vorausdeutende, vorwegnehmende Zeichen336 vorbereitet337. Seine Erwartungshaltung lässt das sich anschließende Geschehen folgerichtig vor ihm ablaufen. Die Vorausdeutungen des ersten Kapitels stehen in einem engen Beziehungsgeflecht mit der Person des Ehemanns von Innstetten. Der Erzähler, der freilich durchaus nicht alles und jedes eigens sagt338 , hat Effis Mitteilungen über ihn eng mit entscheidenden Gelenkstellen des Romans: Heirat - Untreue - Tod verknüpft.

Die Konfliktträchtigkeit des Ganzen verdeutlicht sich in der von Effi abverlangten Entscheidung zwischen der Geborgenheit des Elternhauses und der Ehe mit Innstetten; denn während des sich dem Trauermarsch anschließenden Spiels übermittelt die Mutter ihrer Tochter die Werbung des Landrats, die begleitet wird von der vorausdeutenden Warnung, in dem gewohnten Kreis zu verbleiben: „Effi, komm!“


336 Guenther, a.a.O., S. 258.

337 Hamann, a.a.O., S. 68.

338 Guenther, a.a.O., S. 264.

Untreue und Tod - auf dieses Geschehen ist der Leser im ersten Kapitel vorbereitet, seine Erwartungshaltung lässt das sich anschließende Geschehen folgerichtig fast zwanghaft vor ihm ablaufen. Die Vorausdeutungen des ersten Kapitels stehen in einem engen Beziehungsgeflecht mit der Person Innstettens. Der Erzähler hat Effis Mitteilungen über ihn eng mit entscheidenden Gelenkstellen des Romans: Heirat - Untreue - Tod verknüpft. Die Konfliktträchtigkeit des Ganzen verdeutlicht sich in der von Effi abverlangten Entscheidung zwischen der Geborgenheit des Elternhauses und der Ehe mit Innstetten; denn während des sich dem Trauermarsch anschließenden Spiels übermittelt die Mutter ihrer Tochter die Werbung des Landrats, die begleitet wird von der vorausdeutenden Warnung in dem gewohnten Kreis zu verbleiben: Effi, komm (18).
Anmerkungen

Die Quelle wird zwar in Fn 337 genannt (und es gibt auch zwei kleine inhaltliche Ergänzungen), dennoch bleibt die großteils wörtliche Übernahme ungekennzeichnet.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[57.] Yb/Fragment 106 20 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 19:13 PlagProf:-)
Erstellt: 15. June 2015, 19:19 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 106, Zeilen: 20-25
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 40, Zeilen: 25-30
Im unmittelbaren Anschluss an die Stickszene wird ein flüchtiges und verstohlenes Aufblicken der Mutter zur Verdeutlichung ihres positiven ästhetischen Urteils über die Tochter zugestanden, das eine Bestätigung seitens des Erzählers erfährt, der sich nunmehr einer ausführlichen äußeren Beschreibung Effis widmet, um damit gleichzeitig die äußeren Qualitäten der Mutter herauszustreichen: Im unmittelbaren Anschluss daran wird ein flüchtiges und verstohlenes Aufblicken der Mutter zur Verdeutlichung ihres positiven ästhetischen Urteils über die Tochter zugestanden, das eine Bestätigung seitens des Erzählers erfährt, der sich nunmehr einer ausführlichen äußeren Beschreibung Effis widmet um damit gleichzeitig die äußeren Qualitäten der Mutter herauszustreichen:
Anmerkungen

Hier kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[58.] Yb/Fragment 019 08 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 19:01 PlagProf:-)
Erstellt: 13. June 2015, 13:29 (Schumann)
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 8-12, 19-23
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 92, Zeilen: 22-30
Fontane, der von der „Geschichtsmächtigkeit des Aristokratischen“96 durchaus überzeugt ist, äußert immer wieder unverdrossen seine Vorbehalte gegenüber dem krampfhaften Tradieren überkommener Vorstellungen, dem Festhalten an sinnentleerten Ehrbegriffen, der übersteigerten Wertschätzung einer militärischen Laufbahn und dem Bildungsmangel.

[...]

Fontanes Skepsis ist dabei ambivalenter Natur. Hinter der bewußt gestalteten Gegenläufigkeit des Selbstfindungsprozesses des Ehemanns Innstetten und der Ernüchterung aufseiten Effi Briests verbirgt sich sein Zweifel an einer Harmonisierung des Konflikts zwischen Gesellschaft und Menschlichkeit.


96 Frei, a.a.O., S. 41.

Vorbehalte gegenüber seinem krampfhaften Tradieren überkommener Vorstellungen, dem Festhalten an sinnentleerten Ehrbegriffen, der übersteigerten Wertschätzung einer militärischen Laufbahn und dem Bildungsmangel begleiten unaufdringlich die Handlung. Die Skepsis des Erzählers ist ambivalenter Natur und hinter der bewusst gestalteten Gegenläufigkeit des Selbstfindungsprozesses Innstettens und der Ernüchterung aufseiten Effis verbirgt sich sein Zweifel an einer Harmonisierung des Konflikts zwischen Gesellschaft und Menschlichkeit.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[59.] Yb/Fragment 242 14 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 19:00 PlagProf:-)
Erstellt: 10. June 2015, 09:35 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Höhler 2007, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 242, Zeilen: 14-27
Quelle: Höhler 2007
Seite(n): 5, Zeilen: 0
In der Türkei sind in den vergangenen sechs Jahren mindestens 1806 Frauen Opfer so genannter Ehrenmorde geworden - fast jeden Tag eine. Diese Zahl nannte die für Familienpolitik zuständige türkische Staatsministerin Nimet Cubukcu. Verbrechen aus verletzter Ehre sind damit offenbar weitaus verbreiteter als bisher angenommen.

Fachleute gingen bislang von etwa 70 Ehrenmorden an türkischen Frauen pro Jahr aus. Auch die jetzt von Staatsministerin Cubukcu im Parlament genannte Zahl von 1806 weiblichen Opfern in den Jahren von 2001 bis 2006, die sich auf Angaben des Justiz- und des Innenministeriums stützt, dürfte viel zu niedrig gegriffen sein.

Nachdem das Parlament Mitte 2005 die Strafen für Morde aus verletzter Ehre verschärfte, werden viele Verbrechen als Selbstmorde getarnt oder Frauen in den Suizid getrieben. Nach Angaben von Cubukcu haben sich in den letzten sechs Jahren 5375 Frauen selbst getötet1108.


1108 Frankfurter Rundschau vom 30. 1. 2007 (Gerd Höhler).

In der Türkei sind nach Regierungsangaben in den vergangenen sechs Jahren mindestens 1806 Frauen Opfer so genannter Ehrenmorde geworden - fast jeden Tag eine. Verbrechen aus verletzter Ehre sind damit offenbar sehr viel stärker verbreitet als bisher angenommen.

Athen · Die Zahl von rund 1800 "Ehrenmorden" in sechs Jahren nannte jetzt die für Familienpolitik zuständige türkische Staatsministerin Nimet Cubukcu. Fachleute gingen bislang von etwa 70 "Ehrenmorden" an türkischen Frauen pro Jahr aus. [...]

Die Angaben von Staatsministerin Cubukcu in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage stützen sich auf Zahlenmaterial des Justiz- und des Innenministeriums. Allerdings dürften auch diese Angaben viel zu niedrig gegriffen sein. Denn seit das Parlament Mitte 2005 die Strafen für Morde aus verletzter Ehre verschärft hat, werden viele dieser Verbrechen als Selbstmorde getarnt oder Frauen in den Suizid getrieben. Nach Angaben von Cubukcu haben sich in den zurückliegenden sechs Jahren 5375 Frauen selbst getötet.

Anmerkungen

Die Quelle wird genannt, die wörtlichen Übernahmen sind aber nicht gekennzeichnet.

Sichter
(PlagProf:-) Schumann

[60.] Yb/Fragment 242 01 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 18:59 PlagProf:-)
Erstellt: 5. June 2015, 18:41 (Hindemith)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Lau 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 242, Zeilen: 1-13
Quelle: Lau 2006
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Bis zu 30 Prozent aller türkischen Studenten halten „Ehrenmord“ im übrigen für eine legitime Reaktion auf eine Verletzung der Familienehre. Schockiert berichtet die türkische Tageszeitung Hürriyet, die seit Jahren eine Kampagne gegen häusliche Gewalt betreibt, über eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Metropol. Danach sprechen sich insbesondere an den osttürkischen Universitäten viele Studenten für Ehrenmorde aus.

Verblüffend waren auch die Ergebnisse der Metropol-Umfrage zum Thema „Jungfräulichkeit“. Türkeiweit sprechen sich 55,3 Prozent der Studenten dafür aus, dass sie„unbedingt“ bis zur Ehe erhalten werden solle. 32,3 Prozent räumen den Frauen ein, dass es ihre eigene Entscheidung sei und nur 5,4 Prozent empfinden die „Erhaltung der Jungfräulichkeit“ als „veraltete Tradition“1107.


1107 Alle diesbezüglichen Angaben in: Die WELT.de vom 27.10.2006 (Miriam [sic] Lau).

Bis zu 30 Prozent aller türkischen Studenten halten "Ehrenmord" für eine legitime Reaktion auf eine Verletzung der Familienehre. Schockiert berichtet die türkische Tageszeitung "Hürriyet", die seit über zwei Jahren eine sehr erfolgreiche Kampagne gegen häusliche Gewalt betreibt, über eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Metropol. Danach sprechen sich insbesondere in den osttürkischen Universitäten viele Studenten für Ehrenmorde aus.

[...]

Verblüffend für die türkischen Berichterstatter waren gestern auch die Ergebnisse der Metropol-Umfrage zum Thema "Jungfräulichkeit". Türkeiweit sprechen sich 55,3 Prozent der Studenten dafür aus, dass sie"unbedingt" bis zur Ehe erhalten werden solle. 32,3 Prozent räumen den Frauen ein, dass es ihre eigene Entscheidung sei und nur 5,4 Prozent empfinden die "Erhaltung der Jungfräulichkeit" als "veraltete Tradition".

Anmerkungen

Nicht nur "alle diesbezüglichen Angaben" stammen aus der Quelle, sondern auch der Wortlaut. Außerdem ist für den Leser nicht klar, wie viel übernommen wurde, auch da sich die Übernahme über zwei Abschnitte erstreckt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[61.] Yb/Fragment 025 13 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 18:56 PlagProf:-)
Erstellt: 5. June 2015, 14:43 (Hindemith)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 25, Zeilen: 13-23
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 11, Zeilen: 26-36
Der Roman Effi Briest schließt in seiner Thematik an vier zuvor veröffentlichte Romane an: L’Adultera, Cécile, Graf Petöfy und Unwiederbringlich. Die Brüchigkeit einer Ehe ist - bei unterschiedlichem Geschehensablauf und voneinander abweichender Gestaltung der Konflikte - das gemeinsame Grundschema der Romane130. Wie in L‘Adultera und in Cécile setzt sich Fontane mit der Ehe als einer gesellschaftlichen Institution auseinander.

Insbesondere in diesen drei Romanen wird die Forderung der Gesellschaft nach der Aufrechterhaltung einer über dem individuellen Recht auf Freiheit stehenden allgemeinen Ordnung den Frauengestalten zum Verhängnis.


130 Hamann, a.a.O., S. 11.

Der Roman Effi Briest schließt in seiner Thematik an die vier zuvor von Fontane veröffentlichten Romane an: L'Adultéra, Cécile, Graf Petöfy und Unwiederbringlich.30 Die Brüchigkeit einer Ehe ist - bei unterschiedlichem Geschehensablauf und voneinander abweichender Gestaltung der Konflikte - das gemeinsame Grundschema der Romane. Wie in L’Adultera und in Cécile setzt sich Fontane in Effi Briest mit der Ehe als einer gesellschaftlichen Institution auseinander. Insbesondere in diesen drei Romanen wird die Forderung der Gesellschaft nach der Aufrechterhaltung einer über dem individuellen Recht auf Freiheit stehenden allgemeinen Ordnung den Frauengestalten zum Verhängnis.
Anmerkungen

Die Quelle ist genannt, die größtenteils wörtliche Übernahme aber nicht gekennzeichnet.

Sichter
(Hindemith) (Schumann) Klgn

[62.] Yb/Fragment 239 01 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 18:53 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 20:42 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Seppuku 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 239, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Wikipedia Seppuku 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Der Dienst war für den Sterbenden von großer Bedeutung: Ein Samurai durfte beim Seppuku weder das Gesicht verziehen noch ein Seufzen oder Stöhnen von sich geben oder gar Furcht zeigen. Sobald die persönliche Schmerzgrenze erreicht worden war, beugte er daher den Kopf leicht vor und empfing den tödlichen Hieb. Über das Verhalten der Hauptperson in den entscheidenden Momenten wurde von anwesenden Protokollanten eine schriftliche Bewertung angefertigt, die darüber entschied, ob das Ritual aufgrund korrekter Durchführung und würdevollen Verhaltens der Hauptperson und des Sekundanten als offizielles Seppuku anerkannt wurde.

Es war für den Samurai nicht verwerflich, den Kopf vor Beendigung der Technik oder bereits nach dem Einstich vorzubeugen. Entscheidend war, dass die Familie und Nahestehende bei der anschließenden Betrachtung des Hauptes keinen Schmerz im Gesichtsausdruck der getöteten Person erkennen konnten. Daher galt es oft schon als offizielles Seppuku, wenn der tödliche Hieb ausgeführt wurde, sobald die Hauptperson überhaupt erst nach der Klinge griff.

Eine wichtige Rolle spielte der Sekundant, der, um den Todeskandidaten nicht nervös zu stimmen, stets außerhalb seines Sichtfeldes stand und auf den vereinbarten Zeitpunkt wartete. Der erlösende Hieb musste mit absoluter Gewissenhaftigkeit erfolgen. Das Leiden sollte durch dessen verspätete Ausführung nicht unnötig verlängert werden. Sollte er aber verfrüht, also vor dem Vorbeugen des Kopfes angesetzt werden, bliebe die Klinge in den Halswirbeln der Hauptperson stecken und machte neben weiteren Qualen zusätzliche Hiebe nötig.

Der Sekundant musste ebenfalls darauf achten, dass der Kopf nicht völlig vom Rumpf getrennt wurde, er musste immer noch durch einen Hautlappen mit dem Körper verbunden sein. Alles andere wäre dem Kandidaten gegenüber nicht respektvoll gewesen und hätte eher an die Hinrichtung eines Kriminellen erinnert. Aufgrund all dieser Faktoren lag also eine enorme Verantwortung beim Sekundanten.

Der Dienst des kaishaku-nin war für den Sterbenden von großer Bedeutung: Ein Samurai durfte beim Seppuku weder das Gesicht verziehen noch ein Seufzen oder Stöhnen von sich geben oder Furcht in seinen Augen zeigen, dies hätte die Wiederherstellung der persönlichen Ehre verhindert. Sobald die persönliche Schmerzgrenze erreicht worden war, beugte er den Kopf daher leicht vor und empfing den tödlichen Hieb. Über das Verhalten der Hauptperson in den entscheidenden Momenten wurde von den anwesenden Protokollanten eine mal mehr, mal weniger genaue schriftliche Bewertung verfasst, die darüber entschied, ob das Ritual durch korrekte Durchführung und würdevolles Verhalten der Hauptperson und des Sekundanten als offizielles Seppuku anerkannt wurde.

Es war für den Samurai auch nicht verwerflich, den Kopf vor Beendigung der Technik oder bereits nach dem Einstich vorzubeugen. Entscheidend war, dass die Familie und Nahestehende bei der anschließenden Betrachtung des Hauptes keinen Schmerz im Gesichtsausdruck der getöteten Person erkennen konnten. Daher galt es oft schon als offizielles Seppuku, wenn der tödliche Hieb ausgeführt wurde, sobald die Hauptperson überhaupt erst nach der Klinge griff. [...]

Eine nicht weniger wichtige Rolle spielte der Sekundant, der, um diesen nicht nervös zu stimmen, stets außerhalb des Sichtfeldes des Sterbenden stand und auf den vereinbarten Zeitpunkt wartete. Der erlösende Hieb musste mit absoluter Gewissenhaftigkeit erfolgen. Das Leiden sollte durch seine verspätete Ausführung nicht unnötig verlängert werden. Sollte er aber verfrüht, also vor dem Vorbeugen des Kopfes angesetzt werden, würde sich die Klinge des kaishaku-nin in Halswirbeln und Genick der Hauptperson verfangen und neben weiteren Qualen zusätzliche Hiebe nötig machen. Der Sekundant musste ebenfalls darauf achten, dass der Kopf nicht völlig vom Rumpf getrennt wurde, er musste immer noch durch einen Hautlappen mit dem Körper verbunden sein. Alles andere wäre dem Kandidaten gegenüber nicht respektvoll gewesen und hätte eher an die Hinrichtung eines Kriminellen erinnert. Aus all diesen Faktoren berechnet, lag also eine enorme Verantwortung auf seinen Schultern.

Anmerkungen

Die Quelle ist nicht genannt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[63.] Yb/Fragment 238 08 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 18:52 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 20:37 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Seppuku 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 238, Zeilen: 8-29
Quelle: Wikipedia Seppuku 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Zunächst zu japanischen Riten: Seppuku bezeichnet eine ritualisierte Art der männlichen Selbsttötung, die etwa ab der Mitte des 12. Jahrhunderts in Japan vor allem innerhalb der Schicht der Samurai verbreitet war und 1868 offiziell verboten wurde. Ein Verbot freilich, das nicht immer beachtet wurde.

Der geläufigere Begriff Harakiri ist ein umgangssprachlicher Ausdruck. Er beschreibt nur einen Teil des Rituals, und seine Verwendung kann in Japan sogar als Beleidigung empfunden werden.

Ein Mann, der wegen einer Pflichtverletzung sein Gesicht verloren hatte, konnte durch Seppuku die Ehre seiner Familie wiederherstellen. Beim Seppuku schnitt sich der sitzende Mann nach Entblößung des Oberkörpers mit der in Papier gewickelten und zumeist speziell für diesen Anlass aufbewahrten Klinge den Bauch ungefähr sechs Zentimeter unterhalb des Nabels in der Regel von links nach rechts mit einer abschließenden Aufwärtsführung der Klinge auf. Da der Bauchanteil der Aorta unmittelbar vor der Wirbelsäule liegt, wird sie dabei in der Regel angeschnitten oder durchtrennt, und der sofortige Blutdruckabfall hat einen Bewusstseinsverlust innerhalb kürzester Zeit zur Folge.

Nach der Ausführung der Schnitte wurde dem Mann vor oder nach der Ablage der Klinge von einem bereitstehenden Assistenten (Sekundanten) der Kopf abgeschlagen, um einen schnellen Tod herbei-[zuführen]

Seppuku (japanisch 切腹) bezeichnet eine ritualisierte Art der männlichen Selbsttötung, die etwa ab der Mitte des 12. Jahrhunderts in Japan vor allem innerhalb der Schicht der Samurai verbreitet war und 1868 offiziell verboten wurde.

Die im Deutschen und Englischen oft verwendete Bezeichnung Harakiri (von japanisch 腹切り hara „Bauch“ und kiru „schneiden“ – umgekehrte Reihenfolge der Schriftzeichen) ist ein umgangssprachlicher und herabsetzender Ausdruck, der vor allem von Europäern und Amerikanern benutzt wird. Er beschreibt nur einen Teil des Rituals, und seine Verwendung kann in Japan als Beleidigung empfunden werden.

Ein Mann, der wegen einer Pflichtverletzung das Gesicht verloren hatte, konnte durch Seppuku seine Ehre und die seiner Familie wiederherstellen. [...]

Beim Seppuku schnitt sich der im Seiza sitzende Mann nach Entblößung des Oberkörpers mit der in Papier gewickelten und zumeist speziell für diesen Anlass aufbewahrten Klinge eines Wakizashi oder Tantō den Bauch ungefähr sechs Zentimeter unterhalb des Nabels (genannt Tanden; Zentrum der Balance des menschlichen Körpers und nach religiöser Auffassung der Sitz der Seele, im Zen auch die Hauptflussader des Ki) in der Regel von links nach rechts mit einer abschließenden Aufwärtsführung der Klinge auf. Da die Bauch-Aorta (Hauptschlagader) unmittelbar vor der Wirbelsäule liegt, wird sie dabei normalerweise angeschnitten oder ganz durchtrennt. (Der sofortige Abfall des Blutdrucks sollte einen Bewußtseinsverlust innerhalb von höchstens 10 Sekunden zur Folge haben) [...]

Nach der Ausführung der Schnitte wurde ihm vor oder nach der Ablage der Klinge von einem bereitstehenden Assistenten (dem kaishaku-nin oder Sekundanten, ebenfalls einem Samurai, meistens der engste Vertraute) das Haupt mit einem Katana, oder seltener, mit einem Tachi, abgeschlagen, um einen schnellen Tod herbeizuführen.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[64.] Yb/Fragment 036 01 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 18:51 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 19:59 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Ehre 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 36, Zeilen: 1-7
Quelle: Wikipedia Ehre 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Das Streben einer Person nach Ruhm oder Ehre führt und führte nicht selten zu persönlichen und äußeren Konflikten. In manchen (östlichen) Kulturen spricht man beim Verlust der Ehre auch von Gesichtsverlust.

Eine Eigentümlichkeit findet sich freilich: Verletzte und verlorene Ehre konnte früher und kann in vielen meist islamischen Ländern auch heute noch - wie etwa die beschädigte körperliche oder mentale Gesundheit - auf verschiedene Weise wiederhergestellt werden.

Verletzte Ehre wurde früher und wird in vielen meist islamischen Ländern auch heute noch auf verschiedene Weise (vgl. Rache, Duell, Ehrenmord) wiederhergestellt. Das Streben einer Person nach Ruhm oder Ehren führt und führte nicht selten zu persönlichen und äußeren Konflikten. In manchen (östlichen) Kulturen spricht man beim Verlust der Ehre auch von „Gesichtsverlust“.
Anmerkungen

Die Quelle ist nicht bzw. nur auf der Vorseite (wo danach noch noch zwei andere Quellenverweise erfolgen) genannt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[65.] Yb/Fragment 035 04 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 18:50 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 19:55 (Hindemith)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Ehre 2005, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 35, Zeilen: 4-10, 13-15, 19-20
Quelle: Wikipedia Ehre 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Ehre zu definieren, fällt entgegen weit verbreiteter Meinung nicht leicht. Ein zeitgenössisches Lexikon161 definiert sie auch nur „in etwa“ als Achtungswürdigkeit (einer Person); sie kann auch jemandem als Mitglied eines Kollektivs zuerkannt werden, sie kann aber auch, etwa durch Nobilitierung oder Verleihung von Orden und Ehrenzeichen (so in Österreich) von dem dazu Berechtigten zugesprochen werden (The Queen is the fountain of honour).

[...]

Durch Mißachtung des Kollektivs wird der Einzelne, durch Mißachtung des Einzelnen wird sein Kollektiv getroffen - anders verhält es sich z. B. beim Ruhm.

Arthur Schopenhauer: „Daher sage ich: die Ehre ist, objektiv, die Meinung anderer von unserem Werth, und subjektiv, unsere Furcht vor dieser Meinung.“163

In westlichen Gesellschaften ist damit oft eine persönliche Blamage oder der Verlust an Würde gemeint.


161 http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ehre&printable=yes zuletzt abgerufen am 2. November 2005, 11.27 Uhr (auch zum folgenden).

163 Schopenhauer, a.a.O., S. 359.

Ehre bedeutet in etwa Achtungswürdigkeit (einer Person), sie kann jemandem als Mitglied eines Kollektivs zuerkannt werden (Ehre des Weibes, des Edelmannes, des Handwerkers u. a. m.), sie kann aber auch (etwa durch die Nobilitierung oder eine Ordensverleihung) vom dazu Berechtigten zugesprochen werden (The Queen is the fountain of honour). Durch Missachtung des Kollektivs wird der Einzelne, durch Missachtung des Einzelnen wird sein Kollektiv getroffen (vgl. die Ehrverletzung) - anders als z. B. beim Ruhm.

[...]

Arthur Schopenhauer: „Die Ehre ist, objektiv, die Meinung anderer von unserem Wert und subjektiv unsere Furcht vor dieser Meinung.“ Im Westen ist hiermit oft eine persönliche Blamage oder der Verlust an Würde gemeint.

Anmerkungen

Die Quelle ist im ersten Absatz genannt, die gesamte Übernahme ist aber dadurch nicht abgedeckt.

Die Autorin hat allerdings wohl das Schopenhauer-Zitat nachgeprüft und erweitert, weswegen es nicht in die Zeilenzählung eingeht.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[66.] Yb/Fragment 238 01 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 18:48 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 19:44 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Ehrverletzung 2005, Yb

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 238, Zeilen: 1-4
Quelle: Wikipedia Ehrverletzung 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
[Verleumderisch wird dabei gewertet, wenn die] Behauptung bewusst wahrheitswidrig aufgestellt wird. Als üble Nachrede wird die Verbreitung einer nicht nachweislich wahren Tatsache bewertet. Verleumdung kann in Deutschland mit bis zu fünf Jahren Haft, üble Nachrede mit bis zu zwei Jahren geahndet werden. Verleumderisch wird dabei gewertet, wenn die Behauptung bewusst wahrheitswidrig aufgestellt wird. Als üble Nachrede wird die Verbreitung einer nicht nachweislich wahren Tatsache bewertet. Verleumdung kann in Deutschland mit bis zu fünf Jahren Haft, üble Nachrede mit bis zu zwei Jahren geahndet werden.
Anmerkungen

Die Quelle wird nicht bzw. nur drei Absätze weiter oben auf der Vorseite genannt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[67.] Yb/Fragment 237 05 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 15:04 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 19:39 (Hindemith)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Ehrverletzung 2005, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 237, Zeilen: 5-27
Quelle: Wikipedia Ehrverletzung 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Die Ehrverletzung, es gibt sie nach wie vor, ist im deutschsprachigen Raum ein juristischer Begriff. Darunter fallen die Straftatbestände Üble Nachrede, Verleumdung und Beleidigung1100.

In alten Rechtskodizes, z. B. im Stadtrecht von Laufenburg in der Schweiz von 1526 oder in der Landesordnung des Erzherzogthums Österreich unter der Enns von 1573 werden schmehung und eerverletzung oder iniuria und ehrverletzung als strafwürdige Vergehen gesehen und sehr ernst genommen: „so soll derselb ehrverletzer ... zwyfache straf ... zelyden schuldig syn“.

Eine Straftat wegen Ehrverletzung wird in der neueren deutschen Rechtsprechung differenziert betrachtet: So entschied das Bundesverfassungsgericht in seinem Beschluss vom 10. Oktober 19951101 zum Verhältnis von Meinungsfreiheit und Ehrenschutz bei Kollektivurteilen über Soldaten, dass die Äußerung „Soldaten sind Mörder“ nicht automatisch strafwürdig sei, sondern unter das Recht der Meinungsfreiheit fiele. Gleichzeitig zog das Gericht aber auch die Möglichkeit einer erneuten Verurteilung der Antragsteller in Betracht, wenn die Behauptung sich auf einzelne Soldaten, sprich: auf Personen, beziehe.

Die Ehrverletzung entsteht also dadurch, dass jemand über einen anderen eine Tatsache behauptet und verbreitet, die geeignet ist, diesen verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen.


1100 http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ehrverletzung&printable=yes, zuletzt abgerufen 1. 11. 2005, 10.25 Uhr (auch zum folgenden).

1101 AZ: 1 BvR 1476/91, 1 BvR 1980/91, 1 BvR 102/92 und 1 BvR 221/92.

Die Ehrverletzung ist im deutschsprachigen Raum ein juristischer Begriff, der durch Paragrafen sowie die gängige Rechtsprechung definiert ist. Darunter fallen die Straftatbestände „Üble Nachrede“, Verleumdung und die Beleidigung.

In alten Rechtskodizes, z. B. im Stadtrecht von Laufenburg in der Schweiz von 1526, oder in der "Landesordnung des Erzherzogthums Österreich unter der Enns" von 1573, werden „schmehung und eerverletzung“ bzw. „iniuria und ehrverletzung“ als strafwürdig benannt und sehr ernst genommen: „so soll derselb ehrverletzer ... zwyfache straf ... zelyden schuldig syn“. Doppelte Bestrafung wird also in der österreichischen Landesordnung von 1573 gefordert.

Eine Straftat wegen Ehrverletzung wird in der deutschen Rechtsprechung unter Umständen sehr differenziert betrachtet: So entschied das Bundesverfassungsgericht in seinem Beschluss vom 10. Oktober 1995 (AZ: 1 BvR 1476/91, 1 BvR 1980/91, 1 BvR 102/92 und 1 BvR 221/92) zum Verhältnis von Meinungsfreiheit und Ehrenschutz bei Kollektivurteilen über Soldaten, dass die Äußerung „Soldaten sind Mörder“ nicht automatisch strafwürdig sei, sondern unter das Recht der Meinungsfreiheit fiele. Gleichzeitig zog das Gericht aber auch die Möglichkeit einer erneuten Verurteilung der Antragsteller in Betracht, wenn die Behauptung sich auf einzelne Soldaten, sprich auf Personen beziehe.

Die Ehrverletzung entsteht also dadurch, dass jemand über einen anderen eine Tatsache behauptet und verbreitet, die geeignet ist, diesen verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen.

Anmerkungen

Die Quelle ist für den ersten Abschnitt angegeben, die größtenteils wörtliche Übernahme danach jedoch nicht ausgewiesen.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[68.] Yb/Fragment 195 03 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 15:03 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 19:31 (Hindemith)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Festungshaft 2005, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 195, Zeilen: 3-19
Quelle: Wikipedia Festungshaft 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Die Festungshaft (auch als Festungsstrafe, in Österreich zeitweise als Staatsgefängnis bezeichnet) war bis 1945 eine im Strafgesetzbuch definierte besondere Form der Freiheitsstrafe918. Festungshäftlingen billigte die Obrigkeit (und Justiz) eine ehrenhafte Gesinnung zu. Die Festungshaft wurde daher auch als Ehrenhaft bezeichnet. Sie war eine custodia honesta (nicht entehrende Strafe) ohne Arbeitszwang. Sie ersetzte Zuchthaus wie Gefängnis und wurde gegen Angehörige höherer Stände, bei politischen Straftaten oder gegen Duellanten verhängt.

Berühmte Festungshäftlinge waren Fritz Reuter (von 1833 bis 1840), Werner von Siemens (1842 wegen eines Duells), August Bebel, aber auch Adolf Hitler und Rudolf Heß, die nach dem Marsch auf die Münch-ner [sic] Feldherrnhalle am 9. November 1923 (einem Putschversuch) ein Jahr Festungshaft in Landsberg am Lech verbüßten. Auch Karl Liebknecht war 1907 zu eineinhalb Jahren verurteilt worden. Anton Graf von Arco-Valley, der 1919 den bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner erschossen hatte, wurde nach einem Todesurteil zu Festungshaft begnadigt.


918 http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Festungshaft&printable=ye; zuletzt abgerufen 5. 11. 2005, 11.25 Uhr.

Die Festungshaft (auch als Festungsstrafe, in Österreich zeitweise als Staatsgefängnis bezeichnet) war bis 1945 eine im Strafgesetzbuch definierte besondere Form der Freiheitsstrafe.

Festungshäftlingen billigte man eine ehrenhafte Gesinnung zu. Die Festungshaft wurde daher auch als Ehrenhaft bezeichnet. Sie war eine custodia honesta (lateinisch nicht entehrende Strafe) ohne Arbeitszwang. Sie ersetzte sowohl Zuchthaus als auch Gefängnis und wurde vorwiegend gegen Angehörige höherer Stände, bei politischen Straftaten oder gegen Duellanten verhängt.

Berühmte Festungshäftlinge waren Fritz Reuter (von 1833 bis 1840), Werner von Siemens (1842 wegen eines Duells), August Bebel, Adolf Hitler und Rudolf Heß, die nach dem Marsch auf die Feldherrnhalle am 9. November 1923 (einem Putschversuch) in München ein Jahr Festungshaft in Landsberg am Lech verbüßten, aber auch Karl Liebknecht, der 1907 zu eineinhalb Jahren verurteilt wurde.

Auch Anton Graf von Arco-Valley, der am 21. Februar 1919 den bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner erschoss, wurde nach einem Todesurteil zu Festungshaft begnadigt.

Anmerkungen

Die Quelle ist angegeben, der Umfang und der wörtliche Charakter der Übernahmen wird aber nicht deutlich.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[69.] Yb/Fragment 084 101 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:59 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 19:08 (Hindemith)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Kranzgeld 2005, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 84, Zeilen: 101-114
Quelle: Wikipedia Kranzgeld 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
(2) Der Anspruch ist nicht übertragbar und geht nicht auf die Erben über, es sei denn, dass er durch Vertrag anerkannt oder dass er rechtshängig geworden ist. - Das Kranzgeld war einer der seltenen Fälle, in denen für einen immateriellen Schaden (Ehrverlust) materieller Ersatz gefordert werden konnte. Begründet wurde der Schadenersatzanspruch damit, dass die Ledige wegen des Verlusts ihrer Jungfräulichkeit geringere Chancen auf eine standesgemäße Heirat mit einem anderen Mann habe. War die Frau hingegen schon vor der „Beiwohnung“ nicht mehr unbescholten, so stand ihr auch kein Kranzgeld zu. - Im Jahr 1993 wurde eine Klage auf ein Kranzgeld von 1.000 DM mit der Begründung abgewiesen, § 1300 BGB verstoße wegen der gewandelten Moralvorstellungen gegen das Grundgesetz und sei nicht mehr anzuwenden. Praktische Bedeutung hatte die Vorschrift zum damaligen Zeitpunkt ohnedies nicht mehr. Sie wurde daher durch das Gesetz zur Neuordnung des Eheschließungsrechtes vom 4. Mai 1998 ersatzlos gestrichen: http://de.wikipedia.org/w /index.php?title=Kranzgeld&printable=yes, zuletzt abgerufen 26. 10. 2005, 11.25 Uhr. (2) Der Anspruch ist nicht übertragbar und geht nicht auf die Erben über, es sei denn, daß er durch Vertrag anerkannt oder daß er rechtshängig geworden ist.

[...]

Das Kranzgeld ist also einer der seltenen Fälle, in denen für einen immateriellen Schaden materieller Ersatz gefordert werden konnte. Begründet wurde der Schadenersatzanspruch damit, dass die Ledige wegen des Verlusts ihrer Jungfräulichkeit geringere Chancen auf eine standesgemäße Heirat mit einem anderen Mann habe. War die Ledige oder die Witwe hingegen schon vor der „Beiwohnung“ nicht mehr „unbescholten“, so stand ihr auch kein Kranzgeld zu. Wobei sich der Begriff „unbescholten“ nicht nur auf die Jungfräulichkeit bezog, sondern auch auf andere Sachverhalte, wie z.B. Gefängnisaufenthalte.

Im Jahr 1993 wurde eine Klage auf ein Kranzgeld in Höhe von 1.000 DM mit der Begründung abgewiesen, der § 1300 BGB verstoße wegen der gewandelten Moralvorstellungen gegen das Grundgesetz und sei deshalb nicht mehr anzuwenden. Große praktische Bedeutung hatte die Vorschrift zum damaligen Zeitpunkt ohnehin nicht mehr. Sie wurde daher durch das Gesetz zur Neuordnung des Eheschließungsrechtes vom 4. Mai 1998 ersatzlos gestrichen.

Anmerkungen

Die Quelle ist genannt, die wörtlichen Übernahmen sind aber nicht gekennzeichnet.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[70.] Yb/Fragment 083 103 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:56 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 19:04 (Hindemith)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Kranzgeld 2005, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 83, Zeilen: 103-114
Quelle: Wikipedia Kranzgeld 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
396 Vgl. den früheren § 1300 BGB: Als Kranzgeld wurde eine finanzielle Entschädigung bezeichnet, die eine Frau von ihrem ehemaligen Verlobten fordern konnte, wenn sie sich auf Grund eines Eheversprechens von ihm entjungfern ließ und er anschließend das Verlöbnis löste. Gleiches galt für unbescholtene neuverlobte Witwen. Der Anspruch auf Kranzgeld war im deutschen Privatrecht ein Fremdkörper, da ursprünglich nur ein Vermögensschaden durch Vermögenszuwendungen entschädigt werden konnte, die Entehrung der Jungfrau aber ein ideeller Schaden war. Daher war das Kranzgeld im Deutschen Reich (später auch in der Bundesrepublik Deutschland) im Familienrecht geregelt. Die Vorschrift stammte aus dem Jahr 1896 und trat am 1. Januar 1900 in Kraft. Sie lautete: (1) Hat eine unbescholtene Verlobte ihrem Verlobten die Beiwohnung gestattet, so kann sie, wenn die Voraussetzungen des § 1298 oder des § 1299 vorliegen, auch wegen des Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, eine billige [Entschädigung in Geld verlangen.] Als Kranzgeld bezeichnete man eine finanzielle Entschädigung, die eine Frau von ihrem ehemaligen Verlobten fordern konnte, wenn sie sich auf Grund eines Eheversprechens von ihm entjungfern ließ und er anschließend das Verlöbnis löste. Gleiches galt für unbescholtene neuverlobte Witwen.

Der Anspruch auf Kranzgeld war im deutschen Privatrecht ein Fremdkörper, da ursprünglich nur ein Vermögensschaden durch Vermögenszuwendungen entschädigt werden konnte, die „Entehrung“ der Jungfrau aber ein ideeller Schaden war. Daher war das Kranzgeld im Deutschen Reich (später auch in der Bundesrepublik Deutschland) im Familienrecht, in § 1300 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB), geregelt. Die Vorschrift stammt aus dem Jahr 1896 und trat am 1. Januar 1900 in Kraft. Sie lautete:

(1) Hat eine unbescholtene Verlobte ihrem Verlobten die Beiwohnung gestattet, so kann sie, wenn die Voraussetzungen des § 1298 oder des § 1299 vorliegen, auch wegen des Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, eine billige Entschädigung in Geld verlangen.

Anmerkungen

Die Fußnote wird auf der folgenden Seite fortgesetzt. Am Ende ist dort die Quelle erwähnt, aber ohne dass eine wörtliche Übernahme gekennzeichnet wäre.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[71.] Yb/Fragment 083 01 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:55 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 18:22 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Jungfrau 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 83, Zeilen: 1-9, 12-17
Quelle: Wikipedia Jungfrau 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
[In der heutigen Umgangssprache wird der Begriff „Jungfrau“ gelegentlich übernommen; da aber der Begriff, auf Männer angewandt, nach Ansicht einiger Unmännlichkeit (Weibisches oder] Impotenz) impliziert, ziehen manche Formulierungen wie „NN hatte noch keinen Sex“ vor.

Die Jungfräulichkeit einer Frau galt jedenfalls Jahrhunderte hindurch als Bedingung für ihre Heirat, die eheliche Zucht als Bedingung für ihr Verbleiben in der Ehe. In vielen Kulturen ist das noch heute so, zum Beispiel bei manchen Formen der arrangierten Heirat. Zur Prüfung der Jungfräulichkeit wurde daher gelegentlich vor der Eheschließung der Hymen der Frau auf seine Unversehrtheit oder das Bettlaken nach der Hochzeitsnacht auf Blutflecken überprüft.

[...]

In Traueintragungen im Kirchenbuch wurde vor 1800 im allgemeinen sogar die Bezeichnung Jungfrau für die Braut gebraucht, solange der Traupriester nicht vom Gegenteil überzeugt war. War er das, so wurde die Braut als Deflorata oder Impraegnata bezeichnet, und die Trauung fand „auf Verordnung“ beziehungsweise „in der Stille“ statt, wobei oft der Name des Brautvaters in der Traueintragung fehlte.

In Traueintragungen im Kirchenbuch wurde vor 1800 im allgemeinen die Bezeichnung Jungfrau (abgekürzt J.) für die Braut gebraucht, solange der Pfarrer nicht vom Gegenteil überzeugt war. War er das, so wurde die Braut als Deflorata oder gar Impraegnata bezeichnet, und die Trauung fand „auf Verordnung“ beziehungsweise „in der Stille statt“, wobei zum Leidwesen heutiger Genealogen dann oft der Name des Brautvaters in der Traueintragung fehlt (siehe auch Toter Punkt).

[...]

Die Jungfräulichkeit einer Frau galt früher als Bedingung für ihre Heirat. In vielen Kulturen ist das noch heute so, zum Beispiel bei der arrangierten Heirat. Zur Prüfung der Jungfräulichkeit wurde gelegentlich vor der Eheschließung das Hymen der Frau auf seine Unversehrtheit, beziehungsweise das Laken des Bettes nach der Hochzeitsnacht auf Blutflecken überprüft.

[...]

[...] In der heutigen Umgangssprache wird der Begriff „Jungfrau“ gelegentlich übernommen; da aber der Begriff allerdings, auf Männer angewandt, nach Ansicht einiger Unmännlichkeit (oder Weibisches oder Impotenz) impliziert, ziehen manche Formulierungen wie „NN hatte noch keinen Sex“ vor.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[72.] Yb/Fragment 082 22 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:53 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 18:17 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Jungfrau 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 82, Zeilen: 22-28
Quelle: Wikipedia Jungfrau 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Der englische Ausdruck virgin kann sich auf Personen beiderlei Geschlechts beziehen. Dagegen gibt es im Deutschen keinen entsprechenden Begriff für einen Mann mehr, der noch „Jungfrau“ ist (bis ins 19. Jahrhundert hinein hätte man ihn wohl als „reinen Jüngling“ bezeichnet). In der heutigen Umgangssprache wird der Begriff „Jungfrau“ gelegentlich übernommen; da aber der Begriff, auf Männer angewandt, nach Ansicht einiger Unmännlichkeit (Weibisches oder [Impotenz) impliziert, ziehen manche Formulierungen wie „NN hatte noch keinen Sex“ vor.] Der englische Ausdruck virgin kann sich auf Personen beiderlei Geschlechts beziehen. Dagegen gibt es in der deutschen Sprache keinen entsprechenden Begriff für einen Mann mehr, der noch „Jungfrau“ ist (bis ins 19. Jh. hätte man ihn etwa als „reinen Jüngling“ bezeichnet). In der heutigen Umgangssprache wird der Begriff „Jungfrau“ gelegentlich übernommen; da aber der Begriff allerdings, auf Männer angewandt, nach Ansicht einiger Unmännlichkeit (oder Weibisches oder Impotenz) impliziert, ziehen manche Formulierungen wie „NN hatte noch keinen Sex“ vor.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[73.] Yb/Fragment 079 12 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:52 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 18:14 (Hindemith)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Jungfrau 2005, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 79, Zeilen: 12-27
Quelle: Wikipedia Jungfrau 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Das Wort Jungfrau ist ein seit dem 11. Jahrhundert verwendeter Begriff378 (mittelhochdeutsch juncvrou(we), juncvrowe, althochdeutsch jungfrouwa) und ursprünglich als „junge Herrin“ die Bezeichnung der Edelfräulein, später verallgemeinert zu „junge, ledige Frau“. In der Mystik wird das Wort im Zusammenhang mit der Marienverehrung eingeengt auf die unberührte Jungfrau (virgo intacta), so dass das Wort schon bald auf (unberührte) Frauen übertragen werden kann. Auf diese Bedeutung ist das Wort heute weitgehend beschränkt (ähnlich wie das außer Gebrauch gekommene Wort Maid).

In vielen Religionen spielt die Jungfräulichkeit eine wichtige Rolle. Zum Beispiel sind in der griechischen Mythologie die Göttinnen Athene, Artemis und Hestia Jungfrauen. Der Gott Mithras ist nach der mithraistischen Überlieferung von einer Jungfrau geboren worden. Auch im Christentum wird die jungfräuliche Geburt Jesu von Nazaret durch Maria gelehrt, die deswegen auch heilige Jungfrau und Mutter genannt wird.


378 Diese und die folgenden Angaben nach: http://de.wikipedia.org/w/index.php? title=Jungfrau&printable=yes, zuletzt abgerufen 12. 9. 2005, 23.15 Uhr.

Das Wort Jungfrau ist ein seit dem 11. Jahrhundert verwendeter Begriff (mittelhochdeutsch juncvrou(we), juncvrowe, althochdeutsch jungfrouwa) ursprünglich als „junge Herrin“ die Bezeichnung der Edelfräulein, später verallgemeinert zu „junge, ledige Frau“. In der Mystik wird das Wort im Rahmen des Marienkultes eingeengt auf die unberührte Jungfrau, so dass das Wort schon bald auf (unberührte) Frauen übertragen werden kann. Auf diese Bedeutung ist das Wort heute weitgehend beschränkt (ähnlich wie das außer Gebrauch gekommene Wort "Maid", vgl. aber "Mädchen"). [...]

[...]

In vielen Religionen spielt die Jungfräulichkeit eine wichtige Rolle. Zum Beispiel sind in der griechischen Mythologie die Göttinnen Athene, Artemis und Hestia Jungfrauen. Der Gott Mithras ist nach der mithraistischen Überlieferung von einer Jungfrau geboren worden. Auch im Christentum ist ein Glaubensdogma die Jungfräuliche Geburt von Jesus von Nazaret durch Maria, die deswegen auch „die heilige Jungfrau“ genannt wird.

Anmerkungen

Die Quelle ist genannt, der Umfang und insbesondere auch der größtenteils wörtliche Charakter der Übernahme wird aber nicht deutlich.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[74.] Yb/Fragment 047 01 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:44 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 17:22 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Ritter 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 47, Zeilen: 1-14
Quelle: Wikipedia Ritter 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Mensch und Tier mußten sich den begrenzten Raum teilen, die hygienischen Verhältnisse waren gewöhnungsbedürftig, die Kindersterblichkeit war hoch.

Der zahlreichen unehelichen Kinder, die den Verhältnissen mit der einen oder der anderen Magd entsprossen, scheint sich kaum ein Mann geschämt zu haben. Wohlhabende Ritter ermöglichten ihren illegitimen Söhnen sogar den Erwerb der Ritterwürde. Die Bastarde durften das Wappen des Vaters verwenden, mußten diesem aber den Bastardstreifen (Bastardfaden) hinzufügen, der schräg über das Schild gelegt wurde. Dieser Streifen findet sich noch heute im Wappen einiger Adelsfamilien. Bezeichnenderweise führten einige der tapfersten und berühmtesten Ritter Europas dieses damals keineswegs diskriminierende Symbol im Schilde, einige wurden Stammväter noch blühender Familien des Hochadels.

Der zahlreichen unehelichen Kinder, die aus diesen Verhältnissen entsprossen, scheint man sich keineswegs geschämt zu haben.

Wohlhabende Ritter ermöglichten ihren illegitimen Söhnen oft sogar den Erwerb der Ritterwürde. Die "Bastarde" durften sogar das Wappen des Vaters verwenden, mußten diesem aber den Bastardstreifen hinzufügen, der schräg über das Schild gelegt wurde. Dieser Streifen findet sich noch heute im Wappen einiger Adelsfamilien. Bezeichnenderweise führten einige der tapfersten und berühmtesten Ritter Europas dieses keineswegs diskriminierende Symbol im Schilde, einige sind sogar die Stammväter heute noch blühender Hochadelsfamilien. [...]

[...] Mensch und Tier mußten sich den begrenzten Raum teilen, die hygienischen Verhältnisse waren gewöhnungsbedürftig, die Kindersterblichkeit war hoch.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[75.] Yb/Fragment 046 20 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:42 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 17:18 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Ritter 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 46, Zeilen: 20-26
Quelle: Wikipedia Ritter 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Das Ideal war das Eine, der Alltag das Andere: Dieser dürfte - für einen Dienstmann oder einen Herrn einer der unzähligen kleinen Burgen im deutschen Sprachraum - eher eintönig verlaufen sein. Die meisten Ritter und Edelknechte waren wenig anderes als größere Bauern, denen der Pflug genauso vertraut war wie das Schwert. Neben der Feldarbeit war die Jagd die Hauptbeschäftigung dieser Kleinadeligen. Auf den kleinen Burgen herrschten - aus heutiger Sicht - unzumutbare [Lebensverhältnisse.] Der Alltag eines Dienstmannes oder eines der "Herren" der unzähligen kleinen Burgen im deutschen Sprachraum dürfte eher eintönig verlaufen sein. Die meisten Ritter und Edelknechte waren eigentlich nichts anderes als größere Bauern, denen der Pflug genauso vertraut war wie das Schwert. Neben der Feldarbeit war die Jagd die Hauptbeschäftigung dieser Kleinadeligen, die stets auf der Hut vor wilden Tieren und menschlichen Feinden sein mußten. Auf den kleinen Burgen herrschten - aus heutiger Sicht - unzumutbare Lebensverhältnisse.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[76.] Yb/Fragment 046 01 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:40 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 17:14 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Ritter 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 46, Zeilen: 1-6
Quelle: Wikipedia Ritter 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Die ritterliche Kultur übte freilich schon früh ihre Faszination aus. Fürsten, Könige und Kaiser ließen sich auf ihren Siegeln als Ritter darstellen und traten bei Turnieren auf den Plan. Fahrende Sänger zogen von Hof zu Hof und besangen die Taten der ritterlichen Helden (Nibelungenlied204, Rolandslied). Auch zeigte sich das Phänomen des Minnedienstes, also der Hingabe an eine Hohe Frau (frouwe).

204 Zur Frage nach der möglichen Verfasserschaft einer Frau: Lösel-Wieland-Engelmann, Berta: Die wichtigsten Verdachtsmomente für eine weibliche Verfasserschaft des Nibelungenliedes, in: Pusch, Luise F. (Hg.): Feminismus. Inspektion der Herrenkultur. Ein Handbuch, Frankfurt a. M. 1983, S. 168.

Die ritterliche Kultur übte schon früh eine große Faszination aus. Fürsten, Könige und Kaiser ließen sich auf ihren Siegeln als Ritter darstellen und traten bei Turnieren auf den Plan. [...] Fahrende Sänger zogen im hohen Mittelalter von Hof zu Hof und besangen die Heldentaten der ritterlichen Helden. (Nibelungenlied, Rolandslied). Später entwickelte sich das Phänomen des Minnedienstes, also der selbstlosen Hingabe an eine unerreichbare "Hohe Frau" ("Frouwe"), der man ohne Hoffnung auf eine irdische Belohnung diente.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[77.] Yb/Fragment 045 01 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:38 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 17:11 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Ritter 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Wikipedia Ritter 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Die Ritterwürde war also selbst bei Adeligen keinesfalls selbstverständlich. Besonders im späteren Mittelalter gab es weitaus mehr Edelknechte als Ritter. Dies betraf vor allem die kleineren Dienstadelsgeschlechter, die bereits die Ausrichtung der Promotionsfeier in finanzielle Nöte brachte. Insbesondere der Unterhalt der als Standard vorgesehenen drei Ritterpferde und der entsprechenden Anzahl von Knechten überstieg die Finanzkraft der meisten.

Der Begriff Ritter umfaßte ursprünglich alle berittenen Krieger, vom nichtadeligen Kriegsknecht bis zum Hochadel. Später wandelte er sich in eine Standesbezeichnung, dem Ritter klassischer Definition. Der Ritterstand dürfte aber nicht so in sich geschlossen gewesen sein, wie oft angenommen wird. Nichtadeligen gelang immer wieder der Aufstieg in diese Schicht, deren hehre Ideale mehr und mehr einem nüchtern kalkulierten Pragmatismus wichen.

Der Alltag: Geld war stets nötig - und so gut wie nie vorhanden. Im Zweikampf versuchte ein Mann den Gegner möglichst nicht zu töten, zumindest wenn jener ein wohlhabender Adeliger war. Lösegeld zu fordern war eine beliebte Methode, die eigenen Finanzen aufzubessern, die es dringend nötig hatten. Die Gefangenen wurden aber selten in das Burgverlies geworfen, meist speiste der Häftling mit am Tisch des Siegers, er mußte nur bei seiner Ritterehre schwören, nicht zu fliehen.

Viele unserer Vorstellungen über Ritter und das Rittertum gehen auf spätere Idealisierungen und Pauschalierungen zurück. Die politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Verhältnisse in den verschiedenen Teilen Europas unterschieden sich ohnehin deutlich. So waren etwa englische und skandinavische Ritter für die Rückständigkeit ihrer Ausrüstung bekannt; diese Länder waren zu weit von den großen Zentren der Waffenproduktion (Oberitalien, Spanien, Deutschland) entfernt.

Die Ritterwürde war also auch bei Hochadeligen keinesfalls selbstverständlich. Wie zahlreiche Urkunden belegen, gab es besonders im späteren Mittelalter weitaus mehr "Edelknechte" als "Ritter". Dies betraf natürlich vor allem die Angehörigen der kleineren Dienstadelsgeschlechter, die oft bereits die Ausrichtung der "Promotionsfeier" nach der Schwertleite oder dem Ritterschlag in arge finanzielle Nöte brachte. Insbesondere der Unterhalt der als Standard vorgesehen drei Ritterpferde und der entsprechenden Anzahl von Knechten überstieg die Finanzkraft der meisten Kleinadeligen. [...]

[...]

Der Begriff "Ritter" begegnet uns zuerst in Schriftquellen des 12. Jahrhunderts. Ursprünglich umfaßt er alle berittenen Krieger, vom nichtadeligen Kriegsknecht bis zum Hochadel. Später wandelte er sich in eine Standesbezeichnung, dem "Ritter" klassischer Definition. Dieser "Ritterstand" scheint aber niemals so abgeschlossen gewesen zu sein, wie meist angenommen wird. Tüchtigen oder gerissenen Nichtadeligen gelang immer wieder der Aufstieg in diese Gesellschaftsschicht, deren "ritterliche" Ideale rasch einem gesunden Pragmatismus weichen mußten.

Viele unserer Vorstellungen über Ritter und das Rittertum gehen auf spätere Idealisierungen und Pauschalierungen zurück. Die politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Verhältnisse in den verschiedenen Teilen Europas unterschieden sich deutlich. So waren etwa "englische" und "skandinavische" "Ritter" für die Rückständigkeit ihrer Ausrüstung berüchtigt; diese Länder waren einfach zu weit von den großen Zentren der Waffenproduktion in Oberitalien und Deutschland entfernt. [...]

[...]

Im Zweikampf versuchte man den Gegner möglichst nicht zu töten, zumindest wenn jener ein wohlhabender Adeliger war. Das Fordern von Lösegeld war eine beliebte Methode, die eigenen Finanzen aufzubessern. Die Gefangenen wurden aber selten in das Burgverlies geworfen, meist speiste der Häftling mit am Tisch des Siegers, er mußte nur bei seiner Ritterehre schwören, nicht zu fliehen.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[78.] Yb/Fragment 044 01 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:37 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 17:06 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Ritter 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 44, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Wikipedia Ritter 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
[Jeder Adlige, der Kriegs-] dienst leistete, konnte diesen Titel erwerben, sofern seine wirtschaftlichen Verhältnisse dies zuließen.

Naturgemäß war der Aufwand für den Panzerreiter sehr hoch: Ein schweres und besonders ausgebildetes Kriegspferd und ein teurer Panzer wurden benötigt, vielfach auch Knechte als Begleitpersonal. Entsprechend kamen als Panzerreiter nur Reiche - entweder aus eigenem Besitz und/oder aus königlichen Lehen - in Betracht. Damit entstand eine Kriegerkaste - das germanische Volksheer der Völkerwanderungszeit blieb nur mehr in Resten erhalten, und der mittelalterliche Adel bildete sich heraus.

In einem feierlichen Akt, ursprünglich der Schwertleite, später dem Ritterschlag, wurde ein Mann zum Ritter erhoben, vorausgesetzt, er brachte die dafür notwendigen sittlichen und militärischen Qualitäten mit. Seit dem 13. Jahrhundert bildeten Ritter einen erblichen Stand.

Allerdings waren wohl die meisten Adeligen des Mittelalters keine richtigen Ritter. Aus finanziellen und familiären Gründen zogen es viele vor, Zeit ihres Lebens Edelknechte, also ritterbürtige und waffentragende Krieger zu bleiben. Besonders bei Turnieren wurde streng zwischen Rittern und Edelknechten unterschieden. So durften Ritter beispielsweise mit drei Pferden auf dem Turnierplatz erscheinen, Knechte nur mit zweien.

Vor großen Schlachten versuchten viele Feudalherren die Kampfmoral zu stärken, indem sie Edelknechte in großer Anzahl zu Rittern erhoben. Diese Promotionen kamen auch nach der Schlacht vor. Gelegentlich wurden sogar tapfere nichtadelige Kriegsknechte zu Rittern geschlagen. Die Standeserhöhungen waren aber meist nur symbolischer Natur, vergleichbar den heutigen Ordensverleihungen. Manchmal wurde die Ritterwürde auch gegen Zahlung einer erheblichen Summe verliehen.

Jeder Adlige, der "Kriegsdienst" leistete, konnte diesen Titel erwerben, sofern seine wirtschaftlichen Verhältnisse dies zuließen. In einem feierlichen Akt, ursprünglich der Schwertleite, später dem Ritterschlag, wurde man vom Herrscher zum Ritter erhoben, vorausgesetzt man brachte die dafür notwendigen sittlichen und militärischen Qualitäten mit. Seit dem 13. Jahrhundert bilden Ritter einen erblichen Stand. [...]

[...]

Allerdings waren wohl die meisten Adeligen des Mittelalters keine "richtigen Ritter". Aus finanziellen und familiären Gründen zogen es viele vor, Zeit ihres Lebens Edelknechte (Armige), also ritterbürtige und waffentragende Krieger zu bleiben. Besonders bei Turnieren wurde streng zwischen Rittern und Edelknechten unterschieden. So durften Ritter beispielsweise mit drei Pferden auf dem Turnierplatz erscheinen, Knechten wurden nur zwei zugestanden. Vor großen Schlachten versuchten viele Feudalherren die Kampfmoral Ihrer Truppen zu stärken, in dem man diese Edelknechte in großer Anzahl in den Ritterstand aufnahm. [...] Diese "Promotionen" kamen natürlich auch nach der Schlacht vor. Gelegentlich wurden sogar tapfere nichtadelige Kriegsknechte zu Rittern geschlagen oder mit dem Schwert umgürtet. Diese Standeserhöhungen waren aber meist nur symbolischer Natur, vergleichbar mit heutigen Ordensverleihungen. Den so ausgezeichneten Knechten fehlten meist die nötigen finanziellen Mittel, um die Ritterwürde dauerhaft anzunehmen. Einige besonders tapfere Kämpfer wurden sogar mehrere Male zum Ritter gemacht, blieben aber weiterhin Edelknechte. Manchmal wurde die Ritterwürde allerdings auch gegen die Zahlung einer nicht unerheblichen Summe erkauft.

[...]

Noch höher war naturgemäß der Aufwand für den Panzerreiter - ein schweres und besonders ausgebildetes Kriegspferd (der dextrier) und ein teurer Panzer wurden benötigt, vielfach auch noch Knechte als Begleitpersonal. Entsprechend kamen als Panzerreiter nur Reiche - entweder aus eigenem Besitz (Allod) und/oder aus königlichen Lehen - in Betracht. Durch diese Aufgabenteilung entstand eine "Kriegerkaste" - das germanische Volksheer der Völkerwanderungszeit blieb nur mehr in Resten erhalten und der mittelalterliche Adel bildete sich heraus.

Anmerkungen

Die Quelle wird nur auf der Vorseite genannt, nicht aber hier im Zusammenhang mit den dokumentierten Passagen.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[79.] Yb/Fragment 043 13 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:36 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 16:59 (Hindemith)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Ritter 2005, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 43, Zeilen: 13-24
Quelle: Wikipedia Ritter 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Bereits die Bezeichnung Ritter, abgeleitet von germ. ridare (= reiten), weist auf den Ursprung des Rittertums hin: die in der Spätantike entstandene Panzerreiterei203. Die Ursprünge des Rittertums liegen im heutigen Frankreich, das fränkische (französische) Rittertum wurde über das niederländisch-lothringische Sprachgebiet nach Osten vermittelt, Ritter ist folgerichtig ein Lehnwort aus dem Niederländischen (Ridder).

Von Deutschland breitete sich die Ritterkultur bis weit nach Osteuropa aus, besonders Böhmen entwickelte eine späte, aber um so eindrucksvollere Ausprägung.

Ritter (lat. eques) war die Bezeichnung für die wehrhaften, adeligen Gefolgsleute des Königs und des Hochadels.


203 Zum Ganzen: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ritter&printable=yes, zuletzt abgerufen 2. 11. 2005, 11.15 Uhr.

Ritter (lat. eques, franz. chevalier, ital. cavaliere span. caballero) war die Bezeichnung für die wehrhaften, adeligen Gefolgsleute des Königs und des Hochadels. [...]

[...]

Bereits die Bezeichnung "Ritter", abgeleitet von germ. ridare (= reiten), bzw. ital. cavaliere, franz. chevalier hergeleitet von spätlateinisch caballum (= Pferd) hergeleitet), weist auf den Ursprung des Rittertums hin: die in der Spätantike entstandene Panzerreiterei. Die Ursprünge des Rittertums liegen im heutigen Frankreich, das "fränkische (französische)" Rittertum wurde über das niederländisch-lothringische Sprachgebiet nach Osten vermittelt, "Ritter" ist folgerichtig ein Lehnwort aus dem Niederländischen (Ridder). Von Deutschland breitete sich die Ritterkultur bis weit nach Osteuropa aus, besonders Böhmen entwickelte eine späte, aber um so eindrucksvollere Ausprägung.

Anmerkungen

Die Quelle ist zwar genannt, der Umfang der Übernahme sowie der wörtliche Charakter wird aber nicht deutlich.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[80.] Yb/Fragment 184 17 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:35 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 16:30 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Mensur (Studentenverbindung) 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 184, Zeilen: 17-28
Quelle: Wikipedia Mensur (Studentenverbindung) 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Das Pauken soll denn noch heute den Zusammenhalt der eigenen Gemeinschaft stärken. Es findet, ein typisches Männerritual, meist vor den versammelten Aktiven der am Pauktag teilnehmenden Bünde sowie unter der oftmals regen Teilnahme seitens der entsprechenden Altherrenschaften statt. Die Beteiligten einer Mensur gehören grundsätzlich zwei verschiedenen, nicht miteinander befreundeten Verbindungen an.

Mensuren werden von vielen Studentenverbindungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gefochten, vereinzelt auch von Verbindungen in Belgien und im Baltikum. Bei den pflichtschlagenden Verbindungen sind die Mitglieder verpflichtet, Mensuren zu fechten, bei den fakultativ schlagenden Verbindungen obliegt dies der individuellen Entscheidung des einzelnen Mitglieds.

Mensuren werden von vielen Studentenverbindungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gefochten, vereinzelt auch von Verbindungen in Belgien und im Baltikum. Teils sind deren Mitglieder verpflichtet, Mensuren zu fechten, teils können sie dies freiwillig („fakultativ“) tun.

[...]

Das Pauken soll zugleich den Zusammenhalt der Gemeinschaft stärken. Es findet deswegen meist vor den versammelten Aktivitates der am Pauktag teilnehmenden Bünde sowie mit der oftmals regen Teilnahme seitens der entsprechenden Altherrenschaften statt. Die Beteiligten einer Mensur gehören jedoch grundsätzlich zwei verschiedenen, nicht miteinander befreundeten Verbindungen an.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[81.] Yb/Fragment 183 01 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:34 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 16:26 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Mensur (Studentenverbindung) 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 183, Zeilen: 1-27
Quelle: Wikipedia Mensur (Studentenverbindung) 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Allerdings kennt eine Mensur keine Gewinner oder Verlierer. Wichtiger als ein Sieg ist, wie im Zusammenhang mit dem veränderten Duellverhalten erwähnt, die aufrechte, tapfere Teilnahme. Die Leistung jedes teilnehmenden Fechters - der sogenannten Paukanten - wird unabhängig von der Leistung seines Gegners nach Stand, Moral und Technik bewertet. Diese Bewertung nimmt der sogenannte Mensurconvent vor, ein Gremium, das aus den Bundes- und Corpsbrüdern besteht, welche die gesamte Mensur gesehen haben.

Wie das Duell stellt die Mensur einen typischen Zweikampf von Männern dar. Bei ihm werden folgerichtig nach wie vor angeblich männertypische Haltungen verlangt: Mut, Disziplin, Ehrbewußtsein. Die in der Mensur entstandene Kampfsituation sollen die Teilnehmer trotz möglicher Verwundungen diszipliniert und ohne äußere Anzeichen von Furcht durchstehen. Das Einüben von Tapferkeit durch Überwindung der eigenen Furcht ist das eigentliche Ziel. Ein Zurückweichen wird als Niederlage empfunden und gewertet.

Anders als beim Duell geht es heute aber weder um Leben oder Tod noch darum, für sogenannte Verletzungen der Ehre Satisfaktion zu geben. Das ist verboten und ausdrücklich nicht mehr Sinn der Mensuren. Diese dürfen heute nur noch unter Bedingungen gefochten werden, die ernsthafte oder gar tödliche Verletzungen der Teilnehmer ausschließen.

Schlagende, besonders pflichtschlagende Verbindungen betrachten die Mensur noch immer als wichtige Hilfe zur Persönlichkeitsbildung. Denn in der Vorbereitung muß der Teilnehmer eine saubere Kampftechnik (Pauken) einüben und dabei Disziplin und Sorgfalt entwickeln. Dabei muß er sich mit einer bedrohlichen Situation auseinandersetzen, die eigenen Ängste überwinden und ihr gefaßt entgegentreten.

Allerdings kennt eine Mensur keine Gewinner oder Verlierer. Wichtiger als ein "Sieg" ist die aufrechte Teilnahme. Die Leistung jedes teilnehmenden Fechters - der "Paukanten" - wird unabhängig von der Leistung seines Gegners bewertet: etwa nach Stand, Moral und Technik. Dies nimmt der Mensurconvent vor: ein Gremium, das aus allen anwesenden Bundes- bzw. Corpsbrüdern besteht, die die Mensur vollständig gesehen haben.

Wie das Duell ist die Mensur ein Zweikampf von Männern, bei dem es darauf ankommt, nicht zurückzuweichen. Diese Kampfsituation sollen die Teilnehmer trotz möglicher Verwundung diszipliniert und ohne äußere Anzeichen von Furcht durchstehen können. Das Einüben von "Tapferkeit" durch Überwinden der eigenen Furcht ist das eigentliche Ziel der Mensur, so dass ein Zurückweichen als Niederlage empfunden und gewertet wird.

Anders als beim Duell geht es dabei aber weder um Leben oder Tod noch darum, für so genannte „Verletzungen der Ehre“ Satisfaktion (Genugtuung) zu geben. Das ist rechtlich verboten und ausdrücklich nicht mehr Sinn der Mensuren. Diese dürfen heute nur noch unter Bedingungen gefochten werden, die ernsthafte oder gar tödliche Verletzungen der Teilnehmer ausschließen.

[...]

Schlagende, besonders pflichtschlagende Verbindungen betrachten die Mensur als wichtige Hilfe zur Persönlichkeitsbildung. Denn in der Vorbereitung darauf muss der Teilnehmer eine saubere Kampftechnik (das „Pauken“) einüben und dabei Disziplin und Sorgfalt entwickeln. Dabei muss er sich mit einer bedrohlichen Situation auseinandersetzen, die eigenen Ängste davor überwinden und ihr gefasst entgegentreten.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt hier.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[82.] Yb/Fragment 182 03 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:33 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 16:15 (Hindemith)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Mensur (Studentenverbindung) 2005, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 182, Zeilen: 3-27
Quelle: Wikipedia Mensur (Studentenverbindung) 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Unter einer Mensur (lat. mensura, Abmessung, Abstand) ist ein traditioneller, streng reglementierter Fechtkampf zwischen Mitgliedern jeweils verschiedener Studentenverbindungen mit scharfen Waffen zu verstehen876. Der Begriff gründet auf dem fechttechnischen Fachbegriff, der seit dem 16. Jahrhundert einen festgelegten Abstand der Fechter zueinander bezeichnet.

Die Fechter sind heute fast vollständig gegen Verletzungen geschützt. Lediglich Teile von Kopf und Gesicht sind frei und können verletzt werden. Die aus solchen erwünschten Verletzungen entstehenden Narben heißen Schmisse.

Kritiker weisen darauf hin, dass mit der Mensur eine traditionelle Ausgrenzung von Frauen und eine gesellschaftlich fragwürdige Elitenbildung verbunden war und teilweise noch ist. Zudem wird auf Ähnlichkeiten der Mensur mit selbstverletzenden Manipulationen verwiesen. Zwar verletze sich ein Mann bei einer Mensur nicht selbst, nehme Verletzungen aber in Kauf. Die Kritik wirft den Paukanten damit vor, Menschen zu ähneln, die dazu neigen, ihre Angst zu unterdrücken, keine vielfältigen Möglichkeiten der Verarbeitung und Bewältigung von Konflikten zu besitzen und in einem gestörten Verhältnis zu ihren Emotionen zu stehen.

Das Mensurfechten selbst ist nach Angaben aus Verbindungskreisen weder Sport noch Duell, weist aber mit beiden Formen männlichen Kräftemessens Gemeinsamkeiten auf. Wie beim Sport muß zwischen den Kontrahenten keine persönliche Antipathie bestehen. Ein gewisses Vertrauen zueinander ist für ein Paukverhältnis sogar nötig.


876 http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Mensur_%28Studentenverbindung%29 &printable=yes; zuletzt abgerufen 24. 10. 2005, 21.35 Uhr.

Eine Mensur (lateinisch mensura = Abmessung) ist ein traditioneller, streng reglementierter Fechtkampf zwischen Mitgliedern jeweils verschiedener Studentenverbindungen mit scharfen Waffen. Der Begriff gründet auf dem fechttechnischen Fachbegriff „Mensur“, der seit dem 16. Jahrhundert einen festgelegten Abstand der Fechter zueinander bezeichnet.

Mensuren werden je nach Hochschulort mit Korbschlägern oder Glockenschlägern gefochten. Die Fechter sind heute fast vollständig gegen Verletzungen geschützt. Lediglich Teile von Kopf und Gesicht sind frei und können verletzt werden. Durch solche Verletzungen entstehende Narben heißen Schmisse.

[...]

Das Mensurfechten ist weder Sport noch Duell, hat aber mit beiden Formen menschlichen Kräftemessens Gemeinsamkeiten.

Wie beim Sport muss zwischen den Kontrahenten keine persönliche Antipathie bestehen. Ein gewisses Vertrauen zueinander ist für ein "Paukverhältnis" sogar nötig. [...]

[...]

Kritiker verweisen auf Ähnlichkeiten der Mensur mit selbstverletzenden Verhaltensweisen. Zwar verletze man sich bei einer Mensur natürlich nicht selbst, nehme Verletzungen aber in Kauf. Man wirft den Paukanten damit vor, Menschen zu ähneln, die dazu neigen, ihre Angst zu unterdrücken, keine vielfältigen Möglichkeiten der Verarbeitung und Bewältigung von Konflikten zu besitzen und in einem gestörten Verhältnis zu ihren Emotionen zu stehen.

[...]

[...] Kritiker weisen darauf hin, dass damit eine traditionelle Ausgrenzung von Frauen und eine gesellschaftlich fragwürdige Elitenbildung verbunden war und teilweise noch sei.

Anmerkungen

Die Quelle ist genannt, es wird aber nicht deutlich, dass fast die gesamte Seite (großteils wörtlich) aus ihr stammt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[83.] Yb/Fragment 181 01 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:31 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 15:56 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Satisfaktion 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 181, Zeilen: 1-21
Quelle: Wikipedia Satisfaktion 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Diese Situation gestaltete sich zunehmend unbefriedigend. Doch erst nach Jahrzehnten ließ sie sich klären: Das Erlanger Verbände- und Ehrenabkommen (in Kraft seit dem 30. 6. 1921) ermöglichte es, Ehrenstreitigkeiten zwischen Mitgliedern aller studentischen Verbände auch ohne Waffe zu lösen.

Im Göttinger Mensurenprozess wurde noch 1953 festgestellt, dass die studentische Mensur straffrei sei, wenn sie nicht zur Austragung von Ehrenhändeln genutzt würde. Dies wurde gegenüber dem damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss bei einem persönlichen Treffen am 8. April 1953 von den Delegationen der maßgeblichen schlagenden Verbände (Kösener Senioren-Convents-Verband, Weinheimer Senioren- Convent, Deutsche Burschenschaft und Coburger Convent) bestätigt.

Dennoch bleibt die unbedingte Satisfaktion weiterhin eine Verpflichtung für jeden Corpsstudenten: Er hat sich bei Ehrenstreitigkeiten bedingungslos dem Spruch eines Ehrengerichts zu unterwerfen (Kösener Schiedsgerichtsordnung). Das Ehrengericht kann einen Beleidiger zum Zwecke der Satisfaktion zu Revokation (Zurücknahme), Deprekation (Abbitte) oder zusätzlich zu einem „Ausdruck des Bedauerns“ - je nach Schwere der Beleidigung - verpflichten.

Dieser Verpflichtung kann sich heute keiner mehr durch eine Bereitschaft zum Waffengang entziehen.

Diese Situation wurde zunehmend unbefriedigend und erst in den 1920er Jahren durch das Erlanger Verbände- und Ehrenabkommen geklärt, das es ermöglichte, Ehrenstreitigkeiten zwischen Mitgliedern aller studentischen Verbände - auch ohne Waffe - zu lösen. Durch diese Entwicklung war die Auffassung vom Studentenwesen als einem speziellen "Stand", der mit der Waffe verteidigt werden müsse, ad absurdum geführt. Das studentische Duell war praktisch hinfällig geworden.

Im Göttinger Mensurenprozess wurde 1953 festgestellt, dass die studentische Mensur straffrei sei, wenn sie nicht zur Austragung von Ehrenhändeln genutzt würde. Dies wurde gegenüber dem damaligen deutschen Bundespräsidenten Theodor Heuss bei einem persönlichen Treffen am 8. April 1953 von den Delegationen aller maßgeblichen mensurschlagenden Verbände (Kösener Senioren-Convents-Verband, Weinheimer Senioren-Convent, Deutsche Burschenschaft und Coburger Convent) bestätigt.

Dennoch bleibt die unbedingte Satisfaktion weiterhin eine Verpflichtung für jeden Corpsstudenten, nämlich so, dass er sich bei Ehrenstreitigkeiten bedingungslos dem Spruch eines Ehrengerichts zu unterwerfen hat ("Kösener Schiedsgerichtsordnung"). Das Ehrengericht kann einen Beleidiger zum Zwecke der Satisfaktion zu "Revokation" (Zurücknahme), zur "Deprekation" (Abbitte) oder zusätzlich zu einem "Ausdruck des Bedauerns" - je nach Schwere der Beleidigung - verpflichten. Dieser Verpflichtung kann sich heute keiner mehr durch eine Bereitschaft zum Waffengang entziehen.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[84.] Yb/Fragment 159 10 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:27 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 15:44 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Satisfaktion 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 159, Zeilen: 10-20
Quelle: Wikipedia Satisfaktion 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Wer diesem Stand angehören will (typischerweise der Adel, Offiziere und Akademiker wie Innstetten und Crampas), muß jede Beleidigung seitens eines anderen Mitgliedes dieses Standes als versuchten Ausschluß aus diesem Stand werten und darauf bestehen, dass der Beleidiger durch Taten oder Worte bestätigt, dass er den Beleidigten als Standes-genossen [sic] anerkennt.

Wer dies nicht durch Worte tun mochte (durch Rücknahme der Beleidigung, eventuell mit Entschuldigung), mußte Wiedergutmachung leisten, indem er dem Beleidigten für ein Duell zur Verfügung stand. Wurde eine solche Satisfaktion gegeben, galt die Standeszugehörigkeit des Beleidigten als bestätigt.

Das heißt, wer diesem Stand angehören will (typischerweise der Adel, Offiziere und Studenten), muss jede vermutete Beleidigung seitens eines anderen Mitgliedes dieses Standes als versuchten Ausschluss aus diesem Stand werten und darauf bestehen, dass der Beleidiger durch Taten oder Worte bestätigt, dass er den Beleidigten als Standesgenossen anerkennt. Wer dies nicht durch Worte tun möchte (zum Beispiel durch Zurücknahme der Beleidigung, eventuell mit Entschuldigung) müsse dies dann dadurch tun, dass er dem Beleidigten für ein Duell zur Verfügung steht ("Satisfaktion gibt"). Dadurch gilt die Standeszugehörigkeit des Beleidigten als bestätigt.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt, bzw. ist auf der Vorseite zur Kennzeichnung eines ausgewiesenen Zitates zu finden (nach dem noch zwei andere Quellenverweise folgen).

Sichter
(Hindemith) Schumann

[85.] Yb/Fragment 218 03 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:26 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 15:14 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Duell 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 218, Zeilen: 3-6, 14-20
Quelle: Wikipedia Duell 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Außer den Duellanten, diese in Uniform oder, als Zivilisten, „im schwarzen Rock“1023, waren ein Arzt und die beiderseitigen Sekundanten, eventuell noch ein Unparteiischer anwesend, der gemeinsam mit den Sekundanten über die ordnungsgemäße Durchführung wachte. [...]

[...]

Die Waffen mußten für beide Kämpfer genau gleich sein. Als Pistolen wurden einschüssige Vorderladerwaffen benutzt, die mit Schwarzpulver und bleiernen Rundkugeln im Kaliber 12 bis 17 mm geladen wurden. Die Treffgenauigkeit dieser Waffen, die oft glatte, nicht gezogene Läufe hatten, war gering; andererseits waren Verletzungen durch die großkalibrigen Geschosse schwer und führten oft noch Tage nach dem Duell zum Tod.


1023 Anonymus, a.a.O., S. 18.

Außer den Duellanten waren ein Arzt und die beiderseitigen Sekundanten, eventuell auch noch ein Unparteiischer anwesend, der gemeinsam mit den Sekundanten über die ordnungsgemäße Durchführung wachte. Die Waffen mussten für beide Kämpfer genau gleich sein. Als Pistolen benutzte man ausschließlich einschüssige Vorderladerwaffen, die mit Schwarzpulver und bleiernen Rundkugeln im Kaliber 12 bis 17 mm geladen wurden. Die Treffergenauigkeit dieser Waffen, die oft noch glatte, nicht gezogene Läufe hatten, war nur gering; andererseits waren Verletzungen durch die großkalibrigen Geschosse schwer und führten oft noch Tage nach dem eigentlichen Duell zum Tode.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt; lediglich eine Information zur Bekleidung der Duellanten wird in Parenthese ergänzt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[86.] Yb/Fragment 216 03 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:25 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 15:08 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Duell 2005, Yb

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 217, Zeilen: 3-5, 9-12
Quelle: Wikipedia Duell 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Die Sekundanten verhandelten mit den Sekundanten des Beleidigers über die Möglichkeit einer friedlichen Beilegung oder, wenn das nicht möglich war, über die Einzelheiten der Durchführung des Duells.

[...] Üblich waren Säbel und Pistole. Ungewöhnliche Waffen oder Bedingungen bedurften der Zustimmung beider Seiten, ansonsten konnte der Beleidigte die Waffen und die Bedingungen bestimmen.

Die Sekundanten verhandelten mit den Sekundanten des Beleidigers über die Möglichkeit einer friedlichen Beilegung oder, wenn das nicht möglich war, über die Einzelheiten der Durchführung des Duells. Übliche Duellwaffen waren Säbel und Pistole. Ungewöhnliche Waffen oder Bedingungen bedurften der Zustimmung beider Seiten, ansonsten konnte der Beleidigte die Waffen und die Bedingungen bestimmen.
Anmerkungen

Die Quelle ist nicht genannt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[87.] Yb/Fragment 215 15 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:24 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 15:06 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Duell 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 215, Zeilen: 15-20
Quelle: Wikipedia Duell 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Offiziere sollten zuvor einen Ehrenrat oder ein Ehrengericht1005 anrufen, das den Ehrenhandel prüfte, einen gütlichen Ausgleich herbeizuführen suchte und nur in schwereren Fällen die Zustimmung zum Duell gab, um dann in der Regel auch die Bedingungen festzulegen.

Die Forderung mußte innerhalb von 24 Stunden nach der Beleidigung ergehen oder nachdem der Beleidigte davon erfahren hatte.


1005 Verordnung über die Ehrengerichte der Offiziere im Preußischen Heere vom 2. Mai 1874, bei: Anonymus, a.a.O., S. 40-61.

Offiziere mussten zuvor einen „Ehrenrat“ oder ein „Ehrengericht“ anrufen, das den „Ehrenhandel“ prüfte, einen gütlichen Ausgleich herbeizuführen suchte und nur in schweren Fällen die Zustimmung zum Duell gab und dann in der Regel auch die Bedingungen festlegte. Die Forderung musste innerhalb von 24 Stunden nach der Beleidigung ergehen oder nachdem der Beleidigte davon erfahren hatte.
Anmerkungen

Die Quelle ist nicht genannt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[88.] Yb/Fragment 214 01 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:22 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 15:01 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Duell 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 214, Zeilen: 1-5, 10-26
Quelle: Wikipedia Duell 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
[Die bekanntesten Kodifikationen von Duellregeln sind der irische] Code Duello von 1777, der Essai sur le duel des Comte de Chateauvillard, „Mitglied des Pariser Jokey-Klubs“1000, von 1836, Die Regeln des Duells von Franz von Bolgár (1881) und als umfassendstes Werk der 1891 (2. Aufl. 1897, 3. Aufl. 1912) erschienene Duell-Codex des österreichischen Fechtmeisters und Offiziers Gustav Hergsell.

[...]

Auslöser war grundsätzlich eine Beleidigung der Mannesehre. Als solche galt jede öffentliche Verächtlichmachung, z. B. durch direkte verbale Beleidigung oder Herabsetzung, indirekte üble Nachrede, tätlichen Angriff, aber auch die Verletzung der Ehre oder der sexuellen Integrität von Frauen, die in der Obhut des indirekt beleidigten Beschützers (und Besitzers!) standen (vor allem die Ehefrau, aber auch Schwester, Tochter, Verlobte).

Handbücher unterschieden zwischen leichten, mittleren und schweren Beleidigungen. Bei leichten Beleidigungen (z. B. einer unbedachten unhöflichen Bemerkung, die als beleidigend aufgefaßt werden konnte), genügte in der Regel eine Entschuldigung, während bei schweren Beleidigungen (vornehmlich einem Schlag ins Gesicht1002) ein Duell unter den Ehren-Männern, dieser Art von „prügelnden Thieren“ (Schopenhauer1003), unvermeidlich war.

Der Beleidigte forderte den Beleidiger zum Duell, und zwar nicht persönlich, sondern durch einen oder (meistens) zwei Sekundanten, die er unter seinen Standesgenossen wählte.


1000 Anonymus, a.a.O., S. 6.

[...]

1002 „Ein Schlag ist und bleibt ein kleines physisches Übel“: Schopenhauer, a.a.O., S. 380.

1003 Schopenhauer, a.a.O., S. 381.

Die bekanntesten Kodifikationen von Duellregeln sind der irische „Code Duello“ von 1777, der „Essai sur le duel“ des Comte de Chateauvillard von 1836 und als umfassendstes Werk der 1891 (2. Aufl. 1897, 3. Aufl. 1912) erschienene „Duell-Codex“ des österreichischen Fechtmeisters und Offiziers Gustav Hergsell.

Auslöser des Duells war immer eine Beleidigung der Mannesehre. Als solche galt jede öffentliche Verächtlichmachung, z. B. durch direkte verbale Beleidigung oder Herabsetzung, indirekte üble Nachrede, tätlichen Angriff, aber auch Verletzung der Ehre oder sexuellen Integrität von Frauen, die in der Obhut des Beleidigten standen (vor allem die Ehefrau, aber auch Schwester, Tochter, Verlobte).

Es wurde zwischen leichten, mittleren und schweren Beleidigungen unterschieden; bei leichten (z. B. einer unbedachten unhöflichen Bemerkung, die als beleidigend aufgefasst werden konnte), genügte in der Regel eine Entschuldigung, während bei schweren Beleidigungen (z. B. einem Schlag ins Gesicht) ein Duell unvermeidlich war.

Der Beleidigte forderte den Beleidiger zum Duell, und zwar nicht persönlich, sondern durch einen oder (meistens) zwei Sekundanten, die er unter seinen Standesgenossen wählte.

Anmerkungen

Die Quelle ist nicht genannt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[89.] Yb/Fragment 213 20 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:20 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 14:56 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Duell 2005, Yb

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 213, Zeilen: 20-23
Quelle: Wikipedia Duell 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Im Laufe des 18. und besonders des 19. Jahrhunderts bildeten sich detailliertere Regeln für die Durchführung eines Duells heraus, die zunächst mündlich tradiert, schließlich aber auch schriftlich fixiert wurden. Im Laufe des 18. und besonders des 19. Jahrhunderts bildeten sich allmählich immer detailliertere Regeln für die Durchführung eines Duells heraus, die zunächst mündlich tradiert, schließlich aber auch schriftlich fixiert wurden.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Fortsetzung auf der Folgeseite.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[90.] Yb/Fragment 223 13 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:17 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 14:52 (Hindemith)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Duell 2005, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 223, Zeilen: 13-19, 22-25
Quelle: Wikipedia Duell 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Nach neueren Schätzungen fochten im 19. Jahrhundert etwa 25% der Adligen mindestens einmal im Leben ein Duell aus. Häufig wurde dabei aber eher der Form Genüge getan, indem etwa bei Pistolenduellen Bedingungen vereinbart wurden, die eine Verwundung eher unwahrscheinlich machten. Es dürfte unter diesen Umständen nur in einem von sechs Duellen zu ernsthaften Verletzungen und nur in einem von vierzehn Duellen zum Tod eines Kontrahenten gekommen sein.

[...]

Berühmte Duellopfer waren der US-amerikanische Politiker Alexander Hamilton (1804), der französische Mathematiker Evariste Galois (1832), die russischen Dichter Alexander Puschkin (1837) und Michail Lermontow (1841) sowie der Arbeiterführer Ferdinand Lassalle (1864)1051.


1051 http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Duell&printable=yes, zuletzt abgerufen 6. 11. 2005, 11. 25 Uhr. Vgl. auch: Kohut, Adolph: Das Buch berühmter Duelle, Berlin 1888, passim.

Nach modernen Schätzungen fochten etwa 25% der Adligen mindestens einmal im Leben ein Duell aus. Häufig wurde dabei aber eher der Form Genüge getan, indem man z.B. bei Pistolenduellen Bedingungen vereinbarte, die eine Verwundung eher unwahrscheinlich machten, oder sich gar bemühte, den Gegner nicht wirklich zu treffen. Man schätzt, dass es nur in einem von sechs Duellen zu ernsthaften Verletzungen und nur in einem von vierzehn Duellen zum Tod eines Kontrahenten kam. Berühmte Duellopfer waren z.B. der US-amerikanische Politiker Alexander Hamilton (1804), der französische Mathematiker Evariste Galois (1832), der russische Dichter Alexander Puschkin (1837) und der Arbeiterführer Ferdinand Lassalle (1864).
Anmerkungen

Die Quelle ist erwähnt, der Umfang der Übernahmen und der großteils wörtliche Charakter derselben wird aber nicht deutlich.

Die Quelle wird auch am Ende des vorherigen Abschnitts genannt: Fragment 223 06.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[91.] Yb/Fragment 172 05 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:15 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 14:35 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Duell 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 172, Zeilen: 5-7, 11-17
Quelle: Wikipedia Duell 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Am meisten ausgeprägt war die habituelle Verpflichtung nun einmal bei Offizieren, die im Deutschen Reich und in Österreich-Ungarn mit ihrer Entlassung rechnen mußten - wenn sie sich nicht einem Duell stellten.

[...]

Begründet wurde das mit dem Hinweis, ein solcher Mann habe nicht das richtige Ehrgefühl und darum seine Pflicht als Offizier verletzt. Hier wirkte sich die Tatsache aus, dass das preußische und österreichische Offizierskorps in besonders hohem Maße vom Adel dominiert wurde und sich daher in der Strenge seiner Ehrbegriffe deutlich von den bürgerlichen Zivilisten abzuheben suchte, teilweise so sehr, dass diese von Offizieren generell nicht als satisfaktionsfähig angesehen wurden.

Am ausgeprägtesten war diese Verpflichtung bei Offizieren, die z. B. im Deutschen Reich und in Österreich-Ungarn mit ihrer Entlassung rechnen mussten, wenn sie ein Duell verweigerten. Begründet wurde das damit, „er habe nicht das richtige Ehrgefühl und darum seine Pflicht als Offizier verletzt.“. Hier wirkte sich die Tatsache aus, dass das preußische und österreichische Offizierskorps in besonders hohem Maße vom Adel dominiert wurde und sich daher in der Strenge seiner Ehrbegriffe deutlich von den bürgerlichen Zivilisten abzuheben suchte, teilweise so sehr, dass diese von Offizieren generell nicht als satisfaktionsfähig angesehen wurden.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[92.] Yb/Fragment 192 01 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:14 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 14:29 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Duell 2005, Yb

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 192, Zeilen: 1-6
Quelle: Wikipedia Duell 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Infolge der gewaltigen gesellschaftlichen Umwälzungen nach dem Ersten Weltkrieg (Zusammenbruch der Monarchien, Durchsetzung demokratischer Ideen, Verlust der gesellschaftlichen Bedeutung des Adels, Demilitarisierung) verschwand das Duell schnell. In Frankreich, Italien und Südamerika wurden ganz vereinzelt noch nach dem Zweiten Weltkrieg Duelle ausgefochten, die aber meist Showcharakter hatten. Infolge der gewaltigen gesellschaftlichen Umwälzungen nach dem Ersten Weltkrieg (Zusammenbruch der Monarchien, Durchsetzung demokratischer Ideen, Verlust der gesellschaftlichen Bedeutung des Adels, Demilitarisierung) verschwand das Duell danach sehr schnell. In Frankreich, Italien und Südamerika wurden ganz vereinzelt noch nach dem Zweiten Weltkrieg Duelle ausgefochten, die aber meist mehr Showcharakter hatten.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt hier. Der letzte Verweis auf die Quelle findet sich auf Seite 190.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[93.] Yb/Fragment 190 14 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:12 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 14:18 (Hindemith)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Duell 2005, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 190, Zeilen: 14-26
Quelle: Wikipedia Duell 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Lexikalisch kann das Duell so definiert werden902: Ein Duell ist ein freiwilliger Zweikampf mit gleichen, potentiell tödlichen Waffen, der von den Kontrahenten vereinbart wird, um eine Ehrenstreitigkeit auszutragen. Das Duell unterliegt traditionell festgelegten Regeln. Duelle sind heute in den meisten Ländern verboten.

Der gesellschaftliche Ehrenkodex war jedoch im 19. Jahrhundert bekanntlich stärker als die gesetzlichen Verbote des Duells, die überall galten, wenn auch in unterschiedlicher Schärfe. So war bereits im deutschen Reichsstrafgesetzbuch von 1871 der Zweikampf mit tödlichen Waffen von vornherein als Sondertatbestand mit geringerer Strafandrohung definiert, nämlich mit Festungshaft zwischen drei Monaten903 und zehn Jahren. Bei der praktischen Durchsetzung dieser Verbote zeigte sich jedoch, dass die Angehörigen der (Militär-)Gerichtsbarkeit [und der Regierungen sich dem zugrunde liegenden Ehrenkodex selbst verpflichtet fühlten: Duellanten wurden häufig überhaupt nicht gerichtlich verfolgt, nur sehr milde bestraft oder nach kurzer Strafverbüßung begnadigt.]


902 http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Duell&printable=yes; zuletzt abgerufen 2. 11. 2005, 8. 37 Uhr.

902 Lermontow, Held, S. 189: Nikolai Martynow, der Michail Lermontow im Duell - „aus Versehen“ - erschossen hatte, wurde zu drei Monaten Festung verurteilt.

Ein Duell (lat.: duellum) ist ein freiwilliger Zweikampf mit gleichen, potenziell tödlichen Waffen, der von den Kontrahenten vereinbart wird, um eine Ehrenstreitigkeit auszutragen. Das Duell unterliegt traditionell festgelegten Regeln. Duelle sind heute in den meisten Ländern verboten.

[...]

Dieser gesellschaftliche Ehrenkodex war stärker als die gesetzlichen Verbote des Duells, die überall galten, wenn auch in unterschiedlicher Schärfe. So war im deutschen Reichsstrafgesetzbuch von 1871 der Zweikampf mit tödlichen Waffen von vornherein als Sondertatbestand mit geringerer Strafandrohung definiert, nämlich mit Festungshaft (einer besonderen Form der Freiheitsstrafe, die im Gegensatz zur Gefängnisstrafe nicht als entehrend galt) zwischen drei Monaten und zehn Jahren. Bei der praktischen Durchsetzung dieser Verbote zeigte sich jedoch, dass die Angehörigen der (Militär-)Gerichtsbarkeit und der Regierungen sich dem zugrunde liegenden Ehrenkodex selbst verpflichtet fühlten: Duellanten wurden häufig überhaupt nicht gerichtlich verfolgt, wenn überhaupt, nur sehr milde bestraft oder nach kurzer Strafverbüßung begnadigt.

Anmerkungen

Die Quelle ist zwar genannt, der Leser erwartet aber eine Übernahme nur im ersten Absatz.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[94.] Yb/Fragment 234 01 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:10 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 14:10 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Duell 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 234, Zeilen: 1-12
Quelle: Wikipedia Duell 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
[Die wachsende politische, wirtschaftliche und soziale Bedeutung des Bürgertums] im 19. Jahrhundert hatte zur Folge, dass schließlich auch Bürgerliche als satisfaktionsfähig betrachtet wurden, sofern sie der „besseren“ Gesellschaft, diesem „Staat im Staate“1082, angehörten und bereit waren, sich dem Comment, den ungeschriebenen Verhaltensregeln einer Gruppe, zu unterwerfen.

Die objektiven Kriterien für diese Zugehörigkeit waren nicht klar abgegrenzt, wurden aber jedenfalls durch ein akademisches Studium oder den Erwerb eines Reserveoffiziersgrades erfüllt. Das Duellwesen war also immer auch Ausdruck eines elitären Standesdenkens, das sich nach unten dadurch abzugrenzen versuchte, dass allein den Angehörigen der höheren Gesellschaftskreise das dazu erforderliche feinere Ehrgefühl zugeschrieben wurde.


1082 Schopenhauer, a.a.O., S. 383.

Die wachsende politische, wirtschaftliche und soziale Bedeutung des Bürgertums im 19. Jahrhundert hatte zur Folge, dass schließlich auch Bürgerliche als satisfaktionsfähig betrachtet wurden, sofern sie der „besseren“ Gesellschaft angehörten und bereit waren, sich deren „Comment“, d. h. ihren ungeschriebenen Verhaltensregeln, zu unterwerfen. Die objektiven Kriterien für diese Zugehörigkeit waren nicht klar abgegrenzt, wurden aber jedenfalls durch ein akademisches Studium oder den Erwerb eines Reserveoffiziersgrades erfüllt. Das Duellwesen war also immer auch Ausdruck eines elitären Standesdenkens, das sich nach „unten“ dadurch abzugrenzen versuchte, dass man allein den Angehörigen der „höheren Gesellschaftskreise“ das dazu erforderliche „feinere Ehrgefühl“ zuschrieb.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt hier.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[95.] Yb/Fragment 233 14 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:09 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 14:07 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Duell 2005, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 233, Zeilen: 14-27
Quelle: Wikipedia Duell 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Als Zweck des Duells galt es, für eine wirkliche oder vermeintliche Beleidigung Genugtuung (Satisfaktion) zu erhalten oder zu geben. Dabei ging es mit der Zeit nicht mehr darum, wer im Zweikampf siegte, sondern ausschließlich darum, dass beide Duellanten durch die bloße Bereitschaft, sich um ihrer Mannesehre willen zum Kampf zu stellen und dafür Verletzung oder Tod zu riskieren, ihre persönliche Ehrenhaftigkeit unter Beweis stellten oder wiederherstellten. Unabhängig von seinem Ausgang hatte das Duell zur Folge, dass die Beleidigung als gesühnt galt und beide Beteiligten in ihren Augen und im Urteil der Gesellschaft wieder als Ehrenmänner angesehen werden konnten.

Nicht jedermann war zur Teilnahme an diesem gesellschaftlichen Ritual berechtigt. Als satisfaktionsfähig galt ursprünglich nur, wer das Recht zum Waffentragen hatte, Adlige, Offiziere und Studenten. Die wachsende politische, wirtschaftliche und soziale Bedeutung des Bürgertums [im 19. Jahrhundert hatte zur Folge, dass schließlich auch Bürgerliche als satisfaktionsfähig betrachtet wurden, sofern sie der „besseren“ Gesellschaft, diesem „Staat im Staate“1082, angehörten und bereit waren, sich dem Comment, den ungeschriebenen Verhaltensregeln einer Gruppe, zu unterwerfen.]


1082 Schopenhauer, a.a.O., S. 383.

Als Zweck des Duells galt es, für eine wirkliche oder vermeintliche Beleidigung Genugtuung (Satisfaktion) zu erhalten bzw. zu geben. Dabei ging es nicht darum, wer im Zweikampf „siegte“, sondern ausschließlich darum, dass beide Duellanten durch die bloße Bereitschaft, sich um ihrer „Mannesehre“ willen zum Kampf zu stellen und dafür Verletzung oder Tod zu riskieren, ihre persönliche Ehrenhaftigkeit unter Beweis stellten bzw. wiederherstellten. Unabhängig von seinem Ausgang hatte das Duell zur Folge, dass die Beleidigung als „gesühnt“ galt und beide Beteiligten in ihren Augen und im Urteil der Gesellschaft wieder als „Ehrenmänner“ angesehen wurden.

Nicht jedermann war zur Teilnahme an diesem gesellschaftlichen Ritual berechtigt. Als „satisfaktionsfähig“ galt ursprünglich nur, wer das Recht zum Waffentragen hatte, d.h. Adlige, Offiziere und Studenten. Die wachsende politische, wirtschaftliche und soziale Bedeutung des Bürgertums im 19. Jahrhundert hatte zur Folge, dass schließlich auch Bürgerliche als satisfaktionsfähig betrachtet wurden, sofern sie der „besseren“ Gesellschaft angehörten und bereit waren, sich deren „Comment“, d. h. ihren ungeschriebenen Verhaltensregeln, zu unterwerfen.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt hier.

Mit dem Inhalt dieses Fragments beginnt der Teil "Zusammenfassung" (S. 233-243) der Arbeit.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[96.] Yb/Fragment 219 10 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:05 PlagProf:-)
Erstellt: 4. June 2015, 13:06 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Duell 2005, Yb

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 219, Zeilen: 10-20
Quelle: Wikipedia Duell 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
Die Schärfe der Bedingungen (und damit die Gefährlichkeit des Duells) hing von der Schwere der Beleidigung ab. Bei Pistolenduellen variierten die Zahl der Schußwechsel (1, 2 oder 3) und die festgelegte Entfernung, die zwischen 15 und 50 Schritten (ca. 11-37 m) liegen konnte. Bei Säbelduellen wurde entweder bis zur ersten blutenden Wunde oder bis zur Kampfunfähigkeit gekämpft.

Mit beiderseitiger Zustimmung konnten auch schärfere Ausnahmebedingungen vereinbart werden, bis hin zum Extremfall des sprichwörtlich gewordenen „Sich über das Sacktuch schießen“. Hierbei hielten die Duellanten ein Taschentuch an den diagonal gegenüberliegenden Enden fest und schossen gleichzeitig, wobei aber nur eine Pistole geladen war.

Die Schärfe der Bedingungen (und damit die Gefährlichkeit des Duells) hing von der Schwere der Beleidigung ab. Bei Pistolenduellen variierten die Zahl der Schusswechsel (1, 2 oder 3) und die festgelegte Entfernung, die zwischen 15 und 50 Schritten (ca. 11-37 m) liegen konnte. Bei Säbelduellen wurde entweder bis zur ersten blutenden Wunde oder bis zur Kampfunfähigkeit gekämpft. Mit beiderseitiger Zustimmung konnten auch schärfere Ausnahmebedingungen vereinbart werden, bis hin zum Extremfall des sprichwörtlich gewordenen „Sich über das Sacktuch schießen“. Hierbei hielten die Duellanten ein Taschentuch an den diagonal gegenüberliegenden Enden fest und schossen gleichzeitig, wobei aber nur eine Pistole geladen war.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle findet sich hier nicht.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[97.] Yb/Fragment 009 02 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 14:02 PlagProf:-)
Erstellt: 13. June 2015, 13:13 (Schumann)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 9, Zeilen: 2-6
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 92, Zeilen: 18-22
Als personalitätsloses Gesamt bleibt sie weitgehend unangreifbar und mögliche Schuld muss demzufolge im individuellen Bereich gesucht werden. Aber die Kritik des Erzählers an den Hauptfiguren impliziert zugleich eine Kritik an der Gesellschaftsschicht, der sie angehören: dem Adel[, der zwar im Gegensatz zu den einfachen Leuten weiß, „was Ehre ist“37, dessen aristokratisches Ethos jedoch längst zu bornierter Konvention erstarrt ist38.

37 Fontane, Effi Briest, S. 208.

38 Nachwort, a.a.O., S. 305.]

Als personalitätsloses Gesamt bleibt sie weitgehend unangreifbar und mögliche Schuld muss demzufolge im individuellen Bereich gesucht werden. Aber die Kritik des Erzählers an den Hauptfiguren impliziert zugleich eine Kritik an der Gesellschaftsschicht, der sie angehören: dem Adel.
Anmerkungen

Die Quelle ist auf der Vorseite genannt (wenngleich dort auch nur für einen Halbsatz), eine Kennzeichnung der wörtlichen Übernahme unterbleibt.

Fortsetzung von Fragment 008 24.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[98.] Yb/Fragment 006 13 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2015, 13:50 PlagProf:-)
Erstellt: 10. June 2015, 14:55 (Schumann)
Fragment, Gesichtet, Hamann 1997, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Yb

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 6, Zeilen: 13, 14-15, 17-18, 19-20, 22-24
Quelle: Hamann 1997
Seite(n): 7, Zeilen: 3-9
1870 begann die Zeitspanne, in der Fontane - bereits einundfünfzigjährig und „ramponiert“15 - mit gehöriger literarischer Verspätung seinen Weltruhm begründete und den deutschen Roman in die Weltliteratur rückte, an die Seite der Meisterwerke von Turgenjew, Tschechow, Gontscharow, Balzac, Flaubert, Dickens und Thackeray16. Er wandte sich, „ein spät zur Vollendung gelangter moderner Schriftsteller“17, ab von traditioneller Lyrik, von Balladen18 im Stil des Spätrealismus, und fand zu der seiner Erzähl- und Darstellungskunst gemäßen Form, eine „Ausnahmeerscheinung“19.

In dieser bis 1898 währenden letzten Epoche seines dichterischen Schaffens - „Wie er zuletzt war, so war er eigentlich“20 - schrieb er in der Berliner Gesellschaft oder im märkischen Adel, einer verbrauchten [und erneuerungsunfähigen Klasse21, spielende Gesellschaftsromane22.]


15 Nachwort [zu: Fontane. Ausgewählte Erzählungen, 1984], a.a.O., S. 305.

16 Nachwort, a.a.O., S. 307.

17 Nachwort, a.a.O., S. 307.

18 „Ich war, von meinem 16. Lebensjahre an, Balladenschreiber“: „Ein Stück Autokritik“, in: Schreinert, Kurt (Hg.): Aufsätze zur Literatur, München 1963, S. 496.

19 Nachwort, a.a.O., S. 304.

20 Meyer, Susanne: Literarische Schwestern. Anna Ozores-Effi Briest. Studien zur psychosozialen Genese fiktionaler Figuren, Aachen 1993, S. 71.

21 Nachwort, a.a.O., S. 305.

22 Demetz, Peter: Formen des Realismus. Theodor Fontane, München 1964, S. 12.

Im Jahre 1870 begann die Zeitspanne, in der Theodor Fontane - inzwischen einundfünfzigjährig - seinen Weltruhm begründete. Er wandte sich ab von traditioneller Lyrik, von Balladen im Stil des Spätrealismus, und fand zu der seiner Erzähl- und Darstellungskunst gemäßen Form. In dieser bis 1898 währenden letzten Epoche seines dichterischen Schaffens schrieb er in der Berliner Gesellschaft oder im märkischen Adel spielende Gesellschaftsromane1, in denen er das Bild einer innerlich brüchigen Zeit entwarf und die seine Enttäuschung über das Zweite Deutsche Reich widerspiegelten.

1 Peter Demetz unterscheidet zwischen drei Formen in Fontanes Erzählwerk: 1. der historische Roman, 2. der Kriminalroman und 3. der Gesellschaftsroman. Vgl. Demetz, Peter: Formen des Realismus: Theodor Fontane. München 1964, 12

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle, die als inhaltliche wie Strukturvorlage dient und mit Detailangaben aus anderen (gekennzeichneten) Quellen ergänzt wird - eine Arbeitsweise, die auch für andere Seiten zu beobachten ist.

Sichter
(Schumann), PlagProf:-)

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